Ich habe jetzt fast 5 Jahre unter Hartz IV-Niveau gelebt (dank Weiterbildung, 18 Monate fast unbezahlt gearbeitet, 25.000€ hingeblättert,...). Habe aber eben auch nie Billigkram gekauft, sondern Esprit, S. Oliver & Co. Lieber weniger, dafür lange haltend. Es kommt immer mal wieder ein Stück dazu, aber ich trage Sachen JAHRE. Mit entsprechender Pflege und bei ausreichender Qualität (die aber leider nachlässt, auch bei den Marken) klappt das. Man kann halt gut Schnäppchen machen: Online gibt's bei den Original-Shops oft Rabattaktionen. Neulich 20%, da habe ich einiges bestellt/gekauft.


    Ich mag halt einfach nicht diesen Polyester-Viskose-Kram. *grusel* Diese Blusen gibt's oft günstig, aber da verzichte ich lieber.

    ich bin halt'n Faulpelz....


    habe bei den "richtigen Blusen" keine Lust, die jedes Mal bügeln zu müssen.


    wenn ich wirklich geschäftsmäßig so was tragen müsste, wäre es was Anderes; aber so mache ich mir das so einfach wie möglich. ]:D ;-D


    Gerade bei solchen Temperaturen wie wir sie jetzt ja oft hatten, ist das wirklich lästig, wenn man die Sachen nach jedem Tragen bald in die Wäsche tun muss. Da wäre man ja jede Woche Minimum eine Stunde am Bügeln.


    Diese Chiffon-Blusen trage ich übrigens in langärmelig fast nicht. Ich habe die alle wie Tank-Top Schnitt. So ist das Schwitzen unter den Armen auch nicht so schlimm... und darunter kommt Spagetti-Träger-Top. Aber das würde ich, wie gesagt, zur Arbeit auch nicht anziehen. Zur Arbeit habe ich Baumwollshirts an, die ich so aufhänge nach der Wäsche, dass man sie nicht bügeln muss. :-D ;-D


    Bei mir ist die Pendelei mit der Kleidung halt so ein Problem.


    Ich gehe morgens 10 Minuten ca. zur Straßenbahn. In der Straßenbahn ist es immer warm. Dann fahre ich Düsseldorf Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress weiter und dann muss ich entweder noch mal Schwebebahn fahren oder gehe ca. 10 Minuten zu Fuß zur Schule.


    Mir bleibt bei dem momentanen Wetter und Zeitaufwand da im Grunde nichts Anderes übrig, als eben nur solche einfachen Shirts zu tragen. Ich habe (okay es sind momentan Ferien, aber ich spreche jetzt vom normalen Arbeitsalltag) keine Zeit, mich da noch 1-2h die Woche zum Bügeln hinzustellen. Die Sachen werden dann quasi nur gebügelt, wenn die zu schlimm aussehen. Aber selbst Jeans und Stoffhosen kann man ja so aufhängen, dass es geht.


    Ich finde jetzt ansonsten nicht, dass es bei S.Oliver und Esprit mit der Qualität so schlecht bestellt ist.


    Im Übrigen habe ich auch viel von S.Oliver --- v.a. für die Arbeit.


    Freizeittechnisch trage ich dann eher mal den Kram von Bonprix oder Vero Moda.

    Interessant, wie sich, wie erwartet, fast nur Frauen über die Mode beschweren. Als Mann kann ich das gar nicht nachvollziehen. Man geht zum Herrenausstatter, holt sich eine (Anzug-)Hose oder Jeans, ein schönes Langarmhemd, krempelt die Ärmel hoch, bindet die Krawatte oder lässt sie weg, Lederschuhe, bisschen Pomade ins Haar, Sonnenbrille und fertig. Ist vollkommen Alltagstauglich und sieht auch überall gut aus.

    @ Arena:

    Tja, und darum beneide ich Euch. Stehe jedes Mal in der Herrenabteilung von Esprit & Co. und denke nur "hach, wäre das schön". Neulich bei meinem (umgebauten) S. Oliver erblickte ich eine Wand mit Poloshirts in tollen Farben zum günstigen Preis. Fazit: Das war die Herrenabteilung (warum sind Herren-Polos eigentlich billiger als die Damen-Form?).

    Zitat

    Tja, und darum beneide ich Euch. Stehe jedes Mal in der Herrenabteilung von Esprit & Co. und denke nur "hach, wäre das schön".

    Ich kann Dir versichern, das ist auch wirklich schön. ;-D Auch wenn ich Onlineshopping bevorzuge, verschlägt es mich doch hin und wieder mal in die Kaufhäuser und ich staune nicht schlecht. Die Damenabteilungen sind extrem riesig und oft komplett vollgepackt das man nur noch seitlich durch die Reihen kommt. Da bin ich echt froh über dieses eine Eck mit ca. 3 Regalen, welche für uns Männer bestimmt sind. :p>

    Zitat

    Das war die Herrenabteilung (warum sind Herren-Polos eigentlich billiger als die Damen-Form?)

    Nicht nur Poloshirts, ich habe generell den Verdacht das Damenklamotten teilweise wesentlich mehr Geld kosten als Männerklamotten. Aber für uns Männer gibts halt eben auch nicht so viel Zeug wie für euch. Und unsere Sachen sind meist viel schlichter und zeitloser. Ein Mann kann mit seinen Klamotten saisonell wesentlich länger modisch gekleidet sein als eine Frau. Früher haben die Männer nur Anzüge und Hemden getragen. Und an diesen Kleidungsstücken hat sich bis heute nicht wesentlich was geändert. Die sind immer noch modisch und werden oft getragen.


    Aber ich denke auch das die Modeindustrie den Kaufrausch und Kleiderwahn der Frauen ausnutzt.

    es gibt ja nicht umsonst den spruch, dass frauen halb so viel verdienen und doppelt so viel ausgeben ;-D

    @ sunflower:

    schau einfach mal bei QS von s.oliver – größe M (oder S) könnte dir auch passen ... ich kaufe da ab und an ... t-shirts oder auch jeans boy-friend-style ....

    Zitat

    Ein Mann kann mit seinen Klamotten saisonell wesentlich länger modisch gekleidet sein als eine Frau.

    genau das beneide ich auch!!!


    atypisch für eine frau mag ich shoppen überhaupt nicht, seit einiegr zeit versuche ich vorwiegend zeitlose basics zu kaufen, die ich lange tragen kann und peppe die halt mit aktuellen einzelstücken auf.


    aber ich beneide männer schon, die haben es einfacher was mode angeht!

    Zitat

    Da bin ich echt froh über dieses eine Eck mit ca. 3 Regalen, welche für uns Männer bestimmt sind.

    wäre ich auch. wobei ich eh (fast) nur online shoppe, einfach weil mich die geschäfte vollkommen überfordern mit ihrer auswahl.

    Zitat

    Ich habe mir vor einigen Wochen eine Leinenhose gekauft. Nach zweimaligem Tragen war die Seitennaht neben der Tasche aufgerissen. Die hatten tatsächlich nur wenige Millimeter Nahtzugabe gelassen, die Naht konnte so nicht halten ":/ Für 100€ hätte ich mir mehr erwartet.


    Hypatia

    Das hast du hoffentlich reklamiert ?


    Wenn etwas kaputt geht immer reklamieren . Sollen doch die Geschäfte sehen wie sie das wieder in Ordnung bringen . Im übrigen solte man sich immer die Verarbeitung von innen ansehen ;-) .


    Ganz früher, ich weiß jetzt nicht ob das heute noch möglich ist, da konnte man sich im Kaufhof oder bei C&A die Kleidung ändern lassen . Wurde von den Verkäuferinnen abgesteckt . Natürlich mußte man die Änderung bezahlen , war aber nicht so teuer .


    Mir gefallen die meisten Sachen , außer grelle Farben und wilde Muster .


    Kaufen tue ich trotzdem nicht .

    na ja, ich würde im Übrigen Ebay generell schon als Empfehlung aussprechen; aber wenn man da momentan bei Sofortkauf oder Auktion guckt, findet man auch nicht übermäßig viel... Sommerflaute wohl.

    @ Sunflower

    Zitat

    Neulich bei meinem (umgebauten) S.


    Oliver

    kurz ein Verleser: wegen dem Zeilenumbruch zwischen S. und Oliver dachte ich dass es sich um eine umgebaute Grösse S handelt. Was Schönheitschirurgen mittlerweile alles können, ist ja sehr beeindruckend :-) Von M zu S ;-D

    Zitat

    Aber ich finde das nicht ok, Leuten jetzt generell zu solch teuren Teilen zu raten.

    Auch bei teuren Teilen (wobei ich Esprit, S.Oliver etc. nicht als teure Marken bezeichnen würde, "teuer" ist ab Boss/Strenesse/Max Mara/Marc Cain etc. aufwärts) hat man nicht die Garantie, ökologisch unbedenkliche, nicht ausbeuterisch produzierte Ware zu kriegen. Aber solche Verarbeitungsfehler wie weiter oben geschildert erlebst du kaum. Bei der Billigware hingegen kann man sich praktisch darauf verlassen, dass Blut dran klebt.


    Edles, Hochwertiges muss nicht teuer sein, es gibt genug Online- und "echte" Outlets. Wenn's noch günstiger sein soll – in Second-Hand-Stops gucken oder wie schon erwähnt bei ebay, wenn man in puncto Zustand des Kleidungsstücks risikofreudig ist.

    @ D.oris L.

    Zitat

    Das hast du hoffentlich reklamiert ?


    Wenn etwas kaputt geht immer reklamieren . Sollen doch die Geschäfte sehen wie sie das wieder in Ordnung bringen .

    Ich hätte reklamiert wenn es hier in der Nähe passiert wäre. Zwischen zwei Übeln (70 km hin und 70 km zurückfahren oder mich an die Nähmaschine setzen) habe ich das kleinere gewählt, und zwar habe ich die Hose selbst repariert. Ist mir auch ziemlich gut gelungen 8-)

    Zitat

    Im übrigen solte man sich immer die Verarbeitung von innen ansehen ;-) .

    Stimmt, das hatte ich glatt vergessen. Wahrscheinlich habe ich mich zu sehr darüber gefreut, dass die Hose gut passte.

    Bei mir wandert nichts in den Müll. Doch, mal ein par Socken mit Loch vorne drin oder Unterwäsche, die nicht mehr vorzeigbar ist. Der Rest geht in den 2. Hand-Laden (womit ich immer nett Geld verdiene, auch noch bei 7 Jahre alten Pullis. Gut gepflegte Markenware halt). Oder in die Kleiderkammer von Caritas oder DRK. NICHT in dubiose Kleidersammelboxen!


    In den Müll wandert dann bestenfalls noch ein altes ausgeleiertes T-Shirt, welches abschließend noch als Schuhputzlappen diente.

    Zitat

    Stimmt, das hatte ich glatt vergessen. Wahrscheinlich habe ich mich zu sehr darüber gefreut, dass die Hose gut passte.


    Hypatia

    ;-D


    Mir geht sowas von selten etwas kaputt, kann mich nicht erinnern . Dabei habe ich nieniemals sogenannte Markenartikel .


    Was ich nicht mehr möchte geht an die Tochter vom Chef . Die bastelt aus mehreren Sachen was neues .


    Manches bringe ich auch in den Friedensdorfladen , die verkaufen zugunsten von Kindern aus Kriegs-und Kriesengebieten .

    Zitat

    Mich interessiert noch folgende Frage: wie viel Kleidung wird noch repariert, und wie viel wandert wegen eines kleinen Schadens in den Müll?

    Kommt auf den Schaden an. Wenn der behebbar ist, also sprich ne Naht aufgegangen oder so, dann wird das auf jeden Fall repariert. Habe zum Glück eine sehr talentierte Oma und Mutter, welche mit Nähmaschinen umgehen können. Wenn der Schaden größer ist, z.B. ein fettes Loch im Hosenbein, wo man die Naht anschließend sehen würde, dann definitiv in den Müll oder das Kleidungsstück wird zum Putzlappen degradiert. Kleidung, die ich nicht mehr brauche und noch in sehr gutem Zustand ist, verschenke ich meistens an Familienmitglieder oder Freunde in Ungarn. Oder ich packe alles in große Säcke und spende sie dort unten den Alten- und Pflegeheimen für die Bewohner. Da weiß ich wenigstens das es am richtigen Platz ankommt.