Wie fühlen sich Schübe oder eine Erkrankung an?

    Hallo an alle!


    Kurz zu meiner Person: ich bin seit ca. 6 monaten auf grund von Angst und Panikzuständen krankgeschrieben und in Behandlung. Ich habe schon einen kleinen ärztemarathon hinter mir...


    Beim hausarzt wurde bei der blutentnahme der tsh wert bestimmt und laut arzt war dieser in der norm. Nach einer heftigen attacke bin ich auch mal für 5 tage im krankenhaus gelandet. Dort wurde aber nur nach dem herz und kreislaufsystem geschaut. Auch alles ok.


    Ingesamt hab ich von 3 ärzten die diagnose der angst und panikstörung erhalten... Ok, ich hätte damit auch leben können... Aber ich bekomme immer wieder diese schübe.


    Folgende symtome machen mir das leben inzwischen wirklich schwer:


    - Das gefühl als hätte ich schleim im hals (es kommt nichts raus beim versuch abzuhusten)


    - Ständig das gefühl dass der hals dick wäre oder etwas die luftröhre einengen würde (manchmal denke ich dass meine halsmuskulatur total anspannt ist)


    - Ängste


    - Attacken die sich in einem art schub äussern – das gefühl erinnert an ein kreislaufabsacker verbunden herzrasen und bewegungsdrang (ich bekomme angst dass ich zusammenbreche und laufe deswegen in panik hin und her! Aber die panik resultiert aus diesem kreislaufgefühl)


    - hin und wieder heiserkeit


    - depressionen (wobei ich nicht weiss ob das eine depression war, aber ich war total niedergeschlagen, mich hat es richtig ich die couch gedrückt und ich hatte weder appetit noch wollte ich sprechen)


    - schwächegefühl so dass ich kaum kraft hatte mich zu bewegen, hatte ganz schwache beine.


    - manchmal totales zittern am ganzen körper ohne einen grund zu haben (nervöses zittern)


    Nach 2 tagen bettruhe kommt meistens der appetit zurück und meistens bin ich dann wieder im stande das bett zu verlassen und etwas zu unternehmen.


    Jeder bescheinigt mir dass ich gesund bin und dass es die psyche ist – was man auch nicht ausschließen sollte. Aber ich finde dass sich die ärzte nach nem ekg, lugenfunktionstest, abhören und blutentnahme schnell für die diagnose "psychisch krank" entscheiden.


    Daher meine frage an euch: wie genau fühlen sich eure schübe an? Kommen die obigen symtome jemandem bekannt vor? Kann es sein dass doch die schilddrüse für meinen leidensdruck verantwortlich ist?


    Liebe grüße

  • 16 Antworten

    Ich hab die werte leider nicht. Der hausarzt meinte nur dass alles ok ist. Allerdings wurde nur der tsh wert bestimmt und da dieser in der norm war wurde nicht weiter geschaut... Ich hab nicht mal ein ultraschall bekommen :(

    Dann solltest du das nachholen. Am besten gleich beim Endokrinologen. Der Hausarzt ist dafür eher nicht zuständig.


    Bei einem Blick auf deine anderen Fäden ist aber eine große psychische Komponente sehr wahrscheinlich...

    Das möchte ich auch nicht ausschließen, aber diese schübe und verstimmungen tauchen ohne ersichtliche gründe auf. Ich hatte jetzt kein traumatisches erlebnis oder sonstige gründe die mir einleuchtend den grund für eine rein psychische erkrankung aufzeigen würden.


    Diese schübe bzw attacken oder verstimmungen tauchen in phasen auf. Hab dann wochenlang mehr oder weniger ruhe und dann kommt es wieder richtig dicke.


    Das einzige was dauerhaft bleibt ist dieses gefühl im hals (engegefühl) und manchmal dieser kloß, sxhwer zu beschreiben aber das gefühl ist als wenn mein hals dick wäre.

    Ohne alle Werte kann man einen Zusammenhang natürlich nicht ausschließen. Der Kloß im Hals passt dazu, aber das kann auch Zufall sein. Aber nur so viel:


    Bei einer Angststörung mit Panikattacken treten schlechte Phase nicht zwangsläufig nach oder während ersichtlicher Gründe auf. Irgendwann ist das "drin", kommt und flacht ab, scheinbar wie es will.

    Stimmt. Da hast du recht. Hab mich schon damit beschäftigt die letze zeit. Allerdings hab ich wirklich ununterbrochen diesen Kloß im hals. Und diese - ich nenn es mal Depression - war so unerträglich. Mich hat es in die Couch gedrückt, anders kann ich es nicht beschreiben. Ich hatte eine leere im kopf und konnte mit keinem großartig sprechen oder mich konzentrieren.


    Die letzten tage hatte ich abends ein fiebriges Gefühl ohne krank zu werden. Morgens war es aber zum Glück wieder weg. Dann öfters einschlafende Hände. Bei dieser Depression hatte ich auch kalte Hände und auch ein Kältegefühl im Körper.


    Ah, irgendwie sind es viele vereinzelte Symptome aber während einer guten Phase hab ich keine großartigen Beschwerden. Dann kann ich einiges machen. Nur dieser dicke hals, bzw. das Gefühl dass der hals irgendwie angespannt ist, und dieser Kloß mit dem Gefühl der Atemnot... Das ist immer da :(

    Entzündungsschübe der SD dauern über mehrere Tage an. Du beschreibst da eher Panikattacken, tut mir leid. Alles andere: ja, da sollte man die SD mal genau anschauen. Aber "Schübe", die nur wenige Stunden oder 1-2 Tage dauern, sind keine Entzündungsschübe der SD nach Hashimoto. Der Entzündungsprozess ist recht langwierig.

    Wie gesagt, ich stelle die panikattacken noch nicht einmal zu sehr in frage.


    Aber ich habe von einer bekannten gehört dass schilddrüsenerkrankungen genau diese eben auslösen können.


    Ich habe auch nicht behauptet dass es nur wenige stunden anhält. Sondern es wechseln sich immer wieder phasen ab in denen es mir wieder relativ gut geht und dann kommt wieder eine Phase wo es mir über ein paar Wochen schlecht geht.


    In der zeit wo ich keine großen Beschwerden habe bleiben auch die Attacken aus. Das einzige was ich durchgehend habe ist immer dieser Kloß und das Gefühl als wär in dem Bereich der hals dick oder angespannt.


    Daher wollte ich wissen wie sich bei den Nutzern hier im Forum Schilddrüsenerkrankungen bemerkbar gemacht haben.


    Diese bekannte von der ich oben sprach hatte mich erst auf diese Idee gebracht.


    Sie hatte auch über Jahre Antidepressiva geschluckt und nach 7 Jahren ohne Besserung und zwei stationären Aufenthalten in der Psychiatrie hat man bei ihr mehr oder weniger durch Zufall eine Erkrankung der Schilddrüse entdeckt. Diese musste dann zwangsläufig komplett entfernt werden. Nach einer mehrmonatigen Einstellung mit Medikamenten geht ihr aber wieder heute sehr gut.

    Bei Frauen kommen SD-Erkrankungen häufiger vor, als bei Männern.


    Ansonsten kann ich mich nur wiederholen. Ein Entzündungsschub dauert länger als 1-2 Tage, manchmal sogar Wochen. Während dieser Zeit hat man (recht deutliche) Überfunktionssymptome (ich kenne niemanden, dem es während eines Schubes auch nur annähernd "gut" geht). Nach dem Schub steht weniger aktives Gewebe zur Verfügung, also ergibt sich eine Unterfunktion.

    Also bevor sich dieser Faden noch weiter im Kreis dreht, darf ich dazu vielleicht ein paar Anmerkungen liefern. Allein durch die Beschreibung der Empfindungen bei Hashi-Schüben, die von Patient zu Patient anders ausfallen, läßt sich nicht ableiten, ob man selbst unter Hashi leidet. Dazu ist eine Komplettuntersuchung der SD nötig, am besten bei einem Endokrinologen oder Nuklearmediziner. Zur Erinnerung: Bei Hashi wird die SD allmählich durch das eigene Immunsystem zerstört. Während der einzelnen Entzündungsschübe gehen SD-Zellen unter und setzen dabei das in ihnen gespeicherte SD-Hormon frei. Auf diese Weise können typische ÜF-Symptome wie Nervosität, Hitzewallungen, Herzrasen usw. entstehen. Während manche Patienten von ihren Schüben gar nichts merken, sind sie bei anderen Patienten so heftig, dass sie sich in dieser Zeit richtig krank fühlen. Dass sich das auf die Psyche auswirken kann, weil man erstens diesen Schüben nicht entkommen kann und zweitens in dieser Zeit eventuell nicht arbeitsfähig ist, erscheint selbstverständlich.


    Ich habe schon weiter oben darauf aufmerksam gemacht, dass das Globusgefühl auch von Nackenverspannungen herrühren kann. Wenn die SD nicht übermäßig groß ist, sind Einengungen der durch den Hals verlaufenden Gefäße sehr unwahrscheinlich. Es könnte aber einen kausalen Zusammenhang Halsverspannung > Globusgefühl > Angst- und Panikstörung geben, wobei sich bei letzteren ja oft eine "Angst vor der Angst" entwickelt. Dass psychische Symptome periodisch auftauchen ist nicht ungewöhnlich. Was ist also zu tun?


    Laß bei einem kompetenten Arzt Hashi bestätigen oder ausschließen und - falls ausgeschlossen - solltest Du Deine Geschichte einem Psychiater erzählen. Der wird dann entscheiden, ob und wie er Dir weiterhelfen kann (eventuell auch durch Überweisung an einen Psychotherapeuten).

    Zitat

    Das möchte ich auch nicht ausschließen, aber diese schübe und verstimmungen tauchen ohne ersichtliche gründe auf. Ich hatte jetzt kein traumatisches erlebnis oder sonstige gründe die mir einleuchtend den grund für eine rein psychische erkrankung aufzeigen würden.


    Diese schübe bzw attacken oder verstimmungen tauchen in phasen auf. Hab dann wochenlang mehr oder weniger ruhe und dann kommt es wieder richtig dicke.


    Das einzige was dauerhaft bleibt ist dieses gefühl im hals (engegefühl) und manchmal dieser kloß, sxhwer zu beschreiben aber das gefühl ist als wenn mein hals dick wäre.

    Man kann psychisch getriggert werden, was unbewußt abläuft, das kann ein Satz sein, der vom Nachbarn übern Zaun geworfen wird, den man nun selbst gar nicht mehr wahrnimmt, da er einem Spruch aus der Erziehnung gleicht (als Beispiel). Und schon muß man dem Nachbarn gegenüber vielleicht schleimen oder dem Partner oder Chef gegenüber....


    Oftmals sind es auch Nahrungsmittel, die das auslösen können, von denen man nicht mal annimmt, dass sie so was auslösen könnten. Gibt sogar bei Gesunden völlig harmlose Nahrungsmittel, die bei Epileptikern Anfälle auslösen.


    Ich kann keinen Fisch essen, warum auch immer. Das Jod ? darin macht bei mir am nächsten Tag Unruhezustände, Zittrigkeit, Kloßgefühl, dauert ein paar TAge an, dann ist alles wieder normal. Nur so als Beispiel. Die Schilddrüsenwerte bei mir sind völlig im Normbereich.

    Mein erster richtiger Schub bestand aus "Grippegefühl", ich war unglaublich müde, kam schnell außer Atem bei mir nur langsamen Gehen. Fiebergefühl. Schneller Puls. Gleichzeitig aber irgendwie aufgelöst und 24 Std am Weinen.


    Du kannst es jedenfalls ganz einfach ausschließen lassen, Blutwerte und ein Ultraschall und du weißt bescheid.