• Ein Schönheitseingriff?

    Guten Abend, Ich bin eine 18 jährige Schülerin und mich begleitet seit Jahren ein Problem. Mit dem Aussehen meines Intimbereiches bin ich seit dem Beginn der Pubertät unzufrieden und fühle mich körperlich wie auch seelisch stark eingeschränkt. Somit habe ich mich nach langem überlegen, warten, sparen und informieren letztendlich dafür entschieden…
  • 40 Antworten
    Zitat

    BenitaB. Wenn ein „junger Mann“ da kein Verständnis für hat und sich deswegen lieber eine Andere sucht, dann sollte die TE froh sein, ihn los zu sein.

    Ich denke k a u m ein junger Mann, in dem die Hormone blühen, wird sich über Monate anhören wollen, nee, jetzt nicht und dauernd das tut weh, weil Narben weh tun, die nicht hätten sein müssen.


    Weil eben genau in solcher Situation eine Frau ständig auf Abwehr ist und ein Freund das merkt - und auf so etwas keinen Bock haben wird.


    Ich hatte in dem Gebiet eine Operation, medizinisch begründet, und es hat Jahrzehnte gedauert, bis Taubheit, Empfindungsstörungen nachließen. Das ist meine Erfahrung und wegen eines vermeintlichen Schönheitsmangels kann ich nur warnen: da unten ist es empfindlich. Und abgewiesene oder zum Abbruch verwiesene Männer schauen da gerne, wo sie es einfacher haben könnten....


    Und ja, man sitzt nämlich dort eben auch, und allein das kann schon auf Narbengewebe zu sehr unangenehmen Gefühlen führen.


    Aber das wird ein verantwortungsvoller Arzt der TE sicherlich aufklärend auch sagen. dass es eben genau diese Auswirkungen geben könnte...

    Ich glaube es ist Männer/andere Frauen - je nach Sexualität - völlig egal wie gross deine Schamlippen sind.

    Sie gucken nicht mal wirklich hin. Sie finden eher die Reste interessant.


    Weiss du nicht wo du irgendwo hin kommst- auf deinem Handy gibt es Google Maps mit Routenplaner.

    Das ist wahrscheinlich das, was eine 18 jährige, die sich vermutlich laufend mit dem Spiegel unten anguckt, wahrscheinlich nicht bewußt. Dass Männer da weniger hingucken.... Und sie eher Wert drauf liegen, dort unten umschlungen !! zu sein, was nämlich Schamlippen ganz offensichtlich tun....

    Ich finde, dass 18 auch noch kein Alter für so einen Eingriff ist. Vieles sieht man mit Mitte 20, Ende 20 und mehr Lebenserfahrung schon ganz anders. Vermeintliche Mängel lernt man zu akzeptieren bzw vielleicht sogar zu schätzen, weil sich herausstellt, dass andere das nicht schlimm oder sogar reizvoll finden.

    Ich würde Dir dringend raten, noch ein paar Jahre abzuwarten. Die OP läuft Dir ja nicht weg ;-)

    Ich finde das Vorgehen so ratsam:

    1) mit Termin zum Frauenarzt/ärztin => normales Gespräch zu der Situation. Auch zur medizinischen Lage direkt an deinem Körper. Deine psychischen Sachen kannst du da auch nennen. Und dort noch mal nach medizinischem Rat fragen. Die Frauenärztin hat ne Menge gesehen und kann dir auch sagen, mit welchen Chancen und Risiken das ganze kommt. Es wird Fälle geben, die funktionell so bedeutend sind, dass z.B. die Krankenkasse das trägt, dann ist die Bezahlung schon mal gelöst und andere Fälle, wo es eben wirklich als "Schönheitseingriff" gezählt wird und daher nicht von einer gesetzlichen Krankenversicherung oder privaten Krankenversicherung übernommen wird. Und eben generell einen "Fahrplan" dadurch, auch mit der Nachbehandlung.


    Ich persönlich bin ja skeptisch, wenn ein junger Mensch (ob Mann oder Frau) mit 18 sofort zur vermeintlichen Schönheits-OP will, zu schnell denke ich da an so Instagram-Beeinflussung der vermeintlich perfekten Körper bis in den letzten Winkel. Und dass all die körperlichen "Retuschen" ja so einfach aussehen.


    Aber es mag auch Fälle geben, wo auch der medizinische/psychologische Nutzen das Risiko (das jeder Eingriff mit sich bringt) übersteigt.


    2) Dann diesen ärztlichen Rat einbeziehen - und dann entscheiden über 1) Wichtigkeit (Soll es wirklich gemacht werden? Und ist das dann was einmaliges oder nur der Auftakt einer Serie?) und 2) Dringlichkeit (muss es wirklich jetzt sein, oder geht auch in 2-3 Jahren noch)? Immerhin wirst du in 2-4 Jahren im Kopf deutlich reifer und weiter sein, denke ich. Und dann vielleicht mit mehr Sicherheit entscheiden.


    Wie man an einen Ort der eigenen Wahl kommt? Solltest du mit 18 generell mal gelernt haben. Gerade auf dem Dorf. Und auch ohne Auto: es gibt Fahrrad/Pedelec, Taxi, ÖPNV, Bahn. Oder andere bitten, dass sie einem mit dem Auto mitnehmen. Das muss ja nicht unbedingt bis vor die Haustür der Operations-Klinik sein. In Städte muss man manchmal ja auch zu Behördenterminen oder zum Einkaufen oder sonstwas. Und läuft dann eben von dort zur Klinik, die die OP macht. Für zurück wäre wohl ÖPNV+Taxi ganz hilfreich, denn lange Strecken laufen oder Fahrrad fahren könnte noch für mehrere Stunden/Tage schwierig sein.


    Geheimniskrämerei oder offen damit umgehen? Naja, mindestens zur Mutter sollte ja der Kontakt so gut sein, dass man das da besprechen kann. Aber jede Familie ist auch bisschen anders, und ist letztlich deine Entscheidung. Wer wirklich für sich sein will, bucht halt noch ne Woche Hotel im Anschluss. In der Nähe der Klinik - auch für die Verbandwechsel.

    Man kann aber auch nicht von der Hand weisen, dass idealisierte Schönheitsideale nicht spurlos an jungen Menschen vorbeigehen. Porno-Vulvas sind das, was sich eine große Anzahl von Jugendlichen anschauen. Und man lernt über das Anschauen von einseitigen Normen, dies als Standard zu bewerten, vor allem, wenn man selbst noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt hat und eine entsprechend gute Aufklärung über die Vielseitigkeit in diesem Bereich, einfach fehlt.


    Und es kann natürlich auch sein, dass die Schamlippen, wenn sie eine bestimmte Länge überschreiten, durchaus Probleme bereiten kann. Erwähnt wurde scheuern, wund sein, nur weite Hosen tragen usw. Das hat die TE jetzt nicht in ihrem Beitrag geschrieben. Deshalb, die Frage, ist auch das ein Thema oder nur die Optik?

    Zitat

    Das ich diese Operationen machen muss steht für mich fest aber wie ich das alles alleine Stämmen soll ist mir wirklich ein Rätsel

    Du musst diese Operation nicht machen.

    Es haben sehr, sehr viele Frauen große Schamlippen. und sehr, sehr viele Männer finden das toll.

    Ich denke auch, Du bist noch nicht gefestigt genug, eine solche Operation in Erwägung zu ziehen. Wenn es schon am Zugfahren dort hin scheitert bzw. das für dich eine solch unüberwindbare Hürde darstellt.

    Warte damit lieber noch ein paar jahre.

    War das denn Thema?


    Ich dachte Thema waere urspruenglich "Wie komme ich mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln zum Beratungsgespraech"

    Predatorkatze schrieb:

    War das denn Thema?


    Ich dachte Thema waere urspruenglich "Wie komme ich mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln zum Beratungsgespraech"

    Das stimmt. Aber auch, wenn sie nicht gefragt hat ist es angebracht, eine 18jährige auf einen möglicherweise fatalen Fehler hinzuweisen.

    Und das umso dringender, als die Hilflosigkeit bezüglich der Fahrt nach Köln eine verzögerte geistige Reife vermuten lässt. Nur weil jemand 18 ist, ist er noch lange nicht in der Lage, eine solch weitreichende Entscheidung zu treffen.

    Sonnylea5 schrieb:

    Ich weiß nicht was jetzt der richtige Weg für mich ist. Das ich diese Operationen machen muss steht für mich fest aber wie ich das alles alleine Stämmen soll ist mir wirklich ein Rätsel.


    Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und freue mich über Tipps, Ideen oder einfach weiter Anregungen.

    DAS waren die Fragen. Um nach dem Öffi zu fragen hätte sie ihren Wohnort und das Ziel angegeben, und nicht einen ganzen Aufsatz zu ihrem Problem geschrieben.

    Diese Frage wurde übrigens ganz am Anfang schon beantwortet, so gut wie möglich.


    Ich finde es davon ab, ganz berechtigt einer 18jährigen anzuraten sich die Operation gründlich noch einmal zu überlegen. Hinter dem Satz "dass ich die Operation machen muss" kann sich nämlich eine echte Unsicherheit verstecken.

    Dann spare ich mir mal meine Anmerkungen bzgl. fraglicher Notwendigkeit, eigener Fixierung auf einen Körperteil, medizinische Risiken, negative Folgen der schönen bunten Social Media-Welt - und komme auf den Punkt:


    Wer sich bzgl. dieses Themas schlau machen kann, sollte auch in der Lage sein, Google Maps oder die Website der Dt. Bahn zu bedienen. Startort, Zielort, fertig.

    Und eine OP alleine stemmen bzw. verheimlichen zu wollen: Keine gute Idee. Vermutlich eh nicht möglich.

    Verheimlichen kann man es vermutlich nicht. Ich habe eine Reportage gesehen und es sollte sehr schmerzhaft sein. Man kann zuerst nur liegen.

    Predatorkatze

    Wer das Beratungsgespräch direkt auch bei der Stelle macht, die auch die OP machen würde (so klang das mit Köln), der muss ja kaum noch damit rechnen, dass die sich dort kritisch äußern. Daher ging mein Rat in Richtung einer neutralen Stelle wie hier eben eine Frauenärztin/arzt. Das sollte ja eine bekannte Anlaufstelle für die Fadenerstellerin sein.


    Und um mit den Öffis von xyz nach Köln zu der Beratungsstelle oder Klinik/Praxis zu kommen: braucht es da wirklich eine med1-Frage? Genug Tipps kamen dazu ja. Jugendliche auf dem Dorf kommen in die Schule, zu Diskos, zu Veranstaltungen, zu Freunden, in den Ferien zu Verwandten und Bekannten. Ich kann mir das gar nicht mehr vorstellen, dass man mit 18 nach sowas im Forum fragt.

    Die Reportage oder eine ähnliche hab ich auch gesehen, zumindest Teile davon. Ich hab dann Phantomschmerzen bekommen und musste mir was anderes suchen, daher war meine erste Antwort inhaltlich auch eher darauf bezogen (ob das überhaupt bedacht wurde).

    DarkerShark schrieb:

    Wer das Beratungsgespräch direkt auch bei der Stelle macht, die auch die OP machen würde (so klang das mit Köln), der muss ja kaum noch damit rechnen, dass die sich dort kritisch äußern. Daher ging mein Rat in Richtung einer neutralen Stelle wie hier eben eine Frauenärztin/arzt. Das sollte ja eine bekannte Anlaufstelle für die Fadenerstellerin sein.

    Tatsächlich raten gute (!) Chirurgen auch durchaus von solchen Eingriffen ab, wenn sie diese nicht verantworten können (aus welchen Gründen auch immer) oder wollen.


    Ohnehin würde ich mindestens 2 oder 3 solcher Beratungsgespräche führen, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, was notwendig und sinnvoll ist.