@ Borlag

    Da ich dein "Problem" nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann ( ich bin der mit knapp 60kg) - eine Frage. Warum definierst du deine Männlichkeit über den Körperbau ?


    Ich halte dies ähnlich kindisch/unreif, wie wenn Männer sich über die Länge ihres Johannes definieren.

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    Da ich dein "Problem" nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann ( ich bin der mit knapp 60kg) - eine Frage. Warum definierst du deine Männlichkeit über den Körperbau ?

    Weil das jeder so tut. Außer natürlich rein zufällig die Nutzer in diesem Forum hier. Nicht nich ich definiere meine Männlichkeit zum Teil über den Körperbau, sondern jeder um mich herum definiert meine Männlichkeit darüber. Worüber auch sonst?

    Zitat

    Ich halte dies ähnlich kindisch/unreif, wie wenn Männer sich über die Länge ihres Johannes definieren.

    Das finde ich auch unreif, aber ist auch etwas anderes.

    Zitat

    Ich halte dies ähnlich kindisch/unreif, wie wenn Männer sich über die Länge ihres Johannes definieren.

    Zitat

    Das finde ich auch unreif, aber ist auch etwas anderes.

    Vorallem, weil den ja auch nicht jeder sieht. Eine Belastung kann es natürlich dennoch sein, wenn er besonders klein ist. Aber das ist ein anderes Thema.

    Zitat

    aber ist auch was anderes

    Ob jemand seinen Armumfang misst oder die Länge seine Penis, viel Unterschied sehe ich nicht. Ich habe beides noch nie gemacht.

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    Weil das jeder so tut...... jeder um mich herum definiert meine Männlichkeit darüber.

    Ich bin jetzt ü50 und habe die Erfahrung noch nicht gemacht und ich habe keine 70kg sondern weniger als 60. Einmal kann ich mich erinnern an eine dumme Bemerkung. Da gab es dann meinerseits eine solche rhetorische Retourkutsche, dass jeden klar war wo der Hammer hängt.


    Irgendwie habe ich den Eindruck, das du deine eigene Männlichkeit über Muskel definierst, daher auch die Frage:

    Zitat

    Worüber auch sonst?

    Schlagfertigkeit, Humor, Intelligenz, Leistung, Erfolg... ich muss mir die Frage nicht stellen.

    Zitat

    Irgendwie habe ich den Eindruck, das du deine eigene Männlichkeit über Muskel definierst, daher auch die Frage: Worüber auch sonst?

    Über deine innere Welt. Erst mal das innere – dann das äussere. :-)

    Was genau ist denn "Männlichkeit"?


    Und wenn das hier "männlich" sein soll

    Zitat

    Schlagfertigkeit, Humor, Intelligenz, Leistung, Erfolg

    wieso sollten Frauen nicht ebenfalls genauso stark ausgeprägt solche Eigenschaften haben?


    Mir scheints, Männlichkeit im Sinne der Fragestellung bezieht sich wirklich nur auf "maskulin aussehen".

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    Ob jemand seinen Armumfang misst oder die Länge seine Penis, viel Unterschied sehe ich nicht. Ich habe beides noch nie gemacht.

    Der Armumfang lässt sich mit dem des anderen Geschlechts vergleichen, die Länge des Penis wohl kaum. Der Armumfang gibt Aufschluss darüber, ob genügend Funktionalität (Kraft) gegeben ist. Die Penislänge (wenn nicht krankhaft) weniger.

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    Ich bin jetzt ü50 und habe die Erfahrung noch nicht gemacht und ich habe keine 70kg sondern weniger als 60. Einmal kann ich mich erinnern an eine dumme Bemerkung. Da gab es dann meinerseits eine solche rhetorische Retourkutsche, dass jeden klar war wo der Hammer hängt.

    Eventuell war es ja zu deiner Zeit anders? Wobei mir auch 50 Jährige das Männlichkeitsideal vorleben ":/ Irgendwo passt da irgendwas doch nicht.

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    Irgendwie habe ich den Eindruck, das du deine eigene Männlichkeit über Muskel definierst, daher auch die Frage:

    Nicht nur Muskeln. Größe, Kraft, das Gesicht, Bart, da gibt es vieles.

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    Schlagfertigkeit, Humor, Intelligenz, Leistung, Erfolg... ich muss mir die Frage nicht stellen.

    Das habe ich alles sowieso auch nicht. Daher muss ich mir die Frage stellen. Allerdings trifft es die Aussage von LaRucola auf den Punkt:

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    Was genau ist denn "Männlichkeit"?


    Und wenn das hier "männlich" sein soll

    Zitat

    Schlagfertigkeit, Humor, Intelligenz, Leistung, Erfolg

    wieso sollten Frauen nicht ebenfalls genauso stark ausgeprägt solche Eigenschaften haben?

    Frauen haben diese Eigenschaften ebenso. Darüber lässt sich wohl nicht die Männlichkeit definieren.


    Wenn es um Charaktereigenschaften geht, dann könnte man höchstens noch Widerstandsfähigkeit und Härte in konfliktreichen oder tragischen Situationen als 'männlich' definieren. Frauen sind das häufig natürlich auch, aber von Männern wird eher erwartet, dass sie alles verkraften denke ich.

    Zitat

    Mir scheints, Männlichkeit im Sinne der Fragestellung bezieht sich wirklich nur auf "maskulin aussehen".

    Nicht ganz komplett, siehe oben :)z

    Zitat

    Über deine innere Welt. Erst mal das innere – dann das äussere. :-)

    Und warum nicht umgekehrt?

    Und was bringt mir diese innere Welt überhaupt, wenn ich nirgends dazugehöre? Ich bin weder Frau noch Mann. Und das wird mir vorgehalten wo auch immer ich hingehe. Wie geht man mit diesen Einschränkungen um?

    Was ist Dein Ziel? - Glücklich sein, oder, sagen wir mal, sich einigermaßen gut fühlen.


    sich gut zu fühlen ist ein neuronaler, biochemischer Zustand, der ausgelöst wird von diversen Botenstoffen, die als Reaktion auf die Bewertungsprozesse, die in Deinem Gehirn ablaufen, ausgeschüttet werden (oder halt auch nicht).


    Wenn Du Dich schlecht fühlst, wirst Du also "bestraft", weil die Bewertungsprozesse zu einem negativen Urteil gelangt sind.


    Was folgert daraus? Das Resultat, ob Du Dich gut oder schlecht fühlst, hast Du zum Teil selber in der Hand, weil Du Einfluß auf die Bewertungsprozesse nehmen kannnst.


    Wenn Du z.B. schreibst

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    Ich bin weder Frau noch Mann. Und das wird mir vorgehalten wo auch immer ich hingehe.

    Dann ist das erstmal nur neutral. Wenn Du Dich deswegen schlecht fühlst, dann deswegen, weil Deine Bewertungsprozesse Dir sagen "es ist schlecht, wenn man weder frau noch mann ist. So sollte es nicht sein".


    So kann man letztlich alle miesen Gefühle auf eigene Bewertungsmuster zurückführen, und an denen kannst Du arbeiten. Z.B. ist hier ja massiv die These "es ist schlecht, als Mann unmännlich zu sein" im Raum. Aber warum eigentlich? Diese Wertung machst Du Dir ja selber. Das ist nirgends in Stein gemeißelt. Ok, man könnte es begründen mit "weil man sonst Ablehnung von vielen Mitmenschen erführt". Aber auch dann kann man fragen "was ist daran schlecht"? Ist Dein Wert von der Anerkennung von Mitmenschen abhängig? usw usf


    Und so kannst Du letztlich die Kaskade der Bewertungsprozesse aufdröseln und erkennen, wieviel selbstgemachtes Leid das ist.


    Der Zen-Meister wird deswegen glücklich, weil er das fast alles über Bord geworfen hat. Die tatsächlichen, wahren Grundbedürfnisse sind relativ gering, und zufrieden wird man am ehesten, je mehr Ballast man da über Bord wirft und sich nicht von irgendwelchen vermeintlichen äusseren Bewertungen (die aber in Wahrheit innere sind) abhängig macht.

    Zitat

    Und warum nicht umgekehrt?

    Weil du das erste schneller ändern kannst, als das zweite. Muskeln aufbauen, das geht nicht von heute auf morgen. Du hast schon angefangen - die Ergebnisse werden auch folgen.


    https://www.google.de/webhp?complete=0#complete=0&q=Muskeln+aufbauen&btnK=Google-Suche

    So funktioniert der Mensch jedoch nicht. Alles Negative ausblenden ist natürlich eine prima Idee, die aber kaum umzusetzen ist. Ich behaupte sogar, dass auch ein solches selbstgeschaffenes Ungleichgewicht der Bewertungsmechanismen (also alle negative Gefühle zu unterdrücken) ungesund ist. Im Endeffekt ist der Ratschlag also nur ein "Sei glücklich!". Auf alles anwendbar, aber selten tatsächlich hilfreich :-|

    Zitat

    Weil du das erste schneller ändern kannst, als das zweite. Muskeln aufbauen, das geht nicht von heute auf morgen. Du hast schon angefangen - die Ergebnisse werden auch folgen.


    https://www.google.de/webhp?co…ufbauen&btnK=Google-Suche

    Menschen gehen auch jahrelang zur Therapie, bis sich etwas ändert (wenn überhaupt). Ob das also tatsächlich schneller geht wage ich zu bezweifeln. Ergebnisse durch Muskelaufbau habe ich ja schon. Ich trainiere ja schon länger. Es geht aber nicht um die ersten Ergebnisse, sondern um das Endergebnis! Es ist völlig egal ob ich in 12 Monaten 10kg Muskelmasse aufbaue, oder in 5 Jahren. Was zählt ist wann Schluss ist! Wenn ich schnell auf 70kg komme, aber das mein Endgewicht ist, ist das schlimmer als würde ich langsam auf 80kg kommen.

    Zitat

    Jungenhaftes Aussehen.

    hatte ich ein problem damit


    vor allem beruflich


    gepaart mit unsicherheit - grausig für die selbstwahrnehmung.


    hundert jahre später:


    ich bin 10 (-15 jahre) jünger als die alterskollegen.


    optisch. und wohl auch im herzen. ein genetischer vorteil, denk ich mal. fühlt sich gut an.


    mein tip: abwarten ]:D


    ps:


    hab den faden jetzt nur teilgelesen

    @ LaRucola

    Zudem waren alle Wünsche und Ziele, die ich bisher hatte unmöglich zu erreichen. Bei allem hieß es "Das kannst du nicht.". Wenn man niemals das bekommt, was man gerne möchte und das nur Dinge sind, die die meisten Mitmenschen bekommen, dann sollte es doch nachvollziehbar sein, dass man es zumindest schaffen möchte etwas zu überwinden, für das man auch noch aufgezogen wird. Sich wenigstens einen Wunsch zu erfüllen.

    Also hast du nichts tun müssen als abzuwarten um es zu überstehen?


    Ich altere leider nicht gut und habe jetzt schon mit Anfang 20 starken Haarausfall. Ich werde also leider ein 'alter Jüngling' werden. Das Schlimmste aus beiden Welten vereint also :-|

    abwarten, ist eine möglichkeit, aber langwierig und da kannst du noch viel vergeigen.


    und ich persönlich hab damals auch nicht gewusst wie es ausgeht,


    mit der zeit ist meine selbstachtung geheilt worden, nicht zuletzt durch meine liebsten. hab vielleicht glück gehabt, weiss ned, ist anzunehmen.


    haarausfall > wegrasieren. ganz kurz. kommt oft viel besser, nein. kommt gut!


    ich glaube: dein mangelndes selbstbewusstsein ist dein megathema.


    schau dir die politikdeppen an, eines muss man ihnen lassen: einen mangel an selbstbewusstsein hat keiner.