Haarverlust/Haarersatz

    Hallo liebe Leute,


    leide seit Jahren unter Haarverlust, früher im Frühjahr/Herbst ("Fellwechsel"?) verstärkt, danach gab es auch mal Ruhephasen. Die sind seit ca. 4 Jahren vorbei und das "Ende der Fahnenstange" scheint bald erreicht. Wobei es schon toll ist, wieviel Haare frau so auf dem Kopf hat - wenn ich bedenke, wie lange das nun schon so geht. Die Diagnose lautet "androgenetisch (also anlagebedingter) Haarausfall". Ich bin inzwischen 68 Jahre, Single (ihr scheint mir alle viel jünger zu sein - egal), werde immer als vital und lebendig beschrieben und meist auch jünger geschätzt. Hilft mir aber alles nix.


    Hormone bekomme ich von den Gynäkologen nicht, da ich noch im Besitz von Gebärmutter und Eierstöcken bin und als junge Frau eine Venenentzündung hatte (Thrombosegefahr). Habe schon viiiel Geld zum Fenster rausgeschmissen für "Wundermittel", zur Zeit nehme ich nur noch Brennesselsamen, Gerstengraspulver und MERZ-Haardragees zu mir.


    Meine Haare sind glatt und platt und störrisch, so daß ich sie jeden Morgen waschen muß und davor, dabei und danach unter größtem Streß stehe (Magenschmerzen, Tränen usw.) weil ich alle rumliegenden Haare danach entsorgen muß. Es sind definitiv über 100... :°( Dieses Sch..thema dominiert echt mein ganzes Leben und es macht mir große Sorgen, daß ich mich im gesellschaftlichen Rückzug (ich singe im Chor, aber auf die Bühne würde ich mit Perücke nicht mehr gehen) befinde und auch die Perspektive immer düsterer wird. Oft überlege ich, ob ich überhaupt rausgehen soll. Die restlichen Haare versuche ich immer noch irgendwie zu stylen, das Ganze wird mit einer kräftigen Ladung Haarspray fixiert und das finde ich auch total doof.


    War schon mal im Perückenladen und wurde dort überhaupt nicht ernst genommen "warum weint se denn jetzt...da haben wir aber ganz andere Fälle hier(nach klar, da sitzen die Omis und die armen Krebspatientinnen..) aber noch bin ich weder die eine noch Gottseidank die Andere Betroffene). Ist auch schon wieder ein halbes Jahr her.


    Habe einige Perücken ausprobiert und sah damit aus wie "Stulle" - grauenvoll! Nun fürchte ich mich zu Tode davor, zumal ich mir Frauen genau ansehe und was ich an Haarersatz erkenne, nur bedauernswert finde. Wäre ich Tina Turner oder überhaupt jemand mit viel Geld, könnte ich mir 'nen schicken Fiffi knüpfen lassen.


    Genug gejammert, würde mich seeeehr freuen, wenn eine/r von euch Erfahrung mit dem Thema hat und mir dazu etwas sagen kann (daß ich gesund bin, weiß ich sehr zu schätzen, versuche mich mit Yoga und Meditation zu entspannen - versuche an der Stelle zu tun, was in meiner Macht liegt)


    Danke!

  • 5 Antworten

    Was wäre denn wenn du deine Haare sher kurz schneiden würdest? Mit sehr kurzen Haaren fällt es doch bei weitem nicht so auf.


    Und sich nur wegen dünner werdenden Haar nicht mehr raus gehen zu wollen ist, einfach affig, na und dann sind sie halt dünner. Weshalb solte man sich da verstecken.


    Wenn du bei einem ordentlichen Perückenstudio oder Zweithaaar Friseur bist, wird er eine Perücke für dich finden die entweder deiner normalen Frisur gleicht oder zu deinem Typ passt.


    Es muss nicht sein das man immer sieht das jemand eine Perücke auf hat, es sei denn es ist eine preiswert Perücke ist die man zum Fasching oder zum Verkleiden benutzen würde. Es gibt auch schon Perücken die gut aussehen ab ca 200€.


    Allerdings schwitzt man sehr unter Perücken. Ob du dich mit einer teureren Perücke weniger verkleidet fühlen würdest, ist auch fraglich. Kunsthaar Perücken sind meiner Meinung nach weniger auffällig, weil sie einen natürlichen glanz haben, Naturhaar Perücken sehen eher stumph aus da es ja totes Haar ist.