Schilddrüsenprobleme, aber welche?

    Hallo, ich brauche mal einen Rat von euch.


    Ich habe seit letzter Woche Mittwoch große Schmerzen an der rechten Halsseite. Donnerstag war das dann weiter nach unten und vorne gezogen, sodass ich von der Lage her die Schilddrüse vermutete und es an der Stelle auch dick ist.
    Ich bin dann am Freitag zum Hausarzt, der war sich nicht sicher, ob es die Schilddrüse ist oder Lympfknoten. Er hat Blut abgenommen und mich zum Ultraschall geschickt. Da war ich dann heute und es wurde ein vergrößerter Schilddrüsenlappen auf der rechten Seite sowie eine Zyste von ca. 3 cm festgestellt. Jetzt hab ich eine Überweisung zur Szintigrafie bekommen und anschließend soll punktiert werden. Dann sagt man mir, ob operiert werden muss oder nicht. :-/


    Jetzt hab ich aber ja immer noch die Schmerzen und der Termin ist erst in vier Wochen. Ist das normal, dass man so lange warten muss? %:| Ich kann doch jetzt nicht noch vier Wochen mit Schmerzen rumlaufen, bzw noch länger, da die Untersuchungen dann ja noch nicht vorbei sind. {:( Besonders schlimm (aber auch sonst immer da) ist es beim Trinken, also wenn ich den Kopf nach hinten mache und dann schlucken muss. Oder eben beim Niesen, Gähnen etc. Da tut dann die ganze rechte Seite weh, also von der Schilddrüse bis zum Ohr hoch. Ist das normal? ??? Der Hausarzt meinte eigentlich, die Schilddrüse tut nicht weh. Aber irgendwo hab ich gelesen, bei einer Entzündung der Schilddrüse gibt es auch Schmerzen.


    Da beim Bluttest auch ein erhöhter Entzündungswert getestet wurde (CRP 58,4 (-5)) und ich zudem über die Beschwerden besonders beim Schlucken geklagt habe, will der Arzt eine Magenspiegelung machen (hat was von Reflux gesagt). Aber so im Nachhinein kommt mir das komisch vor. Die Schmerzen sind ja nicht in der Speiseröhre, sondern wie gesagt eher am Hals. Und kann der Entzündungswert nicht einfach von der Schilddrüse kommen? ???


    Hier sind noch meine Schilddrüsenwerte:


    TSH BASAL: 1,37 (0,27 - 4,2)
    FT3: 3,52 (2 - 4,4)
    FT4 steht nicht da


    Was kann ich haben? Wie wahrscheinlich ist eine OP? Muss man nach der OP auf jeden Fall Tabletten nehmen? Meine Mutter wurde früher auch operiert und nimmt Tabletten (Thyronajod), ist das vererbbar?


    Und ein bisschen auskotzen möchte ich mich auch, weil mich das nervt, von einem zum anderen geschickt zu werden, überall rumtelefonieren muss, um den frühesten Termin zu bekommen und weil die Schmerzen einfach unheimlich nerven und endlich weggehen sollen. :°(

  • 8 Antworten

    Ich tippe auf eine Thyreoiditis de Quervain. Du kannst ja mal danach googlen und prüfen, ob Du Dich da wiederfindest. Eine Zyste ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, in der Regel ohne Krankheitswert. Man kann Zysten punktieren, aber oft füllen sie sich danach wieder. Dass Du operiert werden mußt, halte ich bis zum Beweis des Gegenteils zunächst einmal für ein Gerücht. Deine SD-Werte, soweit gemessen, sprechen nicht für die Notwendigkeit einer OP. Schade, dass das fT4 fehlt (hätte Deine KK kein Vermögen gekostet).


    Thyronajod enthält das SD-Hormon L-Thyroxin und Kaliumjodid. Da das LT pro Molekül schon selbst 4 gebundene Jodatome enthält, ist die Jodidgabe für Deine Mutter in meinen Augen überflüssig, aber vermutlich auch nicht schädlich.

    Vielen Dank für deine Antwort!


    Ja, das klingt doch tatsächlich danach. Komisch, dass die Ärzte das noch nicht geäußert haben. ":/

    Zitat

    Eine Zyste ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, in der Regel ohne Krankheitswert.

    Im Ultraschall war in der Zyste Gewebe zu sehen, deshalb wohl die weitere Untersuchung, hieß es.

    Zitat

    Man kann Zysten punktieren, aber oft füllen sie sich danach wieder.

    Heißt das, dass die aufgepiekst werden und sich der Inhalt im Gewebe verteilt? Oder wird die Flüssigkeit abgesaugt?


    Insgesamt hab ich mich auch schon wieder beruhigt. Die Schmerzen wurden ab Mittwoch deutlich besser und mittlerweile sind sie weg. Dann kann ich getrost auch noch ne Weile auf den Termin warten.

    So, in der Zwischenzeit war ich bei der Magenspiegelung und bei der Szintigrafie.


    Bei der Magenspiegelung wurde tatsächlich Reflux festgestellt, aber dass davon die Schmerzen kamen, kann ich mir immer noch nicht vorstellen, aber der Entzündungswert dann wahrscheinlich schon. Aber darum solls jetzt nicht gehen.


    Was bei der Szintigrafie rausgekommen ist, weiß ich noch nicht. Ich hab nur ein Bild mitbekommen und der Rest wird an den anderen Arzt geschickt. Da habe ich einen Termin am Dienstag und bin dann hoffentlich schlauer.


    Hier das Bild:


    http://fs5.directupload.net/images/170211/ttz7fpsi.jpg


    Sieht für mich eigentlich ganz normal aus, außer, dass die eine Seite vergrößert ist. ??? Aber so richtig was damit anfangen kann ich noch nicht. Blut abgenommen wurde auch noch mal.

    Ich hab mir jetzt mal den Befund geben lassen.

    Zitat

    Befund:
    Scintigraphisch zur Darstellung kommt eine schmetterlingsförmig konfigurierte, orthotop gelegene Schilddrüse. Es zeigt sich eine fokale Minderanreicherung rechts lateral von mittig nach caudal reichend, diese dürfte am ehesten mit der anamnestisch angegebenen Cyste korrelierend (es wird eine direkte Korrelation mit der Sonographie empfohlen). Unauffälliger linker Schilddrüsenlappen. Der Technetium-Uptake liegt mit 1,5 % im Normbereich.


    Beurteilung:
    In Projektion auf die anamnestisch angegebene Cyste rechts zeigt sich eine scintigraphische Minderspeicherung, kein Nachweis weiterer kalter Knoten, kein Nachweis fokaler oder disseminierter Mehrspeicherungen im Sinne von relevanten Autonomien.

    Es soll jetzt noch mal Ultraschall sowie die Punktion gemacht werden.
    Auf dem Bild zeigen, wo nun diese Minderanreicherung ist, konnte er mir aber auch nicht wirklich und erklären auch nicht. Beim Ultraschall ist aber noch ein anderer Arzt dabei und die Punktion macht sowieso nur der Chef. Vielleicht krieg ich da mehr raus. %-|