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    Ich denke, der Grund ist, dass jemand, der in seiner beruflichen Funktion in Erscheinung tritt (wie ein Kellner z.B., oder ein Sachbearbeiter in einer Behörde, Polizist, sonstwa), dort eine ein "Neutrum" ist, eine Funktion, und seine konkreten menschlichen Eigenschaften eher unerwünscht sind und soweit wie möglich in den Hintergrund treten sollen. Daher uniformierte Kleidung, unauffälliges Erscheinungsbild etc. Die Kunden/Klienten sollen wohl nicht durch übertrieben viele "menschliche Eigenschaften" belästigt werden. Der Mensch an sich tritt in so einer Rolle stark in den Hintergrund, während er den Job ausübt, daher passt viel Tattoo etc da halt nicht zu.

    Das ist eine interessante Erklärung. Aber ich finde es trotzdem schade.


    Und die lässige Toleranz der Tätowierten gegenüber der (vermuteten?) Intoleranz von Untätowierten finde ich echt erstaunlich. Mag schon sein, dass ich, wenn einen Job unbedingt will, meine Tattoos verdecken würde, aber ich glaube da würde ein ziemlicher Kampf in mir toben.


    Und das sehe ich so wie mnef: Wieso soll man sich durch Tattoos eher belästigt fühlen dürfen als durch zB eine fette Wampe??

    Ich kenne sehr viele Kellner, resp. Leute im Service, die Tattoos tragen. Auch offen. Und das nicht nur in Hafenkneipen. Wenn mein Getränk kommt, ists mir doch egal, womit sich der Mensch schmückt. Dass das im elitären Gastrobereich noch nicht angekommen ist, weiss ich natürlich.

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    Guck dir mal so manche Kochensendung an. Die Köche da? Tunnel, Tattoos als gäbe es kein morgen, krasse Frisuren...

    Dass jemand, der ins Fernsehen geht, relativ extrovertiert und obendrein vermutlich etwas extravagant ist, dürfte nicht überraschen. Insofern ist ein Fernsehkoch nicht repräsentativ. Da müsste man schon einen Blick auf die vielen Tausend Köche im Land werfen, die nicht im Fernsehen kommen.

    Da es sich bei den meisten Köchen um schlecht bezahlte Personen aus dem multikulturellen Personenkreis handelt, die ja eh "unsichtbar" sind (in der Küche verschwunden), besteht aufgrund der dunklen Hautfarbe eh kein großes Potenzial für Tätowierungen.

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    die nicht im Fernsehen kommen.

    Was für Bilder... Warum liegt hier eigentlich eine Bratpfanne? ]:D

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    besteht aufgrund der dunklen Hautfarbe eh kein großes Potenzial für Tätowierungen.

    Klar, Whitenings... Perfekter Kontrast.


    Ich bin recht zuversichtlich, in wenigen Jahren wird es keinen mehr interessieren, ob ein Dienstleister geinkt ist oder nicht.


    Selbst heute ist der vor wenigen Jahren noch verpönte Unterarm ein recht gewöhnlicher Platz für ein Tattoo.


    Je weniger etwas Ausnahmeerscheinung ist, je schneller wird es alltäglich.

    hag-tysja

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    Je weniger etwas Ausnahmeerscheinung ist, je schneller wird es alltäglich.

    ... und damit für viele auch schon wieder uninteressant. Zumindest für die, die damit auffallen wollen, die etwas "Besonderes" haben wollen.

    Wenn man besonders sein will UND den Unterarm gerne gehackt haben will, empfehle ich folgende Motive NICHT:


    1. Den Namen der Kinder


    2. Sterne


    3. Tribals


    4. Blumen (mit oder ohne Ranken)


    DAS ist fuckin unkreativ.

    individualität ist hoffentlich selten ein grund für ein tattoo. ich lass mich stechen, weil ich schocken und rebellieren will? grrmpf.


    und genau da sind wir wieder bei den motiven. jedes einzelne kann verdammt tiefe bedeutung für den träger haben. anders herum kann das komplizierteste, einzigartigste motiv komplett bedeutungslos sein.


    auf mir z.b. kann man lesen, wie in einer zeitung. jeder gravierende einschnitt in mein gewohntes leben wird festgehalten, so sammelt sich halt etwas an.


    persönlich finde ich die grad komplett im trend liegenden römischen ziffern, federn, maories und blumenranken auch nicht schön, weil ich zu denen keine verbindung habe. bei jemand anderem hingegen mögen solche motive etwas in ihm auslösen.

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    Nur weil man ein Tattoo hat, ist man noch lange nicht individuell.

    Also ich habe mal gehört, dass es Leute geben soll, die Tattoos einfach nur schön finden und sich nur aus diesem Grund haben welche stechenlassen !!! 8-)

    Tatoos und Piercing sind schon lange kein Individualitätsmerkmal mehr


    bei jungen Menschen empfinde ich das durchaus schön, aber ab 30 fängt es an unpassend zu wirken.


    Da meine Frau nicht tätowiert ist und ich mich nicht anderweitig orientiere ist das für mich kein Thema, aber ich empfinde die meisten Tatoos als unästhetisch oder sogar häßlich. Wir haben uns Anfang/ Mitte 20 kennengelernt, damals hätte ich weder gegen ein Tatoo noch ein Piecing was gehabt. Heute schon ....

    Mich würden Tatoos oder Piercings nicht stören, aber unter Umständen fände ich es halt hässlich, unschön oder verstörend. Ich mag z.B. diese geweiteten Ohrlöcher nicht gern ansehen, wenn kein Ring drin ist. Manche Tatoos finde ich haarsträubend oder peinlich, wie z.B. poetische Sprüche oder irgendwas vermeintlich lustiges. Es sollte auch nichts mit Horror oder Sex zu tun haben. Brrr.

    Also ich hätte nichts gegen nich mehr Tattoos und Piercings an mir. Wenn nur nicht das liebe Geld dazu fehlen würde...


    Gsd hatte ich noch nie wen, der das an mir kacke fand.


    Ab 30 wird sowas nur peinlich, wenn es das 1. Ist. Ansonsten ist es egal.


    Peinlicher finde ich diese "Muttifraktion" als "ich bin tätowiert!"... Ja, ne 6 cm große Gurke die optisch nur entfernt an eine Rose oder einen Delfin erinnert, an so exponierten stellen wie den Oberarm oder das Schulterblatt. Man war ja ach so ausgeflippt und hip, dass man sich das mit Ende 40 UNBEDINGT stechen lassen musste... OMG.... :=o

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    ich hätte nichts gegen nich mehr Tattoos und Piercings an mir. Wenn nur nicht das liebe Geld dazu fehlen würde...

    Am Geld liegts nicht. Ich hatte alles - freien Arm, Motiv, Termin, locker Kohle über und dann? Meldete sich K1 an. Ist also auf nächstes Jahr verschoben. Aber dann gilts! :)z