Im Leben nicht würde ich als Frau allein durch den Wald spazieren, joggen, Pilze pflücken. Da waren schon ein paar sehr grenzwertige Dinge, die ich erlebt habe, und da waren wir jeweils zu zweit (zwei Frauen).


    Also, weder tagsüber geschweige denn im Dunklen würde ich in den Wald gehen oder in andere entlegene Gegenden, wo einen keiner hört oder sieht. Ich denke, es lässt sich eine Joggingstrecke finden, die so liegt, dass man nicht irgendwo abseits ist.

    Ich weiß nicht, wie konkret die Gefahr wirklich ist. Aber abends im Wald, wenn es im Herbst schon einigermaßen kalt ist, dann denke ich, auch eventuellen dunklen Typen würde der A**** abfrieren. ]:D Und dann sollen die im Unterholz hocken, um über eine Joggerin herzufallen, die sie im Dunkeln noch nicht mal als Frau erkennen? Wenn ich spät im Jahr mit Stirnlampe laufe, dann sehe ich im allgemeinen fast nie, ob das Männlein oder Weiblein ist, was mir da gerade entgegenkommt bzw. an mir vorbeiläuft.

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    Es gibt gewisse Risiken bei Dunkelheit Spazieren oder Joggen zu gehen, aber egal.

    sauergurke, du schreibst was von stadtpark. das ist in meinen augen eine völlig andere nummer als im wald am stadtrand herumzulaufen. im stadtpark hängen abends gerne junkies, alkis und halbstarke rum (also mal so allgemein gesprochen ]:D ), während sich im richtigen wald lediglich noch fuchs & hase gute nacht sagen.


    also auch wenn ich mich der meinung anschließe, dass die bösen räuber heutzutage nicht mehr im wald party machen mit entführten joggerinnen, hilft das wenig, wenn man/frau subjektiv angst hat. normalerweise gibt es in jedem ort einen sportplatz mit einer laufbahn. oft kommt man da auch rein und kann auf der bahn runden drehen. ist halt mehr was für intervalltraining, 10km in 400m-runden abzulaufen führt vermutlich zu drehwurm ;-)

    Eine gewisse Vorsicht finde ich gar nicht verkehrt. Sich im Dunkeln häufiger mal umdrehen, nicht lautstark Musik zu hören wenn man alleine ist und nicht achtlos des Weges zu schlendern halte ich für gute Vorsichtsmaßnahmen, mit denen so mancher Überfall hätte verhindert werden können.


    Wing Tsun etc. ist so eine Sache. Es dauert, bis du das wirklich so beherrschst, dass es etwas bringt. Zudem kann auch der Schwarzgurt von einem untrainierten Straßenschläger verprügelt werden, einfach weil die Regeln und Normen des Kampfsportes dort nicht gelten.


    Ganz ehrlich (Horrorvibe sagte es ja auch schon): es gibt da so kleine Sprühdosen, da ist was drin das fängt mit Pfeffer an und hört mit Spray auf. Das Zeug ist super effektiv, gibt dir ein sicheres Gefühl und wirkt sofort (im Gegensatz zu normalem Tränengas auch bei alkoholisierten oder unter Drogen stehenden Angreifern).

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    Da waren schon ein paar sehr grenzwertige Dinge, die ich erlebt habe, und da waren wir jeweils zu zweit (zwei Frauen).

    und wie oft hattest du grenzwertige vorkommnisse in der stadt abends?

    Ihr bedenkt einfach nicht, dass da schlich und weg Motanten im Busch hocken können, die sich vielleicht in letzter Sekunde entscheiden würden, was sie mit der Joggerin anstellen würden. Und ob überhaupt. Aber egal, es sind ja alles erwachsene Leute hier. Hätte ich eine Freundin von der ich wüsste, sie joggt im Dunkeln, ich würde ihr keine Ruhe geben, bis sie das ändert.

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    Ihr bedenkt einfach nicht, dass da schlich und weg Motanten im Busch hocken können, die sich vielleicht in letzter Sekunde entscheiden würden, was sie mit der Joggerin anstellen würden.

    Mit Verlaub, aber ... muahaha ]:D Das kann jeder drittklassige Groschenroman besser.

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    Hätte ich eine Freundin von der ich wüsste, sie joggt im Dunkeln, ich würde ihr keine Ruhe geben, bis sie das ändert.

    Vielleicht würde ein Umdenken in der Sache etwas an der Situation namens "hätte ich eine Freundin" ändern.

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    Vielleicht würde ein Umdenken in der Sache etwas an der Situation namens "hätte ich eine Freundin" ändern.

    Ich hatte immer Freundinnen, die waren so vernünftig und joggten nicht abends allein im Dunkeln. :-)

    Ich bin auch letzte Woche ziemlich "spät" unterwegs gewesen, meine Runde war um 19 Uhr zu ende, da wars schon fast komplett dunkel. Also mir war überhaupt nicht wohl dabei. Ich laufe nicht im Wald sondern auf einem mehrere km langem Fahrrad-/Wanderweg der 2 Städte miteinander verbindet. Und der ist immer gut besucht. Weit und breit nur Feld/Wald/Autobahn. Würde da nicht nochmal alleine lang joggen. Zumal ich dort tagsüber schon öfter mal Obdachlose gesehen habe.


    Ne, brauch ich nicht.


    Sogar mein Freund war beunruhiged als es dunkel war und ich noch nicht zuhause war. Er meinte noch 10 Minuten und er wäre mal losgelaufen um zu sehen wo ich stecke.


    Aber ich bin da eh etwas überempfindlich, hab wohl einfach schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.

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    Gut, Obdachlose sind jetzt nicht gerade als die typischen Gewaltverbrecher in der Kriminalstatistik auffällig ...

    Ist doch total egal was die Statistik sagt. Wenn man ein ungutes Gefühl dabei hat ist das eben so. Da hilfts eigentlich auch nicht ob jetzt 20 Frauen hier schreiben "Ich laufe auch nachts um 3 Uhr durch den Wald" oder 20 Frauen sagen "Ich laufe nur wenn´s hell ist oder nur mit Partner".


    Kommt auch immer auf die Umgebung.


    Und wenn man mal die Nachrichten der letzten Wochen ein bischen durchforstet: (Stichwort "Joggerin Überfall" bei Google)


    http://www.shortnews.de/id/1056383/duesseldorf-15-jaehriger-vergewaltigte-64-jaehrige-joggerin-und-fluechtete-halbnackt


    http://www.hertener-allgemeine.de/nachrichten/region/Phantombild-Polizei-sucht-musstmasslichen-Vergewaltiger;art999,1134019


    http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1159904_Joggerin-im-Magdeburger-Stadtpark-ueberfallen.html


    http://www.extratip-goettingen.de/lokales/ueberfaell-aeuf-joggerin-maenn-gesucht.html


    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/mann-ueberfaellt-joggerin-bei-netphen-im-wald-id8164189.html


    Ich könnte ewig weitermachen.


    Es kann niemand garantieren dass einem so etwas nicht selbst passiert. Also kann man es darauf ankommen lassen oder versuchen das Risiko zu minimieren.


    Vermutlich hätte man mit einem 15 jährigen Vergewaltiger statistisch ebensowenig gerechnet wie mit einem Obdachlosen.

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    Wenn man ein ungutes Gefühl dabei hat ist das eben so. Da hilfts eigentlich auch nicht ob jetzt 20 Frauen hier schreiben "Ich laufe auch nachts um 3 Uhr durch den Wald" oder 20 Frauen sagen "Ich laufe nur wenn´s hell ist oder nur mit Partner".

    Völlig richtig, nur wird man ganz nüchtern entgegnen dürfen, dass diese Gefahr realistisch betrachtet nicht größer ist, als beim Gardinenaufhängen aus dem Fenster zu fallen, beim Überqueren der Straße vom Auto erfasst zu werden oder am Arbeitsplatz etc. vergewaltigt zu werden.


    Aus einer Sammlung von Medienberichten eine Statistik basteln zu wollen ist ein untauglicher Versuch. Nur weil etwas präsenter ist, passiert es dadurch nicht häufiger. Du kannst ja mal erforschen, wie viele Frauen von ihrem Partner vermöbelt oder von ihrem Chef belästigt werden.


    Es ist ja auch nicht Aufgabe dieses Forums, Ängste zu schüren. Wenn etwas nur auf einem unguten Gefühl und nicht auf Tatsachen beruht, ist das eine denkbar schlechte Leitschnur. Das ist in etwa so, als ob man sagen würde, ich fahre lieber mit dem Auto, weil es letztens ein schweres Bahnunglück gegeben hätte. Stünde ja auch in der Zeitung.


    Für die richtige Entscheidung benötigt man aber auch die richtigen Informationen. Fakten. Tatsachen.


    Ängste mögen in konkreten Situationen ihre Berechtigung haben. Wer tatsächlich mal vor zwei Typen mit einem Messer in der Hand steht, wird sich nicht auf die Statistik berufen. Wenn es aber um die generelle Entscheidung geht, ist aber z.B. die Aussage, Frauen sollen vernünftigerweise nicht mehr joggen gehen, nicht mehr zeitgemäß. Diese Ansicht entstammt noch aus einer Zeit mit anderer Rollenverteilung, die Frau, das schüchterne Heimchen mit dem Leitbild einer Doris Day, dem wandelnden Keuschheitsgürtel. Heute in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft dürfte das ein Anachronismus sein.

    Ich hätte auch Angst alleine im finsteren Wald zu joggen und diese Angst würde mir den Spaß an der Sache früher oder später nehmen.


    Die düsteren Monate sind ein überschaubarer Zeitraum.


    Da bietet sich das überbrücken im Fitnesscenter doch sehr an, das machen die meisten Sportler, in den warmen Jahreszeiten sind die Fitnesscenter meistens fast leer ;-)

    "Hund ist nicht vorhanden" schreibst Du. Das ist schade denn mit dem richtigen Hund an Deiner Seite (ich selber habe einen Schäferhund, lieb, aber natürlich mit Beschützerinstinkt) passiert Dir nichts.


    Es wird sicher viele Gründe geben warum Du keinen Hund hast aber eventuell gibt es doch die Möglichkeit einen anderen Hund mitzunehmen.


    Vielen Leuten fehlt oft die Zeit ihrem Vierbeiner den nötigen Auslauf zu geben, und ein großer aktiver Hund braucht nun mal am Tag zwei Stunden Aktion (also nicht nur ein Spaziergang). Ich würde mich in der Nähe mal umschauen ob es Leute gibt die einen "passenden" Hund haben und mal Kontakt herstellen.


    Vielleicht wären die froh jemand zu haben der dem Hund jeden Tag eine Stunde Bewegung verschafft, so wäre Beiden gedient.

    Ich jogge im Dunkeln auch nicht durch den Wald, aber nicht aus Angst vor Überfällen, sondern weil ich im Dunkeln schlicht nichts sehe ... Da läuft man doch gegen Bäume, oder bleibt in einem Kaninchenloch hängen und bricht sich den Knöchel. Oder hast du so eine Stirnlampe? Das habe ich noch nicht ausprobiert.


    Ich laufe winters eine beleuchtete Strecke. Laufband kommt für mich nicht infrage, also laufe ich im Dunkeln durchs hiesige Wohngebiet, wo es Straßenlaternen gibt. Wenn du nicht nachts, sondern abends läufst, sind doch sogar noch Geschäfte offen und Leute gehen spazieren oder Gassi.


    Andere Möglichkeit: Manche Städte haben Sportplätze mit 400-Meter-Bahnen, die abends für die Öffentlichkeit freigegeben sind. Da ist dann auch Licht, aber es ist halt auch eher wenig abwechslungsreich.

    Ich denke, wie groß die Gefahr tatsächlich ist – ich persönlich halte sie auch für vernachlässigbar – ändert ja nichts an der Tatsache, dass sich die TE unwohl fühlt. Und dem kann man m.M.n. nur begegnen, indem man entweder


    - die Strecke mehr in die Ortschaft verlegt, wenn die Beleuchtung allein wirklich der ausschlaggebende Faktor ist


    - oder auf die Tartanbahn geht, wenn eine vorhanden ist


    - oder ins Fitnessstudio geht.


    Zur dritten Option kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich das eher nicht empfehlen würde. Wenn man einmal draußen laufen war, kann man sich für indoor nicht mehr begeistern. Es ist einfach ein ganz anderes Gefühl und furchtbar fad :-)


    Tartanbahn stelle ich mir über längere Distanzen auf Dauer auch nicht so spannend vor, aber wenigstens hat man einen guten Überblick und kann Sprintintervalle einbauen.


    Dass du dir jemanden mitnimmst ist keine Oprion? Zu mehreren macht es doch sowieso mehr Spaß :)