TSH zu hoch für Schwangerschaft (14. Woche)?

    Guten Abend,


    ich melde mich etwas verunsichert und hoffe auf Hilfe.


    Ich habe Hashimoto und bin mittlerweile in der 14. Woche schwanger. Mein TSH war vor der Schwangerschaft immer unter 1 bei einer Einnahme von L-Thyroxin 100. Die freien Werte waren optimal im oberen Drittel.


    Kurz bevor ich schwanger wurde, sank mein TSH soweit, dass ich die Dosis auf 88 senken sollte, womit ich dann wieder stabil war.


    Als ich dann schwanger war, ging ich direkt in der 5. Woche zur Kontrolle. Die Werte sahen wie folgt aus:


    FT4: 1,45


    FT3: 2,35


    TSH: 1,45


    Laut Arzt sollte ich die 88er weiternehmen, habe dann aber auf eigene Verantwortung wieder die 100er genommen, was sich auch als gut herausgestellt hat, denn ich war am Montag wieder zur Kontrolle und meine Werte sehen mittlerweile so aus:


    FT4: 1,37


    FT3: 2,05


    TSH: 1,83


    Die Werte sind also trotz einer Dosiserhöhung schlechter geworden.


    Laut Arzt soll ich nun aber bei den 100ern bleiben, ich hätte jedoch vom Gefühl her lieber erhöht. Bisher hat mein Gefühl auch immer gestimmt, muss ich dazu sagen.


    Jetzt ist meine Frage: Auf den Arzt hören oder wieder eigenmächtig erhöhen?


    Habe wirklich Angst, dass die Werte sich in den nächsten Wochen weiter verschlechtern und meinem Baby schaden :°(


    Liebe Grüße

  • 3 Antworten

    Lies mal das, ich habe 4 völlig gesunde, aufgeweckte Kinder sogar ganz ohne Schilddrüse, viel geschraubt wurde in der SS nicht


    http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/gefahren-durch-hypothyreose-in-der-schwangerschaft.html


    Mach dir nicht so Gedanken, das ist schon Okay so. Oder anders: Lass es nochmal prüfen, für wirklich ausschlaggebende Ergebnisse solltest du 4 Wochen nach Änderung der Dosis warten, und schau dann wie es weitergeht, aber das Baby ist bestimmt nicht gefährdet.

    Vielen Dank für deine Antwort, das beruhigt mich jetzt tatsächlich sehr :-)


    Ich werde mir aber auf jeden Fall bald wieder einen Termin ausmachen und nicht erst in 10 Wochen, wie vom Arzt angedacht. Dann können wir ja nochmal schauen, ob ich wirklich erhöhen muss.

    Der verlinkte Artikel reißt mich nicht gerade vom Hocker. Da die Placenta für das mütterliche SD-Hormon nur minimal durchlässig ist, können Studien, in denen die Entscheidung über eine LT-Substitution nach der 12. SS-Woche gefällt wird, nur zu einer sehr beschränkten Aussage führen, zumal der Embryo etwa ab diesem Zeitpunkt sein SD-Hormon selbst herstellt. Allerdings braucht er dafür genügend Jodid. Ein anderer Aspekt ist, dass ab einem TSH von 2.5 an aufwärts nicht nur das Risiko von unerfülltem Kiwu, sondern bei schwangeren Frauen auch von FG ansteigt.


    Nach Brakebusch/Heufelder steigt bei Frauen, die SD-Hormone einnehmen müssen, der Bedarf in der SS meist um 30-50 %, so dass für diese Fälle eine schrittweise Dosiserhöhung empfohlen wird. Vor diesem Hintergrund erscheint es mir mehr als fraglich, ob man kythara, bei der sich diese Brakebusch/Heufelder-Aussage zu verifizieren scheint, von einer Steigerung über LT100 abraten sollte (Arztwechsel empfohlen).