Klar ist Deine SD zu klein (Norm erwachsene Frauen: 13-18 ml). "Inhomogen" und "echoarm" im Sonogramm sind starke Indizien für Hashi. Hashis wird zu einem TSH unter 1.0 geraten. Manche, aber nicht alle, Hashis fühlen sich erst richtig wohl, wenn ihre freien Hormonwerte im oberen Drittel ihrer Normbereiche liegen.

    Ich hab bis jetzt im Internet immer nur gefunden, dass 18 die Obergrenze ist und aber keine Untergrenze definiert ist. Deshalb war ich mir nicht sicher wie das ist. Danke für die Klärung:) du scheinst dich ja sehr gut auszukennen.


    Ich hoffe jetzt mal das mein NUK auch kompetent ist. Ist einer aus Bens Liste, da sollte das ja eigentlich klappen :)

    Ich schreibe jetzt einfach mal hier im Thread weiter und mache keinen neuen auf, sonst gibt das so ein Durcheinander.


    Ich hab heute auch von der ersten Sono den Befund geholt. Erste Sono war am 8.6.16, Volumen re ca 8 ml, links ca 5 ml, Gesamtvolumen also ca 13. Zweite war ja am 23.6.16, Gesamtvolumen 7 ml.


    Wie kann das denn sein? Kann einer der Ärzte nicht schallen? Oder kann sie so schnell so stark schrumpfen? Ich hab jetzt schon öfter gelesen dass es durchaus sein kann dass unterschiedliche Ärzte zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, aber ne Abweichung von 6 ml kommt mir arg viel vor...


    Aber kann sich die Schilddrüse innerhalb von ca drei Wochen fast halbieren?


    Ich hoffe ihr könnt mir da nochmal weiterhelfen...

    Früher hat es tatsächlich keine SD-Volumenuntergrenze gegeben. Aber Brakebusch/Heufelder haben in ihren neueren Auflagen auch eine Untergrenze definiert, wobei die nicht so wahnsinnig wichtig ist: Kann eine kleine SD genügend Hormon produzieren, ist ja die geringe Größe anscheinend kein Mangel. Andererseits weisen ständig steigende TSH-Werte und permanent sinkende SD-Volumina in Richtung Hashi.

    Zitat

    Tsh plötzlich in der Norm - keine Behandlung nötig?

    Ganz allgemein entscheidet das jeder selbst, wie er verfährt, wenn alle Werte in der Norm sind. Bei Hashi wäre davon auszugehen, dass die SD aber nicht mehr von alleine auf ihre relevante Menge an Hormonbildung kommt, deswegen ist ein gänzliches Unterbrechen der Behandlung schon heikel. Eher wäre davon auszugehen, dass du etwas eingenommen hast, dass die Werte ins Lot bringt. Vielleicht B12, D, (gutes) Selen? Wenn ich hier die richtigen Präparate habe, sieht mein Wert auch schonmal schnell aus wie der eines gesunden.


    Besser wäre, die Hormondosis entsprechend runterzukürzen. Oder - wenn man nichts macht - zumindest engmaschig zu kontrollieren, damit man rechtzeitig wieder reagieren kann. Sollte es Hashi sein, wird dieser Moment aber kommen.

    So, heute war nun die Besprechung bei meinem Hausarzt vom Bericht vom NUK.


    SD-Volumen liegt laut dem bei 17 ml, Schilddrüse "leicht inhomogen mit dezenten echoärmeren Arealen", TSH bei 1,19, FT3 bei 3,82 (1,82-4,62), FT4 bei 1,26 (0,93 - 1,71), TPO-AK 15,8 (1,00 - 34,00), TAK 15 (<115), Uptake 1,2 %.


    Er hält Kontrollen für sinnvoll, schreibt aber, dass es keinen Hinweis auf Hashi oder UF gibt.


    Vermutung ist jetzt Cushing-Syndrom, ich soll zum Endo um das abzuklären. Also weiter von Arzt zu Arzt rennen... Danke trotzdem für eure Hilfe! :)