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    der Verzicht auf Kleidung steht nicht mit einer Erotisierung in Zusammenhang. Nicht mehr, als in einem x-beliebigen Hallenbad mit Bekleidungszwang. Ich selber kann natürlich denken und fühlen was ich will – aber hier geht es einfach um ein Miteinander mit vielen Leuten, die sich auch frei bewegen wollen, ohne sich begafft fühlen zu müssen.

    Für mich ist dieser Ansatz eine notwendige Bedingung, FKK überhaupt versuchen zu wollen.


    Eigentlich gilt das für mich auch in einer Sauna, obwohl mir manchmal scheint, dass das nicht grundsätzlich so gesehen wird.


    Zur Nacktheit neben anderen Menschen an sich:


    Es gibt zwei Szenarien, wo es mir nichts ausmacht, nackt zu sein:


    1. wenn ich die anderen Personen richtig gut kenne (und mag).


    2. wenn mir die anderen völlig unbekannt sind und ich wunderbar anonym bin.


    Ich habe einen Beruf, in dem ich sehr viel mit anderen Menschen zu tun habe und mich auch viele Leute aus meiner Umgebung wiedererkennen, selbst wenn ich mich manchmal nicht immer genau an sie erinnere.


    Nackt (oder halbnackt) zufällig beispielsweise auf jemanden aus diesem Umfeld zu treffen, das ist für mich eine sehr unangenehme Vorstellung. Auch wenn mir diese Leute oft sogar sympathisch sind, ist mir ausreichend Kleidung als Mindestdistanzschranke und Abgrenzung meiner "Privatheit" sehr willkommen.

    Vielleicht ist es eine kleine Überwindung sich nackt zu zeigen ...aber auch die Mitmenschen im Umfeld sind nackt ...somit ein kurzes hallo und schon ist alles so als ob ihr Kleidung anhabt oder nicht ,weil man sich keine Gedanken macht und es auch nichts Schlimmes oder Peinliches ist ....... Augen zu und durch...Viel Spass :-) :-/

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    Vielleicht ist es eine kleine Überwindung sich nackt zu zeigen ...aber auch die Mitmenschen im Umfeld sind nackt ...somit ein kurzes hallo und schon ist alles so als ob ihr Kleidung anhabt oder nicht ,weil man sich keine Gedanken macht und es auch nichts Schlimmes oder Peinliches ist ....... Augen zu und durch...Viel Spass :-) :-/

    Genau so sehe ich das auch. Da jeder nackt ist, wird dadurch eben auch eine Art von Gleichstellung erzeugt.


    Da zuckt man vielleicht mal kurz zusammen, ist überrascht oder erschrocken – aber dann gibt sich das wieder.

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    FKK-Strände werden von vielen als Begaff-Möglichkeit angesehen.

    Man merkt, dass du keinen FKK-Strand kennst. Klar gibt es das Ansehen von Menschen- aber das passiert genauso im angezogenen Zustand. Und die wenigen "echten Spanner"- lass ihnen doch die Freude, solange sie mir gegenüber nicht zu penetrant werden, kann ich damit leben- kein Grund, mir die Freude und Freiheit am Nacktsein zu nehmen ...


    Nacktsein ist vor allem eine Gewohnheitsfrage oder der Ungewohnheitsfrage, der kulturellen Tradition und des Handelns der Mitmenschen ...

    Auch wenn ich nie glaubt, so etwas mal auszusprechen – Stichwort:"Sexualisierung".


    Allerdings beobachte ich so manches (auch andere Verhaltensweisen), was für mich (zumindest bei vielen Leuten) auf eine "neue Prüderie" schließen lässt.


    Das unterstelle ich natürlich nicht jedem. Diejenigen aber, die ich dabei im Blick habe, scheinen das selber überhaupt nicht zu bemerken.


    Aber das ist ein Thema, was diesen Thread bei weitem sprengt und sich mit anderen Themen mischt.


    Hier zum Thema kann und will ich mich auf jeden Fall den letzten beiden Beiträgen anschließen.


    Mit meinem besten Freund könnte ich wohl an keinen FKK-Strand gehen, weil er Nacktsein mit Sex verbindet. Nebenbei hat er eine Freundin, die das wohl ähnlich sieht. So fänden es beide unangemessen, wenn er sich anderen Mädels nackt zeigt, weil er nunmal kein Single ist.


    Da es sich hier echt um eine Fehlinterpretation von FKK handelt, kann ich dabei nur mit dem Kopf schütteln.


    Er würde an einem solchen Strand nur an Sex und Nacktsein denken, ich dagegen nur an Sonnenbäder und schwimmen gehen. Das Nacktsein steht dabei nicht im Mittelpunkt. Man geht halt schwimmen. Punkt! Dass die Leute dort nackt schwimmen, ist normalerweise keine Erwähnung wert. Das ist halt so.

    Also in der Stadt nackt rumlaufen, muss ja nicht sein. Auch wenn es in New York eine Verordnung für Frauen gibt, die das "oben-ohne" rumlaufen erlaubt.


    Normalerweise dürfen Frauen an den Stränden in den USA nicht einmal oben ohne liegen.


    Laut Gesetze, sind die USA prüder als wir.


    Gänzlich nackt rumlaufen tu ich eher selten. Wenn ich bei meinen Eltern zu besuch bin im Haus, vielleicht. Aber nur wenn ich dann alleine bin. Da wir bei uns nicht so aufgewachsen sind, das wir nackt voreinander rumlaufen.


    Als ich mit meiner Schwester noch ein Zimmer teilen, (2 Kinderzimmer, 1 Elternschlafzimmer), musste und ich in die Zeit kam, wo es unten Anfing lebendiger zu werden, aber ich noch nicht wußte, was man damit machen kann, ausser Pipi, bekam meine Schwester die ersten Erektionen mit. Weil ich zb länger geschlafen hatte als sie. Das bekam auch unsere Mutter mit. Und schwups, hatte ich ein eigenes Zimmer. Meine Eltern, sind dann unters Dach gewandert. ;-)


    Im Saunabad, ist es mir fast egal ob man mich nackt sieht. Wäre auch blödsinnig mit Badehose zu saunieren. Ob ich eine Erektion bekomme in einer Sauna? Ist mir nur, (beinahe), einmal passiert. Aber das, kann der Mensch ja nicht durch Knopfdruck bestimmen. "Lieber Körper, ich hätte jetzt sofort einen Ständer".


    Manch mal gehts von alleine, oder man hat schöne Gedanken.


    In meiner Wohnung, könnten mich meine Nachbarn gegenüber vielleicht mal nackt sehen, wenn ich ins Bad gehe oder von dort zurück in die anderen Räumlichkeiten.


    Ich laufe ja nicht direkt an den Fenstern nackt rum. Vor allem, weil ein 5 stöckiges Mietshaus gegenüber steht und ich bin "nur" im 2. Stock. Ich hab zwar Gardinen vor, aber wäre auch blöd, jedes mals die Rollos zu schließen.

    da ich alleine vom Home Office arbeite, genieße ich das Nacktsein im Sommer sehr. Der halbe Tag ist vorbei, bevor ich mich anziehe. Bin echt froh, das tagsüber niemand da ist, der darüber meckert. Die Wohnung ist groß und nicht einsehbar. Leider kann ich den Garten so nicht nutzen, weil der einsehbar ist.


    Schön schön, nur noch wenige Monate bis zum Sommer. :p>

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    Ich glaube das die Menschen ab 30 Jahre sich mit dem nackt sein leichter tun.

    Ich denke, es ist eine Frage der Selbstwahrnehmung ":/ :


    Wenn man sich vornehmlich über eine Fremdwahrnehmung definiert ("Was denken andere über mich?", "Wie wirkt sich meine Handlung auf meinen Status in der Gruppe aus?", "Wie ist es um meine Attraktivität bestellt?"), dann verfällt man zwangsläufig in ein Normenkorsett, welches dann halt auch den "Mainstream"-Umgang mit der Nacktheit beinhaltet – "Nacktheit=Darstellung der sexuellen Attraktivität".


    Und da kommen dann auch unweigerlich die Selbstvergleiche mit der medialen Darstellung und Kommerzialisierung des idealtypischen menschlichen Körpers.


    Der Durchschnittsmensch zieht aus diesem Vergleich den Schluss, dass sein eigener Körper "unzulänglich" bzw. "nicht öffentlichkeitstauglich" wäre. Und dann gibt es noch die wenigen Auserwählten, die den allgegenwärtigen Schönheitsidealen (meist durch harte Arbeit an sich selbst, Training, Hungern) entsprechen – die wollen aus ihrem elitären Status natürlich entsprechendes Kapital schlagen (zumindest bei der Partnerwahl) und da ist es selbstverständlich kontraproduktiv die kostbare Ware "Attraktivität" sozusagen "umsonst, für jeden Darhergelaufen" her zu schenken.


    Die Ü30-Generation ist dagegen im eigenen Selbstverständnis meist schon soweit gefestigt, dass


    a) einem die Wirkung auf andere zumindest in diesem Bereich egal ist,


    b) man nicht mehr unbedingt immer und überall potentielle Partner für sich einnehmen will (und auch häufig schon einen festen Partner hat),


    c) der sinnliche Genuss des eigenen Körpers im unmittelbaren Kontakt mit der Natur wichtiger ist als der Gedanke, was andere in dem Moment darüber denken... .

    Nacktheit darf nicht normal werden. Da würde die Erotik leiden. FKK-Vereine sind mir daher ein Graus. Auf einer Wiese am See, wo jeder seinen heimlichen exibitionistisch/vojeuristischen Neigungen nachgeht, ist es etwas anderes. Ich möchte keine Nackten im Alltag sehen, etwa beim Einkaufen oder als Teil eines alltäglichen Strassenbildes. Nacktheit muß prickeln, ansonsten ginge etwas verlohren.

    Ich fühle mich nackt sehr wohl, allerdings nur unter Frauen oder eben vor meinem Freund. Oder allein. Aber in einer komplett nackten Welt könnte ich nicht leben...vll, weil ich als Mädchen es nicht mag, von irgendwelchen Jungs so wirklich "betrachtet" zu werden, sag ich mal, das ist ziemlich...unangenehm. Mit Klamotten ohne Ausschnitt, die weit sind, kann man da ja gut gegensteuern, das würde nackt nicht mehr gehen. Außerdem ist doch Mode ein spannender Bereich und gerade Sommermode sieht oft toll aus :)

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    weil ich als Mädchen es nicht mag, von irgendwelchen Jungs so wirklich "betrachtet" zu werden, sag ich mal, das ist ziemlich...unangenehm.

    Das kommt vor allem daher, weil das Nacktsein für dich und vor allem die Jungs eher ungewohnt ist. Das Besondere ist immer auffälliger, als das Gewöhnliche und erfährt mehr Beachtung.

    Trotzdem, wenn ein Mädchen einen sehr tiefen Ausschnitt trägt, gucken da viele hin - auch wenn das sehr sehr viele Mädchen machen. Und wenn ich mich von einigen Kommentaren über meinen Körper jetzt schon belästigt fühle, obwohl ich mich nicht aufreizend anziehe, wie soll das nackt erst werden?

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    Trotzdem, wenn ein Mädchen einen sehr tiefen Ausschnitt trägt, gucken da viele hin – auch wenn das sehr sehr viele Mädchen machen.

    Weil das Entscheidende versteckt ist und damit Geheimnisvoll bleibt ... Ansonsten sehe ich im Betrachten von schönen Dingen und im Entwickeln von Fantasien nichts Verwerfliches- es ist doch schön? Es ist nur unschön, wenn wenn das Betrachten penetrant wird- das ist aber eine Frage der sozialen Erziehung ...


    Ich kenne auch Frauen, die sich ständig beobachtet fühlen, obwohl sie kaum beobachtet werden: Vielleicht ein Konflikt zwischen Wunsch und Realität?