Intelligenz und psychische Erkrankungen?

    S.g. Damen und Herren,


    nach meiner Beobachtung leiden gerade extrem intelligente Menschen, die in ihrem Beruf alles geben und über ein umfangreiches Wissensspektrum verfügen, vermehrt unter psychischen Störungen, wie bspw. Magersucht oder Schizophrenie?


    Gibt es da einen Zusammenhang?


    MfG,


    Andrea

  • 37 Antworten

    Sind sie eher arbeitslos und wirtschaftlich schlechter gestellt, weil sie schizophren sind, oder sind sie schizophren, weil es ihnen wirtschaftlich schlechter geht? ":/


    Meiner Meinung nach erkranken alle Bevölkerungsschichten an psychischen Krankheiten, möglicherweise aus verschiedenen Gründen.


    Die "Intelligenteren" vielleicht, weil sie viel zu viele Gedankengänge haben und durch Ängste depressiv werden können, die "Unintelligenteren" vielleicht, weil es ihnen aufgrund fehlender Ausbildung wirtschaftlich schlechter geht.


    Man muss da zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden. Aber im Endeffekt erkranken Menschen aus allen Bildungsschichten an psychischen Krankheiten.

    Zitat

    Meiner Meinung nach erkranken alle Bevölkerungsschichten an psychischen Krankheiten, möglicherweise aus verschiedenen Gründen.

    Zitat

    Man muss da zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden. Aber im Endeffekt erkranken Menschen aus allen Bildungsschichten an psychischen Krankheiten.

    Genau. :)^


    Psychische Erkrankungen können viele Ursachen haben. Da spielt oftmals Genetik eine Rolle, auch traumatische Erfahrungen, Umweltfaktoren, etc. und das kann jeden Menschen treffen, ob er nun intelligent ist oder nicht.

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    Es gibt meines Wissens nach einen leichten Zusammenhang zwischen Schizophrenie und durchschnittlich etwas höherer Intelligenz, aber dieser Zusammenhang existiert nicht für alle psychischen/psychiatrischen Erkrankungen, und ob dieser Zusammenhang kausaler Natur ist oder nicht, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Zumindest theoretische Überschneidungen gibt es im Fall der Schizophrenie mit Hochbehabung oder noch mehr Inselbegabung.


    Innerhalb der psychiatrischen bzw. psychischen Erkrankungen gibt es jedoch Erkrankungen bzw. Fälle, die relativ stark (wenn auch nicht ausschließlich) genetisch bedingt sind und welche, die primär auf äußere Faktoren bzw. Lebensumstände zurückzuführen sind.


    Insofern kann man Aussagen diesbezüglich nicht verallgemeinern.


    Dass Menschen mit hoher Intelligenz sich tendenziell als anders und häufiger auch ausgeschlossen von der Gesellschaft empfinden und/oder von anderen so wahrgenommen werden, was die Entwicklung psychischer Probleme begünstigen oder erst verursachen kann, ist wieder eine andere Sache.

    Bezüglich der Magersucht ist mir schon aufgefallen, das verdächtig viele Mädchen/junge Frauen aus ehrgeizigen, gut situierten Haushalten betroffen sind. Bei anderen psychischen Störungen (Depressionen, Burnout, Angststörungen etc.) sehe ich überhaupt keinen Zusammenhang.


    Die Schizophrenie ist keine psychische Störung, sondern eine psychische Erkrankung. Sie kann alle Bevölkerungsschichten und jedes Alter betreffen.

    Zitat

    Dass Menschen mit hoher Intelligenz sich tendenziell als anders und häufiger auch ausgeschlossen von der Gesellschaft empfinden und/oder von anderen so wahrgenommen werden, was die Entwicklung psychischer Probleme begünstigen oder erst verursachen kann, ist wieder eine andere Sache.

    Das stimmt. Ich selber bin hochbegabte Asperger-Autistin und hatte in der Kindheit und Jugend erhebliche Probleme. Ich war zwar dabei, doch nie mittendrin. Ich gehörte einfach nicht dazu. Natürlich hinterlässt das Spuren und kann auch Störungen provozieren.

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