Sind das UF/Unterdosierungssymptome - und wann wird es besser?

    Hallo an alle,


    ich (w, 36) bin vor 9 Jahren mit Hashimoto diagnostiziert worden - also eigentlich alter Hase.


    Über die Jahre habe ich immer mal wieder die Dosis reduzieren oder steigern müssen - bzw sagten das mein (leider) TSH-hörigen Ärzte so.


    Meistens war meine Dosis jedoch 125 LT.


    Mitte des Jahres sollte ich jedoch auch auf 100 LT runter (hatte keinerlei ÜF Symtpome, nur TSH wurde meiner Ärztin zu niedrig). Im Oktober hatte ich folgende Werte:


    TSH: 1,40 (0,27-4,20)


    ft3 2,66 (1,90 - 5,10)


    ft4 1,50 (0,90-1,70)


    Ende Dezember:


    TSH: 5,65 (0,3 - 4,0)


    ft3: 2,47 (1,70 - 4,20)


    ft4: 11,8 (9,4 - 18.0)


    Habe direkt vor der BE das LT genommen, also könnte auch noch leicht verfälscht sein.


    Den Sprung im TSH finde ich krass. So hoch war er seit Diagnose nicht mehr. Kann mein seit einigen Wochen bzw Monaten schlechtes Befinden dahier kommen?


    Bin unglaublich gereizt, weine viel, traurig, jetzt auch schlapp, appetitlos.


    Seit 2 Wochen bin ich (in Absprache mit Ärztin) wieder auf 25 LT hoch und hatte gehofft, dass es mir schnell (zumindest psychisch) wieder besser geht. Aber so richtig merke ich noch nichts. Das beunruhigt mich.


    Kann mir jemand was dazu sagen?

  • 5 Antworten

    Ich schreibe einfach mal in meinem eigenen Faden weiter...leider hat mir ja auf meinen ersten Beitrag niemand geantwortet. In der Zwischenzeit habe ich eine neue gute Ärztin gefunden, die mir bestätigt hat, dass ich UF-Symptome habe und mir versichert, dass auch meine psychischen Symptome die mir derzeit sehr belasten (ständiges weinen, gereizt, traurig, fühle mich schnell überfordert) von Hashimoto bzw schlechter Schilddrüseneinstellung kommen.


    Ich habe jetzt in Absprache mit ihr vor etwas mehr als 2 Wochen auf LT 150 gesteigert, in der Hoffnung dass eine höhere Dosis endlich mal das Befinden jetzt beseitigt und auch die dauerhaften Beschwerden die ich seit Jahren habe (die aber meine früheren Ärzte sich nicht richtig erklären konnten, den SD-Werte waren ja "okay", sagten sie). Diese Dauersymptome sind: frieren, morgens nicht aus dem Bett kommen und tags oft müde, aufgeblähter Bauch egal was ich esse oder nicht esse, starke PMS-Beschwerden und starke Periode.


    Jedenfalls werde ich langsam ungeduldig, da ich auch von den 150 LT noch nichts merke. Irgendwann muss sich doch mal etwas tun. ??? Bin ich noch zu ungeduldig? War mein Körper zu lange unterdosiert und braucht jetzt lange um das alles zu "verwerten"?


    Ich lese so oft, dass viele ganz schnell etwas merken und bin total verunsichert.

    Hallo Madelania,


    ich wurde bereits ohne Schilddrüse geboren. Bin jetzt 34 und habe einige duch Hormone gepeitschte Zeiten hinter mir. Wenn ich mir das so durchlese macht es auf mich den Eidruck als wärst du jetzt unterdosiert. Das merkt man an Antriebslosigkeit, ständiger Müdigkeit und wahrscheinlich auch Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und wie es bei mir in den schlimmsten Zeiten war, dass ich manchmal nicht mehr wusste was ich 10 Min. vorher getan habe. Ich fand diese Zeiten genau so schrecklich wie diese, als ich durch Medikamente und Falschbehandlungen Überdosiert wurde. Ständig unter Strom, total ruhelos dadurch wird man Hektisch und tolpatschig, ständig das Gefühl Schmetterlinge im Bauch zu haben, Schlaflos durch die Nächte weil man ständig überdreht ist.


    Wann das aufhört? Ich rede nun von mir wann es bei mir aufgehört hat und sich wieder normalisiert hat.... das hat 2 bis 3 Wochen gedauert, je nach Medikament. Mittlerweile merke ich bereits selbst wann ich über oder unterdosiert bin, dann nehme ich für ein paar Tage eine halbe Tablette mehr oder weniger und lass dann die Blutwerte kontrollieren. Das funktioniert ganz gut und damit habe ich mich am Besten identifiziert. In der Pubertät war das ganz schlimm mit den Hormon Schwankungen und wurde so zum Versuchskanninchen mancher Ärzte und ein Arzt hat mir mal gesagt dass ich meinen Körper kennenlernen soll alles aufschreiben eine Art Tagebuch führen, wann ich mich wie fühle vor und nach der Medikamenten Dosis Änderung vergleichen. Und seit dem klappt das super. Mein Gewicht kann ich halten und bin sehr schlank obwohl ich keine SÜ habe. Meine Ernährung hab ich umgestellt und beobachte mich weiterhin selbst. ich dosiere mich ganz leicht über d.h. ich nehme 2x die woche 2 Statt 1,5 Stk von den Euthyrox 125 ug. dann gleicht sich das wieder aus. Blutabnahme regelmäßig und wie gesagt 2 bis drei Wochen ist meine Erfahrung dass es sich dann wieder ins Positive verändert. Lass den Kopf nicht hängen es ist scheisse ich weiss und am liebsten könnte man die Wände hochlaufen.


    Eins noch dass mit der Selbst Dosierung mache ich ausschließlich wenn ich danach das Blut checken lasse aber ich habe mich jahrelang mit meinem Körper und dem Thema befasst daher getraue ich mich das. Es ist dabei IMMER ärztliche Unterstützung nötig.

    Hallo Madelania,


    ich wurde bereits ohne Schilddrüse geboren. Bin jetzt 34 und habe einige duch Hormone gepeitschte Zeiten hinter mir. Wenn ich mir das so durchlese macht es auf mich den Eidruck als wärst du jetzt unterdosiert. Das merkt man an Antriebslosigkeit, ständiger Müdigkeit und wahrscheinlich auch Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und wie es bei mir in den schlimmsten Zeiten war, dass ich manchmal nicht mehr wusste was ich 10 Min. vorher getan habe. Ich fand diese Zeiten genau so schrecklich wie diese, als ich durch Medikamente und Falschbehandlungen Überdosiert wurde. Ständig unter Strom, total ruhelos dadurch wird man Hektisch und tolpatschig, ständig das Gefühl Schmetterlinge im Bauch zu haben, Schlaflos durch die Nächte weil man ständig überdreht ist.


    Wann das aufhört? Ich rede nun von mir wann es bei mir aufgehört hat und sich wieder normalisiert hat.... das hat 2 bis 3 Wochen gedauert, je nach Medikament. Mittlerweile merke ich bereits selbst wann ich über oder unterdosiert bin, dann nehme ich für ein paar Tage eine halbe Tablette mehr oder weniger und lass dann die Blutwerte kontrollieren. Das funktioniert ganz gut und damit habe ich mich am Besten identifiziert. In der Pubertät war das ganz schlimm mit den Hormon Schwankungen und wurde so zum Versuchskanninchen mancher Ärzte und ein Arzt hat mir mal gesagt dass ich meinen Körper kennenlernen soll alles aufschreiben eine Art Tagebuch führen, wann ich mich wie fühle vor und nach der Medikamenten Dosis Änderung vergleichen. Und seit dem klappt das super. Mein Gewicht kann ich halten und bin sehr schlank obwohl ich keine SÜ habe. Meine Ernährung hab ich umgestellt und beobachte mich weiterhin selbst. ich dosiere mich ganz leicht über d.h. ich nehme 2x die woche 2 Statt 1,5 Stk von den Euthyrox 125 ug. dann gleicht sich das wieder aus. Blutabnahme regelmäßig und wie gesagt 2 bis drei Wochen ist meine Erfahrung dass es sich dann wieder ins Positive verändert. Lass den Kopf nicht hängen es ist scheisse ich weiss und am liebsten könnte man die Wände hochlaufen.


    Eins noch dass mit der Selbst Dosierung mache ich ausschließlich wenn ich danach das Blut checken lasse aber ich habe mich jahrelang mit meinem Körper und dem Thema befasst daher getraue ich mich das. Es ist dabei IMMER ärztliche Unterstützung nötig.

    Kleine korrektur:


    Mein Gewicht kann ich halten und bin sehr schlank obwohl ich keine SÜ habe. Das ist ein Tippfehler, denn ich meinte eigendlich obwohl ich eine SU(Schilddrüsenunterfuktion) habe. Da ich nie eine hatte ist es ja autom. eine SU :-)

    Hallo Madelania, also zunächst fällt mir auf, dass Du für eine Hashi-Patientin nicht optimal eingestellt bist, so dass mich auch Dein fehlendes Wohlfühlen nicht wundert. Hashis wird nämlich ein TSH unter 1.0 angeraten. Manche, aber nicht alle, Hashis fühlen sich erst richtig wohl, wenn ihre freien Hormonwerte im oberen Drittel ihrer Normbereiche liegen. Beim TSH richte ich mich nach den Ärzten und Patienten, die die TSH-Normobergrenze bei 2.5 (Grauzone 2.0-2.5) sehen. Ich empfehle Dir das Buch "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis" von Brakebusch/Heufelder, ISBN 978-3-86371-196-2, EUR 14.95.


    Außer Hashi gibt es natürlich noch andere SD-Erkrankungen. Aber denke bitte daran, dass SD-Erkrankungen oft gepaart mit Eisenmangel (Ferritin!), Vitamin D- und/oder Vitamin B12-Mangel auftreten. Ach ja, ich habe mit LT150 gerade ein TSH von 0.03 und lebe damit ganz gut. Wo bitte lag Dein TSH, als Dich Deine Ärztin von LT125 auf LT100 gesetzt hat?


    Habe bitte mit Deiner nun wieder neuen LT-Dosis von 125 µg noch etwas Geduld. Bis der Körper ein neues stabiles SD-Hormongleichgewicht aufgebaut hat, dauert es etwa 6 Wochen. Besserungen spürt man in der Regel schon etwas früher. Wie groß ist denn Dein SD-Volumen noch? Dein SD-Hormonspiegel wird ja nicht nur durch das oral applizierte LT bestimmt: Es wird vom Auf und Ab Deiner SD-Entzündungen überlagert, sofern Deine SD nicht schon total ausgebrannt ist.