Dummschammerrer, darf ich fragen, was du damit bezweckst, hier Leute vorzuführen?


    Ja, einige vollziehen hier kein Fasten im Sinne der Definition oder religiösen Vorgaben. Das wurde auf knapp 30 Seiten jetzt oft genug erwähnt.


    Und jetzt?

    Zitat

    Und jetzt?

    nichts jetzt. ich wundere mich nur über den aggressiven Tonfall einiger Schreiberinnen hier, wenn hier nicht in ihrem sinne, aber durchaus OnT, geschrieben wird (womit ich nicht die TE meine).

    Das Wort "Waage" ist also ein Pfui-Wort? Das meinst Du aber doch nicht im Ernst? Wo steht, dass das Gewicht nicht ins Fasten eingeschlossen werden "darf"? ":/


    Aggressiv fand ich bis jetzt nur einen - männlichen - Teilnehmer hier im Faden (nicht Dich).


    Dass wir ein bisschen ungemütlich werden bei derlei und anderen Einwürfen, die den Faden aufs Korn nehmen, dürfte nicht wundern. Er läuft unter "Schönheit und Wohlfühlen", und was das für uns bedeutet, müssen wir sicher nicht rechtfertigen.

    Zitat

    Ja, einige vollziehen hier kein Fasten im Sinne der Definition oder religiösen Vorgaben. Das wurde auf knapp 30 Seiten jetzt oft genug erwähnt.

    Wenn das "Fasten"

    genau in der kirchlich definierten Fastenzeiteit (40 Werktage vor Ostern mit Countdown am Ostersamsteg) stattfindet, dann nimmt man sich eine Anleihe an kirchliche Regeln. Warum gerade in dieser Zeit? Beansprucht man damit einen Vergleich mit Christen, die in dieser Zeit aus religiösen Gründen fasten? Oder sucht man etwa eine Nähe zu diesen Gläubigen?


    Man wird ja wohl mal fragen dürfen.

    Zitat

    Warum gerade in dieser Zeit? Beansprucht man damit einen Vergleich mit Christen, die in dieser Zeit aus religiösen Gründen fasten? Oder sucht man etwa eine Nähe zu diesen Gläubigen?

    Nein.


    Für mich hätte es auch zu jedem beliebigen anderen Zeitpunkt stattfinden können. Kam jetzt nur zeitlich gelegen und 40 Tage sind für mich persönlich ein guter Zeitraum - nicht zu lang und nicht zu kurz. Außerdem kenn' ich es noch von früher (religiöses Elternhaus) so, dass man sich in dieser Zeit in Verzicht übt. Wenn du es so willst, hat es eine gewisse Tradition. Auch wenn ich den religiösen Hintergrund meiner Eltern für mich nicht übernommen habe.


    Ostern selber feier ich z.B. gar nicht - Samstag ist nur eine große Feier und daher geht mein persönlicher Countdown genau bis dahin.

    Zitat

    Man wird ja wohl mal fragen dürfen.

    Natürlich darfst du das. Deine anderen Beiträge enthielten aber alle unterschwellig Vorwürfe (Völlerei danach, "Fasten" wie manche es hier machen wäre abwartig, sinnlos und widernatürlich etc). Das finde ich persönlich frech und angreifend.

    Die zeitliche Nähe zur religiösen Fastenzeit entspringt einfach der kulturellen Gewohnheit - bei mir zumindest.


    Ich bin übrigens kein "bekennender Atheist"; trotzdem "faste" ich de facto unabhängig von Religion und Kirche; dieses Fasten hat tatsächlich wenig damit zu tun. Die Vorosterzeit bietet sich aus meiner Sicht einfach für den bewussten Verzicht an.


    Im November ist diese Art Fasten von der "Entsagungs-Übung" her sicherich auch möglich, mündet aber in den langen Winter, und das wäre nicht so mein Ding.

    Da nicht für @:)


    Ach ich finde die Fastenzeit kann eine sehr bereichernde Erfahrung sein, und ob man das nun mit einem religiösen Hintergrund macht oder ohne ist doch völlig egal. Für mich geht's in erster Linie darum, wieder die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen und indem man zB auf Kaffee verzichtet, merkt man nach den 40 Tagen, wie gut so eine schöne heiße Tasse Kaffee tun kann. Man freut sich daran und wird dankbar dass wir hier so im Überfluss leben. All das was wir haben ist nicht selbstverständlich und das vergessen wir so im normalen Alltag viel zu leicht...


    Jeder muss halt für sich selbst wissen, warum er das macht....da gibt's kein Richtig und kein Falsch.

    Wie auch immer: In diesem trifft sich jedenfalls eine bunte Bandbreite von Fastenden: mit oder ohne religiösen Hintergrund, Essen und Trinken betreffend (und ganz legitim, um auch ein paar Kilo damit loszuwerden) oder einfach nur, weil sie ein "Fasten" von lieb gewordenen Gewohnheiten als mentale Übung durchführen woll(t)en.

    Zitat

    Jeder muss halt für sich selbst wissen, warum er das macht....da gibt's kein Richtig und kein Falsch.

    Das stimmt.


    Bei den religiös Gläubigen und den Winterspeckabnehmern war mir das "Warum" klar. Auch für diejenigen, die auf schädliche Genüsse bzw. Genusmittel ??wenigstens vorübergehend?? verzichten wollen, habe ich Verständnis.


    Meine Fragen nach dem Sinn und dem Zeitraum des Fastens richteten sich vornehmlich an diejenigen Faster, die das weder aus religiösen noch aus gesundheitlichen Gründen gerade in der christlichen Fastenzeit (warum nicht im Ramadan?) machen. Sachliche Antworten dazu bekam ich von Susi Sumsebach. Danke Susi.


    Ansonsten blieb insbesondere meine Frage unbeantwortet, warum sich in dieser kirchlich festgelegten Zeitspanne manche

    Menschen anscheinend selbst quälen wollen, indem sie sich normale und gesunde Dinge entsagen, die das Leben erleichtern und angenehmer machen würden und z.T. auch der Gesundheit dienlich wären.


    Eine freiwillige Selbst-Quälung ohne Sinn ist nach meinem Verständnis unnormal.

    Zitat

    Meine Fragen nach dem Sinn und dem Zeitraum des Fastens richteten sich vornehmlich an diejenigen Faster, die das weder aus religiösen noch aus gesundheitlichen Gründen gerade in der christlichen Fastenzeit

    Zeitraum:


    Wie bereits geschrieben - Tradition.


    War bereits im religiös geprägten Elternhaus so und ich habe es für mich einfach so weitergeführt. Das Religiöse habe ich für mich persönlich nicht übernommen, aber den Zeitraum.


    Sinn:


    Viele Dinge weiß ich im Alltag nicht mehr zu schätzen. Weil sie normal geworden sind, weil ständig größere Sachen wichtiger scheinen, weil ich zu abgelenkt bin.


    Der Verzicht bringt mich dazu, wieder zu merken, was ich an so Kleinigkeiten zu schätzen weiß.

    Zitat

    Ansonsten blieb insbesondere meine Frage unbeantwortet, warum sich in dieser kirchlich festgelegten Zeitspanne manche

    Auch hier Tradition und die daraus resultierende Erfahrung, dass es ein guter Zeitraum ist um mein persönliches Ziel (s.o.) zu erreichen.

    Ich denke, dass die meisten es einfach deswegen machen, Zitat LilaLina:

    Zitat

    Viele Dinge weiß ich im Alltag nicht mehr zu schätzen. Weil sie normal geworden sind, weil ständig größere Sachen wichtiger scheinen, weil ich zu abgelenkt bin.


    Der Verzicht bringt mich dazu, wieder zu merken, was ich an so Kleinigkeiten zu schätzen weiß.

    Das ist eine sehr verbreitete menschliche Eigenschaft. Wer schon mal im Gefängnis oder anderen Lagern gelebt hat, kann das sehr gut nachvollziehen. Da erscheinen dann alltägliche Dinge auf einmal als Balsam für die Seele.

    @Emax

    Bei dem Fasten wie ich es praktiziere handelt es sich nicht um eine sinnlose Selbstquälung. In unserer Überflussgesellschaft sind Genussmittel zu normal geworden wie ich finde. Ich merke an mir selbst, dass ich diese nicht mehr schätze, wenn ich sie immer habe. Wenn ich eine zeitlang darauf verzichte, kann ich sie mehr schätzen und genießen. Das ist ein tolles Gefühl und ein schönes Geschmackserlebnis.


    Und immer verzichten möchte ich auf Genussmittel nicht. Dafür schmecken sie zu gut. :-q


    Und warum ich das nicht im Ramadan mache: ganz einfach, weil ich keine Ahnung habe, wann der ist. Die "Fastenzeit", die 40 Tage vor Ostern beginnt, ist einfach zu finden. Sie beginnt an Aschermittwoch, den bekomme ich zwar nicht mit, aber Faschingssonntag ist nicht (aufgrund der lokalen Faschingsumzüge) zu übersehen. Und den Mittwoch drauf beginnt sie einfach. Würde ich (als Deutsche) in einem arabischen Land leben, würde ich Faschingssonntag vermutlich nicht bemerken, den Beginn des Ramadan aber (aufgrund der eingeschränkten Ladenöffnungszeiten dort) schon.


    Was sind denn die normalen und gesunden Dinge, auf die hier verzichtet worden ist? Ich hab jetzt nicht jeden Verzicht im Kopf, aber Süßigkeiten, Alkohol, Lieferdienste, Handykonsum etc. sind für mich jetzt keine besonders gesunden Dinge. Und gelesen, dass hier jemand auf Sport und Gemüse verzichtet, habe ich auch nicht. ":/

    Zitat

    Übrigens liegen meine Cholesterin- und Blutfettwerte im grünen Bereich - falls sich das jemand bei DER Ernährung zu fragen beginnt.

    Also dass Cholesterin- und Blutfettwerte unterschiedliche Werte sind, wäre mir neu.

    Zitat

    Fett ohne Massen von Kohlenhydraten macht nicht gleich dick.

    Schön, wenn es bei dir so ist. Nur verallgemeinern solltest Du das nicht. Meine Cholesterinwerte haben sich nach dem (nicht freiwilligen) Verzicht auf Kohlenhydraten und auch Fett mitnichten verbessert.

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    Was sind denn die normalen und gesunden Dinge, auf die hier verzichtet worden ist?

    Also ich habe hier mehrfach was von Verzicht auf Fisch bzw. Obst gelesen. Was an gesunder Ernährung schädlich oder Genussmittel sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Da verzichtet jemand auf Obst wegen dem Zucker und damit gleichzeitig auf Vitamine? Das hat schon was von Geißelung.