• Meine Schilddrüsenuntersuchung: Befund und Tipps

    Hallo, ich muss demnächst einen Arzt aufsuchen wegen meiner Schilddrüse. Da ich mittlerweile einige schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht habe (musste meine Krankheiten immer erst Googeln und meine Ärztin draufstoßen), würde ich gerne erstmal hören, was die SD-Erfahrenen unter euch so sagen. Untersucht wurde meine SD, weil ich extremes Herzrasen über…
  • 42 Antworten

    Ja, die alten Werte waren vor der LT-Einnahme.


    LT musste ich nur wegen der heutigen Untersuchung 3 Wochen lang nehmen.


    Blutwerte wurden heute keine genommen. Nur bei der allerersten Untersuchung, welche im Januar 2010 gemacht wurde.

    Milli77, Dein Arzt hat eine Jodmangelstruma diagnostiziert und Dir Jodid verschrieben, damit Deine SD wieder in die Lage versetzt wird, genügend Hormon zu produzieren; angenehmer Nebeneffekt: die SD-Größe wird sich damit vermutlich normalisieren. Da aber die Beschwerden von SD-Fehlfunktionen überaus lästig sind, würde ich eine Kontrolluntersuchung schon nach 2 Monaten anstreben. Dann müßte man nämlich schon sehen, ob sich Deine Laborwerte stark gebessert haben - falls wider Erwarten nicht, müßte man weiter nachdenken.


    Das eventuelle Vorliegen von Hashi kann man an erhöhten Antikörpern (falls sie denn erhöht sind; es gibt auch sog. seronegative HT) und am Echomuster der SD erkennen. Falls Dein Arzt auf diesem Gebiet erfahren ist, würde ich seiner Expertise vertrauen.


    Nur, was ist jetzt mit dem Knoten - heiß oder kalt? Dazu muß Dein Nuk doch etwas gesagt haben; schließlich war das doch der Grund für die Durchführung einer Szintigraphie. Oder habe ich da etwas überlesen?

    Zitat

    Nur, was ist jetzt mit dem Knoten – heiß oder kalt? Dazu muß Dein Nuk doch etwas gesagt haben; schließlich war das doch der Grund für die Durchführung einer Szintigraphie. Oder habe ich da etwas überlesen?

    Das hat er so genau nicht gesagt (oder ich habe es überhört/vergessen). Soweit ich verstanden habe, ist es nichts, was behandelt werden muss – abgesehen von den Jodtabletten.

    Die Information solltest Du Dir aber noch holen. Wenn es ein kalter Knoten ist, muß er regelmäßig auf Größenwachstum kontrolliert werden, weil 3-5% kalter Knoten entarten. Wenn es ein heißer Knoten ist, mag er noch kompensiert sein, aber wenn er später aktiver/größer wird ("dekompensiert"), kann das zu ÜF-Symptomen führen. Das sollte man als Patient dann auch im Hinterkopf behalten.

    Zitat

    Milli77, Dein Arzt hat eine Jodmangelstruma diagnostiziert und Dir Jodid verschrieben, damit Deine SD wieder in die Lage versetzt wird, genügend Hormon zu produzieren; angenehmer Nebeneffekt: die SD-Größe wird sich damit vermutlich normalisieren.

    Habe da nochmal drüber nachgedacht. In deinem ersten Posting sagtest du, meine SD hätte die Größe wie bei einem 14jährigen Kind. Jetzt ist meine SD also zwar ganz klein, aber gleichzeitig vergrößert? Wenn sich die SD-Größe durch Jodid wieder normalisiert – heißt das dann, sie wird wieder so groß wie bei einer Erwachsenen? Das hört sich für mich erstmal seltsam an. Aber vermutlich hab ich das ganze noch nicht so richtig kapiert? Kannst du mir da nochmal weiterhelfen?

    Zitat

    Dann irgendwas mit Struma, Jodmangel

    Darauf hatte ich mich bezogen, aber leider Deine SD-Größe nicht mehr im Kopf. Oh Verzeihung, das passiert, wenn man beim 2. oder 3. Beitrag den Faden nicht wieder ganz von vorn liest. Für mich ist die Information in diesem Faden widersprüchlich, so dass ich an Deiner Stelle den Arzt doch noch einmal befragen würde: auf der einen Seite kleine SD, auf der anderen Seite Jodmangelstruma (= Kropf) und - dazu passend - Verschreibung von Jodid. Wenn Du allerdings keinen Kropf hast, kann der Arzt den Jodmangel eigentlich nur vermutet haben, sofern er Jod nicht aus Deinem Urin quantitativ bestimmt hat. Die Verschreibung von Jodid wäre nur sinnvoll, wenn ein Jodmangel besteht. Wenn Deine SD aus einem anderen Grund nicht genügend Hormon herstellen kann (z.B. weil sie von einer Autoimmunerkrankung geschädigt ist), nützt das Jodid gar nichts - Du bräuchtest dann L-Thyroxin.

    Naja, im Grunde hatte ich das Gefühl, dass er geraten hat. Er hat irgendwas ausgeschlossen aufgrund des Technetium-Uptake und mich gefragt, ob ich viel Fisch esse. Ich sagte nein, und daraufhin hat er gesagt, ich solle mir in der Apotheke Jodid 100 holen. Nachgewiesen hat er einen Jodmangel nicht.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keinen (offensichtlichen) Kropf habe. Weder sieht man was, noch hat die erste Ärztin beim Abtasten etwas derartiges erwähnt. Und wenn die SD ja sogar ziemlich klein ist, kann das doch gar nicht passen?


    Oder habe ich mich verhört und er hat nichts von "Struma" gesagt? Dann würde aber vermutlich die Verschreibung von Jodid 100 gar keinen Sinn ergeben, oder?


    Ich wette, die Ärzte hassen es, wenn man seine eigenen Krankheiten "googelt", aber die legen es ja anscheinend darauf an :-( Ich komme mir total blöd vor, wenn ich jetzt zum Arzt gehe und sage "also, sind Sie sicher mit ihrer Diagnose? Jemand im Internetforum hat gesagt ..." Der wird mich vermutlich mit einem einzigen Satz "abschmettern" und ich werde ein zweites mal gefrustet die Praxis verlassen. Ich kenne mich ...


    Andererseits geht's hier ja um meine Gesundheit.

    Zitat

    Ich komme mir total blöd vor, wenn ich jetzt zum Arzt gehe und sage "also, sind Sie sicher mit ihrer Diagnose? Jemand im Internetforum hat gesagt ..."

    Das solltest du besser nicht sagen ;-) .

    Milli77, dann siehst Du das ja wie ich. Vergiß Deinen derzeitigen Arzt, denn mit Raten kommt man nicht weiter. Vielleicht wirst Du hier fündig: top-docs.de

    Sodele, da bin ich mal wieder. Nach langem Warten habe ich mich heute nochmal zu meinem Hausarzt begeben (da ich dieses Quartal schon meine 10 Euro bezahlt habe ;-) )


    Es ging darum, dass die erste Untersuchung im Januar 2010 ergeben hatte, dass meine SD rechts 5,8ml Volumen hat und links 2,1ml – also ziemlich klein ist – der zweite Nuklearmediziner mich aber mit Jod gegen einen Kropf behandeln wollte.


    Damit bin ich also zu meinem Hausarzt gegangen, der den Befund vom zweiten Arzt las, und dann ergab sich ungefähr folgender Dialog:


    Doc: "Der Dr. xxx hat nicht gesagt, dass Sie einen Kropf haben, sondern dass ein Bereich in ihrer SD sehr aktiv ist, und damit es kein Kropf wird, sollen Sie Jod einnehmen. Das Jod soll ihre SD unterstützen, damit sie entlastet wird."


    Okay ... *schluck* ... *überleg*


    Ich: "Aber dann müsste meine SD doch ansatzweise normalgroß sein und nicht so winzig"


    Doc: "Wieso winzig?"


    Ich: "Habe im Internet diese Werte gefunden: SD-Volumen bei erwachsenen Frauen: < 18ml. Meine SD hat 5,8 und 2,1ml."


    Doc: "Jaaaa, aber die Werte müssen Sie ja noch addieren. Das sind dann schon ... 8ml."


    Ich: "Okay, aber das ist immer noch weit entfernt von 18ml!"


    Doc: "Schauen Sie mal, was VOR der 18 für ein Zeichen ist. Das bedeutet "kleiner als". Ihre SD ist kleiner als 18, also in der Norm."


    Okay, im Nachhinein kommt mir der Gedanke, dass die 18ml ja eben eine Obergrenze sind – also was drüber ist = Kropf und was drunter ist = kein Kropf. Das Argument fiel mir aber wie gesagt erst im Nachhinein ein.


    So, ich sage, dass der zweite Doc gesagt hat, dass meine Werte leicht auf UF hindeuten. Was denn mit meinen Symptomen sei. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Herzrasen (Vorhofflimmern).


    Doc: "Das sind aber eher Überfunktions-Symptome!"


    Ich: "Wenn ich eine ÜF hätte, würde ich aber nicht 95kg wiegen."


    Doc: "Richtig!"


    Okay, bringen wir Hashimoto auf den Tisch.


    Ich: "Wie sieht es mit einer Autoimmunerkrankung aus?"


    Doc: "Hashimoto?"


    Ich: "Irgend etwas muss ja dafür verantwortlich sein, dass meine DS so klein ist. Habe gelesen, dass bei Hashimoto die SD langsam zerstört wird und dann ab und zu größere Mengen Hormone abgibt, weil die im Gewebe gespeicherten Hormone freigesetzt werden. Das könnte doch das Herzrasen erklären, trotz UF."


    Doc: "Das können wir ja ganz leicht rausfinden. Wir nehmen Blut ab und lassen die Antikörper bestimmen. In einer Woche kann ich Ihnen dann sagen, ob sie Hashimoto haben. Oder NICHT."


    Na geht doch :-)


    Ich hoffe jetzt ehrlich gesagt, dass ich Recht behalten werde. Kann man mit den Antikörper-Werten noch irgend was falsch machen? Können die vom Arzt falsch interpretiert werden? Oder werde ich in 1 Woche absolut Klarheit haben?

    Naja, soweit ich weiß, müssen bei Hashimoto nicht unbedingt Antikörper vorhanden sein.


    Und wenn doch, dann nicht zwangsläufig alle Arten von Antikörpern.


    Bei mir wurde z. B. nur eine Art festgestellt.

    Na das macht mir Mut :-/ Mein Arzt scheint mir in der Hinsicht nicht der Kompetenteste zu sein. Und der Nuklearmediziner war's ja anscheinend auch nicht. Unter top-docs.de war kein Arzt auch nur annähernd in meiner Nähe.


    Ich warte dann mal den Donnerstag ab. Werde dann auch gleich erfahren,ob ich Rheuma in den Fingern habe. Die Gelenke schmerzen links wie sau und der Arzt hat das auf seinem Blutuntersuchungszettel gleich mit angekreuzt, damit es getestet wird. Irgendwo hatte ich gelesen, dass eine SD-Fehlfunktion auch rheumatische Beschwerden verursachen kann.

    Zitat

    Wenn ich mich richtig erinnere, waren es 25-30% Rheumakranke, die keine Rheumafaktoren bilden.

    Okay, das verstehe ich gerade nicht. 25-30% der Rheumakranken haben keine Beschwerden, oder was ist deine Aussage? Wie hängt das jetzt mit meiner Frage nach dem Zusammenhang zwischen Rheuma und SD-Unterfunktion zusammen?


    Oder hast du dich verschrieben?

    Es heißt, dass 25-30% der Rheumakranken keine Rheumafaktoren, aber Beschwerden haben. Wenn man bei Dir keine Rheumafaktoren findet, heißt das nicht unbedingt, dass Du kein Rheuma hast. Mit der SD hatte meine Bemerkung nichts zu tun.