Thermoablation/Radiofrequenzablation

    Thermoablation/Radiofrequenzablation und Wolfstrappkraut


    Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit der o.g. Methode teilen.


    Als ich 18 Jahre alt war wurden 2 autonome Adenome an meiner Schilddrüse gefunden. Da die entsprechenden Parameter im Blut immer relativ in Ordnung waren, bestand kein Handlungsbedarf. Im Alter von 38 Jahren bemerkte ich plötzliche Unruhe, Herzrasen bei kleinsten Anlässen und damit einhergehende Ängste. Eine Routineuntersuchung der SD ergab, dass ich im Modus einer latenten Überfunktion bin und Handlungsbedarf besteht (eine Medikation ist hier nur schlecht möglich). Meine Nuklearmedizinerin empfahl mir die Vorstellung in einer Schilddrüsenambulanz. Dort verließ ich die Klinik mit einem OP Termin - für eine Komplettentfernung der SD (!!!) – ohne Nennung jeglicher Alternativen wie z.B. einer Radiojodttherapie oder der Thermoablation. Da ich mir nur schwer vorstellen konnte, dass mir wegen 2 kleiner Knoten an einem Lappen gleich die gesamte SD entfernt werden soll, habe ich angefangen im Internet nach Lösungen zu suchen. Hier bin ich erstmal auf ein Mittel mit Wolfstrappkraut gestoßen, welches ich mir schnell besorgte. Dieses Mittel dämmte das Herzrasen und die Ängste ein und nach kurzer Einnahmezeit waren die SD-Parameter gerade so wieder im grünen Bereich (an der Grenze). Da naturheilkundliche Mittel auch nur über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden sollten war mir klar, dass ich eine andere Alternative benötige, um symptomfrei MIT SD weiterzuleben. So kam ich auf die Methode der Thermoablation/Radiofrequenztherapie, die z.B. an der Uniklinik Frankfurt a.M. angeboten und von den Krankenkassen (ich weiß nicht, ob von allen) finanziert wird. Der zuständige Arzt korrespondierte mit mir via Telefon und Email. Er sah sich meine Befunde an und klärte mich darüber auf, dass sowohl eine Radiojodtherapie als auch die Radiofrequenzablation in Frage komme und ich definitiv keine Komplettentfernung der SD benötige, um zu genesen. Ich war fassungslos, da mir, trotz Nachfragen, in der SD Ambulanz gesagt wurde, dass es zur Komplett-OP keine Alternative gebe!! So kam es, dass ich mich auf den Weg nach Frankfurt am Main machte, um mich in der Uniklinik behandeln zu lassen. Dies kann ambulant durchgeführt werden, oder, wie bei mir, mit einem Krankenhausaufenthalt von einer Nacht, da ich 600 Km weit gereist war. Die Behandlung dauerte ca. 30 Minuten unter lokaler Betäubung. Es wurde in jedes der autonomen Adenome eine Sonde eingeführt und dann auf, ich glaube, 70 Grad erhitzt, so dass die Knoten abgetötet wurden. Der Eingriff war partiell etwas schmerzhaft, aber dennoch sehr gut auszuhalten und ich würde mich immer wieder dafür entscheiden. Heute, 2,5 Monate später, habe ich keinerlei Symptome einer Überfunktion mehr. Meine SD-Parameter sind im absoluten Normbereich und die Knoten schrumpfen von Monat zu Monat mehr! Ich hoffe, dass ich hiermit auch andere motivieren kann, sich nicht auf eine Meinung zu verlassen und sich vor allem selbst an die Hand zu nehmen und nach Alternativen zu suchen. Mir hat es die Schilddrüse gerettet und vor allem eine lebenslange Einnahme von Medikamenten erspart. Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bei meinem behandelnden Arzt der Uniklinik FFM (Nuklearmedizin) und seinem Team für die tolle Begleitung und erfolgreiche Behandlung bedanken!

  • 1 Antwort

    Hallo, ich bin weiblich und 30 Jahre alt. Ich habe eine starke Schilddrüsenüberfunktion, Morbus Basedow und eine sehr große Schiddrüse. Die Ärzte sagen, dass ich sofort die Schilddrüse komplett entfernen soll. Ich möchte das aber nicht. Jetzt habe ich genau wie du über die Thermoablatio gelesen. Kannst du mir sagen, wie es dir mittlerweile geht?


    1. Ist die Überfunktion komplett weg?


    2. Nimmst du Tabletten ein?


    3. Hat sich deine Schilddrüse wieder vergrößert?


    Ich danke dir im Voraus für deine Antwort.