Du willst uns also allen ernstes weismachen, dass es Dir nicht intuitiv klar ist, dass sich eine schlechte Situation eher zum besseren wendet, wenn man eine positive Einstellung hat, als eine negative (und dies daher explizit logisch begründet haben)?

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    Du willst uns also allen ernstes weismachen, dass es Dir nicht intuitiv klar ist, dass sich eine schlechte Situation eher zum besseren wendet, wenn man eine positive Einstellung hat, als eine negative (und dies daher explizit logisch begründet haben)?

    Ob ich nun beispielsweise Kraftsport trainiere und mir dabei denke "Ich werde nie große Arme haben", oder "Ich werde bestimmt große Arme haben" macht doch Null Unterschied.

    Der Unterschied wäre auch eher dass man, negativ eingestellt, gar nicht erst trainieren würde.. und selbst in Deinem Beispiel, doch, natürlich kann das Unterschiede machen..


    + der positiv-motivierte kann unbewusst einfach kräftiger, länger, kraftvoller trainieren, und daher durchaus auch dickere Arme bekommen


    + eine positive Einstellung wirkt auch positiver auf die anderen Leute im Fitnessstudio und kann daher eher positive soziale Erlebnisse begünstigen


    Es gibt immer irgendwelche Chancen im Leben, die unerwartet kommen können. Der positiv eingestellte zieht sie an, der negativ eingestellt vertreibt sie.


    Und das ist alles auch so dermaßen "klar und selbstverständlich" dass mir Deine Widerlegungen wie vereierungen vorkommen. Man kann nicht glauben dass Du selber an Deine Worte glaubst.

    Zitat

    Der Unterschied wäre auch eher dass man, negativ eingestellt, gar nicht erst trainieren würde..

    So bin ich aber nicht. Auch mit negativer Einstellung versuche ich alles, was Besserung bringen könnte. Kraftsport mache ich ja immer noch.

    Zitat

    und selbst in Deinem Beispiel, doch, natürlich kann das Unterschiede machen..


    + der positiv-motivierte kann unbewusst einfach kräftiger, länger, kraftvoller trainieren, und daher durchaus auch dickere Arme bekommen

    Klar, die ominösen unbewussten Kräfte. Das klingt für mich überhaupt nicht logisch.

    Zitat

    + eine positive Einstellung wirkt auch positiver auf die anderen Leute im Fitnessstudio und kann daher eher positive soziale Erlebnisse begünstigen

    Darum geht es ja gar nicht, sondern wirklich um das eigentliche Ziel der Handlung. Ob man nun glaubt ein 100kg Kerl werden zu können, oder ein 60kg Junge zu bleiben erkennen die anderen Leute ja nicht.

    Zitat

    Es gibt immer irgendwelche Chancen im Leben, die unerwartet kommen können. Der positiv eingestellte zieht sie an, der negativ eingestellt vertreibt sie.


    Und das ist alles auch so dermaßen "klar und selbstverständlich" dass mir Deine Widerlegungen wie vereierungen vorkommen. Man kann nicht glauben dass Du selber an Deine Worte glaubst.

    Was ich nicht glauben kann ist, dass du hier erzählst man solle sich gefälligst mit seiner Unmännlichkeit abfinden, denn nur so könne man möglicherweise wieder gesund werden und an anderer Stelle:


    http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/723622/


    schreibst du, dass du denkst Jungmännlichkeit sei ungesund. Irgendwie widersprüchlich, findest du nicht? :=o

    Zitat

    Irrtum.

    Wenn ich körperlich ein Mann bin, kann mir niemand sagen, dass ich körperlich kein Mann bin. Und dann kann sich meine Rübe auch nicht den lieben langen Tag auf körperliche Unmännlichkeit fixieren.

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    Wenn ich körperlich ein Mann bin, kann mir niemand sagen, dass ich körperlich kein Mann bin. Und dann kann sich meine Rübe auch nicht den lieben langen Tag auf körperliche Unmännlichkeit fixieren.

    Dann kann man Dir immer noch sagen, dass Du dumm, uninteressant, langweilig, sozial inkompetent, peinlich, ein Weichei (oder was immer die Fantasie hergibt) bist. Und dann fixierst Du Dich eben darauf. Ein Übel durch's andere getauscht.

    Zitat

    Dann kann man Dir immer noch sagen, dass Du dumm, uninteressant, langweilig, sozial inkompetent, peinlich, ein Weichei (oder was immer die Fantasie hergibt) bist. Und dann fixierst Du Dich eben darauf. Ein Übel durch's andere getauscht.

    Klar, aber das sagt man mir sowieso alles jetzt schon. Deswegen wäre es ein Übel weniger!


    Wären all meine Probleme gelöst? Sicher nicht. Aber das ein oder andere sicherlich.

    Zitat

    Gibt es hier noch andere Nutzer, die rein körperlich/äußerlich unmännlich sind, oder es in der Vergangenheit

    Ja, ich hab nen sehr kleinen Penis, was ja allgemein als sehr unmännlich gilt, und es zieht mich auch extrem runter, vorallem im Umgang mit Frauen.

    Zitat

    Ja, ich hab nen sehr kleinen Penis, was ja allgemein als sehr unmännlich gilt, und es zieht mich auch extrem runter

    Okay daran hatte ich nun gar nicht gedacht als ich den Faden erstellt habe. Das ist natürlich auch Mist. Zumindest wirst du diesbezüglich (hoffe ich) nicht auf der Straße, oder von deinen Freunden blöd angemacht. Außerdem:

    Zitat

    vorallem im Umgang mit Frauen.

    Hast du zumindest Umgang mit Frauen, das ist doch schon mal was :)^

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    Zumindest wirst du diesbezüglich (hoffe ich) nicht auf der Straße, oder von deinen Freunden blöd angemacht.

    auf der Straße nicht, aber z.B. in der Realschule in der Abschlussklasse wussten es ein paar Mädels von jemandem und natürlich wird sich darüber lustig gemacht, und dass man dann nicht mehr wirklich als Mann angesehen wird oder potentieller Partner, ist auch klar.


    In der Arbeit früher wusste es auch eine, die mich dann immer damit aufgezogen hat, im prinzip fühle ich mich jetzt nicht mehr wirklich wie ein richtiger Mann, und für die, die davon wussten war ich das auch nicht.

    Zitat

    Hast du zumindest Umgang mit Frauen, das ist doch schon mal was :)^

    bringt ja nichts, wenn man weiß, dass spätestens dann schluss ist, wenn sie von der fehlenden Männlichkeit weiß!

    Zitat

    auf der Straße nicht, aber z.B. in der Realschule in der Abschlussklasse wussten es ein paar Mädels von jemandem und natürlich wird sich darüber lustig gemacht, und dass man dann nicht mehr wirklich als Mann angesehen wird oder potentieller Partner, ist auch klar.


    In der Arbeit früher wusste es auch eine, die mich dann immer damit aufgezogen hat, im prinzip fühle ich mich jetzt nicht mehr wirklich wie ein richtiger Mann, und für die, die davon wussten war ich das auch nicht.

    Du kannst zumindest ein wenig kontrollieren wer sich über dich lustig machen kann.


    Aber das hilft dir wohl auch nicht. Ich möchte dein Problem nicht herunterspielen.

    Zitat

    bringt ja nichts, wenn man weiß, dass spätestens dann schluss ist, wenn sie von der fehlenden Männlichkeit weiß!

    Hmm das finde ich nicht. ":/ Bist du der Meinung, dass Interaktion mit Frauen nur dann etwas 'gebracht hat', wenn es auf etwas Sexuelles hinausläuft?

    Zitat

    Bist du der Meinung, dass Interaktion mit Frauen nur dann etwas 'gebracht hat', wenn es auf etwas Sexuelles hinausläuft?

    natürlich nicht, das ist doch dann das gleiche wie eine Interaktion mit Männern, einfach freundschaftlich, locker.


    Sexuell brauche ich es nicht wirklich erst versuchen, was die Interaktin eigentlich vereinfacht, da man sich sowieso nichts erhoffen kann.

    Vorweg....mich überrascht es, dass du aufgrund deiner Statur derartigen Anfeindungen ausgesetzt bist. Ich weiß nicht wie du unmännlich definierst, aber bevor ich mit dem Training begonnen habe, wog ich bei überschaubaren 1,75 noch überschaubarere 60 Kilo. Sah natürlich absolut scheiße aus und weit von maskulin entfernt, aber derartige Probleme wie du hatte ich nie.


    Dicke Muskeln sind natürlich geil, je mehr desto besser, ich habe es gehasst dünn zu sein und es nagte an mir, auch wenn ich wie erwähnt nie Probleme von außen dadurch verspürte. Aber für mich persönlich, sind und waren dünne Männer immer abstoßend, der Blick in den Spiegel ein Schlag ins (sehr männlich-markante ;-D ) Gesicht, deswegen begann ich zu trainieren. Sehr hart, sehr viel, sehr fokussiert und ohne Rücksicht auf die Gesundheit und arbeitete mich auf zwischenzeitlich ~120- und heute immer noch deutlich über 100 Kilo hoch


    Ich kann dir sagen, Aufmerksamkeit bzw. devoter, fast schon unangenehmer Respekt ist dir sicher. Darum brauchst du dir keinerlei Gedanken mehr machen..., nur besser geht es mir persönlich nicht. Es macht mich weder zufriedener noch glücklicher. Es bedeutet mir gar nichts, ich bin der gleiche unsichere Kerl (jetzt halt mit Schultern), mein Selbstbewusstein hat eher noch gelitten, dadurch, dass ich irgendwie immer noch einen schmalen Mann im Spiegel sehe (bzw. bin ich es je nach Blickwinkel auch), mir mein Körper gleichzeitig aber noch viel wichtiger ist, als zu der Zeit als ich richtig dünn gewesen bin. Also ein maskuliner Körperbau, mit den damit verbundenen vordergründigen Vorzügen die man bei sowohl Männer als auch Frauen"genießt", trägt nicht unbedingt zu gesteigertem Selbstwertgefühl bei, wenn der Kopf nicht mitspielt.


    Das kann bei dir aber natürlich völlig anders laufen (war ein Denkanstoß, keine Belehrung)und ich will dich weiß Gott nicht davon abbringen an deiner Statur zu arbeiten. Tue das und vielleicht geht bei dir die Formel "mehr Körper=mehr Respekt=mehr Selbstbewusstsein" auf. Ich wünsche es dir... :)z

    Toller, ehrlicher Beitrag, Alonzo! :)^ Ich glaube, so geht es sehr sehr vielen Menschen, die versuchen, einen Weg zu finden mit den Idealen unserer Gesellschaft konform zu gehen. Es ist eine enorme Leistung, sich so weit zu verändern, dass man diesem Typ entspricht. Aber eine noch größere Leistung ist es vielleicht, ihm nicht zu entsprechen.


    Ich höre das auch oft von Frauen, die früher dick waren (bei uns ist "dünn" ja viel akzeptierter) und dann viel trainieren. Irgendwie endet das meist in einer Sucht - einer der gesündesten Süchte, die man haben kann zwar, aber für die Psyche macht das keinen so großen Unterschied. Der Knackpunkt ist einfach die Definition der eigenen Person, des Selbst, darüber, wie der eigene Körper aussieht. Zwei Dinge, die eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Natürlich sind wir an unseren Körper gebunden, stehen in ständiger Wechselwirkung, aber eine Person ist ja nicht ihr Aussehen. Eine Person ist für mich in erster Linie ihr Verhalten und ihre geistige Haltung, ihre Talente, ihre Schwächen, ihre Weltsicht, ihre Lebenseinstellung. Der Körper ist ein Aspekt von vielen, nicht der entscheidende. Die meisten denken das aber heutzutage. Ich kann es nur aus eigener Erfahrung widerlegen, dass es nicht so ist. Seit ich nicht mehr so denke, werde ich auch von anderen nicht mehr so wahrgenommen. Ich war schon mit Männern zusammen, die vom Aussehen weit "über meiner Liga" waren. Natürlich ist das nett. Aber in keinerlei Weise entscheidend für ein Verhältnis welcher Art auch immer. Diese Beurteilung von anderen leigt nur daran, dass sie den Mensch auf einen einzigen Aspekt seiner Persönlichkeit reduzieren, anstatt ihn als Ganzes zu sehen. Wie absurd wäre denn die Situation, wo ich feststelle "Der Mann interessiert mich, den will ich kennenlernen", es dann aber auf Grund meines Aussehens nicht tue? Klar kann es sein, dass ich nicht sein Typ bin. Es kann aber auch sein, dass er meine Stimme nicht mag oder die Art, wie ich dauernd irgendein Wort benutze, oder er meine politische Gesinnung hasst oder oder oder... Alles nur Einzelfaktoren in einem Gesamtbild. Aber das muss jeder für sich selbst rausfinden.


    Genauso war ich schon in Männer verliebt, die äußerlich überhaupt nicht dem Ideal der Gesellschaft entsprachen. Zum Beispiel klein, dünn, mit sehr lichtem Haar, einer großen Nase und etwas schiefen Zähnen. Und von der Art her war das auch kein Draufgänger, sondern sehr ruhig und besonnen, eher zurückhaltend. Leider ist der vergeben, sonst fänd ich den immernoch toll. ;-D


    Ich habe irgendwann in meinem Leben festgestellt, dass ich die Person sein kann, die ich sein möchte - allein mit Willenskraft und dem Glaube daran ist eigentlich fast alles möglich. Seit dem versuche ich, die Person zu sein, die ich bin, was nicht unbedingt einfacher ist, aber mir ein sehr reichhaltiges Leben beschert. ;-D

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    natürlich nicht, das ist doch dann das gleiche wie eine Interaktion mit Männern, einfach freundschaftlich, locker.


    Sexuell brauche ich es nicht wirklich erst versuchen, was die Interaktin eigentlich vereinfacht, da man sich sowieso nichts erhoffen kann.

    Das ist zwar wieder nicht aufmunternd, aber so geht es ja vielen Männern. Meinst du du kannst dein Leben nicht auch ohne Partnerin/Sexualität zufriedenstellend gestalten?

    Zitat

    Und du meinst, dass das stimmt?

    Zitat

    Vorweg....mich überrascht es, dass du aufgrund deiner Statur derartigen Anfeindungen ausgesetzt bist. Ich weiß nicht wie du unmännlich definierst, aber bevor ich mit dem Training begonnen habe, wog ich bei überschaubaren 1,75 noch überschaubarere 60 Kilo. Sah natürlich absolut scheiße aus und weit von maskulin entfernt, aber derartige Probleme wie du hatte ich nie.

    Ich wiege bei ähnlicher Größe 70kg und das obwohl ich trainiere :-|


    Möglicher(/wahrscheinlicher)weise lag das in deinem Fall auch daran?:

    Zitat

    (sehr männlich-markante ;-D ) Gesicht

    Das fehlt mir nämlich.

    Zitat

    Dicke Muskeln sind natürlich geil, je mehr desto besser, ich habe es gehasst dünn zu sein und es nagte an mir, auch wenn ich wie erwähnt nie Probleme von außen dadurch verspürte. Aber für mich persönlich, sind und waren dünne Männer immer abstoßend, der Blick in den Spiegel ein Schlag ins (sehr männlich-markante ;-D ) Gesicht, deswegen begann ich zu trainieren. Sehr hart, sehr viel, sehr fokussiert und ohne Rücksicht auf die Gesundheit und arbeitete mich auf zwischenzeitlich ~120- und heute immer noch deutlich über 100 Kilo hoch

    Wow! Respekt! Ich wünschte ich könnte das auch, denn ich fühle mich genau so wie du beschreibst.

    Zitat

    Ich kann dir sagen, Aufmerksamkeit bzw. devoter, fast schon unangenehmer Respekt ist dir sicher. Darum brauchst du dir keinerlei Gedanken mehr machen..., nur besser geht es mir persönlich nicht. Es macht mich weder zufriedener noch glücklicher. Es bedeutet mir gar nichts, ich bin der gleiche unsichere Kerl (jetzt halt mit Schultern), mein Selbstbewusstein hat eher noch gelitten, dadurch, dass ich irgendwie immer noch einen schmalen Mann im Spiegel sehe (bzw. bin ich es je nach Blickwinkel auch), mir mein Körper gleichzeitig aber noch viel wichtiger ist, als zu der Zeit als ich richtig dünn gewesen bin. Also ein maskuliner Körperbau, mit den damit verbundenen vordergründigen Vorzügen die man bei sowohl Männer als auch Frauen"genießt", trägt nicht unbedingt zu gesteigertem Selbstwertgefühl bei, wenn der Kopf nicht mitspielt.


    Das kann bei dir aber natürlich völlig anders laufen (war ein Denkanstoß, keine Belehrung)und ich will dich weiß Gott nicht davon abbringen an deiner Statur zu arbeiten. Tue das und vielleicht geht bei dir die Formel "mehr Körper=mehr Respekt=mehr Selbstbewusstsein" auf. Ich wünsche es dir... :)z

    Ich danke dir für deinen Beitrag. Ich denke nicht, dass sich all meine Probleme durch eine männliche Statur ändern würden, aber zumindest ein paar. Mir wäre es auch gar nicht wichtig extrem muskulös auszusehen. Sondern eben 'nur' wie ein Mann, also 80-85kg. Das muss ich schaffen. Weitere Probleme kann man natürlich auch noch angehen, aber die Basis muss eben stimmen. Wer sich unmännlich fühlt, obwohl er männlich ist kann das Problem angehen. Wer sich unmännlich fühlt und es auch ist, kann nicht mal dieses Gefühl angehen.

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    Toller, ehrlicher Beitrag, Alonzo! :)^

    :)^

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    Ich glaube, so geht es sehr sehr vielen Menschen, die versuchen, einen Weg zu finden mit den Idealen unserer Gesellschaft konform zu gehen. Es ist eine enorme Leistung, sich so weit zu verändern, dass man diesem Typ entspricht. Aber eine noch größere Leistung ist es vielleicht, ihm nicht zu entsprechen.


    Ich höre das auch oft von Frauen, die früher dick waren (bei uns ist "dünn" ja viel akzeptierter) und dann viel trainieren. Irgendwie endet das meist in einer Sucht - einer der gesündesten Süchte, die man haben kann zwar, aber für die Psyche macht das keinen so großen Unterschied. Der Knackpunkt ist einfach die Definition der eigenen Person, des Selbst, darüber, wie der eigene Körper aussieht. Zwei Dinge, die eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Natürlich sind wir an unseren Körper gebunden, stehen in ständiger Wechselwirkung, aber eine Person ist ja nicht ihr Aussehen. Eine Person ist für mich in erster Linie ihr Verhalten und ihre geistige Haltung, ihre Talente, ihre Schwächen, ihre Weltsicht, ihre Lebenseinstellung. Der Körper ist ein Aspekt von vielen, nicht der entscheidende. Die meisten denken das aber heutzutage. Ich kann es nur aus eigener Erfahrung widerlegen, dass es nicht so ist. Seit ich nicht mehr so denke, werde ich auch von anderen nicht mehr so wahrgenommen.

    Es ist aber auch mein Ideal. Ich bin ein 'Mann' und möchte auch so aussehen. Ich möchte nicht mein Leben lang wie 14 aussehen. Auch unabhängig von der Gesellschaft.

    Zitat

    Ich war schon mit Männern zusammen, die vom Aussehen weit "über meiner Liga" waren. Natürlich ist das nett. Aber in keinerlei Weise entscheidend für ein Verhältnis welcher Art auch immer. Diese Beurteilung von anderen leigt nur daran, dass sie den Mensch auf einen einzigen Aspekt seiner Persönlichkeit reduzieren, anstatt ihn als Ganzes zu sehen. Wie absurd wäre denn die Situation, wo ich feststelle "Der Mann interessiert mich, den will ich kennenlernen", es dann aber auf Grund meines Aussehens nicht tue? Klar kann es sein, dass ich nicht sein Typ bin. Es kann aber auch sein, dass er meine Stimme nicht mag oder die Art, wie ich dauernd irgendein Wort benutze, oder er meine politische Gesinnung hasst oder oder oder... Alles nur Einzelfaktoren in einem Gesamtbild. Aber das muss jeder für sich selbst rausfinden.


    Genauso war ich schon in Männer verliebt, die äußerlich überhaupt nicht dem Ideal der Gesellschaft entsprachen. Zum Beispiel klein, dünn, mit sehr lichtem Haar, einer großen Nase und etwas schiefen Zähnen. Und von der Art her war das auch kein Draufgänger, sondern sehr ruhig und besonnen, eher zurückhaltend. Leider ist der vergeben, sonst fänd ich den immernoch toll. ;-D

    Das Bezieht sich ja vorallem auf Partnerschaften. Ich denke da ist es nochmal anders als beim sonstigen Umgang mit den Mitmenschen. Um Beziehungen geht es mir ja gar nicht.

    Zitat

    Ich habe irgendwann in meinem Leben festgestellt, dass ich die Person sein kann, die ich sein möchte - allein mit Willenskraft und dem Glaube daran ist eigentlich fast alles möglich. Seit dem versuche ich, die Person zu sein, die ich bin, was nicht unbedingt einfacher ist, aber mir ein sehr reichhaltiges Leben beschert. ;-D

    Das ist schön, dass dir das gelungen ist :)z

    Es ist in einem drin, diese Männlichkeit. Vorausgesetzt, man ist ein Mann. Oder eben ein Frau mit diesen Anlagen, oder eben auch die Weiblichkeit im Mann eben. Und es kommt darauf an was man 'lebt'. Ich hatte lange Zeit 53 Kilo bei 170 cm. Ich hatte mich nie richtig 'männlich' gefühlt. Aber mir hatte auch nichts gefehlt. Die Leute die mich von der Seite angemacht haben die hab ich dann immer gefagt, ob sie mir nicht etwas von ihrer 'Göttlichkeit' vermachen wollen. Die meisten haben dann lieber Freundschaft geschlossen. Nein, männlich so richtig war ich eigentlich nie. Ich lebe meine zwei Seiten aus. Die weibliche, wie die männliche Seite. Ich kann zärtlich sein wie der Flügelschlag eines Schmetterlings und ich kann durchaus schon mal in eine Schlägerei geraten. Ich hab frühzeitig Kampfsport betrieben. Klettern, tauchen, Gleitschirmfliegen. Extrem-Rollerbladen, Boxen. Aber auch Seidenmalen und Sprachkurse, Geige lernen. Und manchmal mache ich mir tatsächlich Gedanken um/über meine Männlichkeit. Aber so richtig wichtig ist sie mir ebenso, wie meine weibliche Seite.

    Zitat

    Es ist in einem drin, diese Männlichkeit. Vorausgesetzt, man ist ein Mann. Oder eben ein Frau mit diesen Anlagen, oder eben auch die Weiblichkeit im Mann eben. Und es kommt darauf an was man 'lebt'. Ich hatte lange Zeit 53 Kilo bei 170 cm. Ich hatte mich nie richtig 'männlich' gefühlt. Aber mir hatte auch nichts gefehlt. Die Leute die mich von der Seite angemacht haben die hab ich dann immer gefagt, ob sie mir nicht etwas von ihrer 'Göttlichkeit' vermachen wollen. Die meisten haben dann lieber Freundschaft geschlossen. Nein, männlich so richtig war ich eigentlich nie. Ich lebe meine zwei Seiten aus. Die weibliche, wie die männliche Seite. Ich kann zärtlich sein wie der Flügelschlag eines Schmetterlings und ich kann durchaus schon mal in eine Schlägerei geraten. Ich hab frühzeitig Kampfsport betrieben. Klettern, tauchen, Gleitschirmfliegen. Extrem-Rollerbladen, Boxen. Aber auch Seidenmalen und Sprachkurse, Geige lernen. Und manchmal mache ich mir tatsächlich Gedanken um/über meine Männlichkeit. Aber so richtig wichtig ist sie mir ebenso, wie meine weibliche Seite.

    Und dein Umfeld akzeptiert das?


    Und wer blöde Sprüche von Fremden kontert kriegt doch wohl eher eins auf die Nase als eine neue Freundschaft ":/

    Was mir auffällt, beim Nachdenken über diese Dinge.. dass ich mich eigentlich nicht als besonders männlich empfinde und auch dieses nicht unbedingt nachgesagt bekomme (z.B. sei ich für ein männliches Wesen ungewöhnlich emotional und offen), Ich lege da auch nicht wirklich viel wert drauf, ebenso wenig lege wie ich Wert darauf lege, überaupt irgendwie so zu sein, wie man "sein sollte". Wenn ich sehr betont männliche Männer sehe (z.B. beim Sport in der Umkleide) finde ich die eher sogar lächerlich. Was ist mir also wichtig? hmm..


    - nicht in Verhaltensweisen verfallen, die ich selber verabscheue (was nicht unbedingt immer gelingt aber man muss es zumindest versuchen)


    - ehrlich und "ich selber" sein und zu mir stehen, anstatt irgendeine Fassade aufzubauen


    - meine Mitmenschen nett und respektvoll behandeln


    - und dennoch gegenüber Leuten, die einen nur ausnutzen und verarschen wollen, noch genug abgrenzen.


    Aber "männlich sein" kommt da irgendwie nicht vor. Ist auch nicht nötig, wir mir scheint.