• Nackt wohlfühlen

    Hallo, wer fühlt sich hier aus welchen Gründen nackt am wohlsten? Wer fühlt sich am FKK Strand wohl? Wann habt ihr es für euch entdeckt?
  • 245 Antworten
    Zitat

    Aber warum traut man sich denn heute nicht mehr nackig zu sein und findet das sooo schlimm?

    Vielleicht wird durch die Allgegenwart von medialer Verwertung der sexuellen Attraktivität die Nacktheit in der Eigen- und Fremdwahrnehmung eben darauf reduziert, was dazu führt, dass


    a) man sich an die Erfüllung dieser allgegenwärtigen Ideale gebunden fühlt (und sich dem nicht gewachsen sieht),


    b) die Nacktheit automatisch mit Sexualität verknüpft wird, womit für die meisten die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird.

    Als sich meine Dachwohnung im letzten Sommer temperaturmäßig aufs Widerlichste aufgeladen hat, habe ich mir irgendwann gesagt: "Was soll's?!" und mich in der Wohnung komplett nackt bewegt.


    Auch im Schlafzimmer habe ich nachts das Fenster sperrangelweit aufgemacht und mich nackt auf die Bettdecke gelegt.


    Das fühlte sich zwar erstmal ungewohnt an – aber auch sehr befreiend. Selbst für den Kreislauf war das eine Wohltat.


    Wenn ich früher mit Freunden am Badesee war, war FKK eigentlich für jeden selbstverständlich. Wer den Unterschied beim Schwimmen kennt, wird sich hinterher nur noch ungern in Badeklamotten zwängen wollen.


    In letzter Zeit habe ich etwas zugenommen und musste aus gesundheitlichen Gründen mit dem Sport aufhören (sowas gibt's auch). Da ich doch ziemlich eitel bin, habe ich mich seitdem nicht mehr nackt am Strand bewegt – obwohl es sooo schlimm wohl gar nicht aussieht.


    Zum Sommer habe ich die Kilos hoffentlich wieder runter. 2012 war ich auch schlank.


    Wie dem auch sei – mein bester Freund ist 28, ich bin 38 Jahre alt.


    Während es für mich und eigentlich jeden in meinen früheren Freundeskreisen absolut normal ist, nackt am Strand zu liegen, ist das für meinen Kumpel eher peinlich – obwohl er blendend gut aussieht. In seiner Generation begegnet mir dieses "neue Schamgefühl" deutlich häufiger als in meiner. Irgendwie hat das für meinen Freund immer einen Bezug zum Sexuellen.


    Hier könnte man zwar sagen: es gibt halt verschiedene Sichtweisen und nicht nur eine richtige – aber da es beim FKK überhaupt nicht um Sexualität geht und diese Fehldeutung als wichtigster Hinderungsgrund für FKK angesehen wird, empfinde ich das ganze nur als neue Prüderie, die nur Nachteile mit sich bringt.


    Wer so denkt, bringt sich selber um ganz sinnliche und normale Körpererfahrungen.


    Und erotischer als ein Nicht-FKK-Strand ist die FKK-Zone mit Sicherheit nicht. Aber das Körpergefühl ist besser.

    Zu einem "natürlichen" Umgang mit Nacktheit gehört für mich ja ehrlich gesagt, Sexualität nicht völlig auszuklammern. Ich verstehe zwar, wenn man klar stellen möchte, dass man FKK nicht hauptsächlich aus einer sexuellen Motivation heraus betreibt. Auf mich wirkt auch nicht jeder nackte Mensch sexuell attraktiv, nur weil er nackt ist. Wenn ich eine Person jedoch grundsätzlich attraktiv finde, dann natürlich auch wenn sie nackt ist und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ein hochgeschlossener Rollkragenpullover an einer Frau denselben Reiz auf mich ausübt wie ein tiefes Dekolleté oder gar der Anblick nackter Brüste.


    Ich weiß schöne Wäsche zu schätzen und klar, ein mit edlen Stoffen verhüllter Körper kann auch interessant sein, die Fantasie anregen, aber wenn ich Frauen nackt sehe, die mir gefallen, hat das auch im FKK-Bereich für mich einen sexuellen Bezug. Ich werde am Strand nicht plötzlich zum asexuellen Wesen. Ich schaue Frauen mit oder ohne Bikini hinterher und beides hat seinen Reiz. Insofern würde ich zustimmen: Ich finde den Anblick der Menschen im FKK-Bereich nicht per se erotischer als den derer im Textilbereich.


    Ich finde aber, Sexualität sollte beim Thema Nacktheit/FKK nicht krampfhaft ausgeblendet werden, sondern genau so eine Rolle spielen dürfen wie im übrigen Alltag auch. Überall gibt es sexuell motivierte Blicke, sei es in Bus und Bahn, beim Einkaufen, in der Fußgängerzone und natürlich auch am FKK-Strand. Ich finde da jedenfalls nichts bei.

    Zitat

    Ich finde aber, Sexualität sollte beim Thema Nacktheit/FKK nicht krampfhaft ausgeblendet werden, sondern genau so eine Rolle spielen dürfen wie im übrigen Alltag auch. Überall gibt es sexuell motivierte Blicke, sei es in Bus und Bahn, beim Einkaufen, in der Fußgängerzone und natürlich auch am FKK-Strand. Ich finde da jedenfalls nichts bei.

    :)^


    Sehr gut argumentiert! :)z


    Ein attraktiver Mensch bleibt ein attraktiver Mensch – egal ob er ein paar Quadratzentimeter Stoff anhat oder nicht. Und an einem attraktiven Anblick erfreue ich mich in beiden Fällen.


    Die Schutzfunktion des Stoffes vor sexuellen Übergriffen wird allerdings überbewertet. Die Illusion der "Textiler" mit einem Bikini oder einer Badehose die primären Merkmale der sexuellen Attraktivität (oder auch Unattraktivität) im Umgang mit anderen Menschen verstecken zu können und somit diesen Faktor aus dem Umgang zu entfernen, ist zum Scheitern verurteilt.


    Ein Faktor, der zum "Enterotisieren" von FKK führt, ist aber gerade die fehlende Möglichkeit zum Betonen bzw. Kaschieren von für die Attraktivität relevanten Körperpartien – da liegen alle Karten auf dem Tisch, womit die "Verführung" auf optischer Ebene weg fällt.


    Andererseits ist der psychologische Effekt von einem hauchdünnen Stück Stoff im unmittelbaren Kontakt von Menschen durchaus bemerkenswert – der Grund, warum Jugendliche üblicherweise kein Nacktbaden (im Sinne von üblichem Herumtollen am und im Wasser) betreiben, liegt vielleicht neben der unvollständigen Entwicklung des (sexuellen) Selbstbewusstseins in der Verhinderung der körperlichen Kontaktaufnahme untereinander. Der unmittelbare körperliche Kontakt zu einem nackten Menschen hat doch eine deutlich höhere Komponente an Intimität als der zu einem angezogenen. Von daher ist für die "Erarbeitung" dieser Intimität die totale Nacktheit eher kontraproduktiv... . ":/

    @ Vevodkyne

    Das ist die perfekte Argumentation. :)z Nacktheit ist etwas völlig Natürliches und hat nicht zwangsläufig etas mit Sexualität zu tun. Aber, wie du schon richtig sagst, bei einem Menschen, den man ohnehin attraktiv findet, kann die Nacktheit durchaus dieses Gefühl steigern oder sogar sexuell anregend sein.


    Ich habe zwar bislang kein FKK gemacht, werde aber bald mal zusammen mit meiner Freundin zu einem FKK-Tag in ein Schwimmbad gehen. Und das nicht aus sexueller Motivation, sondern weil wir beide im Sommer oder an warmen Frühlingstagen zuhause gerne nackt rumlaufen und nun den Schritt hin zum FKK wagen möchten. Und jetzt im Winter bietet sich das Schwimmbad halt dafür an.

    Bei öffentlicher Nacktheit kann allenfalls von einer "Belästigung der Allgemeinheit” ausgegangen werden. Dabei handelt es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit (§ 118 OWiG), also nicht um eine Straftat. In der Praxis werden Fälle öffentlicher Nacktheit in der Regel mit einem Platzverweis behandelt, eine Verfolgung als Ordnungswidrigkeit erfolgt in der Regel nicht.


    Belästigung der Allgemeinheit (§ 118 OWiG, alte Bezeichnung: Grober Unfug) ist nach deutschem Recht eine Handlung, die geeignet ist, den äußeren Bestand der öffentlichen Ordnung unmittelbar zu stören oder zu beeinträchtigen, so dass die Öffentlichkeit belästigt wird (z. B. Freiburger Nacktläufer[1]).


    Lese mal diesen Link:


    http://www.ra-karlbrenner.de/118_owig.htm


    Soviel zu deiner Frage Wasseronkel

    Zuhause bin ich auch mal nackt, nach dem duschen finde ich es angenehm noch ein weilchen ohne Klamotten zu sein. Das Bedürfnis mir nackt mein Abendessen zu kochen habe ich aber nicht, dann finde ich es zu aufgesetzt.


    In der Pubertät war ich eher verschlossen, war zwar auch mal nackt schwimmen mit Freunden aber da haben beide Hände geholfen nicht zu viel zu zeigen. Diesbezüglich aufgetaut bin ich bei der Bundeswehr, in der Nähe der Kaserne gab es eine tolle Therme wo wir Abends immer in großer Gruppe hin gingen inkl Sauna. Das hat so viel Spaß gemacht das ich es bis heute so sehe, mit den richtigen Leuten in einer lockeren Atmosphäre fühle ich mich auch nackt nicht unwohl.


    Auf die Idee mich alleine an den FKK Strand zu legen oder in die Sauna zu gehen bin ich aber noch nie gekommen, macht mir nur in der Gemeinschaft Spaß.

    Für mich waren FKK-Strände u. Badeseen während meiner gesamten Kindheit, Jugend und darüber hinaus völlig normal – und sichtbare sexuelle Reaktionen sind mir dort nie begegnet.


    Auch ein Starren oder Beobachten aus voyeuristischen Gründen kam mir höchstens dort unter, wo Leute bekleidet waren.


    Man begegnet dort nicht nur einer Menge Leuten, die einen selbst alles andere als anturnen würden – man übersieht aus Außenstehende/r auch schnell die Tatsache, dass Erotik am ehesten durch das zustande kommt, was man nicht sieht. Das "kleine Stückchen Stoff" kurbelt die Fantasie viel eher auf Hochtouren als ein nackter Mensch unter tausend anderen nackten Menschen.


    Ich bezweifel auch ernsthaft, dass Menschen ohne entsprechende Erfahrungen das immer gut nachvollziehen können. Wer zum Thema FKK lediglich rumtheoretisiert hat, sollte es erstmal erleben, bevor er/sie sich eine ernsthafte Meinung zu dem Thema bilden kann.


    Attraktive Menschen gibt es immer – und man nimmt sie auch immer wahr; aber FKK-Zonen sind meistens weniger erotisch aufgeladen als Bekleidungszonen.


    Nebenbei stehen in manchen FKK-Gebieten sogar Schilder, die auf Intimsphäre hinweisen und klarstellen, dass es nicht um Erotik geht.


    Mögen pubertierende Jungs in einer Nackt-Dusche vielleicht eine Erektion bekommen – an Nacktbadestränden gehört das nicht zum öffentlichen Bild – und ist auch eigentlich nicht erwünscht.


    Dass dies auch funktioniert, habe ich bei jedem Mal Schwimmengehen feststellen können.

    Zitat

    Das "kleine Stückchen Stoff" kurbelt die Fantasie viel eher auf Hochtouren als ein nackter Mensch unter tausend anderen nackten Menschen.

    Ich erlebe das anders, obwohl ich schöne Wäsche wie gesagt durchaus zu schätzen weiß. Mein Kopfkino kommt zweifelsohne auch bei bekleideten Menschen auf Touren, wenn ich sie in ganz alltäglichen Situationen sehe, aber wenn mir am Strand ein- und dieselbe Person einmal mit Badebekleidung und einmal nackt begegnet, was dort, wo ich regelmäßig Urlaub mache, durchaus vorkommt, dann könnte ich nicht behaupten, dass ich sie leicht bekleidet interessanter anzusehen finde. Klar, wenn bestimmte Bereiche durch ein kleines Stückchen Stoff verhüllt werden, dann kann man diesbezüglich seine Fantasie spielen lassen, aber ich finde diesen Reiz des Ungewissen/Unbekannten nicht grundsätzlich erotischer oder spannender als den Anblick nackter Tatsachen. Wenn ich die kenne, dann muss ich mir nicht zusammen fantasieren, wie bestimmte Details wohl aussehen, sondern fantasiere eben angesichts der nackten Tatsachen über genau diese Details ??wie es sich wohl anfühlt, diese Brüste in den Händen zu halten, über diese Schambehaarung zu streicheln oder was auch immer??


    Wahrscheinlich finde einige meine Gedanken diesbezüglich total anzüglich und daneben, aber ich finde sie angesichts einer attraktiven Person eigentlich ganz normal. Wie gesagt, ich werde am Strand nicht plötzlich zum asexuellen Wesen und sehe keinen Grund, weshalb ich das Thema Sexualität während des Aufenthalts dort gedanklich ausklammern sollte. Die Gedanken unterscheiden sich bei mir nicht wesentlich von den restlichen des Alltags, mein Kopfkino funktioniert wie gesagt auch in Bus und Bahn auf diese Weise und ich finde, beides hat seinen Reiz, einmal das Ungewisse, wenn man manches nur erahnen kann... und eben auch die Situation in FKK-Bereichen, wo man alles zu Gesicht bekommt und deshalb weniger spekulieren muss. Ich bade nicht an solchen Stränden um mich, platt ausgedrückt, aufzugeilen, am allerliebsten bin ich sowieso alleine und ungestört mit meiner Partnerin, aber den Anblick nackter Menschen finde ich jedenfalls nicht minder erotisch, als den Anblick derselben Menschen in Badekleidung.


    Wobei ein Mensch, der sich ungezwungen nackt bewegt, eigentlich schon alleine dadurch attraktiv auf mich wirkt. Ich finde die Ausstrahlung und das verkörperter Lebensgefühl "mit sich

    im Reinen" zu sein, auf die Umgebung zu pfeifen und sich "frei" zu fühlen, nämlich sehr schön und sympathisch.

    Zitat

    Wenn ich die kenne, dann muss ich mir nicht zusammen fantasieren, wie bestimmte Details wohl aussehen,

    Vielleicht ist es bei denen, die etwas Bekleidung den nackten Tatsachen vorziehen ??ich zähle mich auch dazu??, gerade dies, dass sie eben nicht bloß etwas zusammen fantasieren müssen, sondern dies können. Oft genug ist die Fantasie noch viel schöner als die banale Realität. Weil man ja nicht gleich über alles herfällt, was sich dem Auge bietet, bleibt diese schöne Fantasie sogar erhalten und kann nicht zu einer Enttäuschung werden. :-/

    Zitat

    Vielleicht ist es bei denen, die etwas Bekleidung den nackten Tatsachen vorziehen ??ich zähle mich auch dazu,??, gerade dies, dass sie eben nicht bloß etwas zusammen fantasieren müssen, sondern dies können.

    Och können kann ich das schon auch, ich kann ja wie gesagt beiden Varianten etwas abgewinnen. Sicherlich gibt es aber auch Menschen, die eine der Variante präferieren/spannender finden, keine Frage, das ist halt Geschmackssache. Mir ging es ja nur darum, dass zu einem "natürlichen" Umgang mit Nacktheit für mich auch die sexuelle Komponente dazu gehört. Wobei ich damit nicht sagen will, dass jeder FKK als hocherotische Angelegenheit wahrnehmen muss. Ich finde den Anblick der meisten Menschen, die ich mit Badebekleidung oder nackt am Strand sehe, auch nicht erotisch. Genau wie im Alltag sind es nur einige wenige, die mir auffallen. Aber wenn mir so jemand auffällt, hat es für mich auch am Strand eine sexuelle Komponente und ich finde es schade, dass das teilweise so verpönt ist.


    Wobei sich einige ja nur daran stören, wenn es um FKK und Erotik geht. Solange Badebekleidung getragen wird, "darf" das Kopfkino auf Hochtouren laufen. Erst wenn alle Hüllen gefallen sind, "soll" es plötzlich eine völlig asexuelle Sache sein oder werden. Funktioniert bei mir wie gesagt nicht so, aber ich bin auch keine passionierte FKKlerin und war auch noch nie an einem ausgewiesenen FKK-Strand, sondern nur an Naturstränden, wo sich alle bunt gemischt durcheinander textil oder nackt sonnen, wie sie gerade wollen, weil ich lediglich nackt bade und mich anschließend wieder anziehe (zum Schutz vor der Sonne). Vielleicht würde ich es nach 20 Jahren Camping in einer FKK-Siedlung anders empfinden, aber auch wenn ich Nacktheit nicht immer und überall mit Sexualität verknüpfen muss, was rein beruflich schon schwierig wäre, weil ich mich öfter objektiv/fachlich mit nackten Körpern auseinandersetzen muss, so fände ich es doch schade, Sexualität bei so einer sinnlichen Angelegenheit wie Nacktsein am Strand (wo man Wind, Wasser, Wellen auf der Haut spüren kann) krampfhaft ausblenden zu müssen. Denn für mich wäre es genau das, ein echter Krampf. Dafür schaue ich mir einfach zu gerne nackte Menschen an. Ich empfände es als sehr einschränkend, wenn ich meiner Fantasie ;-) da nicht freien Lauf lassen dürfte und mir jeglichen sexuellen Gedanken verbieten müsste.

    Ich finde es gerade ziemlich interessant zu lesen, dass doch so viele Menschen gerne nackt sind. Entweder machen dass in meinem Umfeld alle nur ganz still und leise oder die ganzen "Textilfans" sitzen auf einem Haufen ;-)


    Ich persönlich bin auch eher ungern nackt. Ich habe nichts gegen Nackheit, von mir aus kann jeder nackt rumlaufen und mir ist der Anblick nackter Menschen auch nicht unangenehm. Ich sehe auf der Arbeit oft entkleidete Menschen und es ist für mich kein ungewohnter Anblick.


    Ich selbst bin nur eben lieber angezogen. Warum? Keine Ahnung. Hat auch weniger mit Scham zutun. Im Fitnessstudio duschen oder mich in Gegenwart anderer Leute umzuziehen, macht mir absolut nichts aus. Ich hab nur einfach lieber Stoff zwischen mir und der Welt ;-)

    Och //können kann ich das schon auch, ich kann ja wie gesagt beiden Varianten etwas abgewinnen.//


    Vevodkyne


    Das habe ich keine Sekunde angezweifelt. Allerdings hast du mich völlig missverstanden. Das "... sondern diese können" war nicht im Sinn von "fähig dazu sein" gemeint, sondern im Sinn von "die Möglichkeit dazu haben". Oder anders ausgedrückt: Die nackten Tatsachen lassen kaum noch Raum für Fantasie, unabhängig wie stark sie beim Betrachter ausgeprägt ist.

    Also der Punkt, in dem ich Vevodkyne nur beipflichten kann, ist, dass es beim FKK vielleicht keine Fantasie mehr über die exakte Optik von üblicherweise Textil-verborgenen Körperteilen mehr geben kann, aber dafür um so mehr über die Haptik derselben!


    Die Attraktion von primären Geschlechtsorganen bzw. Brustwarzen liegt ja nicht unbedingt in der Optik (die für sich genommen nicht in dem Maße zwischen attraktiven und unattraktiven Menschen variiert wie es das körperliche Gesamtbild es tut), sondern in dem, was man damit wie machen kann und wie es sich anfühlt – und da lässt auch der unverhüllte Körper genügend Raum für Fantasie... .


    Aber wie gesagt, ein schöner Mensch wird immer Objekt dieses Kopfkinos sein, egal wie viel er anhat – das Entscheidende für das Wohlbefinden des "Objekts der Begierde" ist ja nicht das was die Leute denken, sondern was sie tun. Es gibt auch Länder, da wird frau wegen eines entblößten Knöchels angegafft oder angemacht, wogegen der überwiegende Teil der Besucher eines FKK-Strandes sich neutral verhält, egal was zu sehen ist.

    Vevodkyne

    Zitat

    Ich finde aber, Sexualität sollte beim Thema Nacktheit/FKK nicht krampfhaft ausgeblendet werden, sondern genau so eine Rolle spielen dürfen wie im übrigen Alltag auch.

    wer blendet das denn krampfhaft aus? Ich denke nur FKKler wollen das nicht zu sehr in den Vordergrund stellen weil dann "Wind, Wasser, Wellen auf der Haut spüren" in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.