Schilddrüsenwerte: Diskusion mit dem Dr. um Thyroxin-Erhöhung

    2008 2009 2010 Norm. Bereiche


    TSH 3 2,47 2,54 2,54 2,00-4,2


    TSH 4 1,42 1,22 1,16 0,8-1,7


    TSH 2,45 2,98 1,23 0,35-4,5


    Zu mir, ich nehme seit ca 2,5 Jahren Marcumar, bin in den 90ern an der SD operiert worden und nehme seither 125mg Thyroxin. Nun habe ich in den letzten 20 Jahren ca. 20Kg zugenommen und nehme aber immer noch die 125mg Thyroxin.


    Also soweit ich weis, bedingen Marcumar und Thyroxin einander und auch das Gewicht wird sich doch auswirken. Ich sehe auch, dass meine Werte beim TSH4 und TSH sinken. Mein Dr. (von dem ich viel halte) mag aber keiner Erhöhung zustimmen. Ich soll aber zu einem Endokrinologen gehen und eine 2. Meinung einholen (war sein Vorschlag).


    Kann mir jemand sagen, ob ich wirklich so GUT in den Werten liege, wie er immer sagt und ich mich da fügen soll, d.h. so weiter 125mg einnehmen??? Ich will mich ja auch nicht anstellen, aber die Gewichtszunahme seit der OP und die empfundene Trägheit sind ja auch nicht normal. Die sinkenden Werte bedeuten doch was, auch wenn sie um NORMBEREICH liegen.


    Ich weis, dass diese Fragen so und anders hier immer wieder auftaucht, trotzdem ist es ja immer wieder eine persönliche Sache. Lieben Dank vorab für die Hilfe

  • 67 Antworten

    Ich würde die Überweisung nehmen und zum Endokrinologen gehen. Schau doch mal hier: www.top-docs.de ob einer von denen bei dir inner nähe ist.

    ----------2008---2009----2010----Norm. Bereiche


    TSH 3---2,47----2,54----2,54-----2,00-4,2


    TSH 4---1,42----1,22----1,16-----0,8-1,7


    TSH-----2,45----2,98----1,23-----0,35-4,5


    LEIDER ist die Tabelle verrutscht, hier nochmal die Werte, ich hoffe so ist´s besser :)z

    Ja, der, der da in meiner Stadt angegeben ist, den hatte ich auch gefunden. Mal sehen, ggf. ruf ich da morgen an.


    Aber was sagst du denn zu den gesunkenen Werten

    Woran kann das liegen???

    Hallo ceb, zunächst einmal: War es eine SD-Totalresektion? Zur Gewichtszunahme: Die ist ja nicht gerade dramatisch, bezogen auf die Zeit. Mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz. Wenn man die zugeführten Kalorien weiternimmt, ergibt sich daraus logischerweise eine Gewichtszunahme. Wenn dann noch sitzende Tätigkeit dazukommt .... Man muß sich klarmachen, dass 20 kg über 20 Jahre eine Gewichtszunahme von 3 g pro Tag bedeuten - für mich weder ein Beleg für ausschweifende Lebensweise noch für einen körperlichen Defekt. Falls Du noch eine SD und vielleicht Hashimoto hast, sollte sowieso eine regelmäßige Kontrolle Deiner SD stattfinden, weil sich die Produktionsleistung der SD allmählich verringert. Was die Relation von LT und Gewicht angeht, hast Du natürlich Recht: Man rechnet (sehr) roh etwa 2 µg LT pro kg KG; wenn es Dir vor 20 Jahren mit der derzeitigen Dosis gut ging, spricht einiges dafür, dass die Dosis vielleicht revidiert werden müßte. Kriterium sind Laborwerte und Befinden. Zum TSH: Die Obergrenze des Normalbereichs ist selbst unter Medizinern umstritten; sehr viele Ärzte arbeiten heute allerdings mit einer Obergrenze von 2.5 (mein SD-Prof behandelt Beschwerden ab 2.0). Demzufolge wäre Dein TSH im Augenblick relativ gut. Für 2010 gilt: Dein fT3 (nicht TSH 3) = 25%, Dein fT4 = 40%, jeweils bezogen auf die Normalbereiche. Da könnte man darüber nachdenken, ob sich da eine fT4/fT3-Umwandlungsstörung entwickelt; falls sich das erhärtet: man könnte versuchen, mit Selen gegenzulenken. Im Zusammenhang über die 3 Jahre fällt auf, dass der TSH auf die Hälfte gefallen ist, woraus man auf eine Erhöhung der freien Hormone schließen können sollte, aber fT3 ist konstant geblieben und fT4 sogar gesunken. Hast Du in dieser Zeit die Dosis Marcumar geändert, und weshalb nimmst Du es?

    Zitat

    Mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz

    Als ich die zugenommen habe, war ich noch jünger das Gewicht halte ich jetzt bestimmt die letzten 10 Jahre. Ich hatte auch immer normales Gewicht, bis ich so um die 30/35 war. Bei 168m 70-max 80kg, die 80kg nach der 1. Lungenembolie da hatte ich aufgehört zu rauchen. Egal es geht mir auch nicht primär um Gewichtsreduktion. Die teils sinkenden Werte fand ich seltsam.


    Ich hatte eine Autoimmunerkrankung der SD (keine Knoten), eine Folge des Kontrastmittels, dass ich bei meiner 1. Lungenembolie bekommen habe (sagte mir der OP Arzt) ein kleiner Teil der SD ist noch drin, aber wohl nicht viel. Vor dieser Autoimmunerkr. hatte ich eine vergrößerte SD, aber mit normaler Funktion, die nicht mit Thyroxin behandelt wurde.


    Das mit der UMWANDLUNSSTÖRUNG kann ich ja dann, wenn ich einen Endokrinologen gefunden habe mal fragen.


    Lieben Dank :)^

    Zitat

    Hast Du in dieser Zeit die Dosis Marcumar geändert, und weshalb nimmst Du es

    Ach ja, die M nehme ich, nach der 2. Lungenembolie, lebenslang und die nimmt man ja nach Bedarf, ich bin aber relativ stabil bei 5 - 5,5 Tabletten in der Woche. Ich nehme sie jetzt wie geschrieben ca. 2,5 Jahre.

    Als Physiotherapeutin habe ich seit Jahren festgestellt, dass viele Patienten mit hartnäckigen und schmerzhaften Muskelverspannungen das Medikament L-Thyroxin einnehmen.


    Nach meiner Beobachtung sind die Muskelverspannungen dieser Patienten sehr schlecht beeinflussbar. Massage, Muskeldehnung, Entspannungstechniken... – irgendwann kurz nach der Behandlung verspannen sich die Muskeln wieder. Sie ziehen sich quasi zusammen wie Silikon. Daher nenne ich diese Art von Verspannungen "Silikon-Phänomen".


    Diese Schilddrüsen-Patienten scheinen also zeitlebens zu Rücken- und Nackenschmerzen verdammt zu sein, denn Schilddrüsenmedikation wie L-Thyroxin muss laut Schulmedizin lebenslang eingenommen werden.


    Im Anamnese-Fragebogen unserer physiotherapeutischen Praxis werden neben Herz-, Blutdruck- und Schmerzmitteln Schilddrüsenmedis routinemäßig abgefragt. Das ist aus o.g. Gründen sinnvoll.


    Die zentrale Frage für mich ist folgende: Wie können Schilddrüsen-Patienten vermeiden, von hormonellen Präparaten abhängig zu werden?


    Als Alternative zu L-Thyroxin wird gelegentlich das homöopathische Mittel Spongia genannt.


    Das halte ich für totalen Quatsch, und zwar aus folgendem Grund:


    Ich bin selbst seit Jahren Homöopathie-Patientin und habe eine Anzahl von guten und weniger fähigen Homöopathen kennengelernt.


    Wirklich gute HomöopathInnen arbeiten meiner Erfahrung nach nicht diagnose- sondern symptombezogen.


    Das heißt, es gibt kein Mittel für die Schilddrüse und keines für Niere, Leber, Herz oder sonst irgendein Organ. Es gibt lediglich individuelle Mittel in individueller Dosierung für Einzelpersonen in ganz bestimmten Lebenssituationen.


    Z.B. kann eine Patientin mit Schilddrüsenunterfunktion aufgrund ihrer individuellen Symptome mit Pulsatilla C30, eine andere dagegen mit Ignatia Q18 und weitere Patienten mit noch ganz anderen Mitteln in verschiedenen Potenzen sinnvoll behandelt werden. Wichtig ist es hierbei, erfahrene Homöopathen zu finden, die aufgrund umfassender Anamnese das konstitutions- und situationsbedingt optimale Mittel herausfinden können.


    Die Homöopathen haben hierbei mehr Erfolg, je früher die Patienten zu ihnen kommen. Nach jahrelanger Einnahme von L-Thyroxin wird selbst die erfahrenste Homöopathin Schwierigkeiten haben, die sogenannte Lebenskraft (S. Hahnemann) des Patienten wieder in Schwung zu bringen, weil Hormonpräparate diese "Lebenskraft" quasi mit dem Hammer bearbeiten.

    Gut, das mag alles für eine NORMALE Über- oder Unterfunktion gelten, aber ich habe kaum


    noch Schilddrüse, da ich operiert bin. Ich denke mir bleibt nur Thyroxin.


    Aber herzlichen Dank

    Ich hab nen Termin in der Nähe bei einem Endokrinologen, der soll lt. Internet auch gut sein und hat was mit Thyroxintherapie als Schwerpunkt.


    Bin mal gespannt, ich schreib dann hier was war.


    *:) Allen einen schönen Tag *:)

    @ Hildekammer

    Was empfiehlst du an Homopathie einem Diabetiker Typ 1 der Insulin braucht ?


    Es ist ja so, bei Diabetes typ1 produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr und es muß von außen zugeführt werden. GEnauso ist es mit L-Thyroxin.


    L-Thyroxin ist ein HORMON das die SD bei manchen leuten eben nicht mehr in ausreichendem Maße bildet und das muß ergänzt werden ! Homöopathie mag evtl als ZUSÄTZLICHE BEHANDLUNG gut sein aber wenn die SD nicht mehr arbeitet, dann arbeitet sie nicht mehr !

    Zitat

    Als Physiotherapeutin habe ich seit Jahren festgestellt, dass viele Patienten mit hartnäckigen und schmerzhaften Muskelverspannungen das Medikament L-Thyroxin einnehmen.

    Stimmt. muskelverspannungen sind ein Symptom bei Hashimoto Thyreoiditis, der häufigsten Ursache von Schilddrüsenunterfunktion

    Nackenverspannungen habe ich auch immer wieder, fast immer und jetzt habe ich seit einigen Monaten Probleme mit der Haut und mein Heilpraktiker (den ich wegen der Haut konsultirt habe) sagte die SD sei zwar an sich gut eingestellt, aber das mit der Haut könne auch von der SD komme. Ich hab das jetzt auch im Internet gefunden, dass es zu juckender trockener Haut kommen kann ich bin manchmal ganz verschwollen und habe rote Quaddeln im Gesicht.

    Ich hab heute mit der endokrinilogischen Praxis telefoniert, ich soll jetzt (nach dem Gespräch mit meinem Hausarzt) Prothyrid statt Thyroxin 125 mehmen.


    Hat jemand da Erfahrung mit ???


    Macht mit ja Angst, weil ich nicht weiter zunehmen will :°(

    @ ceb

    sollst du gleich mit einer ganzen Tablette anfangen ?


    Prothyrid enthält 100 µg T4 (L-Thyroxin ist reines T4) und dazu noch 10 µg T3. An sich ist ein Versuch mit T3 nicht schlecht aber es wäre besser, wenn du z.B. Thybon verschrieben bekämst (1 Tablette Thybon enthält 20 µg reines T3), dann könntest du mit 1/4 Tablette Thybon anfangen, später auf eine halbe rauf.


    Oder - wenns denn Prothyrid sein soll, 1/2 Tablette Prothyrid und 1/2 Tablette Thyroxin und später dann das Thyroxin weglanssen und 1 Tablette Prothyrid.


    Wenn man T3 dazunimmt kann der fT4-Wert steigen, muß aber nicht.


    LG Silbermondauge