Also generell würde ich auch zu der Annahme tendieren, dass der Körper eben überall (unter den Armen, an den Füßen, auf dem Kopf usw.) etwas absondert, dass man nur mit Shampoo/Seife/Duschgel runterkriegt.


    Die Leute sollen früher ja so gestunken haben, dass Parfüm erst mal nur dazu gut war, den Gestank mehr oder weniger erfolgreich zu übertünchen ;-D (Bzw. ganz früher wurde Schweissgestank ja als erotisch anziehend gewertet. Naja gut, man kann es eben auch übertreiben (Stewardessenkrankheit oder wie das heisst), daher halte ich einen Mttelweg für das Beste).


    Von daher leuchtet mir dieses neumodische "ich benutze kein Shampoo mehr" noch nicht so wirklich ein.


    Kein Deo benutzen führt ja auch nicht dazu, dass man weniger schwitzt und weniger riecht. :-/


    Ich persönlich neige auch zu Schuppen. Ich benutze das Anti-Schuppen-Schampoo von Balea und zwar pro Waschgang (alle zwei Tage) eine ordentliche Ladung ;-D . Und was soll ich sagen: Meine Haare sind schuppenfrei duftig, liegen gut, sind leicht kämmbar, seidig, kurz, ein Traum ;-D


    Vielleicht hast du echt einfach noch nicht deinen Haar-Kopfhauttyp richtig analysiert und das entsprechende Shampoo gefunden.


    Ich dachte früher auch immer, das ich entweder eine empfindliche Kopfhaut habe oder zu wenig wasche (und dann wie wild mit einem falschen Shampoo rumgerubbelt), dass ich eine trockene Kopfhaut habe, was weiss ich. Mit dem Ergebnis, dass die Kopfhaut so juckte, dass ich sie blutig gekratzt habe. Aber nein, es sind stinknormale Schuppen die mit einem stinknormalen Schuppenshampoo verpufft sind sozusagen.


    Zu den Kindern: Kinder stinken ja auch selten unter den Armen. Also ich glaube, das kann man nicht vergleichen; Kinder brauchen eben auch kein Deo. Offensichtlich produziert der erwachsene Körper Sekrete, denen, wenn man sie loswerden will, nur mit entsprechenden Mitteln zu Leibe gerückt werden kann. Früher fand man das offensichtlich nicht so schlimm. Aber wenn ich jetzt an Leute mit fettigen Haaren oder stinkenden Achseln denke, dann finde ich es echt zum weglaufen.

    verwendest du eigentlich immer das gleiche shampoo über einen längeren zeitraum, bevor du es dann nicht mehr verträgst?


    das problem hatte ich nämlich auch mal, hab dann schon vor langer zeit so umgestellt, daß ich immer mehrere shampoos abwechselnd verwende, seit dem gehts. vielleicht ist das ja zusätzlich zum reduzieren bei dir auch ein guter tipp. :-)


    hast du eigentlich mal haarseife ausprobiert? z.b. auf olivenölbasis? die trocknet meiner erfahrung nach die spitzen weniger aus.

    Zitat

    Aber wenn ich jetzt an Leute mit fettigen Haaren ... denke

    Wie du gelesen hast, ist ja genau das Gegenteil eingetreten. Sie fetten auch nach 2 Tagen noch nicht spürbar und die Schuppen sind auf 0.


    Klar, ich plane nicht, das Schampoo komplett wegzulassen, nur eben stark zu reduzieren. Momentan bleibe ich konstant auf der "Haselnuss"-Portion für eine Kopfwäsche, um das auf lange Zeit zu beobachten. Wenn es über die nächste Jahreszeit stabil bleibt, werde ich aber gucken, ob ich noch ein Stück reduzieren kann (durch Verdünnen).


    Ich gehe auch davon aus, dass man für den Staub und Schweiß selbstverständlich lösende Substanzen braucht - nur eben viel weniger, als man gemeinhin denkt. Und die Haut dankt es.

    Zitat

    verwendest du eigentlich immer das gleiche shampoo über einen längeren zeitraum, bevor du es dann nicht mehr verträgst?

    Nein, viele Schampoos haben sich schon nach einer Woche als untauglich herausgestellt.

    ich hab mehr die shampoos gemeint, die du zunächst schon verträgst. gehn die dann auch nach einer gewissen zeit nicht mehr, oder hab ich deinen satz im eingangspost "Nie blieb ein Schampoo verträglich." einfach falsch verstanden?


    und eben die frage, ob du die dann über einen gewissen zeitraum ausschließlich verwendet hast, oder hast du da mehrere im wechsel?

    Zitat

    Ich mische in einer leeren Shampooflasche ein paar Tropfen Shampoo mit Wasser und schüttel das dann gründlich durch. Somit habe ich genügend Schaum, komme aber mit deutlich weniger Shampoo aus.

    mach ich nur mit dem letzten rest in der shampoo-flasche, aber da kommt man dann schon auch auf die idee, dass man eigentlich das shampoo auf die 2-3fache menge strecken könnte ohne verluste...




    "no poo", wie klingt das denn??? ich schmier mir auf keinen fall "poo" in die haare, das wäre weder für mich noch meine Umwelt so angenehm... ;-)

    Zitat

    oder hab ich deinen satz im eingangspost "Nie blieb ein Schampoo verträglich." einfach falsch verstanden?

    Ach so - nein, in der Tat habe ich seit Jahren das gleiche Schampoo, welches als einziges relativ gut funktioniert (ohne Anspruch auf Vollständigkeit meiner Produkttests zu erheben, aber ein Dutzend Marken habe ich sicherlich durch ;-) ).

    Zitat

    Was mir noch zu denken gibt: ich habe nie Kleinkinder mit Schuppen oder fettigen Ansätzen gesehen.

    Der Ansatz ist interessant, aber bietet keine Lösung. ;-D Denn bei Kindern ist die Haarstruktur anders als bei Erwachsenen. Haare und Haarwachstum wird ja auch durch Hormone, Ernährung, etc. beeinflusst.


    Ich hoffe, ich habe es nicht überlesen, aber hast du schon mal überlegt, die Häufigkeit des Waschens zu reduzieren?

    Zitat

    Der Frau sind Haare ausgefallen, sie hat Schuppen und Schorf auf dem Kopf gehabt und die Kopfhaut war allgemein in desolatem Zustand.

    Naja, das zeigt doch, wie schädlich Shampoo eigentlich sein muss.

    Das tägliche Haarewaschen ist halt ein Erste-Welt-Phänomen. Wenn man sich andere Kulturen anschaut, dann sieht man, dass die auch nicht versiffte Haare und Glatzen haben, nur weil nicht täglich gewaschen wird.


    Ich glaube, bei täglicher Haarwäsche wär ich glatzköpfig. Ich wasche die Haare in der Regel alle drei Tage, das reicht bei mir vollkommen und ich sehe keinen Grund, nur aus sozialen Zwängen mit irgendwelchen Dingen anzufangen, die mir gesundheitlich noch schaden (trockene Haut!).


    Shampoo kann man prima verdünnen, ich hab ne Weile auch nur einmal in der Woche mit Shampoo gewaschen und keinen nennenswerten Unterschied bemerkt. Aber das ist wohl auch Typsache.

    http://www.hausmittel-haare.de/bier.html


    .....wenn ich früher kein Haarfestiger im Haus hatte, hab ich Bier genommen....echt gut. Der Geruch verfliegt schnell.


    Wer den Geruch gar nicht mag, kann einen Tropfen seines Lieblingsparfüms oder Öl zum Shampoo dazu geben.


    Ansonsten Natur pur und es hilft.....der Einsatz mit dem Gebräu :-D :)^

    Zitat

    Der Ansatz ist interessant, aber bietet keine Lösung. ;-D Denn bei Kindern ist die Haarstruktur anders als bei Erwachsenen. Haare und Haarwachstum wird ja auch durch Hormone, Ernährung, etc. beeinflusst.

    Ich dachte mir, dass die Erklärung so einfach nicht funktionieren würde ;-D

    Zitat

    Ich hoffe, ich habe es nicht überlesen, aber hast du schon mal überlegt, die Häufigkeit des Waschens zu reduzieren?

    Nein, durch meine dünnen Haare muss ich sie spätestens nach 2 Tagen waschen, damit nicht alles platt ist. Wenn ich als Kerl schon lange Haare hab, muss auch ein Mindestmaß Eitelkeit da reingelegt werden, damit es auch halbwegs ordentlich aussieht. ;-)

    Zitat

    Sorry, lieber trinke ich das Bier, und schönere Haare macht es dann definitiv nicht :-D


    Update: es ist immer noch stabil. Samstag morgen im Staub geschwitzt (Boden im Garten aufgehackt), danach Haare mit Minimal-Schampoo gewaschen und gut ausgespült. Gestern abend Motorradhelm aufgehabt, der sowieso das Fetten fördert. Heute morgen sehen die Haare immer noch gut aus.

    Hallo liebe Forenten, da melde ich mich nach einem halben Jahr nochmal mit einem Update.


    In der Zwischenzeit sind alle Jahreszeiten durch, es war Sommer, Herbst, ich war in der schwülen Karibik und nun sitze ich in der trockenen Heizungsluft während draußen Schnee liegt.


    Meine haselnussgroße Portion an Schampoo hat sich als absolut ausreichend herausgestellt. Meine Haare habe ich sogar im Sommer noch etwas länger wachsen lassen, aber es reicht immer noch aus. Die fehlende Schaumentwicklung habe ich mittlerweile auch kompensiert: beim Duschen spüle ich die Haare erst gründlich mit Wasser und lasse es einziehen, während ich den restlichen Körper wasche. Erst danach kommen die Haare dran und diese nehmen, wenn sie lange eingefeuchtet waren, das bisschen Schampoo viel besser auf und es schäumt dann sogar ein bisschen. Die Haare fühlen sich dann nach dem Ausspülen richtig voluminös an.


    Die Erfolge haben sich auch über die Zeit stabilisiert: ich war nun in allen Jahreszeiten komplett schuppenfrei geblieben. Sogar im Winter, was sonst meine Problemzeit war. Fetten tun sie auch im Ansatz kaum noch, so dass alle 2 Tage waschen völlig ausreicht.


    Bin absolut zufrieden und werde dabei bleiben! Mir zeigt das mal wieder, wie überdimensioniert viele Konsumentenprodukte sind und was für ein vermeintlicher Bedarf dadurch geweckt wird, der eigentlich nicht begründbar ist. :)^

    Hi Comran,


    dieses Thema mit den Haaren hab ich auch schon durch. Ich hatte auch seit der Jugend das Problem, wollte eigentlich immer jeden zweiten Tag Haare waschen, aber dann waren sie schon am nächsten Tag total fettig. Hatte auch immer mal wieder ein massives Schuppenproblem, wogegen kein Schuppenshampoo half, sondern was immer wieder "von alleine" wegging.


    Ich hatte fest vor mir die Haare seltener waschen zu müssen. Habe dann zwischen den Tagen mal ausprobiert nur mit Wasser zu waschen. Geht auf jeden Fall, die Haare sehn danach besser aus, sind nicht mehr fettig, aber auch nicht wirklich frisch.


    Dann habe ich angefangen nur noch Naturprodukte für die Shampoos zu verwenden, ohne Silikone. Das und die Gewöhnung hat geholfen, dass ich meine Haare nur noch alle 4-5 Tage waschen musste. Dann sahn die Haare immer noch super aus, aber die Kopfhaut fing ab da an zu jucken.


    Dazu muss ich auch sagen, so selten waschen hat bei mir nur geklappt als ich meine Haare regelmäßig blondiert hatte :-DDenke mal, weil die Haare einfach trockener waren.


    Jetzt ohne Blondierung bin ich so bei alle 3, höchstens 4 Tage.


    Mengenmäßig nehme ich allerdings mehr als du. Und mittlerweile verwende ich nur ein Duschgel für Haare und Körper, da ich gemerkt habe, dass es keinen Unterschied macht.


    Andere haben Schuppen, fettiges Haar nach einem Tag, obwohl sie sich jeden Tag die Haare mit einer handflächevoll Markenshampoo waschen.


    Fazit: Weniger ist mehr ;-)

    Lieber Comran,


    schön, dass sich dein Bedarf nach weniger Shampoo bewährt hat.


    Ich habe auch schon so eine Reise in Richtung natürlich Haarwäsche hinter mir.


    Früher habe festes Shampoo einer Naturkosmetikfirma verwendet, dann jahrelang Kernseife und seit Oktober wasche in meine Haare und auch den restlichen Körper nur noch mit Wasser. Seife liegt bei mir tatsächlich nur noch am Waschbecken für die Hände. Ich dusche fast jeden Tag, wasche allerdings meine Haare nur je nach Verschmutzung im Schnitt alle vier Tage. Dann sind sie allerdings auch nicht großartig fettig oder riechen.


    Ich muss dazu anmerken, dass meine Haare noch nie stark gefettet haben und meine Schweißproduktion auch nicht so üppig ist. Trotzdem habe ich in den ersten Wochen ohne Seife natürlich noch eine stärkere Talgproduktion in den Haaren gehabt, die sich allerdings sehr fix reguliert hat. Das einzige, was etwas gewöhnungsbedürftig war, war das Fehlen des "Quietsche-Gefühls", das man ja meist irgendwie mit Sauberkeit assoziiert. Die Haut an meinem Körper wurde übrigens auch sehr schnell merklich weniger trocken.

    Zitat

    Also generell würde ich auch zu der Annahme tendieren, dass der Körper eben überall (unter den Armen, an den Füßen, auf dem Kopf usw.) etwas absondert, dass man nur mit Shampoo/Seife/Duschgel runterkriegt.

    Ich kann das Gegenteil bestätigen. Bis jetzt habe ich noch jeden Schmutz durch Wasserreinigung wegbekommen, ich sule mich ja nicht in Öl. Zeitlich brauche ich auch nicht länger unter der Dusche als vorher.

    Zitat

    Kinder brauchen eben auch kein Deo. Offensichtlich produziert der erwachsene Körper Sekrete, denen, wenn man sie loswerden will, nur mit entsprechenden Mitteln zu Leibe gerückt werden kann. Früher fand man das offensichtlich nicht so schlimm.

    Ich benutze auch kein Deo und fühle mich viel wohler ohne permanente Parfümierung. Diese Norminativierung, was "der erwachsene Körper" für Mittel zu benutzen hat, damit er sich zivilisiert nennen darf, finde ich ziemlich furchtbar. Sie zeigt meiner Meinung nach nur auf die harte Tour, wie sehr sich Werbung in das kollektive Bewusstsein einprägt.