• TSH 2,6 in der Schwangerschaft

    Ich habe heute von meiner Frauenarztpraxis erfahren, dass mein TSH bei 2,6 liegt und weitere Untersuchungen anderer Parameter erforderlich sind. Nun bin ich völlig durch den Wind, da ich gar nicht weiß, was ich mit dieser Aussage anfangen soll. Die Praxis bestimmt den Wert routinemäßig, weil ein schlechter Wert laut Frauenärztin das Fehlgeburtrisiko…
  • 23 Antworten

    Die Obergrenze des TSH-Normalbereichs ist in der Fachwelt strittig, aber viele Ärzte setzen sie mit 2.5 (Grauzone 2.0-2.5) an. Wenn man sich dem anschließt, hast Du mit einem leicht erhöhten TSH und normgerechten freien Hormonwerten eine latente UF. Dein fT3 = 60%, Dein fT4 = 56%, bezogen auf den jeweiligen Normalbereich. Diese Werte sind für Dein Baby nicht gefährlich. Allerdings eilt das TSH den freien Werten oft voraus, so dass man annehmen darf, dass Deine freien Werte, falls Du unbehandelt bliebest, niedriger werden. Wenn es um die Dosis geht, würde ich an Deiner Stelle eine Woche lang LT25 nehmen und dann auf LT50 steigern. Damit hast Du dann beinahe den Rat Deiner Ärztin befolgt, aber die Gefahr einer Unverträglichkeit reduziert. Während der SS wird ein TSH zwischen 1 und 2 empfohlen. Vergiß aber nicht, auch an Jodid zu denken.

    Ich danke dir für die ausführliche und beruhigende Auskunft. @:)


    Ja, ich denke, ich werde es dann tatsächlich so machen und mit einer halben Tablette beginnen. Schweißausbrüche, Schwindel o.ä. kann ich nämlich beim besten Willen nicht gebrauchen. Und wozu Nebenwirkungen riskieren, wenn es doch vermeidbar ist.


    Die Frauenärztin sagte übrigens, dass sie den Wert nur in der Schwangerschaft für behandlungsbedürftig hält. Danach kann ich die Tabletten absetzen, weil dann ein TSH bis 4,5 akzeptabel sei. So weit ich im Internet lesen kann, ist das aber überholt, oder?


    Macht es Sinn, bei Gelegenheit mal einen Endokrinologen aufzusuchen und abklären zu lassen, ob ich dauerhaft eingestellt werden müsste?


    Ich habe ja gestern noch so vehement behauptet, dass ich keine Unterfunktionssymptome habe, muss das aber wohl etwas revidieren. Ich war in den vergangenen zwei Jahre mehrfach beim Arzt wegen diverser Auffälligkeiten. Darunter bleierne Müdigkeit, depressive Episoden, schlimme Nackenverspannungen, Sexunlust, Appetitlosigkeit, ständiges Frieren (selbst im Sommer), trockene, schuppige Haut, brüchige Nägel, Nachtschweiß... etc.


    Bisher wurde immer alles auf Stillzeit (schlechte Haut und Nägel), die Doppelbelastung als Mutter und Berufstätige (Depression, Unlust), Pfeiffersches Drüsenfieber (Müdigkeit, Nachtschweiß) und den Bürojob (Verspannungen) geschoben. Sogar Burn Out stand schon im Raum, obwohl ich das alles nie so recht glauben mochte. Es geht mir zwar tatsächlich erst seit der Geburt meines ersten Kindes so schlecht, aber irgendwie habe ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es nichts psychisches, sondern etwas organisches ist.


    Nachdem ich heute noch etwas geforscht habe, bin ich ehrlich gesagt geschockt, dass ich beinahe alle Symptome einer Unterfunktion zeige. :-o Ich dachte bisher immer, dann müsste mein Zyklus spinnen und ich deutliches Übergewicht haben. ":/


    Ach ja, meine Hausärztin habe ich heute angerufen, ob irgendwann in den letzten zwei Jahren mal die Schilddrüsenwerte bestimmt wurden. Nein, das wurde nicht für erforderlich gehalten. Meine Blutwerte waren immer in Ordnung, lediglich der Eisenspeicher lässt wohl zu wünschen übrig und Cholesterin könnte etwas besser sein. Behandelt worden bin ich nie.


    Und noch was: Meine Mutter und meine Großmutter haben beide eine Unterfunktion. Das habe ich aber auch erst jetzt erfahren. Meine Großmutter wurde auch schon an der Schilddrüse operiert. Gibt es da genetische Dispositionen oder tut das nichts zu Sache?


    Hui, hier tut sich gerade ein Schwarzes Loch vor mir auf. {:(

    ruuuhig. hört sich für mich so ein, als hättest du die uf nach der geburt bekommen. ist nicht so selten. zumindest sprechen die symptome sehr dafür.


    eine genetische disposition ist wohl wahrscheinlich bei dir.


    eine endo solltest du dir auf jeden fall suchen, grad, weil nach der geburt wieder ein bisschen bergab gehen kann und der in der stillzeit auch ein auge auf dich werfen sollte. zumal die sich oft auch ein bisschen mit der sd auskennen. zumindest würde ich mir jemanden suchen, der mit bis zur überschreitung eines ths von 4,5 im unschwangeren zustand wartet.


    ist jetzt alles neu, alles komisch und schwanger bist du noch obendrein. aber mach dich nur nicht irre. deine werte sehen wirklich nicht so übel aus und sind sicher gut in den griff zu bekommen.

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    hallöchen,


    ich habe auch einen TSH von 2,5 aber der wert alleine ist nicht aussage kräftig genug .... wenn man nur den TSH sieht habe ich eine mini unterfunktion .... ich wahr darauf hin (kinderwunsch) bei einer endokrinologin und die hat nochmal ein großes blutbild gemacht und eine sonografie UND im zusammen spiel mit allen anderen werten ist alles prima .... sie hat es mir sehr ausführlich am telefon erklärt und die antikörper der schildi sind wohl auch wichtig ...


    ich bin kein schildi profi aber ich hoffe das ich dich damit ein wenig beruhigen kann das nur TSH wenig aussagekräftig ist ..meine ärztin hat mir freies licht für eine ss gegeben :)

    Zitat

    Die Frauenärztin sagte übrigens, dass sie den Wert nur in der Schwangerschaft für behandlungsbedürftig hält. Danach kann ich die Tabletten absetzen, weil dann ein TSH bis 4,5 akzeptabel sei. So weit ich im Internet lesen kann, ist das aber überholt, oder?


    Macht es Sinn, bei Gelegenheit mal einen Endokrinologen aufzusuchen und abklären zu lassen, ob ich dauerhaft eingestellt werden müsste?

    Das könnte man abwarten. Allerdings lässt so eine Aussage darauf schließen dass du früher oder später sowieso einen Spezialisten brauchst der sich mit der SD auskennt. Den kannst du gleich suchen, oder nach der Geburt.

    Zitat

    Es geht mir zwar tatsächlich erst seit der Geburt meines ersten Kindes so schlecht, aber irgendwie habe ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es nichts psychisches, sondern etwas organisches ist.

    SD Probleme brechen am liebsten bei hormonelle Umstellungen aus. Pubertät, erste Schwangerschaft, Pilleneinnahme, bei manchen auch erst im Wechsel. Ich würde unbedingt auch einen Ultraschall machen lassen, damit man die Ursache der UF kennt. Wenn es Hashimoto ist, wirst du vermutlich auch nach der Geburt eine Behandlung brauchen.

    Zitat

    Nachdem ich heute noch etwas geforscht habe, bin ich ehrlich gesagt geschockt, dass ich beinahe alle Symptome einer Unterfunktion zeige. Ich dachte bisher immer, dann müsste mein Zyklus spinnen und ich deutliches Übergewicht haben.

    Das ist nicht zwingend. Es äußert sich bei jedem anders. Ich hatte auch eher die Symptome die du schreibst – also depressiv, war auch im Burnout weil ich nichtsmehr leisten konnte, Gedächtnislücken, Konzentrationsstörungen, Reizmagen und und und ...

    Zitat

    Ach ja, meine Hausärztin habe ich heute angerufen, ob irgendwann in den letzten zwei Jahren mal die Schilddrüsenwerte bestimmt wurden. Nein, das wurde nicht für erforderlich gehalten. Meine Blutwerte waren immer in Ordnung, lediglich der Eisenspeicher lässt wohl zu wünschen übrig und Cholesterin könnte etwas besser sein. Behandelt worden bin ich nie.

    Ha, da haben wir schon 2 klassische Anzeichen. Nährstoffmängel treten gerne auf und mein Cholesterin war ebenfalls bei 300 obwohl meine Ernährung tipp topp war. Sobald ich LT nahm sank der Wert ab und ich hab nichts an meiner Ernährung geändert.

    Zitat

    Gibt es da genetische Dispositionen oder tut das nichts zu Sache?

    Bestimmte Formen sind erblich, aber auch ohne dem kann man erkranken. In meiner Familie ist niemand (bekannt) betroffen.

    hallöchen,


    wollte mal nachfragen wie es dir so geht...mich interesiert es sehr :) hab ja auch einen tsh von 2,5.


    l.g.

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    Hm, mir geht es so mittelpächtig. Entweder spüre ich Nebenwirkungen vom L-Thyroxin oder aber die Schwangerschaftsbeschwerden haben rein zufällig mit der Einnahme begonnen. Seit drei Tage leide ich unter ziemlich starker Übelkeit, Müdigkeit und Schwindelgefühlen. Ich hoffe, das vergeht bald, denn das konzentrierte Arbeiten fällt mir sehr schwer. :-/

    Zwack44


    kann ich dir leider noch nicht sagen, ich habe meinen befund von der uni noch nicht schriftlich...bin aber bei einer sehr guten ärztin und sie hat sich am tele viel zeit genommen und auch eindeutig gesagt das die anderen blutwerte und die sonografie so super gewesen sind das sie von einer medikamentösen behandlung absieht... wenn ich die werte hab, poste ich mal :)

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