Ein Freund von mir arbeitet im (gehobenen) Cateringbereich und hat mir kürzlich davon berichtet, dass er schon mehrfach wegen Belästigung des weiblichen Personals eingreifen (Sexangebote gegen Geld, betatschen, anzügliche Kommentare) eingreifen musste. Fälle wie Weinstein, Trump u.a. zeigen, dass sexuelle Übergriffe eben kein Unterschichtenphänomen sind, sondern eher dazu führen, dass sich eine Kultur des Schweigens etabliert, weil der Täter reich und oder mächtig ist

    Timbatuku

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    Deine Erfahrung ist deine Erfahrung. Würde ich mich nicht unbedingt drauf verlassen, denn es gibt auch andere Erfahrungen. In dem von >lonalao­< skizzierten Szenario ("testosterongeschwängerten events, wo viel alkohol und/oder andere berauschende substanzen konsumiert werden") benehmen sich auch die Herrschaften des höheren Bildungsstands bzw. der höheren gesellschaftlichen Stellung häufig daneben und nach meiner Erfahrung oft noch schlimmer als andere. Natürlich kann man das ebenso wenig pauschalieren wie deine Vermutung, das ist klar, ich füge das lediglich hinzu weil deine hier in den Raum geworfene Vermutung suggerieren könnte, frau könne sich in o.a. Gesellschaft relativ sicher fühlen, und das ist je nach sonstigen Begleiterscheinungen nicht unbedingt der Fall. Wirklich nicht.

    Ja, meine Erfahrung als Frau, die äußerst ungern durch Stadtteile oder Gebiete von Großstädten läuft, wo sich bestimmte Männer konzentrieren, die meinen, Anzischen, irgendwas Murmeln, sich mir in den Weg stellen (!) und ähnliche Späße seien geeignete Formen des zwischenmenschlichen Umgangs unter Fremden. Natürlich sind insbesondere Betrunkene sehr unangenehm.


    In der Tat, Frau kann sich eigentlich fast nie sicher fühlen, wenn sie unter fremden Männern ist. Ich finde das eine unglaublich tragische Feststellung.

    Reizende

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    In der Tat, Frau kann sich eigentlich fast nie sicher fühlen, wenn sie unter fremden Männern ist. Ich finde das eine unglaublich tragische Feststellung.

    Es hilft dir nicht viel wenn ich dir versichere, dass ich als Mann das ebenso tragisch finde und mitfühle. Nicht minder tragisch ist dabei die Tatsache, dass nicht alle Männer solche Arschlöcher sind, aber die Frauen sich selbst in deren Gegenwart nicht richtig sicher fühlen können, weil man von außen die einen von den anderen ja nicht unterscheiden kann.

    Zitat

    Nicht minder tragisch ist dabei die Tatsache, dass nicht alle Männer solche Arschlöcher sind, aber die Frauen sich selbst in deren Gegenwart nicht richtig sicher fühlen können, weil man von außen die einen von den anderen ja nicht unterscheiden kann.

    In der Tat.

    Übergriffe, Belästigungen, dumme Sprüche


    oder Andeutungen finde ich auch unpassend und unterste Schublade...keine


    Frage. Aber ich gehöre eher zu den Genießern, und ich erfreue mich daran, wenn Frauen mit ihren weiblichen Reizen spielen. Es sei damit betont, das ich mich still und unauffällig erfreue.


    Wenn Frauen das *Gaffen* und *Glotzen*


    nicht mögen, kann ich es verstehen, aber mal gucken wird ja wohl erlaubt sein.


    Ich hoffe das wir alle das *Gaffen* und *Glotzen* gleich interpretieren.


    Denn das wurde hier noch nicht eindeutig geklärt, wo das anfängt.

    Zitat

    Es hilft dir nicht viel wenn ich dir versichere, dass ich als Mann das ebenso tragisch finde und mitfühle.

    ebenfalls wenig hilfreich: wenn man als mann nicht gerade irgendwie furchteinflößend aussieht, wird man natürlich ebenso angezischt, angemurmelt oder wegversperrt. groß + stark (aber nicht furchteinflößend genug) zieht übrigens große + starke idioten an, die sich an einem ebenbürtigen "partner" im wirtshausschlägern messen wollen.

    mousepotato

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    Für mich wäre es bis 3 Sekunden gucken, darüber wäre es glotzen.

    Schwierig. Ich glaube irgendwie nicht, dass man es an der Zeitspanne festmachen kann - bzw. wird man der Sache damit nicht gerecht. Eher gelingt eine Definition über die Art und Weise des Guckens. Eine Frau kann wunderschön sein wie ein Kunstwerk, ein Bild oder eine Plastik meinetwegen, oder wegen mir auch wie ein technisches Meisterwerk. Kurzum: Was immer uns sehr gut gefällt, das schauen wir gerne und mit Genuss an. Weil wir uns an dem Anblick erfreuen. Und was wir gerne anschauen, das schauen wir in der Regel auch ausgiebig an. Je länger der Blick desto größer die Freude. Das kann dann auch gerne mal länger als 3 Sekunden sein. Der Punkt ist wohl der: Wenn der Blick nicht anerkennend, wertschätzend, bewundernd ist, sondern geifernd, lüstern, sabbernd, dann sind meines Erachtens auch 3 Sekunden schon zu viel.

    Zitat

    Was immer uns sehr gut gefällt, das schauen wir gerne und mit Genuss an. Weil wir uns an dem Anblick erfreuen. Und was wir gerne anschauen, das schauen wir in der Regel auch ausgiebig an. Je länger der Blick desto größer die Freude. Das kann dann auch gerne mal länger als 3 Sekunden sein. Der Punkt ist wohl der: Wenn der Blick nicht anerkennend, wertschätzend, bewundernd ist, sondern geifernd, lüstern, sabbernd, dann sind meines Erachtens auch 3 Sekunden schon zu viel.

    :)^