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    Ich habe mir das Nikotinspray aus der Werbung gekauft das Rauchverlangen in 60 Sekunden unterdrückt und mich über so Sachen wie Lungenkrebs, Raucherbein und Kehlkopfkrebs informiert. Man muss bei jeder Kippe ein schlechtes Gewissen kriegen.


    Außerdem habe ich mir immer kleine Ziele gesetzt. Ich habe mir nicht gesagt, dass ich niemals wieder rauchen würde, weil dieser Zeitraum vielleicht zu monströs und demotivierend gewesen wäre, sondern, dass ich heute oder in den nächsten 60 Minuten keine rauchen werden. Wenn der Drang da war, habe ich ihn vertröstet auf später. Ich muss es nur bis morgen oder noch zwei Stunden durchhalten und dann darf ich wieder. Am nächsten Tag oder wenn die zwei Stunden um waren habe ich aber wieder nicht geraucht, sondern mir gesagt, dass ich es jetzt doch noch nicht tue, aber bestimmt später oder morgen.


    So wollte ich es immer weiter aufschieben ohne mich selbst zu demotivieren, es für ewig durchhalten zu müssen. So wie manche Menschen sagen, dass sie morgen ganz bestimmt aufhören, nur heute wird noch die letzte Schachtel zuende geraucht oder am Montag fangen sie an mit abnehmen, nur halt andersrum ;-D


    Das Spray habe ich aber nur zwei mal benutzen müssen.


    Der körperliche Drang lässt nämlich sehr schnell nach. Psychisch ist es ein bisschen schwerer, weil es oft kleine Rituale gibt in denen man gerne mal eine raucht.


    Lange Wartezeit am Bahnhof, andere Leute die einen Fragen, ob man kurz mit raus kommt, eine rauchen, Kneipe oder sonstige Abendbeschäftigung, Alkohol, die Geselligkeit einer Raucherecke, Stress usw.


    Also sollte man diese Situationen die erste Zeit meiden oder sich eine andere Beschäftigung suchen während andere rauchen, Smartphonespielen, Wasser trinken, Rohkost essen, Daumenkino spielen, in die Luft gucken ganz egal ;-D


    Aber irgendwie hat es dann im Endeffekt problemlos geklappt und nach wenigen Tagen war es ok und ich hatte kein Verlangen mehr.


    Manchmal denke ich schon noch, dass es teilweise eine schöne Zeit war, es gibt Situationen, da ist eine Zigarette das beste was es in dem Moment gibt, aber diese Zeit ist jetzt vorbei.


    Ich hatte schon öfter Rauchstopps, aber meistens nicht freiwillig sondern aufgrund äußerer Umstände. als ich dann wieder angefangen habe, hatte ich ein richtiges Engegefühl in der Brust als würde mein Körper sich nach der Entwöhnung dagegen wehren wollen. Da musste ich dann erst ein paar Zigaretten rauchen bis das aufgehört hat und der Körper sich wieder gewöhnt hat. Das hat mir sehr zu denken gegeben und mich in meinem Entschluß gestärkt.


    Nikotinpflaster können auch helfen, aber ich würde sie nicht zu lange nehmen.

    Ich hatte vor etlichen Jahren von einem auf den anderen Tag aufgehört. Vollkommen problemlos, ich verstehe bis heute nicht warum das so leicht war (hatte es vorher schon mal probiert und nicht geschafft).




    Vor ca. einem Jahr habe ich wieder angefangen und habe mehrfach versucht aufzuhören. Im Moment bin ich an einem Punkt an dem mich meine Sucht anwidert. Ich mache mit!