Ich hoffe Zeena hat unsere Diskussion hier genutzt. Denn das war/ist mein Ziel.


    Da wir gerade über die bei den Ärzten auch bei Hashimoto sehr stark im Fokus stehenden Überfunktions-/Überdosierungssymptome ansprachen, möchte ich hier nochmal für Zeena und alle anderen Interessierten den genauen Wortlaut hier für Euch abtippen aus der Fachinformation für Thyroxin, die leider auch nur die Überdosierungssymptome unter "Nebenwirkungen" des Hormons Thyroxin auflistet.


    Irgendwie fehlt in medizinischer Literatur überall (in Lehrbüchern, in Journals, in Fach-Internetseiten, Fachinfos)die ausführliche Auflisten aller möglichen Unterfunktionssymptome also Thyroxin-Mangelsymptome und wenn eine kurze Liste auftaucht wird nirgens erwähnt, dass sie lang nicht vollständig sind (ein bedenkliches Vorgehen was ich schon vor 25 Jahren im dicksten mediziner Physiologiebuch: Schmidt Thews kopfschüttelnd wahrnahm) ein Arzt muß ja immer denken: "das ist der Weißheit LETZTER Schluß!..und wenn ich das gelernt habe dann weiß ich ALLES!" Ein Trugschluß, der unter Ärzten verbreitet ist.


    Und auch bei dieser Fachinfo muß man ganz genau lesen!


    Zitat Thyroxin-Fachinfo von Hennig:


    Bei sachgemäßer Anwendung und unter Kontrolle der klinischen Befunde sowie labordiagnostischer Werte (man beachte die Reihenfolge!) sind Nebenwirkungen während der Behandlung mit L-Thyroxin Henning eher unwahrscheinlich!"


    Wird im Einzelfall die Dosisstärke nicht vertragen oder liegt eine Überdosierung vor, so können, insbesondere** **bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, die typischen Symptome auftreten, wie sie auch bei einer Überfunktion der Schilddrüse vorkommen:


    z.B. Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, insbesondere Tachykardie, pektanginöse Beschwerden, Muskelschwäche und Muskelkrämpfe, Hitzegefühl, Hyperhydrosis, Tremor, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Diarrhö, Gewichtsabnahme, Kopfschmerzen, menstruationsstörungen.


    Als untypische Symptome können auch Fieber, Erbrechen sowei pseudotumor cerebri (besonders bei Kindern) beorbachtet werden. In diesen Fällen sollte die Tagesdosis reduziert werden oder die Medikamente für mehrere Tage unterbroochen werden. Sobald die Nebenwirkung abgeklungen ist, kann die Behandlung unter vorsichtiger Dosierung wieder aufgenoimmen werden.


    Im Falle der Überempfindlichkeit gegen Levothyroxin oder einen der sonstigen Bestandteile von L-Thyroxin Henning kann es zu allergischen Reaktionen an der Haut und im Bereich der Atemwege kommen." Zitatende


    In anderen Büchern (mehr Patientenorientierte) steht, dass bei Hashimoto die Unterfunktion die zu befürchtende und therapierende Erkrankung ist. Oben genannte SELTENE Situationen werden aber OFT bei Unterdosierung vorgefunden, wenn die autoimmunerkrankte Schilddrüse dann doch nochmal in extremen Maße aktiviert wird. Das ruft das Immunsystem wieder in die Schilldrüse, löst die Schilldrüsenzellen auf, dadurch wird Thyroxin überproportional frei und ergibt nun WIRKLICH eine Schilldrüsenüberfunktion: klinisch und labordiagnostisch.


    UND diese aufgrund von Unterdosierung induzierte autoimmune Krankheitssymptome führen dann zu einer noch weiteren SENKUNG der Thyroxin-Dosis.....kontraproduktiv.


    Das führt zu den immer häufiger diagnostizierten "nichteinstellbaren" Schilddrüsen und massenweise Überweisung in die Psychiatrie.


    Eine ein wenig beherztere Dosierung könnte viele dieser Probleme gar nicht erst auftreten lassen.


    Immer die Zieldosis im Auge behalten (1-2 µg/Kg Körpergewicht oder 100-200µg Tagesdosis) und bei Magen-Darmsymptomen geht die Richtung IMMER in Richtung STEIGERN.


    Bei Patienten die sehr lange (z.B. über 20 Jahre) Thyroxin eingenommen haben und deren Schilddrüse sehr klein ist kommt eine Dosierung von 2-3µg/Kg in Betracht und die 200er Marke kann nicht nur bei schwereren Patienten überschritten werden.

    Völlig unabhängig von den anderen Symptomen und Vermutungen, von denen ich zugegeben keine Ahnung habe: Die Ibuprofendosis ist verdammt hoch. Wie lange nimmst Du das schon in der Menge ein? An deiner Stelle hätte ich mich nach drei Tagen Ibuprofen in dieser Dosis auf Opioide umstellen lassen. Weiß dein Arzt, wie viel Ibuprofen Du regelmäßig schluckst?

    Na da hab ich ja eine Diskussion losgetreten :-o Eines Vorweg - ich befolge definitiv nicht blind irgendwelche Ratschläge aus einem Laienforum. Ich dosiere ich Eigenregie jetzt runter, weil ich an mir gewisse Symptome festgestellt habe und die Werte dafür sprechen. Das blutige Erbrechen hat sich schon etwas gegeben, von daher werde ich erstmal abwarten. Im Normalfall würde ich damit auch zum Arzt gehen, aber ich habe gerade aktuell die Erfahrung gemacht, dass lediglich mit den Schultern gezuckt und der Hinweis gegeben wird, ich möge mich nicht so anstellen (ich hatte das vor ca. 4 Monaten schonmal deswegen beim Doc) Ganz offensichtlich bin ich wohl sehr empfindlich und bewerte Symptome über. ]:D


    Achso, die Ibus nehm ich schon seit ca. 4 Monaten in der Dosis, z. Zt. natürlich nicht und versuche mit Kühlakkus das schlimmste zu verhindern.Und auch an der Stelle noch einmal- ich weiß dass das in höchstem Maße ungesund ist!!!! Und in kleinster Weise zu empfehlen - aber nochmal, wenn verschiedene Ärzte keinen Handlungsbedarf sehen, muss ich trotzdem irgendwie damit leben *:)

    Zitat

    Und auch an der Stelle noch einmal- ich weiß dass das in höchstem Maße ungesund ist!!!! Und in kleinster Weise zu empfehlen – aber nochmal, wenn verschiedene Ärzte keinen Handlungsbedarf sehen, muss ich trotzdem irgendwie damit leben

    Du musst hier aber differenzieren zwischen der Schmerzbehandlung und den anderen Problemen. Gerade bei Schmerzen neigt man dazu, sie beim Arzt herunterzuspielen und viele Ärzte neigen dazu, wirksamere (und weniger riskante) Schmerzmittel nicht zu verschreiben, wenn man nicht gezielt darum bittet.