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    Wenn beispielsweise ein asiatisches Kind unter lauter Schweden aufwächst, dann fremdelt es vermutlich tendenziell eher bei anderen Menschen mit aisatischen Gesichtszügen als Schweden, oder?

    Genau das steht ja hier infrage und wäre zumindest zu beweisen. Mir scheint jedenfalls beides (die Orientierung an dem, was man sieht, und an dem, wie man sich selbst sieht) ähnlich plausibel - und kommt bei den angesprochenen Kindern (je nach Entwicklungsphase) womöglich beides vor.


    Was Erwachsene angeht, gibt's doch einen Haufen, die sich Groucho Marx' Sager: "Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen." ausgeliehen haben. Dass die sich in ihre Ebenbilder verlieben, würde ich bezweifeln.

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    Bei Babys und Kleinkindern ist es ja aber schon so, dass sie wohl "fremdeln", wenn das Gegenüber ganz anders aussieht als die Leute, die sie so gewohnt sind. Deshalb frage ich mich gerade: Wenn beispielsweise ein asiatisches Kind unter lauter Schweden aufwächst, dann fremdelt es vermutlich tendenziell eher bei anderen Menschen mit aisatischen Gesichtszügen als Schweden, oder?

    Achtung Anekdote: In jedem Fall geht es einer asiatischstämmigen Bekannten so. Die hat zwar asiatische Eltern und kann, im Gegensatz zu mir, rein optisch Japaner von Vietnamesen unterscheiden, aber ihr ist die Lebensweise des Heimatlandes ihrer Eltern sehr fremd und stößt sie regelrecht ab. Bisher hatte sie auch nur mitteleuropäische Partner obwohl ihre Eltern es gerne anders gesehen haben und dafür auch einiges investiert haben.

    Ich kann das nicht so bestätigen. Ich war vor kurzem auf einer Fortbildung. Es gab recht viele Besucher. Da gab es z.B. eine Frau, die mir sehr ähnlich sah und eine, die mir eher unähnlich war. Mit der unähnlicheren habe ich mich viel besser verstanden, als mit der anderen.


    Auch meine Freundinnen sind alle nicht von dem Typ, der ich bin.


    Ich glaub es hat irgendwas mit der Seele zu tun. Es ist eher kryptisch, mit wem man sich warum versteht und wahrscheinlich nicht so leicht in irgend eine Form zu pressen.

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    Ich glaub es hat irgendwas mit der Seele zu tun. Es ist eher kryptisch, mit wem man sich warum versteht und wahrscheinlich nicht so leicht in irgend eine Form zu pressen.


    OneFlower

    Ich glaube, es hat etwas mit mehr oder weniger bewussten Vorgängen im Gehirn zu tun. Die Seele ist da wohl eher das kryptische Ding, was immer der Mensch sich darunter vorstellt. Die Seele hat für mich ein wenig ein esoterisches Gschmäckle.


    Die meisten Gehirnvorgänge lassen sich relativ gut ohne die Idee einer Seele verstehen. Darüber hinaus mag es geistige Dinge geben, die nicht näher erklärbar sind und unter dem Begriff oder der Vorstellung einer Seele subsumiert werden.


    Sympathie ist für mich zuerst eine Frage der Wahrnehmung. Diese ist eine evolutionäre Fähigkeit, basierend auf der Notwendigkeit, dass der Mensch früher noch Fressfeinde hatte und es überlebenswichtig war, diese möglichst reflexhaft als solche zu erkennen und von "Sympathieträgern" zu unterscheiden. Unser bewusstes Denken und Arbeitsgedächtnis wäre dafür viel zu langsam. Heute haben wir zwar keine Fressfeinde mehr, die Funktionsweise unseres Gehirns ist aber nach wie vor gleich. Das bisschen Kultur, das die letzten 15.000 Jahre dazu gekommen ist, macht für die Funktionsweise unseres Gehirns keinen großen Unterschied.

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    ähnlich aussehen + ähnlicher Charakter = Sympathie

    Das mag bei Dir so sein .


    Mir wäre das zu viel Ich . Ich möchte lernen /wachsen mit einem Menschen . Wie kann das gehen , wenn wir fast schon Klone sind ?

    Normal halten Freundschaften und Partnerschaften länger, wenn man sich sehr ähnlich ist.


    Gegen niedere Instinkte, wie z.b. Aussehen, Sympathie, Körpergeruch kann man schlecht ankämpfen, auch wenn das immer viele meinen. Völlig rational zu handeln ist nahezu unmöglich.

    Außerdem stimmt das überhaupt nicht, man sucht sich zumindest Partner, die ein gegensätzliches Immunsystem haben, hat die Natur so eingerichtet, um möglichst gesunde Kinder zu zeugen (deshalb kann es bei hormoneller Verhütung absetzen/anfangen in der Partnerschaft zu, sagen wir, unangenehmen Nebenfolgen kommen)

    Ich glaube, es geht bei Sympathie weniger um ähnliches Aussehen, als um ähnliche Mimik, Gestik, ein ähnliches Verhalten. Das schafft Sympathie, weil dann die Vermutung nahe liegt, dass mein Gegenüber ähnlich "tickt" wie ich, ähnliche Ansichten hat, man sich gegenseitig gut versteht, Verständnis und Empathie füreinander übrig hat. Das zeigt einem eine ähnliche Wellenlänge auf. Sowas kann natürlich auch noch entstehen, wenn man sich besser kennt. Aber wenn man sich auf den 1. Blick versteht, liegt das vermutlich an diesen Ähnlichkeiten. Das Aussehen an sich spielt da aber wahrscheinlich eher eine untergeordnete Rolle. Zumindest sind mir Frauen, die mir ähnlich sehen, tendenziell eher unsympathisch. Vielleicht nehme ich sie unbewusst als Konkurrenz wahr. Bei Männern, die mir ähnlich sehen, ist das nicht so, das finde ich eher gut ^^.