Ich glaube wir reden aneinader vorbei @:)


    Ich glaube ja auch dass die SD das Problem ist, aber anhand der letzten Werte und insbesondere meinem aktuellen Empfinden nach rutsche bzw. bin ich gerade in einer ÜF und möchte die Dosis daher gerne etwas senken, um mir jetzt Besserung zu schaffen, weil der Arzttermin noch so lang hin ist!

    SEhr häufig werden Unterfunktionssymptome für Überfunktionssymptome gehalten...fast immer wird deshalb reduziert oder gar abgesetzt, wo eigentlich Dosiserhöhung Linderung verschafft hätte.


    Aber ich habe jetzt deine Symptomatik nicht mehr im Kopf weil ich in mehrern Foren unterwegs bin. Bei Dir KANN auch eine Überdosierung bestehen. Bei Hashimoto ists aber meist die Unterfunktion die vorliegt, auch wenn sogar viele Ärzte es (auch ang´hand der Blutwerte) es als Unterfunktion mißverstehen. Dann war es ein autokriner Schub, weil die kranke Schilddrüse sich nicht anders zu helfen weiß als selber wieder einzuspringen weil die substituierte Dosis zu gering ist für die aktuellen Anforderungen.

    @ Zentaur

    Zitat

    Falsche Richtung...Magen-Darm-Symptome bei Hashimoto sind ein Symptom einer schon länger andauernden SD-Untderfunktion. Und da gibt es nur eine Richtung für die Dosisempfehlung: steigern.

    Sorry, aber hier möchte ich mich doch kurz mal einmischen.


    Zu den ständigen Empfehlungen, die Schilddrüsenhormone eigenständig zu dosieren, in der Menge herauf oder herunter, sowie der Empfehlung, mehrere Ärzte aufzusuchen, um ausreichend Thyroxin für Eigenversuche zu haben, sage bzw. schreibe ich ja schon nichts mehr, weil die SchreiberInnen hier in diesem Forum schon etwas speziell sind, zum Teil sicher auch den schlechten Erfahrungen geschuldet und Kritik an einem solchen Verfahren in der Regel nicht angenommen wird.


    Allerdings ist die Empfehlung an eine Schreiberin, die schon blutig erbricht, einfach mal noch mehr Schilddrüsenhormone zu nehmen statt das zu tun, was hier als angezeigt wäre, nämlich schauen zu lassen, woher es blutet und warum, bestenfalls fahrlässig, eventuell sogar gefährlich.


    Die Gastritis (Magenschleimhautentzündung) bei Hashimoto ist eine meist autoimmun vermittelte und in der Regel unblutig.

    @ Zeena

    Wenn du blutig erbrichst, wäre ein Arztkontakt ratsam.


    Diagnostisch ist da eine Magenspiegelung angezeigt, um zu schauen, aus welchem Grund, in welchen Mengen und von wo es blutet.


    Grade bei Magenbluten nach Schmerzmittelgebrauch kannst du auch die Menge des verlorenen Blutes kaum aus dem Erbrochenen abschätzen, weil viel durch den Darm dich auf natürlichem Weg verlässt.


    Je nach Tiefe der Schädigung der Magenschleimhaut können auch Blutgefäße betroffen sein, dies geht uU schief, weil innerhalb kurzer Zeit viel Blut verloren werden kann.


    Pass auf dich auf, einem Laienforum sind bestimmte Grenzen gesetzt, und für Schäden, die dir durch hier gegebene und befolgte Ratschläge zugefügt werden, übernimmt niemand die Verantwortung :)*

    buddleia hast Du selber Hashimoto? Wenn ja dann noch in einem frühen Stadium wo selbst ohne Therapie noch kaum Symptome auftreten. Und die Symptome einer Unterfunktion hast Du sicher auch noch nicht selber in dem Ausmaß erlebt wie ich es erleben durfte.


    Ich habe oben allgemein geantwortet und offen gelassen ob bei Zeena mehr oder weniger Thyroxin angezeigt ist. Ich will nur klarmachen, dass da oft falsch entschieden wird. Zeena solllte offensichtlich zuallererst die Schmerzmittel sein lassen.


    Gegen die entzündete Magenschleimhaut nehme ich Haferbrei mit Curcuma. Da ist Vitamin B drin und Curcuma wirkt entzündungshemmend und heilend.


    Bei zu starker Schmerzmittelexposition augtretende Magenblutungen sofort alle Schmerzmittel absetzen, bis sich der Magen wieder regeneriert hat. Zur Regenerierung empfehle ich Haferbrei.


    Allgemein würde ich alle Schmerzmittel mitten in eine Haferbreimahlzeit einnehmen, am ehesten Aspirin, denn es hat eine Magenschleimhautheilende Komponente. Allgemein kennt man aber nur die Nebenwirkung von unsachgemäßer Einnahme außerhalb der Mahlzeiten und ohne viel Wasser dazuzutrinken. Da ätzt es Löcher in die Magenwand -es ist eben eine Säure.


    Aber bei ASS/Aspirin in viel Orangensaftschorle aufgelöst mitten in eine Haferbreimahlzeit hat man nur noch den sehr förderlichen Effekt auf Magen und Psyche. Ich habe selber dazu die besten Erfahrungen. Ich weiß es klingt für viele schwer zu glauben. Sogar Langzeut-Chemotherapiegeschädigte Mägen könnte ich so schnell wieder heilen, die Nerven beruhigen und Leber und Niere regenerieren, die von Langzeit-Malozan geschädigt waren.

    Zitat

    buddleia hast Du selber Hashimoto? Wenn ja dann noch in einem frühen Stadium wo selbst ohne Therapie noch kaum Symptome auftreten. Und die Symptome einer Unterfunktion hast Du sicher auch noch nicht selber in dem Ausmaß erlebt wie ich es erleben durfte.

    Schön, dass du so genau über mich und meinen Kenntnisstand Bescheid weißt.... ]:D


    Ich denke, ich habe bezüglich Hashimoto und Unterfunktionssymptomen einen doch recht soliden Kenntnisstand.

    Zitat

    Ich habe oben allgemein geantwortet und offen gelassen ob bei Zeena mehr oder weniger Thyroxin angezeigt ist. Ich will nur klarmachen, dass da oft falsch entschieden wird.

    Nein, du gibst eine deiner Meinung nach angezeigte Dosierungsempfehlung:

    Zitat

    Falsche Richtung...Magen-Darm-Symptome bei Hashimoto sind ein Symptom einer schon länger andauernden SD-Untderfunktion. Und da gibt es nur eine Richtung für die Dosisempfehlung: steigern. [....]


    Ich würde auf 175 steigern an deiner Stelle.

    http://www.med1.de/Forum/Schilddruese/618750/18339149/


    (Textkürzung durch mich, Antwort von dir auf die Schilderung des blutigen Erbrechens durch Zeena)

    Ich stehe immer noch zu dieser Einschätzung, wie ICH an ihrer Stelle handeln würde mit meiner Erfahrung und heutigen Sicht der Dinge.


    Damit widerspreche ich mir nicht. Bei Zeena muß das ganz detailliert angeschaut werden. Das kann so eine Ferndiagnose nicht leisten.


    Wir brauchen uns nicht zu streiten wer hier die fundierteren Kenntnisse hat. Ich habe sie sowohl wissenschaftlich als auch die der eigenen körperlichen Erfahrung. Vor 25 Jharen habe ich den ersten wissenschaftlichen Vortrag über Autoimmunerkankungengehalten...kurze Zeit bevor bei mir selbst Hashimoto diagnsotiziert wurde. Nun 22 Jahre.


    Bitte sei äußerst vorsichtig mit der Aussage, was fahrlässig ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Mir leigt die Fachinfo für Ärzte für Thyroxin von Hennig vor, dort steht dass selbt eine Dosierung von 10mg komplikationslos vertragen wurde. Die Pathogenität von Thyroxin wird meiner Meinung nach extrem überbewertet, und kann bei Hashimoto nur aus dem Erfahrungen des "Einschleichens" kommen, bei denen eine massive Unterfunktion ausgelöst wird.


    Zuviel Thyroxin ist weniger schlimm als zuwenig!


    Quelle: Mary Shomon: "Die gesunde Schilddrüse!"


    Apropo fahrlässig! Das ist genauso, wie wenn man sagen würde die Gynäkologen handeln fahrlässig wenn sie ihren Patientinnen die Antibabypille verordnen, die nachgewiesenermaßen das Brustkrebsrisiko, das Thromboserisiko und das Risiko an Herzen zu erkranken erhöht.


    Laut Fachinfo für Ärzte wird für einen Erwachsenen MIT Schildlrüse eine Tagesdosis von 100-200µg empfohlen. Und ich habe begründet warum ich mich für diese Dosis entscheiden würde.


    Ich habe mir genau Gedanken gemacht was ich hier schreibe. Mach Dir bitte keine Sorgen.

    Zitat

    Ich stehe immer noch zu dieser Einschätzung, wie ICH an ihrer Stelle handeln würde mit meiner Erfahrung und heutigen Sicht der Dinge.

    Dies bleibt dir unbenommen.

    Zitat

    Bitte sei äußerst vorsichtig mit der Aussage, was fahrlässig ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Bitte lies meine Aussagen im Gesamtzusammenhang.


    Dies bezog sich darauf, dass eine Höherdosierung des Thyroxins von dir empfohlen wurde, ohne auf die mM nach notwendige Abklärung der Blutung aus dem Magen hinzuweisen.

    Zitat

    Allerdings ist die Empfehlung an eine Schreiberin, die schon blutig erbricht, einfach mal noch mehr Schilddrüsenhormone zu nehmen statt das zu tun, was hier als angezeigt wäre, nämlich schauen zu lassen, woher es blutet und warum, bestenfalls fahrlässig, eventuell sogar gefährlich.

    Zitat

    Mir leigt die Fachinfo für Ärzte für Thyroxin von Hennig vor, dort steht dass selbt eine Dosierung von 10mg komplikationslos vertragen wurde.

    Ähh, bitte mal den Gesamtabsatz der Fachinfo lesen..dies sind Einzelfälle, bei denen das Thyroxin in suizidaler Absicht genommen wurden, als Einzeldosis.


    Hieraus abzuleiten, dass eine dauerhafte Überdosierung unproblematisch ist, wäre nicht korrekt.

    Ich habe nicht von dauerhafter Einnahme von 10 mg gesprochen.


    Man sollte die Risiken auf beiden Seiten sehen. Ärztlicherseits werden die der Überfunktion bei Hashimoto überproportional gewichtet. Die Unterfunktion dagegen bagatellisiert. Ja, ich habe selbst erleben dürfen dass den Ärzten die in der Unterfunktionauftretenden Symptome gar nicht bekannt sind. Die Überfunktionssymptome, die eher vom Morbus Basedow oder der sehr selten diagnsotizierten Hashitoxikose zu befürchten sind, sind bei Hashimoto viel seltener Grund für Beschwerden als ärztlicherseits angenommen. Auch das Osteoporoserisiko bei supprimiertem TSH bleibt bei Hashimoto letztednlich iunbewiesen, da es gegensätzlich lautende Studien gibt. Bei Hashimoto ist das Ausschalten von TSH seegensreich. Eigentlich eine unglaubliche Methode um die Autoaggression komplett zu beruhigen, was den Hshsimoto unter den Autoimmunerkrankungen weniger gefährlich macht. Leider sind sich die Ärzte selten dessen bewußt und nutzen dieses Potential noch viel seltener.

    Zitat

    Ich habe nicht von dauerhafter Einnahme von 10 mg gesprochen.

    Ich dachte, dir ist dein eigener Text noch präsent?


    Ich zitiere aber auch gern den gesamten Absatz, ohne den Zusammnhang ist meine Äußerung eventuell doch mißverständlich:

    Zitat

    Mir leigt die Fachinfo für Ärzte für Thyroxin von Hennig vor, dort steht dass selbt eine Dosierung von 10mg komplikationslos vertragen wurde. Die Pathogenität von Thyroxin wird meiner Meinung nach extrem überbewertet, und kann bei Hashimoto nur aus dem Erfahrungen des "Einschleichens" kommen, bei denen eine massive Unterfunktion ausgelöst wird.


    Zuviel Thyroxin ist weniger schlimm als zuwenig!

    Du leitest ein, indem du die 10 mg als komplikationslos vertragen schilderst und endest mit

    Zitat

    Zuviel Thyroxin ist weniger schlimm als zuwenig!

    Die potentielle Pathogenität von Überdosierungen wird in genau dem Abschnitt der von dir zitierten Fachinfo weiter dargestellt, der mit dem Satz über die 10 mg beginnt, dies habe ich gemeint.


    Ich persönlich bagatellisiere weder die Über-noch die Unterfunktion, beides ist nicht unproblematisch.


    Die komplette Suppression des Schilddrüsenregelkreises ist bei Hashimoto umstritten, wie in vielen Bereichen der Medizin gibt es hier aber durchaus unterschiedliche Meinungen und auch Ärzte, die bei Wohlbefinden des Hashimotopatienten die Suppression tolerieren.


    Eine Überdosierung im eigentlichen Sinn wäre aber nicht die alleinige Suppression, sondern doch schon die übernormwertigen freien Hormone, und dies ist nicht immer harmlos.


    Mir ging es in erster Linie aber darum, dass die Magenblutung von Zeena, Hashimoto hin oder her, mM nach in fachkundige Hände gehört. ;-)

    Ich finde es gut, dass du so interessierst in diesem Forum ließt und sicher dadurch insgesamt offener und verständnisvoller wirst. Findet man sonst nicht so oft.


    Weißt Du wie eine echte Überdosierung sicher diagnostiziert werden kann (kleine Fachinfo-Lesestunde ;-) ). Welcher Wert gibt da die höchste Sicherheit?

    Meine Kenntnisse stammen nicht aus diesem Forum, im Gegenteil schreibe ich hier im Schilddrüsenforum eher selten (Erklärung oben). ;-)


    Wenn du mich hier aber unbedingt examinieren willst ]:D :


    Diagnose einer Überfunktion durch Überdosierung über den übernormwertigen fT3-Wert, selten aber auch isolierte fT4-Hyperthyreose (meist Spezialfälle, Umwandlungsstörung).


    Ergänzend: Ausschluß einer Autonomie (= eigenständig arbeitende, vom Regelkreis abgekoppelte Bezirke) als Ursache, Ausschluß einer Jodüberdosis (bestimmte Medikamente, Röntgenkontrastmittel).

    Dachte ich mir dass deine Kenntisse nicht ausdiesen Forum stammen...aber die Integration des hier zu lesenden würde das Lehrbuchwissen deutlich aufwerten.


    OK, Examen bestanden! @:) Du darfst Schilddrüsenpatienten behandeln :[]


    Meine Ärzte wissen noch nicht mal welches das eigentlich stoffwechselaktive Hormon ist.


    Kennst Du Reverse-T3?


    Wundheilungsstörungen durch SD-Unterfunktion?


    ASS/Aspirin holt die SD-Hormone aus ihrer Eiweißbindung...dadurch kurzfristig eine Kreislaufsteigerung, Schmerzschwellenerhöhung, Einfluß auf den Arachnidonsäurezyklus/Substanz P-Produktion,Heilungsprogression, Entzündungshemmung...also eine extrem kurzfristige "Heilung" einer SD-Unterfunktion durch Aspirin. Oftmals notwendig wenn der Arzt mal wieder nicht einsehen will, dass es doch eine Unterfunktion ist..und man keine Chance hat das notwendige Thyroxin zu erhalten. Meiner Meinung ist das Körperverletzung.


    Schmerzmittelabusus...typisches Symptom der SD-Unterfunktion..da die Schmerzschwelle dauerhaft herabgesenkt ist. Grausame Schmerzen nicht nur bei der Periode, Blutsturz, Blutverluste, Eisenmangel ;-) Dauerkopfschmerzen, Tinitus, dicke Zunge, keine Außenaugenbrauen (Diagnose-Tipp für den Mediziner) Darmkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Magenkrämpfe der schlimmsten Sorte...dagegen wollte ich intervenieren mit meiner Empfehlung die Dosis zu erhöhen.

    Zitat

    Kennst Du Reverse-T3?

    Jepp.


    Ist aber nicht primär Problem des Hashimotopatienten, sondern des Intensivpatienten, des Präfinalen oder des Hungernden.


    So, jetzt ist aber gut, wir sind deutlich OT. ;-)

    ich denk es reicht wirklich. Ich bin zwar selbst jemand der sich mangels vernünftigen Arztes die Dosierung selbst anpasst, aber man sollte niemals über ein "ich" hinausgehen und andere motivieren rezeptpflichtige Medikamente einzunehmen. Laien oder Fach-Meinung hin oder her – das ist ein Forum und jeder kann hier behaupten was er möchte – wenn man aber dann durch die Infos hier in der Notaufnahme landet, haftet keiner. Bei Verschulden durch einen Arzt schon ;-)