Ab wann beginnt für euch ganz persönlich Plus-Size? Kleidergröße

    Heute kam bei Punkt 12 ein Beitrag über Plus-Size Models. Da wurde halt Deutschlands Plus-Size Model oder so gesucht. Und eine der Verantwortlichen meinte halt ab 42 beginnt Plus-Size. Für mich ganz persönlich wäre es das auch. Ich selbst bin nur 1,56m groß und bei mir ist 34/36 Normal und gesund.


    Was mich aber geschockt hat waren die Damen die gesundheitlich bedenkliches Übergewicht haben und trotzdem steif und fest behaupten sich wohlzufühlen. Wie geht so was? Es geht nicht um 10 Kilo zu viel. Sondern um 20/30/40 Kilo Übergewicht. Es ist doch nicht schön körperlich eingeschränkt zu sein oder keine Altersgerechte Kleidung zu finden. Die Klamotten in Übergroßen sehen jz nun mal nicht unbedingt hübsch und modern und Jung aus und teurer als andere Klamotten sind sie auch.

  • 114 Antworten

    Das es in Übergrößen keine hübschen Klamotten gibt stimmt nicht. Mittlerweile ist das nicht mehr sackartig und altbacken. ;-)


    Das man sich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wohl fühlt stimmt für mich schon und ich kann auch nicht verstehen wenn sich manche da noch wohlfühlen.Ich weiss wie es für mich ist, aber gut was andere fühlen weiss ich natürlich nicht.


    Für mich beginnt Plus Size auch so ab 42/44. Es kommt aber natürlich auch immer auf die Körpergröße und die Proportionen an.

    1. Wohlfühlen hängt nicht allein und direkt mit "körperlich gesund" ab. Ja, ich persönlich verstehe den v.a. in den USa herrschenden Trend, Übergwicht "zu hypen", auch nicht. Spätestens ab > 30kg zu viel sieht es für mich nicht mehr ästhetisch aus.


    2. Es gibt neue Studien die zeigen, dass einige Übergewichtige körperlich tatsächlich gesünder sind und eine längere Lebenserwartung haben als Menschen, die sich ständig einen abhungern. Eine gute Freundin von mir ist genauso groß wie ich, wiegt aber 20kg mehr (als um die 80kg bei 170cm Größe). Sie hat sogar Sport studiert, ist gelenkig und fit. Gut, da macht die nicht unerhebliche Muskelmasse sicherlich auch was am Gewicht aus...


    3. Gr. 34 ist für die wenigsten erwachsenen Frauen eine erreichbare Größe. 34/36 als normal zu bezeichnen daher vielleicht etwas sehr eng gefasst (spielte bei Dir nicht aber auch eine Essstörung eine Rolle?).


    4. Es gibt eine Menge netter Klamotten.


    5. Für mich fängt "plus size" so bei 44/46 an.

    Zur Kleidung wollte ich nur sagen: Es gibt auch Kleidung in Normalgröße, die einfach grauenhaft aussieht. Das Klischee bei Übergrößen ist wohl der Sack in 20 Millionen Farben bzw. ganz starken Mustern (so dass man irgendwie wie ein psychedelisches-Hippie-Walross aussieht), aber es gibt auch wirklich hübsche Sachen :-D


    Zweitens sind die Größenangaben ja auch von Hersteller zu Hersteller stark schwankend. Meine Schwimu ist ganz normal schlank und musste sich teilweise schon Oberteile in XL kaufen, meistens hat sie aber S oder M.


    Drittens kommt es stark auf die Proportionen an. Eine sehr schlanke Frau mit großem Busen kann deswegen schon nicht in eine 40 passen, auch wenn es nur an der Brust spannt. Hosen sind oft so konzipiert, dass ein weiter Bund mit einem riesen Arschsack einhergeht, obwohl es Leute gibt, die einen kleinen Hintern haben und trotzdem einen weiten Bund oben brauchen.

    Zitat

    meinte halt ab 42 beginnt Plus-Size

    Ich habe mit 1.70 und 58kg grade mal so in eine 40 gepasst bei Oberteilen. Riesen Busen, Fett sitzt am Bauch, dafür Storchenbeinchen.


    42 finde ich jetzt also nicht wirklich Plus Size, ich würde sagen, das geht so ab 44 / 46 los.

    Um zunächste die Frage in deinem Fadentitel zu beantworten:


    Ich finde, dass kann man pauschal nicht sagen. Die Kleidergröße hat ja nicht zwingend etwas mit dem Körpergewicht zu tun!


    Ich habe es in meiner Phase des Abnehmens zum verrecken nicht auf eine Größe unter 42 geschafft...Breite Schultern und einen großen Busen kann man halt nicht wegzaubern.


    Zu dem Rest:


    Dieses Thema wurde bzw. wird ja ziemlich häufig durchgekaut %-| . Wie können sich "Dicke" bloß wohlfühlen? Denken die nicht an die Gesundheit? Bla, bla....


    Ich war selber viele Jahre meines Lebens dick! Ich kann im Nachhinein sagen, dass weniger Kilos ganz bestimmt angenehmer sind.


    Trotzdem fühlte ich mich auch dick nicht eingeschränkt. Ich hatte keine Probleme in den 5. Stock zu laufen, hatte keine gesundheitlichen Probleme (okay, da spielt auch das Alter eine Rolle), ich hatte keine Schwierigkeiten hübsche, moderne Kleidung zu finden und preisliche Unterschiede gibt es zwar...jedoch nicht anders, als Mode in normalen Größen.


    Warum willst du den Dicken ihr Wohlgefühl absprechen?

    PS:


    Ich bin ja mittlerweile übergewichtig, und weder ästhetisch noch von der Gelenkigkeit finde ich das gut.


    Aber: Ich war auch mal anorektisch und es ging mir in keiner Lebensphase dermaßen beschissen wie damals. Optisch und körperlich war es wirklich okay (ich war nie im Untergewicht), aber psychisch einfach die Hölle:


    Den ganzen Tag über Essen / Nichtessen nachdenken, der Mundgeruch, die Schwächeanfälle, das Frieren, der grenzenlose Selbsthass nach dem Essen, Depressionen und Heulen beim Klamottenkauf, die ständige Selbstbewertung, dauerndes Wiegen... :-(


    Psychisch gesehen geht es mir mit meinem derzeitigen Übergewicht deutlich besser, auch wenn ich es manchmal schade finde, wenn ich mir gewisse Klamotten nicht kaufen kann oder mit meiner Ästhetik hadere.


    Natürlich stellen diese beiden Zustände Extreme auf einer Skala dar. Das will ich überhaupt nicht bestreiten. Aber Kleidergröße 38 oder sogar 36 sind bei meinem Körperbau bei Oberteilen nur mit Anorexie und Untergewicht zu erreichen.

    Ich kenne beide Seiten: dünn und dick.


    Damals hatte ich so rund 120 Kilo. Schön fand ich das BEI MIR nie. Irgendwann war ich dann mal im Normalbereich und ganz zum Schluss im Untergewicht.


    Als "Dicke" hatte ich nicht so viele Probleme als in meiner "dürren" Zeit.


    Mit mehr drauf konnte ich mich nicht lange bewegen, mit etwas weniger drauf dann schon eher und im ganz dürren Zustand garnicht mehr.


    Wie meine Blutwerte zum Zeitpunkt des Übergewichts waren, kann ich nicht beurteilen.


    Ich halte nichts davon sich in die Gesundheit von anderen Menschen einzumischen. Du kannst nicht allen/niemandem absprechen sich mit Gewicht xy wohlzufühlen, nur weil du dich damit unwohl fühlen würdest.


    Ich hab von Kleidergröße 34 bis 52 alles im Kleiderschrank.


    Plus Size fängt bei mir, ganz objektiv betrachtet, bei 44/46 an.

    Zitat

    ich selbst bin nur 1,56m groß und bei mir ist 34/36 Normal und gesund.

    Finde ich auch! Du bist nunmal sehr klein, da muss man nicht so wahnsinnig (krankhaft) dünn sein um in Gr. 34 zu passen. Ist einfach so. Da sehen viele mit Gr. 40 schon pummelig aus.

    Ich finde, es kommt auf die Körpergröße an. Während bei jemand unter 1,60m wohl schon bei 42 von Plus Size gesprochen werden kann, finde ich das bei 1,80m absolut nicht zutreffen. Ich bin selbst so groß, schlank, trage meist Größe 40, manchmal aber eben auch 42.

    Zitat

    Ich finde, dass kann man pauschal nicht sagen. Die Kleidergröße hat ja nicht zwingend etwas mit dem Körpergewicht zu tun!

    vor allem dann nicht, wenn man die kleidergröße nur am gewicht festmacht und die größe null berücksichtigt!

    Zitat

    Bei kleinen Frauen definitiv bei Gr. 40, bei großen Frauen Gr. 42

    ich trage mit meinen 1,87m größe 42 und habe mit größe 40 ungesund dürr und bohnenstangig ausgesehen!


    ganz davon abgesehen ist es auch nochmal ein großer unterschied, ob eine alltagsfrau gefragt ist, oder man ein model sucht! bei models nimmt man teilweise riesenfrauen mit größe 38 schon als plus-size-models!

    Zitat

    ich trage mit meinen 1,87m größe 42 und habe mit größe 40 ungesund dürr und bohnenstangig ausgesehen!

    Das glaube ich dir! Du bist aber auch sehr groß und ich bin jetzt einfach mal vom Durchschnitt ausgegangen.


    Ich bin 1,77 und trage Gr. 36. Ich habe Normalgewicht und bin auf keinen Fall abgemagert.

    @ Sunflower_73

    Zitat

    2. Es gibt neue Studien die zeigen, dass einige Übergewichtige körperlich tatsächlich gesünder sind und eine längere Lebenserwartung haben als Menschen, die sich ständig einen abhungern.

    Mit Verlaub, aber was ist das bitteschön für ein Vergleich? Die Aussagekraft geht gegen Null.

    @ Topic:

    Keine Ahnung ab wann PlusSize beginnt. Größenangaben sind bedingt aussagekräftig, wenn man nicht weiß wie der Hersteller im Vergleich zu anderen schneidert und welche Maße die jeweilige Person hat.


    Finde das sehr schwer da eine konkrete Größenzahl anzugeben. Von Werbeprsopekten mit PlusSize kenne ich es so, dass die Models dort erkennbar fülliger sind als die üblichen Modelfiguren, ohne schwer adipös zu sein. Vielleicht dann so ab ca. 40-42 bei einer Körpergröße um die 1,7m oder größer? Aber wie gesagt ist das so eine Sache mit den Größenangaben.

    Zitat

    Was mich aber geschockt hat waren die Damen die gesundheitlich bedenkliches Übergewicht haben und trotzdem steif und fest behaupten sich wohlzufühlen. Wie geht so was?

    Na ja einerseits gibt es da meines Wissens nach ähnliche Körperschemastörungen wie sie umgekehrt (schwer) anorektische Menschen haben und diese Personen erleben und sehen sich nicht als so voluminös wie sie sind und die Psyche kennt viele Wege sich einen Zustand schönzureden und negative Folgen zu verdrängen etc., andererseits mag ich nicht beurteilen, ob jemand sich so wohlfühlt. Im Zweifel belügt derjenige sich selbst - und es ist dessen Gesundheit. Also nicht mein Problem. ... Andersherum finde ich es übrigens auch nicht ok, wenn mir jemand meine Gesundheit und mein Wohlbefinden abspricht entgegen meiner Selbstaussage und Einschätzung.