Schilddrüsen-OP-Erfahrungen

    Liebe Leute!


    Bei mir steht bald eine Schilddrüsen-OP an, bei welcher ein Lappen entfernt wird. Nachfolgende Fragen richten sich va an jene Personen, welche diese "Maßnahme" bereits hinter sich haben:


    1) Wie leicht/schwer konntet ihr nach der OP wieder "eingestellt" werden? Stimmt es, dass bei einer Teilentfernung der verbliebene Lappen die Funktion des entfernten übernehmen kann, sodass keine Medikamente erforderlich sind?


    2) Welche Auswirkungen hat eine solche OP? Fühlt Ihr euch irgendwie dadurch beeinträchtigt (insbes. Gewicht, Schmerzen, Gemützustand, Energie, Konzentration, Beruf, Fortpflanzung, Lebensmut...)?


    Vielen Dank im Voraus!!!


    GLG

  • 10 Antworten

    Mach dir mal nicht so viele Sorgen.


    Ich hatte am 3. Juli eine TotalOP.


    Der erste Monat danach war nicht so toll. Ich rutschte gaaaanz langsam in eine Unterfunktion, da meine Anfangsdosierung für mich zu niedrig war (150µ bei 93kg). Die Folgen waren Verstopfung und ein extremes Schlafbedürfnis (nach dem Frühstück wieder ins Bett und mittags mit großer Mühe dann irgendwas erledigt).


    Die BE beim Arzt ergab dann auch einen TSH von 2,9 (im Mai hatte ich noch mit ÜF 0,11).


    Ich hab dann vor gut einer Woche auf 175µ gesteigert und mittlerweile scheint alles zu passen. Ich habe keine Beschwerden und mein Blutdruck ist endlich im Rahmen.

    An Gewicht habe ich 2kg zugenommen, aber da ich eh etwas Untergewicht habe, bin ich darüber eher glücklich.


    Lebensmut: Ich fühle mich deutlich ausgeglichener, das liegt aber wohl am Blutdruck.


    Ach ja, fortgepflanzt habe ich mich in der Zeit noch nicht. Also nicht, dass ich wüsste. ;-)

    Bei mir wurde auch eine Seite entfernt. Die OP habe ich gut überstanden, ich war nach 1,5 Tagen wieder zuhause. Allerdings habe ich dann etwa 3 Wochen gebraucht, bis ich wieder arbeitsfähig war.


    Die Einstellung war allerdings recht langwierig und war begleitet mit regelmäßigen Blutuntersuchungen und entsprechenden Dosierungsanpassungen. Leider braucht's ja auch immer eine Weile, bis die veränderte Dosierung Wirkung zeigt.


    Die übrig gebliebene SD-Hälfte hat leider nicht den Dienst übernommen und produziert nicht ausreichend Hormone. Meine Dosierung ist deutlich höher als vor der OP.


    Auch heute gibt es leider immer wieder Schwankungen und daraus folgend Dosierungsanpassungen. Ich muss also regelmäßig zum Blutabnehmen, normalerweise alle 6 Monate. Meist merke ich aber selbst, dass mal wieder etwas nicht stimmt. Aktuell bin ich bei 150 und in etwa 3 Wochen folgt die nächste Blutuntersuchung.

    Hallo!


    Vielen Dank für die Antworten. Ich habe zwar weiterhin Angst vor der OP, aber ich glaube, dass ich sie trotzdem machen werde, zudem es die sicherste Variante ist bei einem kalten Knoten.


    Vielen Dank nochmals.


    LG :-)

    Zitat

    2) Welche Auswirkungen hat eine solche OP? Fühlt Ihr euch irgendwie dadurch beeinträchtigt (insbes. Gewicht, Schmerzen, Gemützustand, Energie, Konzentration, Beruf, Fortpflanzung, Lebensmut...)?

    Ich fühlte mich hinterher irgendwie 'besser'. Mehr Energie würde ich sagen. Bei mir wurde aber alles (oder fast alles) entfernt. Nicht nur ein Lappen.


    Mit dem 'Einstellen' meinst du die Dosis der Tabletten? Da müssen öfter Tests gemacht werden, daraufhin wird dann die Dosis der Tabletten geändert. Wenn der nächste Test dann einen Wert ergibt, der im Norm-Bereich ist, bleibt es bei der Dosierung.


    Ich hatte auch Angst vor der OP. Aber vorher kamen ständig Leute (Krankenschwestern oder so) und zeigten mir ihre OP-Narbe. So nach dem Motto "Guck mal, fällt garnicht auf."


    Darüber hatte ich mir gar keine Sorgen gemacht.


    Allerdings hatte ich dann das Problem, dass sich ein Keloid bildete. Die Narbe wurde dick. Am Rand war alles schmal und ok. Aber in der Mitte waren ca. 3 cm eine dicke Wulst. Die Schilddrüsen-OP war im März 2011. Da hatte ich dann dieses Jahr im Mai eine ambulante OP beim HNO-Arzt, die wollte dieses Keloid entfernen. Dick ist es nicht mehr, aber rot. Sie hat immer was eingespritzt, um dem Keloid vorzubeugen, da wurde es rot. Ich hoffe jetzt, dass es noch blasser wird. Leider ist es jetzt auch wieder so eine breite Sache. ??Ich fürchte ja, meine Brust ist zu schwer, das zieht nämlich ganz schön da dran.?? :°(


    Letztes Jahr im Juli hatte ich auch eine OP am Hals. Von der Narbe ist kaum was zu sehen. Keine Ahnung, wieso die Schilddrüsen-OP so einen Käse verursacht hat. Wobei es mich meist garnicht gestört hat. Nur die anderen immer "Das sieht aber komisch aus." oder "Willst du da nicht mal was machen lassen?" %-| :-(

    Liebe Melanie08!


    Danke für deine Antwort.


    Genau, damit meine ich die Dosis.


    Es beruhigt mich schon, dass du dich besser fühlst. Ich hoffe, dass die Rötung bei dir bald verschwindet. Lass dich aber nicht beunruhigen von den Anderen. Die finden schnell Mankos bei anderen Personen, sich selbst betrachten sie aber nicht. ;-)


    Hattest du von vornherein eine Total-OP vereinbart, oder war es mehr ein 2. Eingriff (zuerst einseitige Lappenentfernung und dann Restentfernung). Ich frage dies, weil bei mir eine einseitige Lappenentfernung geplant ist mit intraoperativem Schnellschnitt. Ich weiß nicht, wie das abläuft, damit meine ich, liegt man da einfach aufgeschnitten am OP-Tisch während das Gewebe kontrolliert wird und wie lange dauert diese Kontrolle des Gewebes?


    LG *:)

    Ich hatte doch geschrieben, die Schilddrüsen-OP war im März 2011. Nur eine OP.

    Zitat

    Hattest du von vornherein eine Total-OP vereinbart, oder war es mehr ein 2. Eingriff (zuerst einseitige Lappenentfernung und dann Restentfernung). Ich frage dies, weil bei mir eine einseitige Lappenentfernung geplant ist mit intraoperativem Schnellschnitt.

    %:| %:| ???


    Mir wurde gesagt, die Schilddrüse wird entfernt. Keine Frage, ob ich damit einverstanden wäre. Naja, klar, ich wurde schon gefragt. Aber man geht ja davon aus, dass die Ärzte schon wissen, was sie tun und wenn die sagen, es muss raus, dann muss das wohl so. Und es hätte sich Krebs entwickeln können. Also macht man es. Zumal es sich im Hals merkwürdig anfühlte. Irgendwie groß. Wie ein Kloß und es war unangenehm. Enge Klamotten waren total unangenehm am Hals. Erst hinterher hieß es, ein klitzekleiner Teil sei noch drin. Wobei ich nicht weiß, wieso. Ich kenn mich nicht aus.


    Hinterher hatte ich ne Weile auch so ein Gefühl, als wäre da ein großer Kloß im Hals. Aber das ist nun weg. Waren wohl noch die Folgen. Es wurde ja geschnitten und da ist dann vielleicht noch was geschwollen gewesen.


    Keine Ahnung, was "intraoperativer Schnellschnitt" ist. Kannst du das erklären?

    Zitat

    Ich weiß nicht, wie das abläuft, damit meine ich, liegt man da einfach aufgeschnitten am OP-Tisch während das Gewebe kontrolliert wird und wie lange dauert diese Kontrolle des Gewebes?

    Wie stellst du dir das vor? Dass du da liegst – aufgeschnitten –, die kontrollieren das Gewebe und wenn es 'gut' ist, wird es wieder reingemacht? ;-D Das bleibt draußen. Wird ins Labor geschickt und die untersuchen es, was sicher länger als ein paar Minuten dauert. Später dann bekommst du vom Arzt den Befund mitgeteilt. Ich weiß nicht, ob bei dir dann später noch der Rest entfernt wird.


    Bekommst du Vollnarkose oder wirst du örtlich betäubt? Wobei ich nicht weiß, ob das bei einer Schilddrüsen-OP überhaupt geht, eine örtliche Betäubung. Ich war unter Vollnarkose. Bei der OP letztes Jahr am Hals (was man kaum noch sieht) hatte ich nur örtliche Betäubung und war wach währenddessen.

    Meine Freundin hatte vor eine OP zu machen. Sie hatte bereits einen Termin ausgemacht. Das ganze hat offensichtlich auf sie gewirkt und ihre Hyperthyreose hat auf einmal in die Hypothyreose gewechselt. Ihre Werte sind seit 10 Jahren stabil. Vielleicht wird bei dir genauso gleich sein.

    Ad Melanie08!


    Achso, sorry, hab das nicht so rausgelesen mit nur einer OP.;)


    Es gibt halt mehrere Varianten. Eine davon ist dieser "intraoperativer Schnellschnitt", dh die nehmen vorläufig nur eine Hälfte raus, kontrollieren das Gewebe während man sich in Vollnarkose befindet (örtliche Betäubung geht leider nicht, glaube ich) und währenddessen man offen dort liegt, kontrolliert das der Pathologe schnell und dann wird entschieden ob die 2. Hälfte auch rauskommt oder nicht und dann wird die Wunde zugemacht. Daher meine Frage, wie lange das dauert. Klar, die detaillierteren Kontrollen erfolgen erst nach der OP, aber diese allgemeine Kontrolle des Gewebes erfolgt bei dieser OP bereits während der Vollnarkose... Aber ich glaube, das dürfte doch nicht so lange dauern, werd mal schauen, vielleicht kann ich das noch erfragen ;-).


    LG

    Hallo,


    wollte mich bei den Leuten die, die OP schon hatten erkundigen wielang man danach außer gefecht ist?


    Mein Arzt meinte 3 Wochen inkl Krankenhaus. Wie kann ich mir das nach dem Krankenhaus vorstellen. Muss man die ganze Zeit liegen und ruhe geben? Oder kann man schon spazieren gehen und nicht allzu anstrengende Dinge machen und


    kann ich dann trotzdem auf die Uni gehen?


    danke