• ähnlich Aussehen = Sympathie

    Hallo, meint ihr auch, dass Menschen die ähnlich aussehen sich grundsätzlich besser verstehen? Beispiel: Du stehst vor 2 geclonten Menschen, die sich nur leicht in ihrem Aussehen unterscheiden. Der eine hat helle Haut und blonde Haare, der andere braune Haut und braune Haare. Einem davon siehst du ähnlicher. Ich glaube, dass man sich mit dem der einem…
  • 72 Antworten

    In seinem Buch steht zumindest, Sympathie habe unter anderem was mit der Hautfarbe zun tun. Je ähnlicher die Hautfarbe, Kleidung, Sprache etc. sind desto sympathischer.


    Und nochmal sein Buch basiert auf Hirnforschungen, nicht auf Hirngespinsten.

    Think Limbic... hab da mal reingelesen, da steht jetzt nichts Falsches. Nur der Untertitel gefällt mir persönlich nicht so gut. ;-D

    Ok, und wo ist Dein gelesenes Buch, welches auf Hirnforschungen und psychologischen Studien basiert, und besagt, dass Sympathie nichts mit Sprache, Hautfarbe und Kleidung zu tun haben soll? Ist aber keins aus den 50er Jahren oder so, hoffe ich...

    Ich habe dem dort angeführtem nirgends explizit widersprochen, das stimmt schon so, wenn ich da gerade mal quer lese. Allerdings habe ich meinen ersten Beitrag hier mehr unter dem Aspekt Partnerwahl geschrieben.


    Der Hr. Dr. Häusel war so schlau und hat aus seinen Erkenntnissen gleich ein gutes Geschäftsmodel mit eingetragener Marke gemacht, das ist mir ne Nummer zu viel Geldmacherei, aber prinzipiell wendet er dabei die richtigen Erkenntnisse gewinnbringend an.


    Selbstverständlich sind einem andere Menschen im ersten Moment mehr oder weniger sympathisch, warum, wieso, weshalb, das hat er schon richtig dargestellt. Der erste Moment dauert aber auch nicht ewig an und dann sind wieder andere Gehirnregionen zusätzlich im Spiel.


    Wenn ich meinen Kahnemann fertig gelesen habe, schau ich mal nach Häusel. ;-)

    Zitat

    Der erste Moment dauert aber auch nicht ewig an und dann sind wieder andere Gehirnregionen zusätzlich im Spiel.

    Da hast Du sicherlich Recht, die Frage ist nur wie sehr diese schon vom ersten Eindruck beeinflusst sind, wodurch sich das darauffolgende unbewusste Handeln miteinschließt. Klar, man kann sich an ungewöhnliche Dinge gewöhnen. Aber ob man sich damit langftistig auch genauso wohl fühlt wie mit gewöhnlichen Dingen, bezweifle ich.

    Nicht, dass manche meinen ich sei rassistisch. Ich habe auch ausländische Freunde. Die Frage ist nur, ob sie mir noch sympathischer wären, wenn sie mir ähnlicher sehen würden.

    Wenn es beim ersten Eindruck passt, dann passt es eben. Ist gut so. Schwierig wird es erst dann, wenn dem nicht so ist. Ob ich mich an ungewöhnliche Dinge oder Menschen gewöhnen will oder muss, hängt von der Situation ab. Zum Glück werden wir ja nicht von unserem limbischen System festgenagelt, mit genügend Hirnschmalz gelingt es uns, auch mit weniger sympathischen Dingen und Menschen zurecht zu kommen. Das Leben ist ja keine Wohlfühlveranstaltung, etwas gesunder Pragmatismus ist immer gut.


    Die Ausführungen des Hr. Häuser sind insofern brauchbar und hilfreich, weil sie interne (Vor-)Entscheidungsprozesse im unbewussten Bereich erklären. Wenn man weiß, wie der Mensch funktioniert, fährt man besser mit sich und anderen. Welche Ziele dabei erreicht werden sollen ist ein anderes.

    Zitat

    Da hast Du sicherlich Recht, die Frage ist nur wie sehr diese schon vom ersten Eindruck beeinflusst sind, wodurch sich das darauffolgende unbewusste Handeln miteinschließt.

    Da ermöglicht uns unser Großhirn ja dankenswerter Weise Reflektion. Wir sind also dem ersten Eindruck nicht hilflos ausgeliefert sondern in der Lage jemanden tiefergehend kennenzulernen und uns dann zu entscheiden, in wiefern wir jemanden nett oder nicht nett finden. Einige mögen über den Pavianstatus nicht hinausgewachsen sein, aber die meisten von uns rennen ja nicht schreiend weg oder gehen gleich zum Angriff über, nur weil etwas unbekannt ist.

    Zitat

    Ich habe auch ausländische Freunde. Die Frage ist nur, ob sie mir noch sympathischer wären, wenn sie mir ähnlicher sehen würden.

    Definiere Freunde. :-/

    Zitat

    Da ermöglicht uns unser Großhirn ja dankenswerter Weise Reflektion.

    :)z Ausnahmen bestätigen leider auch hier die Regel.

    Zitat

    Da ermöglicht uns unser Großhirn ja dankenswerter Weise Reflektion.

    Reflektion ist Arbeit, Reflexe gibt es umsonst. ;-D

    Die meisten Menschen bauen sich ihre Welt wohl auf Vorurteile auf, z.B. aus Zeitgründen. Ich vermute, dass das gleiche auch bei der Sympahtie gilt. Ein Voruteil wieder abzuschwächen oder ins Gegenteil zu lenken kostet viel Zeit und daher eher selten machbar umsetzbar. Klar wurden aus Feindschaften schon Freundschaften, aber auch hier gilt Ausnahmen bestäitgen die Regel, und ein negatives Gefühl wird wohl immer dabei bleiben.

    Zitat

    Reflektion ist Arbeit

    Richtig, aber der Mensch will es so einfach und schnell wie möglich haben. Weshalb von Reflektion wohl eher seltener Gebrauch gemacht wird.

    Zitat

    Reflektion

    Von "Reflektion" wird sogar niemals Gebrauch gemacht, das gibt es nämlich gar nicht - das Substantiv zu reflektieren heißt verwirrenderweise Reflexion, so wie es auch keine Flektion gibt, sondern nur die Flexion. (Steht sogar beides auf der Liste der besonders schwierigen/häufig falsch geschriebenen Wörter - ich bin gespannt, ob "Reflexion" irgendwann in den Duden Einzug hält oder nicht.)


    Meine allerengste Freundin sieht mir äußerlich kein bisschen ähnlich. Ich glaube, das ist einfach kein Kriterium für die allerallermeisten Leute, es spielt ja für die Beziehung echt keine Rolle.
    Bei Babys und Kleinkindern ist es ja aber schon so, dass sie wohl "fremdeln", wenn das Gegenüber ganz anders aussieht als die Leute, die sie so gewohnt sind. Deshalb frage ich mich gerade: Wenn beispielsweise ein asiatisches Kind unter lauter Schweden aufwächst, dann fremdelt es vermutlich tendenziell eher bei anderen Menschen mit aisatischen Gesichtszügen als Schweden, oder? Dann hinge wahrscheinlich jeder Effekt, den es da bei Erwachsenen womöglich als "Restecho" noch geben mag (und der von persönlicher Sympathie, persönlichen Vorlieben, Neugier, Mirdochegal etc. in den meisten Fällen locker aus dem Handgelenk "überschrieben" werden dürfte), sehr viel stärker von den Sehgewohnheiten und dem gewohnten Umfeld ab als vom eigenen Äußern.

    Zitat

    Wenn beispielsweise ein asiatisches Kind unter lauter Schweden aufwächst, dann fremdelt es vermutlich tendenziell eher bei anderen Menschen mit aisatischen Gesichtszügen als Schweden, oder?

    Genau das steht ja hier infrage und wäre zumindest zu beweisen. Mir scheint jedenfalls beides (die Orientierung an dem, was man sieht, und an dem, wie man sich selbst sieht) ähnlich plausibel - und kommt bei den angesprochenen Kindern (je nach Entwicklungsphase) womöglich beides vor.


    Was Erwachsene angeht, gibt's doch einen Haufen, die sich Groucho Marx' Sager: "Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen." ausgeliehen haben. Dass die sich in ihre Ebenbilder verlieben, würde ich bezweifeln.