Weißt Du, ich mag auch nicht, wie Du schreibst - vor allem was ist teilweise u. a. S** - aber ich spüre, dass "dahinter" etwas ganz anderes steht. Du beißt um Dich, bist aber in Wirklichkeit einsam und verzweifelt, das dringt Deinen Sätzen hier praktisch aus allen Poren. Warum gibst Du Dir nur eine so unsympathische Fassade? Was willst Du dadurch erreichen?

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    vor allem was ist teilweise u. a. S**

    Das verstehe ich nicht. Was soll das heißen "vor allem was ist teilweise u.a. S** ?

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    Warum gibst Du Dir nur eine so unsympathische Fassade?

    Das Problem ist, dass meine Fassade wohl anders ist. Was ich schreibe ist mein Innerstes, leider. Ich wüsste nicht, wie ich es anders sehen könnte.

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    Du beißt um Dich, bist aber in Wirklichkeit einsam und verzweifelt

    Ja, das stimmt. Es hat sehr viel damit zu tun, dass ich erkenne, dass ich wieder die Maske aufsetzen muss (freundlich, extrovertiert, gepflegt, was weiß ich) um irgendeinen Erfolg bei Frauen zu haben. Man hat es gestern wieder gesehen beim "Date". Manchmal wünsche ich mir echt nur noch eine Partnerin, die (wenn man so will) genauso "scheiße" ist, wie ich, denn dann dürfte es keine Probleme geben. Etwas anderes kann ich nicht bieten - ich glaube euch, dass ihr in eurem Wesen sympathischer seid - wahrscheinlich, weil einige von euch glücklicher sind? Ich weiß es nicht.

    u.a.S. = unter aller Sau.


    Puh, ich finde es ganz schwierig, wenn man sich selbst - wie es bei Dir zu sein scheint - nicht leiden mag. Du kannst Dich ja nicht "mögen wollen", jedenfalls wirst Du es dadurch nicht tun.


    Ich glaube Dir aber gar nicht, dass Du "so bist"; ich glaube, dass Du Dich innerlich verspannt und verkrampft hast und eigentlich gar nicht mehr weißt, wie Du wirklich bist. Ich nehme trotz allem einen weichen und lieben Anteil in Dir wahr, und ich glaube nicht, dass ich mir das einbilde.

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    Ich nehme trotz allem einen weichen und lieben Anteil in Dir wahr, und ich glaube nicht, dass ich mir das einbilde.

    Tust du nicht. Geht mir genauso. Deshalb ja umso schad"er", dass du deine Unfreundlichkeit als dein wahres Wesen bezeichnest. :(

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    Puh, ich finde es ganz schwierig, wenn man sich selbst - wie es bei Dir zu sein scheint - nicht leiden mag.

    Und da ist meistens das Problem. Wenn ich mich in den Spiegel sehe, dann muss ich lächeln - ich mag, was ich sehe. Ich habe meine Fehler, aber größtenteils kann ich mich annehmen, wie ich bin. Warum also andere meinen, ich könnte mich selbst nicht leiden - ich verstehe es nicht. Warum mache ich diesen Eindruck?

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    Ich glaube Dir aber gar nicht, dass Du "so bist".

    Ich bin auch so. Ich kann das totale Arschloch sein, aber ich kann auch total lieb sein. So würde ich es beschreiben. Hört sich das ungesund an?

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    Und da ist meistens das Problem. Wenn ich mich in den Spiegel sehe, dann muss ich lächeln - ich mag, was ich sehe. Ich habe meine Fehler, aber größtenteils kann ich mich annehmen, wie ich bin. Warum also andere meinen, ich könnte mich selbst nicht leiden - ich verstehe es nicht. Warum mache ich diesen Eindruck?

    Weil du permanent am Hadern bist. Ich bin zu klein, zu dünn, zu alt...Frauen hassen mich, mein Leben lässt sich nicht mehr ändern, ich hasse Frauen, ich hatte ein Schicksal was mich zu dem gemacht hat der ich bin...

    Ganz ehrlich, jeder achtet auf Stereotypen. Frauen stehen nun mal auf größere und breitere Männer (meistens zumindest) und Männer wollen eher zierliche kleinere süße Frauen mit einer schmalen Figur. Da kommt man nicht dran vorbei. Es wird aber immer manche geben die genau das Gegenteil suchen oder damit zufrieden sind. Lass es einfach auf dich zukommen.

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    Ich bin zu klein, zu dünn, zu alt...Frauen hassen mich, mein Leben lässt sich nicht mehr ändern, ich hasse Frauen, ich hatte ein Schicksal was mich zu dem gemacht hat der ich bin...

    Das ist ein guter Punkt, den du hier erwähnst, denn er hat schon oftmals zu Diskrepanzen geführt, wobei ich mich unverstanden fühle.


    Was ist, wenn ich nun behaupten würde, dass ich mich selbst gut leiden kann (wie ich bin), aber die Befürchtung habe, dass mich ANDERE nicht so sehen? Wäre es besser, wenn ich schreiben würde: ich glaube, ich bin Frauen zu klein, zu dünn, zu alt?


    Woher sollte ich diese Selbstüberzeugung nehmen, wenn ich doch genauso selbstkritisch sein kann, mich mit anderen Männern zu vergleichen, um in weiterer Folge zu behaupten, dass ich Frauen nicht genüge. Das muss nicht bedeuten, dass ich mir selbst nicht genüge.


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    Auch wenn ich mich selbst nicht hasse, kann ich dann nicht glauben, dass mich Frauen hassen?


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    Mein Leben (so sehe ich es in der Tat) lässt sich nicht mehr ändern.


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    Auch beim Schicksal habe ich nicht gelogen. Ich bin doch genau der, der ich sein sollte im Sinne von:"was soll man sich bei so einer Vergangenheit erwarten?"

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    und Männer wollen eher zierliche kleinere süße Frauen mit einer schmalen Figur.

    Naja, ich bevorzuge kleine, süße Frauen mit weiblichen Rundungen. Es kann sogar bis ins mollige gehen - ganz egal, wie ich neben ihr aussehen würde - mir gefällt das und ich finde es wahnsinnig erotisch/sexy. Ansonsten könnte sie zwischen 1,50 und ungefähr 1,70 groß sein, aber je kleiner, umso besser, das stimmt.

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    Es kann sogar bis ins mollige gehen - ganz egal, wie ich neben ihr aussehen würde - mir gefällt das und ich finde es wahnsinnig erotisch/sexy. Ansonsten könnte sie zwischen 1,50 und ungefähr 1,70 groß sein, aber je kleiner, umso besser, das stimmt.

    Je nachdem wie du "mollig" definierst sollte das dann aber tatsächlich möglich sein. Rein vom Aussehen her. Zierliche Männer mit dickeren Freundinnen habe ich schon häufiger gesehen :)^


    Nur die Frauenhasser-Einstellung musst du dann ablegen.

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    Ich bin doch genau der, der ich sein sollte im Sinne von:__"was soll man sich bei so einer Vergangenheit erwarten?"

    Hm, ich glaube, hier liegt ein Kardinalirrtum. Das klingt nämlich ganz schön nach einer psychologischen Fessel!


    Die Vergangenheit hat keinen objektiven, unveränderlichen Einfluss, sondern sie besitzt so viel Macht, wie ich ihr für die Gegenwart einräume.


    Ich vermute bloß, das wirst Du wieder kurzerhand wegwischen. Weil Du so felsenfest daran glaubst, dass Du durch Deine Vergangenheit festgelegt bist. Die Katze beißt sich in den Schwanz, fortwährend ...


    Und Du hast Dich verwickelt in eine Art magisches Denken, scheint mir. Wenn Du Dich insgeheim für einen netten Kerl hältst, der lediglich von den Frauen verkannt wird, dann ist das doch erst einmal völlig in Ordnung so! Du bräuchtest nur darauf vertrauen, dass Du Dein Inneres mit ALLEN Facetten nach außen tragen darfst - nein, solltest! - dann wäre auch das okay.


    Guter Rat (ernst gemeint!): Betrachte Dich als eine Art Schatz, der von einer Schatzsucherin erst gefunden und gehoben werden muss. :)z

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    Woher sollte ich diese Selbstüberzeugung nehmen, wenn ich doch genauso selbstkritisch sein kann, mich mit anderen Männern zu vergleichen, um in weiterer Folge zu behaupten, **dass ich Frauen nicht genüge.

    Ich denke, hier liegt das Problem. Ich bin der Meinung, dass du du nicht fähig bist, die richtigen Schlüsse aus deinen Vergleichen zu ziehen. Du schreibst, du genügst Frauen nicht, wegen deines Äußeren. Es geht aber meiner Meinung nach eher um das Innere.

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    Auch wenn ich mich selbst nicht hasse, kann ich dann nicht glauben, dass mich Frauen hassen?

    Eine Pauschalisierung sondergleichen.

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    Auch beim Schicksal habe ich nicht gelogen. Ich bin doch genau der, der ich sein sollte im Sinne von:__"was soll man sich bei so einer Vergangenheit erwarten?"

    Ich kenne deine Vergangenheit nicht. Aber du bist mit Sicherheit nicht der, der du sein solltest, solange du weiterhin in Selbstmitleid versinkst.

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    Ich nehme trotz allem einen weichen und lieben Anteil in Dir wahr, und ich glaube nicht, dass ich mir das einbilde.

    Ich nehme ihn auch so wahr.


    Und zu Thema "Saviour sieht sich selbst als Arschloch"


    Ich finde das verdammt ehrlich zu sagen "Ich hab auch eine beschissene Seite in mir und ich stehe dazu".


    Ich zB kann auch das letzte Arschloch der Welt sein. Ich meine so RICHTIG fies und gemein. Gehässig und gnadenlos kalt...


    In meinen 'besten Zeiten' konnte ich Leute so zulabern, dass sie heulend zusammengebrochen sind...


    Und darauf war ich sogar stolz!


    Ich sag mal man kann es sich ja aussuchen wer man ist und wie man ist.

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    Aber du bist mit Sicherheit nicht der, der du sein solltest, solange du weiterhin in Selbstmitleid versinkst.

    Du kennst meine Einstellung dazu: wenn ich dieses Selbstmitleid nicht haben darf, dann darf man auch kein Mitleid mit den Frauen haben, denen ich ev. schaden könnte, denn mir hat meine Vergangenheit geschadet und frei nach dem Opfer-Täter-Dynamik gebe ich diesen Schaden ab. Wahrscheinlich wird meine nächste Freundin ebenso darunter leiden wie die restlichen Frauen, die mir zu nahe gekommen sind. Ist eben so. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

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    "Saviour sieht sich selbst als Arschloch"

    Das bin ich auf jeden Fall, aber ich bin auch so gemacht worden, also ist es doch eigentlich nur eine logische Folge und das Produkt des Umgangs anderer mit mir.

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    Ich sag mal man kann es sich ja aussuchen wer man ist und wie man ist.

    Bedingt, aber es gibt auch Grenzen. Bei mir ist das so, dass ich mir nun wegen anderen Menschen (Frauen) sehr viele Fragen stellen muss, um zu einer Lösung zu gelangen. Wie komme ich dazu? Warum kann ich nicht einfach glücklich sein? Irgendwie muss ich es schaffen, anderen genau den gleichen Rucksack umzubinden, den ich selbst tragen muss, und dann muss es mir nicht leid tun, denn auch sie müssen dann damit leben. Ich sehe mich selbst als irreversibel zerstört - das schreit geradezu nach Rache. Solange ich mich im gesetzlichen Rahmen bewege, kann nichts schief laufen.


    (Eigentlich habe ich Elisada bereits aufgefordert, mich abzumelden, also wenn ich keine Antwort mehr schreibe - wisst ihr warum)