• Bin so unsexy

    Hallo zusammen, mhhh, wie beschreibe ich das, ohne, dass es wieder zu einem oberflächlichen Luxusproblem avanciert. Ich bin ein Mensch, der durchaus viele Qualitäten besitzt, vor allem im seelischen und geistigen Bereich - vielleicht auch hier und überdurchschnittlich und darauf bin ich auch stolz. Die Kehrseite für mich persönlich ist dann die…
  • 251 Antworten
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    Niemandem ist das eigene Aussehen völlig egal. Aber wenn man sich wirklich darüber Sorgen macht, dass man im höheren Alter eventuell nicht mehr ganz so sexy sein könnte, wirkt das etwas oberflächlich und nicht gerade so, als würde man mit irgendwelchen Lebenskrisen zu kämpfen haben.


    Beneidenswert.

    Ich empfinde es eher oberflächlich gedacht sowas als oberflächlich wahr zu nehmen. Und besser jemand denkt mal rechtzeitig drüber nach und nimmt den Gedanken an, dass das mal so sein könnte, als dass man dann mit 50 in ein tiefes Loch fällt, weil einem plötzlich bewusst wird, dass man nicht mehr so sexy ist wie früher.

    Zitat

    Ich empfinde es eher oberflächlich gedacht sowas als oberflächlich wahr zu nehmen. Und besser jemand denkt mal rechtzeitig drüber nach und nimmt den Gedanken an, dass das mal so sein könnte, als dass man dann mit 50 in ein tiefes Loch fällt, weil einem plötzlich bewusst wird, dass man nicht mehr so sexy ist wie früher.

    Ich denke, jedem Menschen ist mehr oder weniger bewusst, dass er im Alter nicht mehr ganz so frisch und sexy sein wird. Wenn man jedoch die Zeit und Kraft aufbringt, sich darüber zu sorgen, spiegelt das klar die eigene Abhängigkeit von diesem Attribut wieder.

    Zitat

    Aber wenn man sich wirklich darüber Sorgen macht, dass man im höheren Alter eventuell nicht mehr ganz so sexy sein könnte, wirkt das etwas oberflächlich

    Wenn das die einzige Aussage wäre, die ich je in meinem Leben getätigt hätte und das der einzige Gedanke wäre, der in meinem Kopf kursiert, würde ich Dir zustimmen, das wäre doch ganz schön oberflächlich.


    Wir sind hier aber bei dem Thema (un)sexy und Bater W. hat den Faktor des Alterns aufgebracht. Dazu habe ich ehrlich Stellung bezogen. Liebe Swanlake, ich möchte Dich daher - mit allem Respekt - darum bitten, von solchen Schlussfolgerungen, die weitweitweit über das Gesagte hinausgehen, abzusehen. Denn das empfinde ich nicht als fairen Diskussionsstil. :)_


    Aber, da wir gerade beim Thema sind: dieser Jugendlichkeitswahn nervt schon extrem. Wenn für Q10-Hautcremes für über 50jährige von 25-35jährigen Models geworben wird (oder von älteren, wo aber mittels Beleuchtung und Technik aber auch wirklich alle Alterungsanzeichen wegretouschiert sind), dann wird es wirklich absurd. Noch absurder ist vielleicht, dass anscheinend der Absatzmarkt gigantisch sein muss. Insofern finde ich es nicht verwunderlich, dass, ja!, auch mich mal diese Gedanken beschleichen. War wohl ein Fehler, das zuzugeben. Sowas denkt natürlich keiner, nie. ;-)

    Ich bin über 60 und empfinde mich selbst weder als alt noch als unsexy. Ich ziehe durchaus noch Männerblicke auf mich - ich würde sagen, ab 50 aufwärts kommt das schon noch vor, und ich gestatte mir auch noch zu flirten. Mein Partner (71) findet mich optisch toll und bestimmt auch sexy. Ich schminke mich leicht, trage gelegentlich mit Spaß daran Highheels, enge Hosen und Shirts, mit einer schicken Jacke sieht das durchaus gut aus, und ich habe auch noch vor, das mit 70 zu tun. Ich genieße heute mehr dieses Gefühl als mit 20.


    Auch wenn mein Beitrag sicherlich genau so unbeachtet und umkommentiert bleibt wie mein anderer zum Thema Alter und Sexyness, ich wollte das trotzdem denen sagen, die meinen, es spreche von Oberflächlickeit, sich darüber in den Jahren jenseits der 50 überhaupt noch Gedanken zu machen:


    Kommt doch erst einmal selbst in diese Jahre ….. dann werdet Ihr vielleicht eine andere Einstellung dazu haben.


    *:)

    Lynn May

    :)= :)= :)=


    Damit wäre hinreichend bewiesen dass Alter nicht zwangsläufig zu unsexyness führt. Natürlich ist es leichter, jugendlich sexy zu sein. Aber das ist vielleicht Sexyness ohne Substanz, Äußerlichkeiten ohne Tiefe. Je älter man wird, desto eher erkennt man vielleicht die Sexyness von Tiefe, Erfahrung, Mit-sich-selbst-im-Reinen-sein usw. :-q

    @ Galaxina

    Es tut mir sehr leid, dass Du unter (ggf. vermeintlichen) körperlichen "Unzulänglichkeiten" so sehr leidest. Und ich kann es sehr gut nachvollziehen, weil ich selber auch schon so ähnlich drauf war (phasenweise noch bin). Schade um das schöne Leben, wenn man sich zum Sklaven irgendwelcher angeblicher Idealvorstellungen macht und sich regelrecht quält im Zusammenhang mit Dingen, die man nicht unmittelbar ändern kann, die aber einzig und allein aufgrund der eigenen Bewertung eine so hohe Relevanz besitzen (auch wenn Du nun auf evtl. Reaktionen anderer verweisen magst: auch das haben wir in der Hand, ob/wie wir diese Reaktionen bewerten bzw. an uns heranlassen).


    Sehe es doch einfach mal so: Du hast einen (festen) Partner und damit ein "Privileg", das gerade in der heutigen Zeit unzähligen unfreiwilligen Singles nicht so ohne Weiteres "gegönnt" ist. Viele wären sehr sehr dankbar dafür, würde es in ihrem Leben diese einzige Person, für die sie sexy (und mehr) sind, geben - da ist es sch...egal, wie das der Rest der Welt sieht, sofern man nicht gerade Pornodarsteller/in werden will.


    Die Liebe Deines Partners, Deiner Angehörigen und Freunde und v.a. Deine eigene Liebe zu Dir selbst sind soooo viel mehr wert als irgendeine mediendefinierte "Sexyness" innerhalb der anonymen Gesellschaft.


    Finde übrigens den Hinweis von L.vanPelt ganz toll (bzgl. dem Buch, plus Zitat dazu). Wenn Dir ehrlich an einem verbesserten Lebensgefühl gelegen ist, verschließe Dich doch bitte nicht so vehement gegenüber den vielen gut gemeinten Beiträgen (auch wenn manche etwas ruppig formuliert sein mögen - aufrütteln bringt Dich evtl. weiter als mitleidiger Kuschelkurs).

    Ich wurde von der Moderatorin überredet den Account nicht zu löschen ...


    Abschließend für mich und diesen Faden möchte ich folgendes noch ergänzen:


    Ich habe keine "normale" Hyperandrogenisierung mit milden Folgen, sondern eine Fehlbildung seit der Geburt, aus der sich später ein androgenproduzierender, gutartiger Tumor entwickelt hat, der prinzipiell meine weibliche Pubertät verhindert hat. Ich war mein Leben lang nur bei Ärzten, musste Medikamente, Blocker nehmen - war zu OPs. Seit wenigen Jahren hat sich endlich Ruhe eingestellt und mein Körper hat normale Hormonspiegel. Allerdings ist nun für vieles zu spät. Durch meine Krankheit hat ich nie einen Partner, wenige Freunde und wurde verspottet, gehänselt. Mein Körper ist entstellt und geht problemlos als männlich durch. In der Schule war ich gut, ich war an der Uni und konnte einen guten Job bekommen - gelebt habe ich aber nie wirklich, nur geleistet, weil ich nicht mehr konnte. Alle mochten mich, weil ich irgendwas wusste oder was konnte ... geliebt hat mich nie jemand, nicht mal meine Eltern.


    Seit 5 Jahre lebe ich wieder - meine Haare kommen etwas zurück und mein Gesicht schaut net mehr so nach Bub aus. Mich verspottet niemand mehr und ich führe eine Fernbeziehung. Hier zu Haus fand ich niemanden. Ich habe so viel verpasst in meiner Jugend und fühle mich manchmal wie 16 und würde einfach auch mal ein paar schöne Selfies machen ... so wie die anderen, aber das geht nun nicht mehr. Dafür ist zu viel körperlich kaputt gemacht worden ... ich weiß für euch ist das wieder oberflächlich, aber dann bin ich halt oberflächlich. Ich möchte nur am Leben teilhaben wie alle in meinem Alter und kann es nicht, keine Familie, keine Kinder. Ständig zu den Ärzten, OPs ... vor 2 Jahren ein Suizidversuch.


    Ich erwarte nicht, dass ihr das versteht. Jetzt nicht mehr. Ich möchte mein Schicksal auch nicht als das schlimmste hinstellen oder so tun, als bestünde mein Leben nur aus Selbstmitleid. Aber wenn ich eines weiß, dann das, dass mein Problem nicht im Kopf sitzt, sondern vom Arzt schwarz auf weiß bestätigt ist. Ich leide halt darunter, weil mein Leben größtenteils darin besteht etwas zu leisten, denn leben ließ mich nie jemand - Männer wollten nie etwas wissen und ich hatte immer wenige Freunde, weil ich halt anders war und das dann auch zu Depressionen führte ... und dennoch war ich immer selbstbewusst und stand zu mir ... wenn auch unter Tränen. Habe heute die ersten paar High Heels in die Kleidersammlung gegeben. 200,- in die Tonne gehauen, bei ebay wollt sie keiner. Nie angehabt ... naja, damals dachte ich Wunder was, als der Arzt mir endlich mal positive Nachrichten überbrachte. Thats life!


    Ist egal jetzt. Ich möchte nichts mehr erzählen und bitte zerpflückt es nicht wieder. Tut mir einfach diesen Gefallen. Bitte! Und vielleicht ist einfach auch kindisch sexy sein wollen ... so dämliches Teenie-Gehabe, um den Jungen von nebenan abzuschleppen ... ich hatte das nie, ich weiß nicht wie das ist. Damals blieb ich daheim. Und es jetzt nachzuholen ... ja, das ist schon ziemlich affig. Ich bin halt nicht mehr jung und das ich erst jetzt leben darf ist mein Schicksal - damit muss ich mich abfinden. Jetzt ist es halt zu spät für Hotpants und Disco ... Irgendwas wird sich aber finden, was meinem Leben einen Sinn gibt ... ich mag Musik sehr und koche sehr gern. Musik ...


    Machts gut und bitte zerpflückt es nicht. Bitte :°(

    Sind wir ehrlich, es wirkt bei eleganten Menschen elegant, bei anderen aufgesetzt und deplatziert. Habe mich nie getraut, nicht mal bei Feiern. Irgendwann staubten sie ein. Sehr schade, denn ich mag hohe Schuhe sehr - zwei Paar habe ich mir behalten, einfach nur so, weil sie schön sind.

    Galaxina, ich glaube, das mit den hohen Schuhen ist auch etwas Gewöhnungssache.


    Ich fand sie bei anderen Frauen toll, aber bis ich mich das selber getraut habe, sind über 25 Jahre vergangen. Weil ich irgendwie das Gefühl hatte, nicht "Frau-genug" für solche Schuhe zu sein. Ich war das auch überhaupt nicht gewohnt, dass ich mich an so etwas dezidiert feminines heranwage.


    Und dann war ich irgendwann im Schuhladen, hab mich verliebt und zugeschlagen. Die erste Zeit fühlte ich mich total komisch, (auch wieder so eine Frauen-Gefühl-Attraktivtäts-Dingsbums-Sache) aber dann einfach super. x:)


    Trau dich doch! Du hast nur ein Leben :-D


    Ich bin zuerst zuhause rumgestöckelt um zu üben und hatte anfangs auf der Straße das Gefühl, als würde ich in einem Faschingskostüm rumlaufen und die Leute starren. Das war aber nur mein inneres Gefühl... eben sich selber zuzugestehen, dass man Frau-sein "darf".


    Mittlerweile lieeebe ich hohe Schuhe, obwohl ich sie nicht oft trage. Aber wenn, dann fühle ich mich phantastisch!


    Fang doch klein an - ich mag z.B. die Kombi mit Jeans gerne, das ist so ne Mischung aus Weiblichkeit und Casual. x:) Und die Füße sind nicht so extrem exponiert, wie bei einem kurzen Kleid und Heels.

    Ja, vielleicht traue ich mich mal ... ich kann ja drin laufen, aber der Kopf sagt noch nein. Vielleicht mal ein paar flachere, die nicht auffallen. Ich trage ja nur Röcke - die Jeans oder Hosen stehen mir wegen meiner Figur nicht. Dafür bin ich zu gerade und habe keinen Po. Trage eher dann Ballerinas oder flache Stiefel.

    Halb 4, ihr seid ja wahnsinnig. ;-D


    Und man sieht mal wieder ganz deutlich, dass auch bei Galaxina sehr sehr viel mehr da ist als eine den Lebensumständen angepasst harte Schale und Selbstverteidigung. Auch sie ist nur ein Mensch der Sorgen hat und hier gerne Hilfe und Verständnis möchte. Wenn man sich zusammenreißt, das eigene Ego hinten anstellt und empathisch schreibt, lässt sich offenbar dieser verletzliche Kern erreichen. @:)

    Wie ich schrieb "leide" ich unter meiner Hochsensibilität. Ich bin extrem schnell verletzt - da reicht es schon, wenn ich etwas unrechtes empfinde. Dann schieße ich sehr schnell aus allen Rohren und möchte mich verteidigen. Das ist gar nicht bös gemeint und ich greife ja auch sehr selten jemanden persönlich an - aber ich bin dann eben verletzt und das halt lang nach. Ich kanns net abschalten. Die HS ist eben ein Fluch - man kann nie abschalten, nimmt alles mit ins Bett, hat Schlafstörungen - kann "Fünfe" nicht gerade sein lassen. Alles diese blöde HS und ich glaube auch, dass sie mich in meiner Wahrnehmung beeinflusst. Nicht negativ, aber überaus sensibel und genau - ich habe diesen Hang alles perfekt machen zu wollen. Habe das gut in den Griff bekommen, aber man kann sich nicht selbst überlisten - man HS und muss damit leben. Für mich eher zum Leid.