Schilddrüsenwerte machen mich kirre?!

    Hallo,


    ich werde langsam verrückt, weil niemand schafft, dass meine Schilddrüse richtig arbeitet...erst Unterfunktion, dann in Überfunktion geschnellt.


    Meine letzten Werte waren im


    07/2011: f T4:22,5 und TSH 0,18 ....zu der Zeit bekam ich 100 Thyroxin und 100 Jodid...daraufhin hat sie das Thyroxin auf 75mg reduziert.


    Jetzt wurde mir wieder Blut abgenommen und die Werte sind:


    11/2011: fT4:3,8 und TSH: 32,1....sie ist leicht überdordert jetzt und weiß nicht weiter, ich wurde weiter überwiesen und mal sehen, was der Arzt sagt. Erstmal soll ich jetzt 100 Thyroxin nehmen.


    Grundsätzlich war eine Sono im Januar und die war okay und die Blutwerte waren damals


    TSH: 3,8 woraufhin ich 100Thyroxin nehmen sollte; fT4 war normal. Grundsätzlich hatte ich noch homöopathische Mittel zusätzlich.


    Im Moment merke ich es sehr stark, weil ich total antriebslos bin und Haarausfall habe. Meine Depressionen sind so schlimm wie lang nicht mehr...ich bin total überfordert.


    Habt ihr vielleicht eine Ahnung, wie man die Werte interpretieren kann?


    Liebe Grüße


    Koko

  • 33 Antworten

    Recht häufige Ursache einer Unterfunktion ist die Hashimotothyreoiditis, eine Form der Schilddrüsenentzündung.


    Dies ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Abwehrsystem die Schilddrüse angreift und zerstört.


    Im Zuge dieses Prozesses kann es zu vorübergehenden Überfunktionen kommen, weil das in den Zellen befindliche Schilddrüsenhormon bei deren Zerstörung ins Blut abgegeben wird. Danach steht weniger Gewebe als zuvor zur Verfügung, du rutscht in die Unterfunktion.


    Du brauchst ein erneutes Sono und die Bestimmung der Antikörper anti-TPO, ggf. TG-AK. Bestätigt sich die Diagnose, sollte dein Steuerwert (TSH) um 1 herum eingestellt werden.


    Solange noch Schilddrüsengewebe vorhanden ist, kann es jedoch immer wieder zu Schüben mit vorübergehender Überfunktion kommen.

    hallo


    also ich hab mehrere tests auf hashimoto gehabt, aber der ist nicht aussagekräftig, da ich


    Mikrosomale Schilddrüsen AK(anti TPO):28 kU/l (Normal bis 34)


    TSH rezeptor auto AK (anti Trak):0,9 lU/l (bis 1,5 normal)


    Thyreoglobulin Auto AK: 514kU/l (eigentlich unter 115); im Januar: 189


    den T4 Normwert weiß ich nicht....was sind denn überhaupt so normalwerte, weil eigentlich hatte ich immer nur zu hohe TSHs, aber bis dahin eine normale Hormonproduktion.


    Ich habe das Gefühl ich überforder alle und fühl mich eklig und unbrauchbar, würd am liebsten nichts mehr machen und komme mir vor als wäre ich 70 Jahre halt, dauernd Medikamente nehmen :-(


    Lg


    Koko

    Zitat

    11/2011: fT4:3,8 und TSH: 32,1

    Da hast du dich verschrieben, oder?!


    Der Referenzbereich zu den Werten steht immer mit auf dem Laborzettel.


    Man kann auch Hashimoto haben, ohne Antikörper zu haben. Was stand im Ultraschall der SD? Inhomogen? Echoarm? Wieviel Volumen?


    Ich würde an deiner Stelle mal das Jod weglassen und mir einen ordentlichen Endo suchen. Ein TSH von 0,18 ist auch noch keine Überfunktion. Wurde der ft3 nicht mitgetestet? Wenn ja, warum? Der t4 allein bringt nicht wirklich viel.

    Zitat

    Thyreoglobulin Auto AK: 514kU/l (eigentlich unter 115); im Januar: 189

    Warum ist der Test nicht aussagekräftig, ich kann da nicht folgen? Dies ist doch ein Nachweis von Antikörpern.

    hi

    @ chi:wo verschrieben da steht doch 32,

    1 beim TSH oder lese ich falsch was sicher vorkommen kann.


    Allein aufgrund der Sono hätten beide Ärzte auf Hashi getippt vor allem meine Mutter hat auch hashi. Da stand struma unidosa? u.a.....wenn das sein kann


    die referenzwerte hab ich nicht, weil ich habe nur die werte von der Überweisung bzw. im Arztbrief und dort steht das nicht.


    Es wurde wahrscheinlich auch T4 abgenommen, aber den hat sie mir nicht gegeben, weil alle anderen Werte absolut im Normbereich waren.


    sie meinte, dass ich bei 0,18 als TSH niedriger dosieren sollte aufgrund meiner eigentlichen Unterfunktion und er dann bei ca. 1 liegen sollte.

    @ buddleia:

    Also zu mir meinten die Ärzte, dass nur bei diesem erhöhten Wert kein Hashi vorliegt, weil die TPOs nicht erhöht sind, die das aber zwingend sein müssten. Deswegen nehme ich das jod, was ja sonst absolut kontraindiziert wäre.


    Ich war bei einem Endo, aber hatte das Gefühl ich bin für ihn uninteressant, habe aber jetzt kurzfristug wieder einen Termin, weil die Werte so gepurzelt sind.


    ich muss sagen, dass ich echt wenig ahnung habe und man mich oft nicht ernst nimmt, weil ich eine Essstörung habe und sie lange auch sehr stark ausgeprägt habe, was ich aber momentan im Griff habe. Und sonst nimmt man mich iwie auch nicht ernst so richtig, habe ich das gefühl weil ich bin ja eh psychisch krank mit der Depression noch dazu.


    Lg

    Zitat

    weil die TPOs nicht erhöht sind, die das aber zwingend sein müssten.

    Nö.


    Anti-TPO ist je nach Quelle bei 60-90 % der Hashimotopatienten positiv, schwankt außerdem manchmal im Verlauf der Erkrankung. Tg-AK wie bei dir gibt es bei bis zu 70% der Hashimotopatienten.


    Auch eine vergrößerte Schilddrüse schließt Hashimoto nicht aus, die Schilddrüse verkleinert sich zwar meist im Verlauf der Erkrankung, kann aber gerade am Beginn auch hypertroph (vergrößert) sein.


    Und wenn dann der Sonobefund schon hashiartig aussieht, gibt es eigentlich keinen großen Zweifel mehr an der Diagnose.


    Untermauern kann man dies durch eine Punktion und Untersuchung des Gewebes, zwingend nötig ist dies aber in der Regel nicht.

    Zitat

    Auch eine vergrößerte Schilddrüse schließt Hashimoto nicht aus, die Schilddrüse verkleinert sich zwar meist im Verlauf der Erkrankung, kann aber gerade am Beginn auch hypertroph (vergrößert) sein.

    So halb. Es gibt 2 Formen von Hashi. Die Form, bei der sich die SD verkleinert ist eigentlich eine Ord-Thyreoiditis. Vom Krankheitsbild her macht das nichts. Bei der hypertrophen Form wird das SD-Gewebe in Bindegewebe umgewandelt. Das "echte" Hashi kann daher zur Struma führen – mit entsprechenden Beschwerden bei entsprechender Größe. (Ich habe z. B. einen Räusperzwang bei einer Struma 1. Grades.)

    danke für eure antworten...


    32,1 war richtig,leider kein schreibfehler :-(


    also so merke ich nichts an der schilddrüse, die vergrößerung oder so...


    ich ärger mich gerade ziemlich, dass niemand mir des wegen hashi gesagt hat, vor allem obwohl ich nachgefragt hatte noch und dann das jod ja der größte unfug ist...

    Eine Bekannte von mir läuft seit mehr als 2 Jahrzehnten mit diagnostiziertem Hashimoto rum. Ihr Arzt meinte, dass das nicht weiter schlimm ist. Als ich mit ihr darüber gesprochen hab, meinte sie, dass sie jetzt wisse, woher ihre ganzen Beschwerden kommen. Passt perfekt zu Hashimoto, aber ihr Arzt hat das nicht gesehen bzw. nicht ernstgenommen.


    Leider ist selbst bei einer Diagnose bei Hashimoto oder allgemein einer SD-Unterfunktion noch nicht sicher, dass der Arzt Handlungsbedarf sieht. Viel zu oft wird das noch als Befindlichkeitsstörung angesehen.


    Ich vermute mal, dass sich die wenigsten Ärzte richtig mit der Schilddrüsen-Diagnostik auskennen. (Vielleicht weil die Beschwerden auch so unspezifisch sind und man erst an andere Erkrankungen denkt, bevor man an die SD denkt.)

    @ Sahrasahra,

    Zitat

    Da sich die Symptome, Diagnostik, Therapie und Prognose der beiden Formen nicht wesentlich unterscheiden und beide Formen jeweils ineinander übergehen können, werden sie heute in der Regel unter dem Begriff der Hashimoto-Thyreoiditis zusammengefasst.

    ;-)


    Aus deinem Wiki-Artikel.


    In der Praxis wird da normalerweise nicht groß unterschieden, aber rein formal hast du natürlich Recht, wenn man mag, kann man diese Unterscheidung benutzen.