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    Suspekt sind mir trotzdem jene Leute, die generell nie, unter keinen Umständen Alkohol trinken. Denn bei allen, die ICH bisher kennengelernt habe, handelte es sich dabei um Menschen, die einfach nur Angst haben, die Kontrolle zu verlieren. Und damit meine ich nicht, über das Ausmaß ihres Konsums (ein Glas Sekt oder Bier macht einen noch nicht betrunken), sondern über ihr eigenes Verhalten. Der Gott verbiete, man könnte davon locker werden oder womöglich etwas peinliches tun

    Dann muss ich dir wohl sehr suspekt vorkommen. Ich trinke seit bald 40 Jahren keinen Alkohol, nie. Aus dem einfachen Grund weil ich den Geschmack nicht mag und dieses warme Gefühl, wenn der Alkohol die Kehle runter geht. Bäh...


    Ich muss mich von Leuten, die ich neu kennenlerne auch immer erklären. Die meisten denken wohl, ich sei ein trockener Alkoholiker. Deshalb gibt es bei mir folgende Erklärungen: "stell dir was ekliges (Schnecken im Töpfchen, Innereien etc.) zum Essen vor und dann weisst du wie es mir geht, wenn ich Alkohol trinken müsste.


    Aber es nervt definitiv, dass man überhaupt Erklärungen abgeben muss und ja.. meine Freunde sagen durchs Band, dass ich auch ohne Alkohol lustig sein kann.

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    Meinem Mann schmeckt Alkohol nicht. Er mag weder Bier, noch Wein. Letzteres verstehe ich auch nicht, weil man denken müsste, dass bei der großen Sortenvielfalt für jeden Geschmack etwas dabei sein müsste. Aber nein, er mag es einfach nicht und hat durchaus schon sehr viel probiert.

    Geht mir genauso. Und ich schmecke Alkohol immer. Auch wenn nur Aroma dran ist. Schrecklich.


    Ich trinke quasi nichts, war auch noch nie angeheitert, in meinem ganzen Leben nicht. Wenn meine Mutter mal wieder selbst Eierlikör macht, dann trinke ich mal einen halben Schokobecher voll, aber auch mehr wegen des Bechers... ;-D Zu meiner Hochzeit hatte ich mit dem Wirt extra abgesprochen, daß ich alkohlfreien Sekt bekomme, ohne großes Trara, hat wunderbar funktioniert. Obwohl in meinem engen Umfeld und in der Familie das eigentlich alle wissen, wird immer wieder versucht, mich zum Trinken von irgendwelchen alkoholischen Getränken zu annimieren, grad in der Familie. Das nervt mich jedes Mal.


    Ich habe in den letzten Monaten durchaus auch mal was probiert, mal am Coctail mit Alkohol bei meinen Mann oder bei einem Glas Wein (ich würde ja durchaus gern mal mit ihm ein Glas trinken). Aber es schmeckt einfach nicht. An Weihnachten gab es daher für mich schön leuchtenden roten Saft aus dem Rotweinglas - so war wenigstens die Optik korrekt und mir hat es wenigstens geschmeckt.


    Ich mag mir halt auch nichts runterwürgen, was mir nicht schmeckt und was nicht sein muß (im Gegensatz zu Medizin z.B. - das ist ja was ganz anderes...)

    Ich bin irgendwie erstaunt,was für Diskussionen und Meinungen hier entstehen :-/ das passiert mit real nie.


    Wie gesagt,ich trinke fast nie. Enge Freunde/Familie wissen das und fragen schon gar nicht mehr. Fremde bieten miran,nehmen es aber kommentarlos hin,wenn ich dankend ablehne.


    Noch nie hat mir einer gesagt,dass ich ihm suspekt vorkomme :-/ Ich wurde auch noch nie schräg angeschaut.


    Wenn wir auf ner Party sind,füge ich manchmal ein "nein danke, ich bin der Fahrer " an....aber auch ohne diesen Satz,nimmt man das so hin.


    Ich habe prinzipiell nichts gegen Alk, lehne es auch nicht auf Biegen und Brechen ab. Ein schönes Glas Wein zum Essen,mag ich hin und wieder ganz gerne....oder wenn man an lauen Sommerabenden bei Kerzenschein auf der Terrasse sitzt.


    Ich mache auch jedes Jahr Holunderlikör selbst (undverschenke ihn dann).


    Ich habe allerdings eine absolute Abneigung gegen Betrunkene. %:| Das find ich so widerlich,dass ich da schnell die Kurve kratze,wenn ich sowas mitbekomme %:| :-X


    Auchauf Partys,wo es ausschließlich ums Besäufnis geht,wird man mich nicht antreffen.


    Ich

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    Ich habe in den letzten Monaten durchaus auch mal was probiert

    Das ist für mich was anderes. Wenn man den Geschmack nicht mag, dann mag man ihn eben nicht. Da steht kein Dogma und keine Prinzipien dahinter. Ob jemand jetzt keine Milch mag oder aus ideologischen Gründen darauf verzichtet, macht für mich genauso einen Unterschied, auch wenn das Ergebnis das gleiche ist.


    Aber wie schon gesagt: Ich habe eine Meinung, aber ich habe kein Problem damit, wenn anderen das herzlich egal ist.

    Trotzdem würd ich mich natürlich freuen, wenn Teile meines Beitrags nicht aus dem Kontext gerissen werden, nur weil sie vielleicht für manche provokativ sind. Denn auf Leute wie z.B. Flamechen79 habe ich mich ja exlizit nicht bezogen.

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    Ich muss mich von Leuten, die ich neu kennenlerne auch immer erklären. Die meisten denken wohl, ich sei ein trockener Alkoholiker. Deshalb gibt es bei mir folgende Erklärungen: "stell dir was ekliges (Schnecken im Töpfchen, Innereien etc.) zum Essen vor und dann weisst du wie es mir geht, wenn ich Alkohol trinken müsste.

    Solche Erklärungen muss man meiner Ansicht nach nicht abgeben. Wenn man etwas nicht mag, dann mag man es nicht. Und wenn jemand zu doof ist, um das zu begreifen, dann sollte man die Doofheit bei ihm lassen.


    So seh ich das.

    Ich denke, es ist auch ein Unterschied von denen die höchst selten mal ein Gläschen nehmen und denen, die absolut nie Alkohol trinken. Die, die selten mal trinken, können gut mit Antworten wie "ich bin der Fahrer" etc. antworten, die anderen werden meist schief angeschaut, Augen, welche Unverständnis ausdrücken, welche, die denken, man sei ein Langweiler etc. Meine Erfahrung in den letzten Jahrzehnten. Wenn ich zum Beispiel an einer Weihnachtsfeier bin mit 10 Leuten am Tisch und allen einzeln erklären muss, weshalb ich keinen Alkohol trinke, ist es mir zu blöd. Ich lasse mir etwas einschenken und reiche es später meinem Partner rüber.

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    Das ist für mich was anderes. Wenn man den Geschmack nicht mag, dann mag man ihn eben nicht. Da steht kein Dogma und keine Prinzipien dahinter.

    Das ist für mich nachvollziehbar. Was ich nämlich nicht mag, wenn irgendjemand bestimmte Dinge nicht isst oder trinkt und versucht, mich (oder andere) zu missionieren. Das hasse ich wirklich. Und ich bin kein Alkohol-Gegner (außer beim Fahren, da werde ich wirklich ungemütlich, weil das in meinen Augen unverantwortlich ist).

    Ich habe sehr lange keinen Alkohol getrunken, weil ich nix gefunden habe, das mir geschmeckt hat. Dumme Sprüche oder nervige nachfragen, warum ich keinen Alkohol trinke oder ob ich antialkoholiker sei oder mich für was Besserwisserin würde, habe ich lange höflich verneint. Trotzdem blieben diese Leute penetrant und haben lieber ihrer eigenen Unterstellung geglaubt. Deshalb denke ich, dass es egal ist, was ich sage. Sage ich, dass ich Alkohol nicht vertrage, finden solche Leute das lustig. Als ob das lustig ist.


    Heutzutage trinke ich sporadisch auf manchen feiern und so, dass ich gut angetrunken bin, weil ich sonst nichts davon habe - würde es um den Geschmack gehen, würde ich cola immer alkoholischen Getränken vorziehen. Das Gefühl betrunken zu sein, finde ich mal ok, mal nervig. Immer ätzend ist der Tag danach, weil es mir dann so geht, als hätte mir jemand den Saft abgedreht. Aber dafür bin ich dadurch viel besser in den Sportverein und anderswo integriert, als in den nüchternen Jahren vorher. Obwohl ich den Alkohol im Grunde bewusst konsumiere wegen der Rauschwirkung und obwohl das gesundheitsschädlich ist. Würde ich stattdessen nach dem Muster kiffen, hätte ich nicht nur strafrechtlich Stress ohne Ende. Verrückte Gesellschaft.

    Mit jemanden wie Waterfly, die mich früher suspekt gefunden hätte, würde ich generell nicht trinken und ganz sicher nicht darüber reden wollen, was damals meine Gründe gewesen sind. Angst vor kontrollverlust - wie unterstellt - war es gerade nicht, als ob es nur Alkohol geben würde.