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    Alkohol und Tabak und Fettleibigkeit sind hingegen weiterhin erlaubt.


    Borlag

    Ja. Das interessiert auch niemanden, obwohl die Behandlung davon extrem teuer ist. Oder selbstverschuldete Sportunfälle.

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    Vielleicht liegt das daran, dass Hormoneinnahme heftige Nebenwirkungen haben können - und die Behandlung dieser auf das Konto der Allgemeinheit gehen würde.


    asyly

    Man könnte es so regeln, dass die Krankenkasse aus der Pflicht entlassen würde, wenn es durch selbst "verordnete" und eingenommene Hormone geht. Wird bei Tattoos und Piercings auch problemlos so gehandhabt. Das kann nicht der Grund sein.

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    Also würde eine rücksichtslose, aber autonome, Zerstörung des eigenen Körpers wiederum auf Kosten anderer geschehen und diese anderen müssten dann das Verhalten dieses einen ggf. mittragen.


    Zacharias M

    S.o. Das ließe sich ganz simpel lösen. Alles, was derart selbstverschuldet ist, wird privat gezahlt. Und nun? Was ist jetzt das Argument, dass man anderen in ihr Leben rein redet? "Sie wissen ja nicht, was sie tun" ach ja, das. %-|

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    enn es durch selbst "verordnete" und eingenommene Hormone geht. Wird bei Tattoos und Piercings auch problemlos so gehandhabt

    Tattos sind halt keine Hormone.

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    Alles, was derart selbstverschuldet ist, wird privat gezahlt.

    Unmöglich dies zu definieren. Der androgenetische Haarausfall durch Doping (sofern man mal proportionale Wirkung unterstellt, was überhaupt nicht der Fall ist) würde hinzunehmen sein und der androgenetische Haarausfall durch Veranlagung wird akzeptiert.

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    Tattos sind halt keine Hormone.

    Eben, Tattoos sind für den Körper gar nicht wichtig. Hormone schon ;-)

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    Unmöglich dies zu definieren. Der androgenetische Haarausfall durch Doping (sofern man mal proportionale Wirkung unterstellt, was überhaupt nicht der Fall ist) würde hinzunehmen sein und der androgenetische Haarausfall durch Veranlagung wird akzeptiert.

    Wie man hier sieht wären es sowieso nur wenige Menschen, die eine solche Behandlung nötig hätten. Der Kosten-Aspekt ist also eine Frechheit. Anderen wird mit ihren Krankheiten ja schließlich auch geholfen.

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    Anderen wird mit ihren Krankheiten ja schließlich auch geholfen.

    Deine "KRankheit" wäre aber die anhaltende wahnhafte Störung (22.8 F) und nichts anderes, sodass du dich gar nicht auf eine Krankheit berufen kannst.


    Nur weil du nicht optimal aussiehst, sondern halt irgendwo in der unteren Norm bist, bist du ja nicht krank.


    So ist die tolle Logik

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    Tattos sind halt keine Hormone.

    Sie werden aber ohne jegliche medizinische Notwendigkeit appliziert und können sich z.B. entzünden=Kosten. Selbst wenn, die Wirkung der Hormone betrifft nur den User. Es ist sein/ihr Körper.

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    Unmöglich dies zu definieren. Der androgenetische Haarausfall durch Doping (sofern man mal proportionale Wirkung unterstellt, was überhaupt nicht der Fall ist) würde hinzunehmen sein und der androgenetische Haarausfall durch Veranlagung wird akzeptiert.

    ?? Natürlich kann man es definieren. Man muss nur wollen. Immerhin werden hier Operationen bezahlt, damit jemand, der meint, dem anderen Geschlecht zuzugehören, mehr oder weniger optisch "angeglichen" wird. Ich sehe da keinen Unterschied, ob meine Psyche belastet ist, weil ich als Mann unbedingt eine Vagina brauche oder ob ich depressiv bin, weil ich arg klein/dürr bin. Ebenso mit den selbstverschuldeten Sportunfällen, Übergewicht, Alkohol, Rauchen, Drogen, STDs usw. Alles mehr oder weniger selbst verursacht und ich finde es gut, dass das bezahlt wird. Hierzulande wird für ganz anderes sinnloses Zeug Geld rausgeworfen. Diese Menschen haben i.d.R. und im Unterschied hierzu jahrelang hohe Kassenbeiträge bezahlt. Dass dann jemandem, der unter einem naturgegebenen Zustand leidet, nicht geholfen wird, obwohl es ginge - ich denke da nicht einmal an Kostenübernahme, sondern an Legalisierung entsprechender Prozeduren und leichtere Verfügbarkeit von bspw. Hormonen.

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    Nur weil du nicht optimal aussiehst, sondern halt irgendwo in der unteren Norm bist, bist du ja nicht krank.

    Er ist aber unglücklich. Es gibt die Möglichkeit, Hormone zu nehmen bzw. andere Stoffe, die sein Aussehen verändern (vgl. Transmenschen). Warum hat ein Mensch in einem Fall Zugang dazu, und in einem anderen nicht? Ich finde das willkürlich und ungerecht.

    @ Goldmädchen

    :)^ :)^ :)^

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    Deine "KRankheit" wäre aber die anhaltende wahnhafte Störung (22.8 F) und nichts anderes, sodass du dich gar nicht auf eine Krankheit berufen kannst.

    Ja, weil meine Krankheit nicht als solche anerkannt ist. Die Betroffenen sollen lieber leiden.

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    Nur weil du nicht optimal aussiehst, sondern halt irgendwo in der unteren Norm bist, bist du ja nicht krank.

    Es geht nicht nur darum, dass ich mir und anderen nicht gefalle. Ich bin mit Diskriminierung konfrontiert, kann viele Tätigkeiten nicht ausführen (sowohl beruflich, als auch in der Freizeit) und gehöre keinem Geschlecht an.


    Ich habe eine Reihe an (anerkannten!) chronischen Erkrankungen, die mit potenziell stark gesundheitsgefährdenden Medikamenten behandelt werden. Keine einzige davon ist so schlimm wie die Unmännlichkeit.

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    Ja, weil meine Krankheit nicht als solche anerkannt ist.

    genau deswegen bist du quasi nicht krank.

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    Warum hat ein Mensch in einem Fall Zugang dazu, und in einem anderen nicht?

    Weil das halt als Krankheit definiert ist. Außerdem hast du nicht unbeschränkt Zugang zu Hormonen als "Transmensch".


    Hormone wirken auch nicht so linear ,wie du dir das vorstellst (nach deinem Motto, 1,85,m Mann hat viel Testosteron und deswegen nen großen Schwanz) . So einfach ist der Zusammenhang gar nicht.


    zB schließt Testosteron die Wachstumsfugen und macht Jugendliche somit eher klein.

    Was ich nicht verstehe ist, warum es hier nur so wenige gibt, die ihre Erfahrungen teilen können. Klar, Unmännliche sind eine Minderheit, aber es wird doch wohl trotzdem den ein oder anderen mit ähnlichen Maßen geben ":/ Und von denen wird auch nicht jeder erfolgreicher Akademiker sein, oder?

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    Welche Typen (wenn nicht Sprachtyp) sind denn (heutzutage) nicht nutzlos?

    naja weiss ned.


    hab auch einigemale nach Firmenpleiten teilweise jahrelang nach einem Job gesucht. Obwohl ich eine dementsprechende Ausbildung habe.

    Allerdings hat Paul Simon das Glück nicht auch noch schmächtig zu sein. Obwohl er klein ist, sieht er eindeutig aus wie ein Mann. Allerdings dürfte sein Erfolg nicht darauf begründet sein…


    Aber Borlag, was spricht dagegen, zum Beispiel Jockey zu werden? Da ist es ja von Vorteil, nicht so ein Brocken zu sein. Im Gegenteil. Aus der Not eine Tugend machen. ;-)

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    Kann mir denn zumindest jemand erläutern wie soetwas entstehen kann? Genetische Schwächen sind klar, aber auch Fehlverhalten in der Kindheit?


    (Borlag)

    Gene, Gene, Gene…


    Wie war Deine Ernährung als Kind? Sind oder waren Deine Eltern Trinker/Raucher/Drogenkonsumenten?

    Sehr interessantes Thema hier und ich bin froh, dass Du diese Diskussion begonnen hast, Borlag.


    Ich muss erst mal zugeben, dass ich nur die ersten 3 Seiten und die Letzte gelesen habe. Mein Eindruck war, dass Du hier viel Gegenwind bekommen hast und die Diskussion im Allgemeinen nicht sehr produktiv war im Sinne des Aufbaus eines gegenseitigen Verständnis.


    Wenn ich das kurz so zusammenfassen darf wurde dir vorgeworfen, dass dein Problem "das unmännliche Aussehen" eigentlich keins sei und es statt auf Äußerlichkeiten im Leben hauptsächlich auf die innere Einstellung ankommen würde. Dieser Argumentation kann ich aber nur in Teilen zustimmen.


    Meiner Erfahrung nach und ich betrachte erst mal nur das männliche Geschlecht ist das Aussehen ein sehr wichtiger Aspekt, nicht der Einzige, aber ein sehr Wichtiger. Unter Männern in Gruppen z.B. in einer Schulklasse bildet sich immer eine "Hackordnung". Ähnlich ist das auch bei menschenähnlichen Affen und anderen Tieren zu beobachten. Aspekte die über den Rang in der Hackordnung entscheiden sind u.a. Körperkraft/Athletik, Geschick, Mut und Intelligenz. Diejenigen, die in der Rangfolge weit oben stehen sind populär, werden respektvoll behandelt und sind beliebt beim anderen Geschlecht.


    Den darüber entscheidenden Faktoren zu Grunde liegen meiner Ansicht nach hauptsächlich die Hormone im Körper. Testosteron und die daraus einstehenden Abbauprodukte wie insbesondere Dihydrotestosteron und Östrogen beeinflussen oder besser gesagt bestimmen (1) wie sich unser Körper entwickelt, also z.B. männliches Gesicht oder jungenhaftes Gesicht, Athletischer Körperbau oder dünner unmännlicher Körperbau, Körperbehaarung oder nicht (2) bestimmen diese Hormone aber auch unser Verhalten. Jemand mit einem hohen Testosteronspiegel wird risikofreudiger ("mutig") agieren, jemand mit niedrigem eher Vorsichtig.


    Das Niveau dieser Hormonspiegel wird beeinflusst von unserer individuellen Genetik und von unserem Lebensstil. Bei der Genetik muss man von der Verteilung im Muster einer gaußschen Normalverteilung ausgehen. D.h. die meisten Männer sind irgendwo im normalen Mittelmaß, einige wenige haben sehr hohe Hormonspiegel, genauso wenige haben sehr niedrige (nach deiner eigenen Aussage fällst Du in diese Gruppe. Ich selbst würde mich auch hierzu zählen.). Ich glaube das ist auch ein Grund warum diese Diskussion hier so unfruchtbar bleibt: Die meisten Menschen sind in der Normalverteilung im Mittelmaß und können die Probleme von jemanden in einem der beiden Extreme nicht nachvollziehen. Auf die Genetik kannst Du keinen Einfluß nehmen beim Lebensstil kannst Du allerdings Maßnahmen treffen.


    Es gibt mittlerweile eine Community, die sich mit der Optimalisierung der männlichen Hormonspielgel beschäftigt. Das ganze auf natürlichem Wege, d.h. über Ernährung, Lebensstil und Training. Exogene Hormongabe wird dort im Allgemeinen abgelehnt. Ich möchte hier keine Werbung machen (auch wenn ich daran sowieso nichts verdiene). Einen Link dazu kannst Du dir deshalb bei Interesse per PN abholen.


    Dieser Beitrag ist jetzt schon ziemlich lang eigentlich wollte ich noch auf ein paar weitere Aspekte eingehen aber das sprengt hier glaube ich den Rahmen. Wenn es Interesse und positives Feedback auf diesen Beitrag gibt kann ich in einem weiteren Beitrag auch nochmal auf meine persönliche Geschichte eingehen.

    Zitat

    aja bezüglich Körpergrösse, Paul Simon ist ja auch ein eher kleinerer Mann..........und da kommts überhaupt nicht auf die Körpergrösse an


    http://www.zeit.de/2011/42/L-B-Paul-Simon

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    Allerdings hat Paul Simon das Glück nicht auch noch schmächtig zu sein. Obwohl er klein ist, sieht er eindeutig aus wie ein Mann. Allerdings dürfte sein Erfolg nicht darauf begründet sein…

    Es geht mir ja wie gesagt nicht um die Körpergröße allein. Die Schmächtigkeit ist noch viel schlimmer.

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    Aber Borlag, was spricht dagegen, zum Beispiel Jockey zu werden? Da ist es ja von Vorteil, nicht so ein Brocken zu sein. Im Gegenteil. Aus der Not eine Tugend machen. ;-

    )


    Ich mag die Viecher nicht :-(

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    Gene, Gene, Gene…


    Wie war Deine Ernährung als Kind? Sind oder waren Deine Eltern Trinker/Raucher/Drogenkonsumenten?

    Ja und meine Ernährung war auch schlecht. Ich habe ja jetzt noch ein krankhaftes Essverhalten.

    Ich danke dir vielmals für deine Antwort! Deine Zusammenfassung trifft es sehr gut, ebenso wie deine Schlussfolgerung. Zum einen wäre ich sehr interessiert an dem Link zu der Community (wie du schon sagtest am besten per PM), aber auch an deiner persönlichen Geschichte.


    Dass ich einer Minderheit angehöre war mir schon beim schreiben des Eröffnungsbeitrages klar. Das sehe ich ja alleine schon im Alltag, da ich innerhalb mehrerer Monate nur einer handvoll an kleinen schmächtigen Männern in meinem Alter begegne. Dass es doch so wenige sind hatte ich allerdings nicht erwartet.

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    aja bezüglich Körpergrösse, Paul Simon ist ja auch ein eher kleinerer Mann..........und da kommts überhaupt nicht auf die Körpergrösse an

    Nee, Bernie Ecclestone hat ja auch eine Modelpartnerin und ist winzig. Ach so, er ist übrigens Milliardär. Es kommt also nicht auf die Größe an. :)^ Komische Logik, mit (erfolgreichen) Ausnahmefällen zu argumentieren. Spannender wäre doch, wie viele normale Männer mit 1.6 m eine sehr attraktive Freundin haben. :=o

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    Spannender wäre doch, wie viele normale Männer mit 1.6 m eine sehr attraktive Freundin haben.

    Ja, das stimmt allerdings.


    Mir fallen aus meinem privaten Umkreis auf Anhieb drei kleine Männer ein. Gut, deren Frauen sind jetzt keine Models, aber auch keine Schabracken. Ganz normale Frauen halt.


    Soweit ich mich erinnere, ist Borlag aber sogar größer als 1,60… Nur halt eben sehr schmächtig.