Schilddrüsenunterfunktion, und mir gehts immer schlechter

    Hallo zusammen!


    Vor ca. einem halben Jahr wurde bei mir beim Hausarzt eine SD UF festgestellt (TSH 4,00). Beschwerden war eig "nur" Verstopfung.Dann bekam ich L Thyroxin Plus 50.Darunter bekam ich aber Kopfschmerzen und wir wechselten auf das pure Thyroxin Henning 50.Darunter hat sich der Stuhl ETWAS normalisiert,dann wurde nach 4 Wochen wieder kontrolliert und der TSH lag bei 1,1.Da es mit der Verstopfung aber immer noch nicht besser war,steigerten wir auf 75,2 Wochen später dann auf 100.Aber bei diesen beiden Dosen (75/100) hatte ich ständig einen Kopfdruck.Antikörper auf Hashi waren übrigens negativ und in der ersten Sonografie war meine SD "nur" kleiner als normal.


    Nun bin ich wieder seit 4 Wochen auf 50µg runter und langsam bin ich verzweifelt: Die Verdauung ist immer noch so träge und Kopfschmerzen hab ich auch wieder öfters (Hatte ich vor der ganzen Behandlung NIE diese Kopfschmerzen).


    Am Donnerstag hab ich einen Termin beim Radiologen und ich hoff dort wird mit neben einem Ultraschall auch die freien Werte gemessen. Der Eisenwert war bei mir angeblich in Ordnung.


    Könnte da viell noch ein Problem sein,warum die Tabletten nicht helfen?


    Umwandlungsstörung/Schlechtes Präparat/Zu viel o. wenig Thyroxin?


    Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen :(

  • 93 Antworten

    Muss dazu sagen,dass ich auch schon mehrere Tage Jod (150µg) eingenommen hab und keine nennenswerten Verschlechterungen bemerkt habe.


    Machen denn heiße/kalte Knoten sowelche Unterfunktionssymptome?

    Ist es ausgeschlossen, das die Verstopfung nicht von der Ernährung kommt? Vielleicht isst du z.B. einfach zu Eiweißreich. Ich habe selbst SD-UF und kenne beide Symptome leider (oder Gottseidank) nicht im Zusammenhang mit den Tabletten – es wird aber als Symptom einer SD-UF angeführt. Allgemein solltest du einfach damit rechnen, das der Körper lange braucht, um sich auf die Hormone einzustellen. Sie steigern langsam den Sauerstoffverbrauch der Organe und beeinflussen den Stoffwechsel und steigern deinen Grundumsatz. Dein Körper muss sich erst daran gewöhnen. Bestehende Symptome verschwinden deshalb nicht sofort bei Einnahmebeginn.


    Ich nahm erst mehrere Jahre lang L-Thyroxin Henning und mittlerweile schon ein paar Monate Euthyrox. Komischerweise vertrage ich das Euthyrox wesentlich besser. Beides sind Originalpräparate mit dem gleichem Wirkstoff in gleicher Dosis, nur die Zusatzstoffe sind anders (z.B. L-T -> Rizinusöl, Euthyrox -> Lactose). Je nach Rabattvertrag deiner Krankenkasse bekommst du eines davon oder ein Generikum. Und je nach Hilfstoffen werden die Tabletten eben auch unterschiedlich vertragen.


    L-T wird zum Beispiel nachgesagt, das es stark "anflutet", d.h. in den ersten Stunden nach Einnahme wird der ganze Wirkstoff in den Körper gebracht und danach ebbt es ziemlich schnell wieder ab. Manche vertragen diese Pegel-Schwankungen nicht gut. Euthyrox wirkt da sanfter und die Wirkstoffmenge wird über den Tag hinweg abgegeben. Vielleicht sind es solche Kleinigkeiten, die bei sensiblen Menschen schon einen Unterschied ausmachen. Bei Wechsel der Präparate sind bei mir eingige SD-UF Symptome verschwunden, dich ich bei L-T Henning noch hatte.

    Wie, du bist gleich von 50 auf 100 hochgesetzt worden? Vielleicht erhöht und reduziert dein Arzt in zu großen Schritten. Manche Leute brauchen auch eine Zwischendosis wie zB. 62,5 µg!

    Lass dir mal die Befunde komplett geben. Auch Ultraschall mit Beschreibung des Gewebes und den Eisenwert. Wurde Jodmangel festgestellt?

    Zitat

    Machen denn heiße/kalte Knoten sowelche Unterfunktionssymptome?

    Nein. Heiße Knoten haben sich vom SD-Regelkreis verabschiedet und produzieren am Bedarf vorbei, gesteuert allein durch das Jodidangebot. Hier kann es zu ÜF-Symptomen kommen. Kalte Knoten produzieren überhaupt kein SD-Hormon mehr, so dass sie die Hormonbilanz auch nicht beeinflussen können.

    Zitat

    L-T wird zum Beispiel nachgesagt, das es stark "anflutet", d.h. in den ersten Stunden nach Einnahme wird der ganze Wirkstoff in den Körper gebracht und danach ebbt es ziemlich schnell wieder ab.

    miri80, paß auf, dass Du Dich nicht im Reich der Märchen verirrst. Unterschiedliche Galenik kann zwar die Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffs beeinflussen, aber bei einer LT-Halbwertszeit von ca. 8 Tagen kann von einem "ziemlich schnellen Abebben" sicher nicht gesprochen werden.

    wieso bist du dir so sicher, dass die verstopfung mit der schilddrüse zusammenhängen. schon mal an den darm gedacht? ich mache gerade eine darmfloraanalyse zum beispiel.

    Danke für eure Antworten.


    Ne bin von 50-75-100 hochgestuft wurden.Ne Jodmangel wurde nicht festgestellt.Darmfloraanalyse hatte ich schon,war alles in Ordnung.


    Ok die Befunde werde ich mir geben lassen und hier rein stellen.


    Aber danke für die Hilfen hier,werde jetzt überlegen auf 62,5µg zu gehen oder auf Eutyrox zu wechseln.


    Heute z,b hatte ich wieder keine Kopfschmerzen....

    Zur Info hab ein Tag mal 62,5mcg genommen und hatte schnellen Stuhlgang.Ob das wirklich so schnell ging?


    Oder doch lieber auf Euthyrox wechseln?

    Zitat

    miri80, paß auf, dass Du Dich nicht im Reich der Märchen verirrst. Unterschiedliche Galenik kann zwar die Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffs beeinflussen, aber bei einer LT-Halbwertszeit von ca. 8 Tagen kann von einem "ziemlich schnellen Abebben" sicher nicht gesprochen werden.

    Du hast recht und ich habe mich wahrscheinlich undeutlich ausgedrückt um das "anfluten" zu beschreiben. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, das der Wirkstoff ziemlich schnell – also eher schwallartig – abgegeben wird und manche Menschen das anscheinend nicht so gut vertragen. Ich bin trotz meiner praktischen Erfahrung ein Laie auf diesem Gebiet und kenne nicht alle medizinischen Zusammenhänge. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich aber einen deutlichen(!) Unterschied in der Wirkunsweise zwischen diesen beiden Präparaten feststellen.

    @ purefan2003

    Ich würde das einfach mal mit dem Arzt besprechen, vorallem bei einem Präparatwechsel. Du musst dann ja eventuell auch neu eingestellt werden, bis du wieder deine richtige Dosis gefunden hast. Das dauert alles und will deshalb schon gut überlegt sein. Vielleicht ist es ja garnicht notwendig und du musst einfach noch etwas abwarten. Bei manchen dauert es ein Jahr oder länger, bis sich alles normalisiert.


    Deine Krankenkasse kann im Fall eines Wechsels übrigens auch Probleme machen. Mein Umstieg war z.B. unfreiwillig, da die Rabattverträge geändert wurden (auch wenn es im Nachhinein eine glückliche Fügung war). L-T wollten sie mir damals nicht mehr geben. Ich hätte es zwar selbst zahlen können, bzw. die Belege Einreichen und mir einen Teil erstatten lassen können, aber das war mir damals dann zu stressig. Mittlerweile würde ich das nicht mehr hinehmen, da ich mit Euthyrox so zufrieden bin.

    Mittlerweile hat es sich auch bis zu den Krankenkassen herumgesprochen, dass der LT-Wechsel von einem Hersteller auf einen anderen zu Problemen führen kann. Der Arzt muß nur ein Kreuzchen mehr auf das Rezept machen, und man erhält in der Apotheke anstandslos das verschriebene Fabrikat.

    Hatte am Donnerstag beim Radiologen Ultraschall und BE,Ergebnisse bekomme ich am Mittwoch.


    Aber was mich verwundert: Die Ärztin meinte meine Schilddrüse ist normal groß und zeigt keine Anzeichen von Entzündungen. Den Bericht hole ich mir auf jeden Fall ab,aber wie kann das sein? Wenn die Ak's wieder negativ sind,kann sich das dann wirklich um Hashimoto handeln? Ich weiß nur dass mein Vater,meine Schwester und meine Oma auch eine SD UF haben. Aber ich meine Jodmangel kann doch nicht vererbt werden?

    Nun mal langsam: Wir stochern ja wieder im Nebel. Du hattest doch, soweit ich sehe, bislang auch keine erhöhten Antikörper. Das besagt zwar nicht alles, weil es auch seronegative SD-AI-Erkrankungen gibt, bei denen erhöhte Antikörper nicht nachzuweisen sind, aber die Radiologin hätte am Echomuster des Sonogramms erkannt, wenn da Anzeichen für Entzündungen zu sehen gewesen wären ("echoarm", "inhomogen"). Du kannst eine UF ohne Hashi haben. Warten wir doch erst einmal den Befund ab.