Verständnisloses Auf und Ab mit L-Thyroxin

    Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll! Ich bin 34 weiblich 1,70 58 -64kg nichtraucher Pilennehmer(yasmin) Natriumglutamatfrei und bewusst lebend


    Damit es verständlicher für Euch ist chronologisiere ich es mal.


    Ich ging bisher jedes Jahr zum Check Up.


    09-2010 waren meine Werte normal


    TSH Basal 2,77 fT3 2,84 fT4 0,98


    Ich fühlte mich jedoch nicht normal, ich habe extreme Schlafstörungen (weniger als 2 std durchschlafen ständiges erwachen unruhe und aus der mangelnden Erhohlung starke Eschöpfung am Tag) unruhiger Geist, trockene Haut, hippelig, jaulig, plötzliche Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme und Durst. 7 liter trank ich im Schnitt.


    Ich fühlte mich wie ein durchgelutschter Kaugummi der standig rennen muss und nie zuur Ruhe kommt.


    Ich wechselte den Arzt.


    05.11 hatte der Turn begonnen. Auf der Suche nach meiner Ruhe.


    TSH Basal 3,4 fT3 2 fT4 1,1


    Wir unternahmen wegen der Schilddrüse erstmal nichts und kümmerteuns u m die Schlafstörungen mit Serene Pro und Gaba Night.


    06.11 fing ich endlich an zu schlafen. Mein Körper war keine Rennmaus mehr auf Koks sondern endlich mal erschöpft und ruhig. Ich setzte Mitte Juli 11 die Serene Pro und Gaba Night ab. Ich schlief recht gut zu der Zeit. Mein Körper erholte sich.


    Ich machte weiterhin Sport jeden Morgen 3 km gehen.


    Das Trinkverhalten blieb schlecht bei bis zu 7 Litern.


    08.11 TSH Basal 2,98 fT3 1,95 fT4 0,98


    L-Thyroxin 25 mcg


    Röhren Termin – diagnose Hypohysentumor Vorderlappen 6mm inaktiv.


    Endokrinologe testete alles nochmal und die Trinkmenge sei angewöhnt.


    Okay. soweit so gut Blutwerte


    09.11 TSH Basal 2,84 fT3 1,7 fT4 1


    50mcg L-Thyroxin


    Ultraschall der Schilddrüse ohne Befund, meine Organe alle ohne Befund nur etwas größer als normal.


    Ich glaube ich fühlte mich etwas besser, eine weile zumindest. Meine Regelblutung kam wieder und ich fühlte mich immer aufgedunsener. Ich habe bis Heute nach 7Monaten gut 8 kilo genommen. Was konträr zur Diagnose steht.


    Ein Allergietest besagte eine Roggenallergie. Nach dem Egebnis mied ich Roggenmehl. Trank danach etwas weniger. 4-5 liter.


    10.11 TSH Basal 2,08 fT3 2,6 fT4 1,2


    75 mcg L-Thyroxin


    11.11 TSH Basal 1,41 fT3 1,9 fT4 1,3


    88mcg L-Thyroxin


    Starkes Schwitzen in der Nacht, weiterhin grosse Trinkmengen, ich fühlte mich nicht sonderlich gut.


    12.11 TSH Basal 1,1 fT3 2,3 fT4 1,2


    100mcg L-Thyroxin


    Ein letzter Versuch mein Problem zu lösen. Ich setzte die Antybabypille ab. Danach erfolgte ein Hormonstatus der normal ist


    02.12 TSH Basal 0,19


    Die Werte fT3 und fT4 sind nicht untersucht worden


    Zurück auf 88 mcg L-Thyroxin


    Heute ist grad mal einem Monat später und ich fühle mich sowas von aufgepumpt und kaputt das ich heulen könnte.


    Mine Fragen reichen weit viele kann ich sicher garnicht formulieren weil ich es nicht beschreiben kann wie es mir geht.


    Ist eine Unterfunktion mit gegenläufigen Sympthomen möglich? Also kann es passieren das eine Dosiserhöhung das Gegenteil auswirkt?


    Woher kommen so schlechte Werte der Schilddrüse innerhalb eines halben Jahres?


    10.2010 war alles noch bestens?


    Was würde passieren wenn ich die L- Thyroxin absetze?


    Meine Trinkmenge ist von aheute auf morgen weniger gewesen. Ich habe keinen Auslöser finden können mein Durst war irgendwann im 02.12 weg. ?!?


    Ich fühle mich immer aufgedunsener und matschiger. Mittlerweile schlafe ich wieder sehr schlecht und träume komisches Zeugs mein Herz rumpelt und wummert.


    Mein Zyklus hat sich bei 24 tagen eingependelt und das unmittelbar nach absetzen der Pille.


    Ich hoffe es kann jemand kann etwas mit meiner Story anfangen.


    Mein Bauchgefühl sagt mir das etwas nicht stimmt.


    :)D

  • 14 Antworten
    Zitat

    Ein letzter Versuch mein Problem zu lösen. Ich setzte die Antybabypille ab. Danach erfolgte ein Hormonstatus der normal ist

    Schilddrüsenwerte werden durch die Pille nicht wirklich verfälscht, sie erhöht nur den Bedarf an Shcilddrüsenhormonen. Und für einen Test der Sexualhormone sollte die Pille mind 6 Monate abgesetzt sein. DEr Hormonstatus war also in diesem Fall nicht wirklich aussagekräftig.


    Die "Verschlechterung" des TSH kann durchaus durch das Absetzen kommen, da es durch das Absetzen erst einmal zu einem Überschuss an Schilddrüsenhormonen kommt, da der Körper die Produktion unter der Pille etwas hochregulieren muss. Nach dem Absetzen ist also erst mal zuviel da, also reguliert der Körper das Steuerhormon TSH herunter-genau das könnte bei dir der Fall sein.


    Es ist schade, dass die freien Werte nicht bestimmt wurden, die hätten möglicherweise mehr Aussagekraft in diesem Fall gehabt.


    Bei all deinen Angaben fehlen auch die Referenzwerte für fT3 und fT4, die brauchen wir jedoch, um die Werte einschätzen zu können, da diese von Labor zu Labor schwanken können.


    Ohne sie lässt sich deine Lage kaum beurteilen, da der TSH nur in Zusammenhang mit den freien Werten ein Bild ergibt. Einzeln ist er immer nur eine sehr begrenzte Momentaufnahme.

    Wie ich mich fühle bei 100mcg .... im Grunde verläuft es bei jeder Dosisanpassung gleich.


    Die erste3-5 tage fühle ich mich ganz gut, dann fängt es wieder an das ich mich aufgedunsen fühle, Kopfweh bekomme und abgenervt bin schlechter schlafe usw


    Bevor ich angefangen habe hab ich mich eigentlich ganz gut gefühlt und war sehr aktiv, sportlich wog im gegensatzt zu heute gut 8 kilo weniger und war definitiv nicht so aufgequollen

    Das ist ja alles ein Trauerspiel, SanQuentin. Früher hat man die Obergrenze des TSH-Normalbereichs tatsächlich mit 4.5 angesetzt und dementsprechrend waren die meisten Patienten mit hohem TSH "gesund". Heute nehmen viele Ärzte die Obergrenze mit 2.5 (Grauzone 2.0-2.5) an und werden damit vielen Patienten gerechter. Wenn die Referenzbereiche für die freien Hormonwerte tatsächlich immer gleich waren (bitte, noch einmal überprüfen!), ergibt sich folgendes Bild:


    09/2010: TSH = 2.77 (= erhöht), fT3 = 35%, fT4 = 10%


    05/2011: TSH = 3.4 (= erhöht), fT3 = 0%, fT4 = 20%


    08/2011: TSH = 2.98 (= erhöht), fT3 = erniedrigt, fT4 = 10%, ab jetzt LT25


    09/2011: TSH = 2.84 (= erhöht), fT3 = erniedrigt, fT4 = 10%, ab jetzt LT50


    10/2011: TSH = 2.08 (Grauzone), fT3 = 25%, fT4 = 30%, ab jetzt LT75


    11/2011: TSH = 1.41, fT3 = erniedrigt, fT4 = 40%, ab jetzt LT88


    12/2011:TSH = 1.1, fT3 = 12.5%, fT4 = 30%, ab jetzt LT100


    02/2012: TSH = 0.19 (= erniedrigt), freie Werte nicht bestimmt, nach Absetzen der Pille


    Die Prozentangaben beziehen sich auf die jeweiligen Normalbereiche; 0% bedeutet also Untergrenze, 100% bedeutet Obergrenze des Normalbereichs. Dein fT3, das ist das an den Zielorganen aktive SD-Hormon, lag bei vier (!) Messungen bei 0% oder darunter; mit anderen Worten: Dass es Dir gesundheitlich schlecht ging, war gar kein Wunder. Wenn ein Patient ein erhöhtes TSH und ein erniedrigtes fT3 hat, liegt keine latente, sondern eine manifeste UF vor. Da hätte man also vielleicht etwas weniger zögerlich bei der Höherdosierung verfahren können/sollen – es sei denn, Du reagierst bei größeren Dosierungsschritten empfindlich. Zum anderen siehst Du an Deinen Werten, dass bei Dir offenbar eine deutliche T4/T3-Umwandlungsstörung vorliegt, sonst dürfte keine Kombination der freien Werte wie 11/2011 entstehen. Ob sich das mit Selen200 bessern läßt, müßte ein Versuch zeigen. Andernfalls solltest Du zum Teil auf Thybon (= "T3") umgestellt werden. Dass sich das bei Deinen Werten anbietet, aber nicht geschehen ist, spricht nicht für Deinen Endo – manchmal kommt man eben auch vom Regen in die Traufe. Außerdem fehlen Angaben zum Volumen der SD und eine Beschreibung des Echomusters ("inhomogen"? "echoarm"?) und die Bestimmung der SD-relevanten Antikörper. Da gibt es also noch eine Menge zu tun.

    Danke für diese sehr tolle Ausführung!


    Das ist klasse das jemand sich so viel Mühe gibt um es mir verständlicher zu erklären.


    Ich habe Heute einen Termin gehabt und bin erstmal nach dem neusten TSH Basal Wert leider ohne fT3 fT4 eingestellt worden.


    Der TSH Basal liegt 02.12 bei 0,08 (0,3-4,5)


    Ich habe Ihn auch auf das Selen angesprochen, er möchter erstmal gern die Dosis senken und dann i4 Wochen nochmal nachprüfen, dann evtl Handeln


    Ich bin nun bei 50mcg L-Thyroxin Henning.


    Komischer weise nehme ich aber bei der Überfunktion zu ich lager Wasser ein usw. Der Doc sagt es läuft manchmal gegenläufig? Ich find das alles komisch.


    Ich werde nun die 50mcg anfangen, denn damit fühlte ich mich in 09.2011 ganz gut.


    Ich melde mich wieder und DANKE nochmal!!!!!


    Ich finde es toll das sich jemand die Mühe macht das Gewusel zu lesen. :)D

    Alles schön und gut, aber Du warst 09/2011 in einer manifesten UF. Dein Endo scheint nur auf das TSH zu achten; das aber ist "nur" das Steuerhormon, das die SD zur Steigerung oder Drosselung ihrer Hormonproduktion auffordert. Ob und wie sehr sich die SD davon beeinflussen läßt, sieht man nur an den freien Hormonwerten! Man muß auch beachten, dass Rückschlüsse von TSH auf die freien Hormonwerte völlig daneben liegen können, falls der SD-Regelkreis nicht intakt ist. Bei höherer LT-Dosierung ist das TSH oft erniedrigt oder supprimiert, was aber keine Rolle spielt, solange das Befinden und die freien Hormone in Ordnung sind. Aufgrund einer Internisten-Empfehlung neigen aber viele Ärzte dazu, das TSH über der Untergrenze des Normalbereichs zu halten. Übrigens: Mein TSH liegt bei 0.051 und ich bin damit munter und fidel. Dein fT3 war selbst unter LT100 nicht berauschend. Wie man da auf LT50 senken kann, ist mir unbegreiflich. Außerdem müßte ein kompetenter Endo beim Hinweis auf mehrfach erniedrigtes fT3 hellhörig werden und die Behandlung mit Thybon ins Auge fassen. Mach Dir klar, dass die SD quasi das Kraftwerk des Körpers ist und fast alle Organe wie Herz, Lunge, Muskeln, Haut etc. regelt – und dass dafür das fT3 bzw. T3 das aktive Hormon ist.


    http://www.schilddruesenpraxis…tgeber/u-w/unterfunktion/


    http://www.schilddruesenpraxis…ber/u-w/unterfunktion-ii/


    http://www.schilddruesenpraxis…t/sd-und-organfunktionen/

    Das tut mir ao leid das ich "nur" den TSH bieten kann. Er wiegelte ab als ich vom Selen zb sprach und sagte "ICH als MEDIZINER würde ........." das hiess für mich. patient halt den Mund ich hab die Ahnung und nicht du.


    Leider!


    In 4 Wochen bin ich wieder dran dann bestehe ich auf die fT3 und fT4 Werte und bis dahin lese ich noch viel mehr damitich Ihm Fachkenntnisse kontern kann!


    Danke danke danke das Du dir so viel Mühe mit mir gibst.

    Zitat

    Das tut mir ao leid das ich "nur" den TSH bieten kann. Er wiegelte ab als ich vom Selen zb sprach und sagte "ICH als MEDIZINER würde ........." das hiess für mich. patient halt den Mund ich hab die Ahnung und nicht du.

    Hat mein Hausarzt auch versucht. Bis zur nächsten Untersuchung (immerhin mit allen 3 Werten) hatte ich dann Selen200 eingenommen und er hat mächtig gestaunt, wie sehr der ft3 und der ft4 auf einer Linie standen (und heute immernoch stehen. Auch wenn ich LT erhöhe, steigen immer beide gleich an).

    So der nächste Bluttest steht an. Morgen dazu mehr. Ich habe nun lange gesucht und das Volumen der Schilddrüse gefunden.


    06/2011


    Linker SD-Lappen 2,4 ml


    Rechter SD-Lappen 4,9 ml


    Gesamt 7,3ml


    Keine Knoten.


    Schilddrüse echoreich

    Hallo SanQuentin,


    wie geht es dir denn jetzt im Moment? Ich hoffe weiterhin gut!


    Bin auf dieses Thema gestoßen da meine Mutter + meine Schwester heute Termin beim 4. Facharzt bezüglich SU haben.


    Und dann habe ich die Links oben angeklickt und gesehen, dass dies die Praxis ist, die mich damals versucht hat zu behandeln.


    Tolle Informationen auf der Seite, ohne Frage, aber die Behandlung war nicht so gut.


    Mein TSH basal war um 0,91 mU/l erhöht, fT3 und fT3 jedoch im Normbereich.


    Die Ärztin gab mir darauf hin L-Thyroxin 12,5. Ich sollte gleich mit einer ganzen Tablette anfangen. Nur dass es mir darauf hin schlagartig schlechter ging. Nach 3 Wochen Unruhe, Schlaflosigkeit, nächtliches Herzrasen hab ich nochmal einen Termin dort ausgemacht und die Ärztin meinte nur ich soll das einfach weiternehmen und sie sieht überhaupt keine Problematik.


    Also hab ich die Tabletten einfach abgesetzt. Muss ja schließlich Arbeiten. Und mir ging es wieder gut. Hatte eigentlich vorher auch keine Probleme, nur der Hausarzt empfahl mir einen Besuch beim Facharzt aufgrund Schilddrüsenunterfunktionen in meiner Familie (Mutter, Schwester).


    Nach 1 Jahr bin ich dann nochmal zu einer anderen Praxis und die Werte hatten sich kaum verändert.


    Die Ärztin meinte wieder L-Thyroxin 12,5 aber langsam die Dosis steigern. Erst ne viertel Tablette, dann ne halbe, 3/4 etc.


    Die Halbe hab ich noch einigermaßen vertragen, aber ner 3/4 wurde es dann wieder kritisch und mir ging es schlecht.


    Nehm jetzt seit 2 Jahren keine Tabletten mehr, da ich nun schon von vielen Seiten Erfahrungen gehört habe, dass die niedrige Dosis total überflüssig ist. Mir geht es auch gut dabei und nun bin ich gespannt was meine Mutter und meine Schwester heute vom Arzt für Informationen mit nach Hause bringen.


    LG Rica