Schilddrüsenunterfunktion: Seltsamer Tagesverlauf

    Ich nehme seit 1 1/2 Jahren L-Thyroxin, da ich seit geraumer Zeit ständig müde, abgeschlagen und unkonzentriert bin und ich eingangs einen erhöhten TSH-Wert und einen niedrigen fT3 und fT4 Wert hatte. Meine letzten Werte sehen bei L-Thyroxin 50 so aus:


    TSH basal: 2,71 (Referenz von 0,27-4,20; Warnbereich ab 2,50)


    fT4 1.92 ng/dl (0,93-1,71) (hatte versehentlich meine Tablette vorher genommen, weswegen dieser Wert künstlich erhöht sein dürfte).


    fT3 4,28 ng/l (2,04-4,40)


    Blutzucker ist mehrfach getestet worden und war immer in Ordnung.


    Mein Blutdruck bewegt sich meist im Bereich von 110/65 bis 120/90.


    Derzeit nehme ich LT 75, bemerke aber keine Besserung. Die Ergebnisse der neuesten Kontrolluntersuchung beim neuen Arzt, erfahre ich in 1 1/2 Wochen. Mich interessiert vor allem, ob jemand Erfahrung mit folgenden Symptomen hat:


    Wache ich früh auf (d.h. 7-8 Uhr) gehts es mir meist recht gut, aber im Laufe des Vormittags, so ab 10 Uhr, bekomme ich nen Wattekopf. Gegen 11-12 bekomme ich ein Tief. Fühle mich richtig schlaff (wie mit Bleigewichten am Körper), die Konzentration lässt nach. Mit dem Essen wird es schlagartig besser und hält sich bis meistens 14 Uhr. Ab da fängt es wieder an mit Müdigkeit, dem Gefühl Bleigewichte zu tragen, Schwindel und Konzentrationsproblemen. Derzeit bekomme ich auch das Gefühl mich übergeben zu müssen (was ich aber nicht kann). Esse ich etwas Kleines, lässt das Gefühl wieder nach. Gegen 17-18 Uhr schlägt die Müdigkeit in Unruhe um. Habe das Gefühl platzen zu müssen, als ob Energie in mir gefangen ist und nicht raus kann. Meistens versuche ich dann spazieren zu gehen, um diese Beklemmung loszuwerden. Um 9 Uhr kommt dann nochmal ein Schub Müdigkeit und danach gehts mir vergleichsweise gut und ich kann eher nicht schlafen (so wie jetzt).


    Dieses Muster wiederholt sich grad eigentlich täglich. Die Zeiten verschieben sich mal um ne halbe Stunde und durch die Zeitumstellung hat es auch etwas geschankt, aber im Großen und Ganzen bleibt es die ganze Zeit so, egal ob ich unter der Woche an der Uni bin. Ob ich Urlaub mit meiner Freundin mache, Sonntags daheim bin. Auch ist es egal, ob ich generell Stress habe oder nicht.


    Kurzzeitig puscht mich Anspannung zwar, so z.B. in Seminaren oder wenn ich beim Arzt warten muss. Aus dem Versuch der Schlappheit entgegen zu wirken, resultiert dann nur ein Gefühl innerer Hitze. Ich habe das Gefühl zu brennen und danach bin ich nicht sonderlich fit. Auch ein Nachmittagsschläfchen bringt nur wenig, danach fühl ich mich wie gerädert.


    Kennt jemand diesen Tagesverlauf, so oder ähnlich? Ich bin für jede Anmerkung dankbar.

  • 1 Antwort

    DEine letzten Schilldrüsenwerte sind von fT3 recht gut. Leider hast Du Thyroxin vorher eingenommen, der nun zu hoch ist.


    Dein TSH liegt UNTER Thyroxintherapie deutlich zu hoch, der soll um die 1 eingestellt werden. Das würde deine Symptome bestätigen. Vielleicht reguliert dein Körper die Enzyme hoch die T3 aus T4 machen, um den Mangel auszugleichen.


    Wie schwer bist Du?


    Ich kenne das auch, in der Arztpraxis steigt mein sonst unterirdischer Blutdruck...wie soll der denn meinen Zustand ordentlich beurteilen können...ich werde vor Aufregung rosig frisch im Gesicht und sehe aus wies blühende Leben.