Brustvergrößerung - Preise, Formen, Risiken?

    Hallo @:)


    Nach dem Faden über die richtige Implantat-Größe habe ich mich mal wieder mit dem Thema Brustvergrößerung befasst. Ob ich das wirklich möchte, weiß ich noch nicht genau, weil ich Schiss vor den Risiken und Nebenwirkungen habe und es natürlich auch ein teures Vergnügen ist. Auf der anderen Seite ist natürlich die Vorstellung eines schönen, vollen Busens sehr reizvoll x:)


    Deswegen erhoffe ich mir hier ein paar Anregungen von Frauen, die bereits eine solche OP hinter sich haben. Fragen, die mir aktuell im Kopf rumschwirren sind:


    - Welche Form? Rund, anatomisch, Tropfenform?


    - Über den Muskel oder drunter? Was ist besser? Unterm Muskel scheint natürlicher auszusehen, kann aber Probleme beim Sport machen? Wie verhält es sich mit der Empfindlichkeit?


    - Wie fühlt sich so eine "Kunstbrust" im Vergleich zur echten an? Ist das viel härter?


    - Wie verhält es sich über lange Zeit mit den Implantaten. Sieht das irgendwann trotzdem blöd aus? Verändert sich das?


    - Habt ihr Implantate, die dauerhaft drinbleiben können oder müssen die noch mal erneuert werden?


    - Wie alt wart ihr beim Eingriff?


    - Hat es dolle wehgetan und wie lange war es schmerzhaft?


    - Gab es Probleme nach der OP?


    - Sah es aus, wie ihr es wolltet?


    - Wie geht es euch heute mit den vergrößerten Brüsten? Habt ihr es bereut?


    - Wann sollte man zusätzlich straffen lassen?


    - Welche Maße hattet ihr vor der OP und welche danach?


    Und natürlich die wichtigen Fragen: Was hat es gekostet und wo habt ihr es machen lassen?


    Zu mir: Ich bin Mitte 30, Kinder wird es keine mehr geben, der Stillaspekt ist also zu vernachlässigen.


    Vielen Dank schon mal *:)

  • 53 Antworten

    Also ich hab das vor sieben Jahren machen lassen, jedoch nicht um meine Brüste zu vergrössern sondern um eine Missbildung zu korrigieren.


    Ich würde es auf der Stelle wieder machen!


    Einige deiner Fragen muss der Chirurg beantworten weil das von Körper zu Körper unterschiedlich ist. Diese hier:

    Zitat

    - Welche Form? Rund, anatomisch, Tropfenform?


    - Über den Muskel oder drunter? Was ist besser?


    - Wann sollte man zusätzlich straffen lassen?

    Hierzu

    Zitat

    Unterm Muskel scheint natürlicher auszusehen, kann aber Probleme beim Sport machen?

    -Andersrum, über dem Muskel sieht natürlicher aus und fühlt sich auch natürlicher an. Meine liegen über dem Muskel da ich genügen eigenes Brustgewebe hatte und fühlen sich an wie echt. Man kann die Implantate aber ertasten wenn man will.


    Die Haltbarkeit ist aber höher unter dem Muskel weil die Implantate nicht rutschen. Beim Sport habe ich keine Probleme damit.


    -Meine sehen nach sieben bald acht Jahre immer noch top aus. :)^


    -Ich muss nach 15-20 Jahre die Implantate auswechseln, das stellt für mich aber kein Problem dar.


    -Beim Eingriff war ich knapp 26 Jahre alt.


    -Ja es tut richtig weh! Die erste Woche war echt übel aber dann wird es immer besser. Sport war nach ca. 6 Wochen wieder möglich, aber sachte.


    -Probleme nach der OP hatte ich keine.


    -Mit dem Ergebnis war und bin ich voll zufrieden, obwohl man bei mir bedenken muss, dass ich keine gewöhnliche Vergrösserung hatte.


    -Ich habe es niemals bereut und würde es sofort wieder tun.


    - Die Kosten für meinen Eingriff waren wesentlich höher darum sind die nicht relevant :)


    Ich hoffe das hilft dir ein bisschen weiter @:) @:)

    Hallo,


    dann versuche ich mal alle Fragen zu beantworten:


    - Welche Form? Rund, anatomisch, Tropfenform?


    ich habe runde Implantate, die aber nur zu 85% gefüllt sind und daher im Stehen etwas mehr wie anatomische fallen.


    - Über den Muskel oder drunter? Was ist besser? Unterm Muskel scheint natürlicher auszusehen, kann aber Probleme beim Sport machen? Wie verhält es sich mit der Empfindlichkeit?


    **Ich habe sie unter dem Muskel. Wenn man wenig Eigengewebe hat, sollten die Implantate unter den Muskel gelegt werden, weil sie sich sonst abzeichnen können. Zudem ist das Risiko einer Kapselfibrose bei der Lage unter dem Muskel deutlich geringer. Was natürlicher aussieht ist schwer zu sagen. Bei schon recht großer Naturbrust, ist über dem Muskel natürlicher, bei kleinen Brüsten kann es über dem Muskel dagegen wie aufgesetzte Bälle aussehen. Wenn man nicht gerade Bodybuilding betreibt und die Brustmuskulatur extrem trainiert, sollte die Lage unter dem Muskel kein Problem sein. **


    - Wie fühlt sich so eine "Kunstbrust" im Vergleich zur echten an? Ist das viel härter?


    Meine fühlt sich fester als eine echte Brust an. Eine Freundin wurde zur selben Zeit vom selben Arzt operiert und hat die gleichen Implantate und ihre Brust ist viel weicher als meine. Bei ihr fühlt es sich wie eine junge, straffe Naturbrust an. Man kann also schlecht vorhersagen, wie es sich letztlich anfühlt. Grundsätzlich sind anatomische härter als weiche, bei der Lage über dem Muskel fühlt es sich ebenfalls weicher an. Zudem gibt es bei einigen Marken von Implantaten unterschiedliche Härtegrade


    - Wie verhält es sich über lange Zeit mit den Implantaten. Sieht das irgendwann trotzdem blöd aus? Verändert sich das?


    - Habt ihr Implantate, die dauerhaft drinbleiben können oder müssen die noch mal erneuert werden?


    Grundsätzlich könnten die Implantate heutzutage drinbleiben, wenn keine Probleme auftreten. Aber wenn die Implantate mehr als 10 Jahre alt sind, sollte man regelmäßig zum Ultraschall gehen und überprüfen lassen, ob das Implantat noch in Ordnung ist oder es kaputt ist.


    - Wie alt wart ihr beim Eingriff?


    Ich war 30 Jahre alt und habe vorher schon mindestens 10 Jahre vorgehabt mich operieren zu lassen, aber mich leider nicht getraut.


    - Hat es dolle wehgetan und wie lange war es schmerzhaft?


    Wie stark die Schmerzen sind, ist auch immer sehr individuell. Die ersten Tage waren schon nicht so angenehm. Am schlimmsten war aber das liegen auf dem Rücken für 6 Wochen. Davon hatte ich die ersten 3 Wochen so starke Rückenschmerzen, dass ich nur mit starken Schmerzmittel und Schlafmittel schlafen konnte. An der Brust ist das schmerzhafteste eigentlich immer, wenn man sich aus dem Liegen aufrichtet. Das tut wirklich sehr weh. Wenn man ruhig liegt oder sitzt, hat man aber kaum Schmerzen. Ich bin nach 2 Wochen wieder arbeiten gegangen (Büro) und hatte abends dann schon Schmerzen. Man hat Anfangs kaum Kraft in den Armen und selbst den Locher zu betätigen, war ein echter Kraftakt. Wirklich Schmerzen hatte ich nach 3 Wochen nicht mehr. Eher ein unangenehmes Gefühl z.B. beim schneller gehen


    - Gab es Probleme nach der OP?


    ich hatte auf einer Seite eine leichte Wundheilungsstörung und die Naht ging immer wieder einen Zentimeter auf. Das war etwas belastend. Und eine Seite war nach der OP höher als die andere. Aber da mein Arzt sehr viele Kontrolluntersuchungen macht, viel ihm das direkt auf und er hat die Brust getaped und so alles auf eine Höhe bekommen. Deshalb ist eine gute Nachsorge wirklich wichtig


    - Sah es aus, wie ihr es wolltet?


    - Wie geht es euch heute mit den vergrößerten Brüsten? Habt ihr es bereut?


    ich liebe sie und habe es nicht bereut. Die ersten Wochen, als noch alles geschwollen war, konnte ich mich nicht so recht anfreunden damit. Aber nachdem die Schwellung weg war, fand ich es super. Ich würde sie nicht mehr hergeben und bereue nur, mich nicht schon früher operieren lassen zu haben.


    - Wann sollte man zusätzlich straffen lassen?


    - Welche Maße hattet ihr vor der OP und welche danach?


    ich hatte vor der OP 70AA. Der Unterbrustumfang war 72 und der Brustumfang 79. Ich war fast komplett flach. Jetzt habe ich einen Brustumfang von 90. BHs trage ich in 70E. Optisch sieht es aber nach kleinem C-Körbchen aus.


    Und natürlich die wichtigen Fragen: Was hat es gekostet und wo habt ihr es machen lassen?


    Ich habe 5900 Euro bezahlt und mich in Nürnberg operieren lassen.

    Vielen Dank schon mal für die Antworten!

    Zitat

    Einige deiner Fragen muss der Chirurg beantworten weil das von Körper zu Körper unterschiedlich ist.

    Dass das individuell entschieden werden muss, dachte ich mir schon. Mich würde es trotzdem interessieren, wofür ihr euch entschieden habt, denn es hat ja Einfluss auf das Ergebnis? Man hat da ja sicher auch ein Mitspracherecht, oder?

    @ Maja:

    Das mit den Schmerzen klingt tatsächlich unangenehm. Ich bin ja so eine Schissbux und habe zudem eine Spritzenphobie - beste Voraussetzungen, würde ich sagen ;-D


    Und gleich noch eine Frage: Wie macht man das mit den Beratungsgesprächen? Was kostet so eine Beratung? Man wird ja eventuell nicht die erstbeste Klinik auswählen, sondern mehrere anschauen wollen. Wie teuer ist so eine Beratung ungefähr?

    @ Hatschepsut_

    Ich hab Allergan (musste grad nach schauen :) ist schon lange her)


    Das war die Aussage vom Chirurgen, dass ich einen Wechsel in 15-20 Jahren in Betracht ziehen müsse. Ich werd mich dann, wenns soweit ist beraten lassen obs wirklich nötig ist.

    Alias

    Da bei mir eh alles krumm und schief und verkehrt gewachsen ist hatte ich kein Mitspracherecht, ich hab mich da auf den Chirurgen verlassen (ich war bei sechs oder sieben zur Beratung). Ich wollte einfach nur zwei gleiche natürlich und normal aussehende Brüste. Das hat er mir versprochen und und auch eingehalten :)=


    Ich habe auch zwei unterschiedliche Implantate bekommen, von der grösse wie auch der Form.

    Zitat

    (ich war bei sechs oder sieben zur Beratung)

    Wow, das ist ja einiges... Lag das nur daran, dass dir die Leute jeweils nicht zugesagt haben oder auch daran, dass es bei dir komplizierter war?


    Gibt es irgendein Forum, wo man mehr Infos bekommen kann und wo möglicherweise auch Kliniken empfohlen werden?

    Ja das lag an beidem. Ich war eh schon todunglücklich und wollte nicht das gleiche mit Narben. Ich wollte sicher sein, dass ich den besten für meinen Fall finde. Einer hätte mir doppelt so grosse ":/ Implantate machen wollen (ich trage jetzt 75C und damit bin ich glücklich).

    Vielen Dank für den Link *:)


    Wie lange habt ihr drüber nachgedacht, das wirklich zu machen? Maja schrieb ja, dass sie es 10 Jahre lang vorhatte, aber als ihr dann entschieden habt, dass ihr es wollt, wielange hat es dann noch gedauert bis zur OP?


    Sowas will ja gut überlegt sein...

    Zitat

    Ich bin ja so eine Schissbux und habe zudem eine Spritzenphobie - beste Voraussetzungen, würde ich sagen

    Ich bin auch so ein Angsthase und wohl auch eher schmerzempfindlich. Und eine Spritzenphobie habe ich auch ein bisschen. Aber es ist ja eigentlich nur der ein Pieks bei der Narkose und das übersteht man dann auch.


    Das ist alles schon gut machbar und ich würde es jederzeit wieder tun.

    Zitat

    Und gleich noch eine Frage: Wie macht man das mit den Beratungsgesprächen? Was kostet so eine Beratung? Man wird ja eventuell nicht die erstbeste Klinik auswählen, sondern mehrere anschauen wollen. Wie teuer ist so eine Beratung ungefähr?

    Ich habe für die Beratung einmal 50 Euro und einmal 70 Euro bezahlt. Wenn man sich dann dort operieren lässt, wird das mit dem OP-Preis wieder verrechnet.


    Ich war bei zwei Beratungsgesprächen. Bei dem für 70 Euro ging die Beratung nur 30 Minuten und ich fühlte mich nicht gut beraten. Bei meinem Arzt hat die Beratung über anderthalb Stunden gedauert und es hat nur 50 Euro gekostet.

    Zitat

    Maja schrieb ja, dass sie es 10 Jahre lang vorhatte, aber als ihr dann entschieden habt, dass ihr es wollt, wielange hat es dann noch gedauert bis zur OP?

    Ich hab es erst 10 Jahre vor mir hergeschoben und immer wieder gedacht, vielleicht wächst doch noch was, hab die Pille gewechselt in der Hoffnung das sich noch was tut und hab aus Angst mich einfach nicht getraut. Als ich mich dann wirklich entschieden hatte, dass ich es jetzt machen lassen will. Hab ich sofort beim Arzt angerufen und Beratungsgespräche ausgemacht. Beratungsgespräche waren dann im November und die OP im Januar. Ging dann also relativ fix.

    Ich wusste, dass das nicht so bleiben soll vom ersten Tag an als klar war, dass bei mir was komisch ist, so mit 13 / 14. Mit 19 war ich das erste Mal bei einem Chirurgen und hab den ersten Antrag bei der KK gestellt wegen Missbildung. Und dann hats nochmal sieben Jahre gedauert bis ich den richtigen gefunden habe und ich mich mit der KK einigen konnte. Also ca 12 Jahre, ich hätte es aber auch schon früher gemacht.

    Ich glaube das ist jetzt wirklich das erste mal, dass ich mich tatsächlich konkret mit dem Thema auseinandersetze und es ernsthaft in Betracht ziehe. Natürlich war da schon immer Ebbe im BH, aber so mit Anfang 20 und 10 Kilo weniger passte das irgendwie noch besser zusammen, sodass ich halt irgendwie damit zurecht kam. 10 Kilo später sind die Brüste unverändert (wenigstens auch nach Schwangerschaft und Kind auch nicht kleiner als vorher), nur der Rest eben dicker, wodurch sie noch kleiner aussehen... Seit ich ordentliche BHs trage sieht es angezogen zumindest nicht mehr so schlimm aus, aber nackig ist es trotzdem nix. Klar, irgendwie habe ich damit auch abgefunden und ich könnte wohl auch so weiterleben, aber wenn man die Möglichkeit hat...


    Aber dann eben die generellen Überlegungen... Sollte man sich nicht so annehmen, wie man ist? Ist es das Risiko wirklich wert? Und das Geld?


    Mein Mann findet die Idee doof ??und hat trotzdem schon zu verstehen gegeben, dass er mir das Geld leihen würde??. Er findet mich perfekt, wie ich bin. Das ist natürlich schön, aber wenn ich mich nicht perfekt finde?


    Ich will auch gar keine Riesenmöpse, sondern einfach einen schönen, weiblichen Busen, der nicht nur mit Pushup hübsch ist, sondern eben auch ohne. Bei der Vorstellung, einfach in einen Laden zu gehen und einen normalen BH zu kaufen, krieg ich fast Pipi in den Augen... Oder in den Spiegel zu schauen und schöne Brüste zu sehen...


    Momentan tendiere ich dazu, mir eine Frist zu setzen. Keine vorschnellen Entscheidungen, aber auch kein ewiges Herausschieben (wobei da ja auch nichts verloren wäre).