enigmatic1606,kennst Du Angry Anderson von Rose Tattoo?Der ist nur etwa 1,50m gross und hat Vollglatze,er ist bestimmt keine Schönheit,aber lebt in einer Beziehung und hat mehrere Kinder.Als Persönlichkeit ist der bestimmt 2 Meter gross. ;-)

    Ob man im Leben vorankommt,ob man Erfolg hat,allgemein oder auch beim anderen Geschlecht,hat immer was zu tun mit der Persönlichkeit,weniger mit der Körpergrösse.


    Ich hatte einen Kumpel,Mitglied unseres MCs,der war nur etwa 1,65 gross.Der musste sich auch öfter mal als Bonsai-Rocker titulieren lassen von den grösseren Jungs im Club(natürlich spasseshalber).Aber der hat immer irgendwelche Freundinnen gehabt und hat sich auch niemals unterkriegen lassen.

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    Ich habe nicht geschrieben, dass ich Dich nicht mag, das wäre übrigens auch gelogen.

    Gut, da hab ich dich falsch verstanden. Auch wenn man jetzt natürlich darüber diskutieren könnte, ob das der Wahrheit entspricht, wenn dich schon die Spitze des Eisberges so abstößt. Aber ...

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    Aber ich würde mich nicht auf eine Beziehung mit Dir einlassen, aus Selbstschutz, und nur Vögeln wäre mir auch zu heikel.

    ... überrascht bin ich nach wie vor nicht. Aus sehr, sehr vielen Gründen. Davon abgesehen - um dich zu schützen würde ich mich ebenfalls nicht auf die einlassen. Nicht, dass das eine Rolle spielen würde.

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    Du steckst so voller negativer Bilder, was zwischenmenschliche Beziehungen betrifft, dass man Dich im Grunde nur enttäuschen kann.

    Oh, klar, selbsterfüllende Prophzeiung, gell ? %-| Ungeachtet dessen - mich würds eher überraschen, hätte ich positive Bilder. Das fände ich in meinem Fall um einiges bedenklicher.

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    Diesbezüglich war das Wort "Menschenbild" ungut gewählt, es sind eher "Erwartungen an Menschen", die mir bei Dir sehr überhöht vorkommen und zugleich in einer sehr destruktiven Allianz ungeheuer niedrig.

    Ich bin mir nicht mal sicher, wie das funktionieren soll bzw. wie sich das äußern sollte ? Vollkommen überhöht und ungeheuer niedrig zugleich ?

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    Du gehst durch die Welt und suchst nach Erfahrungen, die Dir bestätigen, dass es mit Dir und anderen nichts werden kann. Ich bin nicht selbstzerstörerisch veranlagt und würde mich deshalb auf dieses Spiel nicht freiwillig einlassen - als misstrauisch beobachtete Ausnahme auf einem Sockel, die eines Tages fallen muss, oder von vornherein mit dem unauslöschlichen Stempel versehen: "Wird mich eines Tages eh enttäuschen".

    Und da es wieder ... %-| Weißt du was ? Es ist mir mittlerweile ehrlich gesagt egal, dass dieser Vorwurf immer wieder kommt. Ich bin es leid, mich in dem Punkt zu rechtfertigen. Ob du es glaubst oder nicht, aber meine Erfahrungen und Sichtweisen folgen aus meinen Erlebnissen und nicht umgekehrt.


    Aber meinetwegen, wenn das hier im Forum die allgemein akzeptierte Denkweise ist, dann eben so: Mir ist in meinem Leben im zwischenmenschlichen Bereich überhaupt noch nie irgendetwas passiert, dass sich auch nur annähernd als negativ beschreiben lassen würde, was dann auch bedeutet, dass ich mir grundsätzlich alles nur einbilde und -rede.


    So. Gut so ? Gut so.

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    Es sind immer nur Momentaufnahmen, im Forum oder anderswo, aus denen man sich das Gesamtbild zusammensetzt. Und manchmal rütteln neue Momentaufnahmen, die sehr prägnanter Natur sind, alles erheblich durcheinander, und man muss neu sortieren. Das ist vollkommen normal und ein Kennzeichen aller menschlichen Beziehungen, keinesfalls ein Spezifikum des Internets. Es passiert ständig, dass man neue Aspekte an Menschen entdeckt, die einen überraschen, freudig oder auch weniger, je nachdem, wie gründlich man sich eben kennt und auch abhängig davon, ob sich jemand verändert hat, was jederzeit passieren kann. Man überrascht sich doch manchmal sogar selbst?

    Klar. Aber reales Kennenlernen ist quasi ein hochauflösendes Panoramabild, während die Momentaufnahmen im Internet eher schlechte als rechte Uralt-Polaroids sind.

    @ Ella71

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    ??Speziell bei engimatic erging es mir genauso, dass er mir sehr oft schon durch tiefgehende Beiträge positiv aufgefallen ist, ich mich sogar gefragt habe, warum so jemand Single ist... hier aber der Eindrück: hääää, nanu...? Schade??

    Jeder Tag ist ein Schultag, nicht ? Solltest du dich das tatsächlich schon mal gefragt haben hast du ja jetzt die Erklärung. Ich helfe gern.

    enigmatic

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    Ob du es glaubst oder nicht, aber meine Erfahrungen und Sichtweisen folgen aus meinen Erlebnissen und nicht umgekehrt.

    Das ist ja aber kein Prozess der in eine Richtung funktioniert. Bei mir war das etwa so: Fieses Mobbing in der Schule -> sehr verkrmapft und ängstlich in der Nähe Fremder -> zu laut und aufgesetzt und verdammt schnell in Verteidigerecke/aggressiv -> weitere negative Erfahrungen weil ich mich entsprechend verhalten und interpretiert habe.


    Da waren auch meine miesen Erfahrungen am Anfang und die waren ursächlich für spätere miese Erfahrung, weil sie mein Verhalten produzierten. Zum Glück bin ich aber kein Durchlauferhitzer ohne Wahl. Habe Verhalten geändert, trotz bestehender Angst und siehe, es wurde besser. Ist nicht ideal, bin immernoch oft zu laut und rede zuviel, aber wird immer besser. Das bedeutet nicht das ich keine Arschgeigen mehr treffe, aber ich treffe auch viele andere und das hilft die Deppen besser wegzustecken.

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    Ich bin mir nicht mal sicher, wie das funktionieren soll bzw. wie sich das äußern sollte ? Vollkommen überhöht und ungeheuer niedrig zugleich ?

    Na ja, extrem hohe Erwartungen an das was in einer Beziehung alles laufen und klappen soll, aber zugleich die Gewissenheit das es sowas nicht gibt und daher ständig in der misstrauisch wartenden Position wann die Enttäuschung kommt. Also, hohe theoretische Ideale und zugleich niedrige Erwartungen an reale Menschen.


    Nebenbei hat shojo nirgendwo geschrieben das es 100% egal wäre, nur im Vergleich eher unwichtig, was nicht das selbe ist.

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    Ich bin mir nicht mal sicher, wie das funktionieren soll bzw. wie sich das äußern sollte ? Vollkommen überhöht und ungeheuer niedrig zugleich ?

    Das ist sogar fast ein Klassiker. Das Frauenbild im Mittelalter ist über weite Strecken recht ähnlich - die Heilige als unerreichbares Sinnbild, die Angebetete, die besungen wird, der man sein Herz zu Füßen legt und für die man in den Krieg zieht und notfalls auch stirbt, und die schmutzige Frau, die Hure, das Weib, das nicht denken kann, nicht kann außer im besten Falle hübsch aussehen, vor der man sich aber hüten muss und die in jeder denkbaren Hinsicht weniger taugt als der Mann.
    Petrarcas Verehrung der Donna Laura, die er in höchsten Tönen gepriesen hat, schlägt in dieselbe Kerbe. Später war er weit fort, während sie, also nicht die besungene, sondern die reale Donna Laura, an der Pest gestorben ist. Da dient der reale Weltgegenstand, in diesem Falle die Frau, als Projektionsfläche eines Ideals, dem sie niemals wird genügen können. Mit ihr als Mensch hat es nichts zu tun. Mein erster Freund hat auch ein bisschen so getickt, das war ziemlich strange und mitunter ernsthaft irritierend, und ich (damals ja noch recht lütt und doof) habe vergleichsweise lange gebraucht, um zu sortieren, weshalb ich mich trotz seiner fast ununterbrochenen Indenhimmelheberei nicht nur nicht richtig wahrgenommen fühle, sondern manchmal von so viel Törö gestresst und zugleich eigenartig einsam.

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    Gut, da hab ich dich falsch verstanden. Auch wenn man jetzt natürlich darüber diskutieren könnte, ob das der Wahrheit entspricht, wenn dich schon die Spitze des Eisberges so abstößt. Aber ...

    Soweit ich Dich kenne, was ja naturgemäß nur ganz wenig ist, mag ich Dich. Ich finde Dich oft klug, einfühlsam, witzig, mir gefällt Deine gelegentliche Rumpeligkeit und Kantigkeit, ich mag grundlegend auch Deinen Weltschmerz und Deine Verletzlichkeit und Verletztheit. Ich habe den Eindruck, dass Du schon ordentlich auf die Fresse gekriegt hast, daraus aber relativ wenig Bedürfnis entwickelt hast, anderen wehzutun, wenn es nicht akut dem Selbstschutz dient. Hinter dem Selbstschutz bist Du sehr einsam, was ich schmerzlich finde, weil ich Dir wünschen würde, es wäre anders, wobei ich glaube, dass Du es Dir manchmal selbst nicht mehr vorstellen kannst, wie es anders sein könnte, und vielleicht so sehr den Ist-Zustand zu Deinem Selbstbild transferiert hast, dass es Dir richtig bedrohlich vorkommt, wenn sich etwas ändern würde, weil Du dann nicht mehr wüsstest, wer Du eigentlich bist. Ich kann mir vorstellen, dass Du in all der Zeit, in der Du das Gefühl hattest, nie "richtig" sein zu können, enorme Verwachsungen entwickelt hast, mit denen Du Dich nicht mehr alltagstauglich fühlst, nicht mehr "normal", vielleicht sogar nicht mehr zugehörig zum Rest der Leute, die es ja zu einem recht großen Teil offenbar trotzdem irgendwie schaffen. Dass Du vielleicht glaubst, Du würdest alles kaputtmachen, was Dir zu nah kommt, und auch reichlich üble Gedanken hegst, vor denen Du manchmal selbst zurückschauderst, während Du sie wann anders aktiv beförderst. Ich glaube, dass Du nur selten ausnutzt, wenn jemand in einer schwächeren Position ist, dass Du nicht dazu neigst, auf jemandem rumzutrampeln, dem es schlecht geht, dass Du Dir aber trotzdem den Impuls, es zu tun, der womöglich sehr stark ist, ziemlich übel nimmst. Ich halte Dich für jemanden, der freundlicher ist, als er selbst weiß, aber dazu imstande ist, anderen Menschen furchtbar und auch absichtlich wehzutun, wenn sie ihm zu nah kommen.

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    Oh, klar, selbsterfüllende Prophzeiung, gell ? %-| Ungeachtet dessen - mich würds eher überraschen, hätte ich positive Bilder. Das fände ich in meinem Fall um einiges bedenklicher.

    Falls Du irgendwann mal schreiben magst, was Dir passiert ist, im Forum oder per PN, würde ich mich sehr freuen. Allerdings könnte ich Dir nicht versprechen, dass ich mich Deiner Interpretation der Ausweglosigkeit anschließen würde, weil ich so etwas nur in wenigen Fällen als gegeben sehe.

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    Klar. Aber reales Kennenlernen ist quasi ein hochauflösendes Panoramabild, während die Momentaufnahmen im Internet eher schlechte als rechte Uralt-Polaroids sind.

    Nee. Persönliches Kennenlernen kann auf einigen anderen und vielen identischen Ebenen ebenso sehr täuschen. Ein (früherer) langjähriger, sehr enger und lieber Freund von mir beispielsweise hat sich als stark wahrnehmungsgestörter Vergewaltiger entpuppt. Es gab niemanden in seinem Umfeld, der nicht ernsthaft aus allen Wolken gefallen ist, sehr viele glauben es bis heute nicht. Man kann so etwas dann unter Umständen in Deckung bringen mit allem anderen, was man von einer Person weiß, im Nachhinein, kann es zusammensortieren ... aber vorher wissen? Dafür gab es einfach keine Anhaltspunkte. Es negiert für mich auch nicht alles, es krempelt nicht alles um, was ich von ihm weiß, auch wenn ich nicht mehr mit ihm befreundet bin und Distanz zu ihm wahre. Menschen sind vielschichtig, und wir alle sind zu Dingen in der Lage, die uns im Licht der nackten Tatsachen wirklich widerwärtig aussehen lassen.