Am Ende ist es Deine ganz persönliche Entscheidung - Du mußt Dir in Deiner "Hülle" gefallen und Dich wohl fühlen.


    Ich kann Dir als Mann aber sagen, dass es durchaus Männer gibt (und nicht grad wenige), die knackige Frauen mögen. Ich selbst hatte in meinem Leben sehr unterschiedliche Frauen als Freundin, aber noch nie eine mit "gemachten Brüsten" - schade eigentlich, hätte ich gern mal "probiert".


    Kurz um, die Mädels, die ich geliebt habe, waren sehr unterschiedlich, aber immer passte der Busen zum Rest und genau das hat mich gereizt. Da war die Größe der Brust im Grunde zweitrangig. :)*

    Hallo Laufmäuschen,


    ich möchte mal meine Erfahrung schildern, weil sie zT ähnlich deiner ist.


    Ich bin 25 und hatte seit der Pubertät ein mangelhaft ausgefülltes 70a. Die Form war schön, aber es gab einfach kaum Volumen. Meine FÄ meinte, ich hätte keinerlei Fettgewebe in der Brust, nur Drüsengewebe. Immerhin kann das nicht abnehmen ;-D Jdf hab ich im Vergleich zum Vorbau auch einen auffälligeren Po und breite Hüften, bin jedoch zugleich sehr schlank. Es war eine krasse Asymmetrie, die mich immer störte, meine Sexualpartner jedoch nie. Komischerweise ;-)


    Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mich dann intensiver mit dem Thema BV beschäftigt und vor allem mit der Eigenfettmethode, die mich sehr ansprach. Habe recherchiert und zwei Beratungsgespräche deshalb gehabt. Ich wollte auch nicht viel mehr haben, ein gutes 70b reichte mir völlig.


    Eine Plastische Chirurgin sagte mir, ich hätte für die Eigenfett-mit-Stammzellen-Methode ne schlechte Vorgeschichte (mütterlicherseits Brustkrebs) und bot mir die "normale" Eigenfettverpflanzung an. Dazu wird das doppelte vom gewünschten Ergebnis transplantiert, in der Hoffnung, dass mindestens die Hälftew anwächst. Angeblich mit recht gutem Erfolgen. Dafür hatte ich allerdings zu wenig Fett und sollte zunehmen. Der nächste PC sagte mir, wegen Brustkrebsvorgeschichte sei Eigenfett überhaupt nicht ratsam und riet mir zu Silikon. Ich war immer total gegen Silikon, wollte um nichts in der Welt Plastik im Körper haben.


    Nundenn, ich überlegte und war mittlerweile so angefixt, dass ich mich mit Silikon anfreunden konnte. Ich machte noch ein BG bei einem PC, der wiederum total gegen Eigenfett ist. (Mittlerweile weiß ich, dass das unter PCs und Patientinnen fast schon ne Glaubenssache ist, ob man auf Eigenfett vertrauen sollte oder nicht. Ohne Eigenerfahrung wird man da wohl nicht schlauer.)


    Ich fand vor meiner OP ein Forum, wo Frauen ihre Erfahrungen mit Silikonbrüsten schildern. Ein seeehr hilfreiches Forum und ich rate nur jeder, die mit dem Gedanken spielt, sich dort anzumelden, da dort kompetent erläutert wird, womit Frau alles rechnen muss (auch bzgl. Schwangerschaft usw.) und was sie alles fragen sollte! (Link gibt's auf Nachfrage.)


    Ende vom Lied ist, dass ich mich im März habe operieren lassen, unterm Brustmuskel, nur wenig ml, sodass ich jetzt ein natürlich aussehendes 70b habe. Ich bin vollends zufrieden damit und empfinde den Schritt (bislang) als die beste Entscheidung meines Lebens. Mir hat das Ganze einen großen Schub Selbstbewusstsein und Zufriedenheit verschafft. Allein schon, dass ich Kleidung anziehen kann, in der ich nun etwas Dekolleté zeigen kann, hat es für mich lohnenswert gemacht - und dass ich jetzt ohne (Push-up)-BH rausgehen kann.


    Ich kann nur von mir sprechen und natürlich dir zu nichts raten, außer, dass du dich lange und ausführlich über alles informieren und ggfs auch BGs machen solltest. Nur so kannst du dir eine Meinung machen und dann vllt sogar fundiert und zufrieden zu dem Ergebnis kommen, dass alles so wie es ist, am besten ist.


    Ich wünsche dir alles Gute! @:)

    UBM macht man idR bei Frauen mit wenig Eigenvolumen, damit reduziert sich das Risiko des Rippling, also dass das Implantat unter der Haut sicht- und fühlbar ist (wobei das bei kleineren Implantaten ohnhehin geringer ist). Außerdem wird so das Implantat besser gehalten, sodass ein Verrutschen jeglicher Art weniger möglich ist (je nach dem, ob ganz drunter, ist sogar Bottoming out (also ein Absacken des Implantats nach unten) damit ausgeschlossen). Dadurch ist das natürlich ein invasiverer Eingriff, aber der Körper erholt sich davon.


    Der Brustmuskel ist bei mir genauso (un)sichtbar wie zuvor. Nur wenn ich ihn anspanne, bewegt sich der obere Teil der Brust mit, der Muskel selbst wirkt aber normal. Im Grunde ist das dann ähnlich wie bei einer gut trainierten Mänerbrust, wenn die angespannt wird. Meiner Meinung nach absolut nicht störend oder gar auffällig - zumal ich den nur bei sehr wenigen Bewegungen derartig anspanne(n muss). Kann natürlich anders sein, wenn frau viel trainiert, das sollte dann der entsprechende PC am konkreten Fall beurteilen können. Auch hier scheint es unter Chirurgen und Patientinnen zwei "Glaubensgemeinschaften" zu geben, was denn nun besser sei. Das ist jedoch immer individuell zu entscheiden und nie pauschal zu bevorzugen oder zu verteufeln.