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    Jeder muss halt für sich selbst wissen, warum er das macht....da gibt's kein Richtig und kein Falsch.

    Das stimmt.


    Bei den religiös Gläubigen und den Winterspeckabnehmern war mir das "Warum" klar. Auch für diejenigen, die auf schädliche Genüsse bzw. Genusmittel ??wenigstens vorübergehend?? verzichten wollen, habe ich Verständnis.


    Meine Fragen nach dem Sinn und dem Zeitraum des Fastens richteten sich vornehmlich an diejenigen Faster, die das weder aus religiösen noch aus gesundheitlichen Gründen gerade in der christlichen Fastenzeit (warum nicht im Ramadan?) machen. Sachliche Antworten dazu bekam ich von Susi Sumsebach. Danke Susi.


    Ansonsten blieb insbesondere meine Frage unbeantwortet, warum sich in dieser kirchlich festgelegten Zeitspanne manche

    Menschen anscheinend selbst quälen wollen, indem sie sich normale und gesunde Dinge entsagen, die das Leben erleichtern und angenehmer machen würden und z.T. auch der Gesundheit dienlich wären.


    Eine freiwillige Selbst-Quälung ohne Sinn ist nach meinem Verständnis unnormal.

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    Meine Fragen nach dem Sinn und dem Zeitraum des Fastens richteten sich vornehmlich an diejenigen Faster, die das weder aus religiösen noch aus gesundheitlichen Gründen gerade in der christlichen Fastenzeit

    Zeitraum:


    Wie bereits geschrieben - Tradition.


    War bereits im religiös geprägten Elternhaus so und ich habe es für mich einfach so weitergeführt. Das Religiöse habe ich für mich persönlich nicht übernommen, aber den Zeitraum.


    Sinn:


    Viele Dinge weiß ich im Alltag nicht mehr zu schätzen. Weil sie normal geworden sind, weil ständig größere Sachen wichtiger scheinen, weil ich zu abgelenkt bin.


    Der Verzicht bringt mich dazu, wieder zu merken, was ich an so Kleinigkeiten zu schätzen weiß.

    Zitat

    Ansonsten blieb insbesondere meine Frage unbeantwortet, warum sich in dieser kirchlich festgelegten Zeitspanne manche

    Auch hier Tradition und die daraus resultierende Erfahrung, dass es ein guter Zeitraum ist um mein persönliches Ziel (s.o.) zu erreichen.

    Ich denke, dass die meisten es einfach deswegen machen, Zitat LilaLina:

    Zitat

    Viele Dinge weiß ich im Alltag nicht mehr zu schätzen. Weil sie normal geworden sind, weil ständig größere Sachen wichtiger scheinen, weil ich zu abgelenkt bin.


    Der Verzicht bringt mich dazu, wieder zu merken, was ich an so Kleinigkeiten zu schätzen weiß.

    Das ist eine sehr verbreitete menschliche Eigenschaft. Wer schon mal im Gefängnis oder anderen Lagern gelebt hat, kann das sehr gut nachvollziehen. Da erscheinen dann alltägliche Dinge auf einmal als Balsam für die Seele.

    @Emax

    Bei dem Fasten wie ich es praktiziere handelt es sich nicht um eine sinnlose Selbstquälung. In unserer Überflussgesellschaft sind Genussmittel zu normal geworden wie ich finde. Ich merke an mir selbst, dass ich diese nicht mehr schätze, wenn ich sie immer habe. Wenn ich eine zeitlang darauf verzichte, kann ich sie mehr schätzen und genießen. Das ist ein tolles Gefühl und ein schönes Geschmackserlebnis.


    Und immer verzichten möchte ich auf Genussmittel nicht. Dafür schmecken sie zu gut. :-q


    Und warum ich das nicht im Ramadan mache: ganz einfach, weil ich keine Ahnung habe, wann der ist. Die "Fastenzeit", die 40 Tage vor Ostern beginnt, ist einfach zu finden. Sie beginnt an Aschermittwoch, den bekomme ich zwar nicht mit, aber Faschingssonntag ist nicht (aufgrund der lokalen Faschingsumzüge) zu übersehen. Und den Mittwoch drauf beginnt sie einfach. Würde ich (als Deutsche) in einem arabischen Land leben, würde ich Faschingssonntag vermutlich nicht bemerken, den Beginn des Ramadan aber (aufgrund der eingeschränkten Ladenöffnungszeiten dort) schon.


    Was sind denn die normalen und gesunden Dinge, auf die hier verzichtet worden ist? Ich hab jetzt nicht jeden Verzicht im Kopf, aber Süßigkeiten, Alkohol, Lieferdienste, Handykonsum etc. sind für mich jetzt keine besonders gesunden Dinge. Und gelesen, dass hier jemand auf Sport und Gemüse verzichtet, habe ich auch nicht. ":/

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    Übrigens liegen meine Cholesterin- und Blutfettwerte im grünen Bereich - falls sich das jemand bei DER Ernährung zu fragen beginnt.

    Also dass Cholesterin- und Blutfettwerte unterschiedliche Werte sind, wäre mir neu.

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    Fett ohne Massen von Kohlenhydraten macht nicht gleich dick.

    Schön, wenn es bei dir so ist. Nur verallgemeinern solltest Du das nicht. Meine Cholesterinwerte haben sich nach dem (nicht freiwilligen) Verzicht auf Kohlenhydraten und auch Fett mitnichten verbessert.

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    Was sind denn die normalen und gesunden Dinge, auf die hier verzichtet worden ist?

    Also ich habe hier mehrfach was von Verzicht auf Fisch bzw. Obst gelesen. Was an gesunder Ernährung schädlich oder Genussmittel sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Da verzichtet jemand auf Obst wegen dem Zucker und damit gleichzeitig auf Vitamine? Das hat schon was von Geißelung.

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    Also ich habe hier mehrfach was von Verzicht auf Fisch bzw. Obst gelesen.

    Fisch habe ich nicht ein einziges Mal gelesen.


    Bei Obst kam immer wieder die Diskussion auf, weil Kritiker meinten, wer auf Süßes und Nachtisch verzichtet, muss auch auf Obst verzichten. Dagegen wurde von den "Fastenden" immer wieder argumentiert, dass die gesunden Sachen eben nicht rausfallen sollen.


    Würde hier nicht manche alles mögliche auf die Goldwaage legen, wäre das Wort Obst vermutlich nicht einmal erwähnt worden.

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    Da verzichtet jemand auf Obst wegen dem Zucker und damit gleichzeitig auf Vitamine?

    Wer denn??

    Grad mal die Obstdiskussion nachgelesen.


    Eine Userin schrieb, dass sie auf Obst verzichten würde - diese hat das Fasten dann aber auch recht schnell abgebrochen. Alle anderen verzichten auf Süßigkeiten, Alkohol, Chips, Nachtisch, Smartphone-Konsum, FastFood, Essensbestellungen....

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    Also dass Cholesterin- und Blutfettwerte unterschiedliche Werte sind, wäre mir neu.

    Oh ja pfui, pöse pöse Susi! :-X Da hat sie doch glatt Tryglizeridwert gemeint und Blutfettwert geschrieben und anscheinend übersehen, dass das Cholesterin AUCH zu denen gehört! Und sowas will Ahnung haben! Tz,tz,tz! ;-)

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    Meine Cholesterinwerte haben sich nach dem (nicht freiwilligen) Verzicht auf Kohlenhydraten und auch Fett mitnichten verbessert.

    Das tut mir leid für Dich. Ich käme übrigens nie auf den Gedanken, neben vielen Kohlenhydraten auch noch das Fett wegzulassen; dann würde es mir nicht mehr schmecken.


    Wer wollte denn hier auf Fisch verzichten?

    Als Qual empfinde ich Fasten an sich auch nicht. Ich bin ja nach Fleisch und Süssem nicht süchtig. Zigarettenverzicht könnte ich mir aber tatsächlich als Qual für manchen Raucher vorstellen, obwohl ich selbst nicht rauche.

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    Viele Dinge weiß ich im Alltag nicht mehr zu schätzen. Weil sie normal geworden sind, weil ständig größere Sachen wichtiger scheinen, weil ich zu abgelenkt bin.


    Der Verzicht bringt mich dazu, wieder zu merken, was ich an so Kleinigkeiten zu schätzen weiß.

    Hallo LilaLina,


    das ist nun ein Argument, welches ich verstehe.


    Ich habe im Zweiten Weltkrieg und in der anschließenden Notzeit hinreichend kennen gelernt, was Hunger ??samt Unterernährung?? ist. Ich brauche daher kein Fasten, um zu erleben, wie schön es ist, wenn der Schmerz nachlässt.


    Ich empfinde unseren jetzigen Wohlstand

    als Geschenk Gottes und pflege in Dankbarkeit dafür die katholischen Fastengebote in Verbundenheit mit dieser Glaubensgemeinschaft, deren Kultur auch die Lebensqualität der Religionslosen in unserem Land positiv beeinflusst.


    Nichts für ungut.