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    Kannst du mich erleuchten? Ich verstehe das wirklich nicht! Hast du/habt ihr vor der OP denn mal ne Therapie gemacht?

    wieso sollte eine Therapie der Königsweg sein? Eine Bekannte von mit hatte nach Zwillingsschwangerschaft bei ihrer zarten, schlanken Figur einen schrumpeligen, hängenden Bauch, der absolut nicht zu ihrem jungen trainierten Körper passte. Wäre da ne Therapie, es als positive Erinnerung und Zeichen der Geburt der geliebten Kinder zu akzeptieren, das "Bessere" als eine Bauchdeckenstraffung? Bleibt es nicht jedem selbst überlassen, welchen Weg er in seinem Leben einschlagen will. Wieso denkst du, du könntest die Beweggründe individueller Entscheidungen anderer bewerten und für therapiebedürftig erklären?

    Ich frage ja lediglich, ob eine Therapie versucht worden ist. Eine OP ist ja nicht zuletzt auch ein ziemlich heftiger Eingriff in den Körper, den man womöglich vermeiden möchte.


    Ich gebe allerdings zu, dass ich Komplexe aufgrund eines kleinen Busens nicht nachvollziehen kann, weil es zahllose Frauen mit dem gleichen "Problem" gibt und die meisten damit zurechtkommen. Da scheint in meinen Augen schon ein geringes Selbstwertgefühl dazukommen, damit man sich zu einer OP entschließt.


    Ich würde das wirklich gerne verstehen, v.a. warum man so eine OP einer "minimalinvasiven Variante" vorzieht.

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    Ich gebe allerdings zu, dass ich Komplexe aufgrund eines kleinen Busens nicht nachvollziehen kann, weil es zahllose Frauen mit dem gleichen "Problem" gibt und die meisten damit zurechtkommen.

    du hast den Faden aber ganz gelesen, oder? die TE ist keine gesunde Frau, die zu kleine Titten hat. Sie hat eine Erkrankung, die zu einer Vermännlichung führt und die nur in Grenzen beeinflußbar ist., Ist da der Drang, weibliche Attribute, die man mit einer OP erlangen kann, zu bekommen, wirklich so schwer nachvollziehbar? Viele Aspekte dieser Krankheit muss sie akzeptieren, hat keine Wahl der Beeinflussung, bei der Brustgröße hat sie eine Wahl.

    @ Kruemi:

    Das ist halt immer die Standardantwort. Du verstehst mich irgendwie. Find ich gerade toll. @:)


    Mache eine Therapie und dann wird alles gut. Hätte man alles gelesen, wüsste man, dass ich psychologischer Betreuung bin - eben wegen meines Körpers. Net, weil ich ne Klatsche habe, sondern weil ich vermehrt Kraft benötige, um die Defizite zu kompensieren. Ich bekomme also Hilfe, wie ich mir antrainiere Dinge zu ertragen. Solche Hilfe bekommen auch Krebskranke, Leute mit Amputationen, Haarausfall, usw. - ob das immer funktioniert, steht woanders. Als Laie versteht man das aber nicht - dazu fehlt einfach der entsprechende Blickwinkel und vor allem der Leidensdruck.


    Prinzipiell ist dann alles, was diese Defizit mindert, als dauerhafter Erfolg zu sehen. Ich habe das ja oftmals schon bemerkt. Wenn Dir irgendwo Körperhaare gelasert werden, die ich dann nicht mehr täglich rasieren muss, fällt super viel Last von dir - man gewinnt Lebensqualität. Und genaus soll und kann es mit der Brust sein. Und sicherlich hatte ich da einen ästhetischen Anspruch - es ist ja eine plastische OP und nur irgendwie eine Brust machen ist da zu einfach und naiv gedacht. Wenn man dem Blinden das Augenlicht zurückgeben kann, ist das doch besser, als im beizubringen ohne zu leben!


    Ich habe etwas an Lebensqualität gewohnen, aber ich leide aktuell mehr unter dem Ärger und den Vorwürfen, dass es nicht richtig gemacht worden ist - es wäre nur Handschläge entfernt gewesen. Und das nur, weil von mir als Patient Dinge erwartet wurden, mit denen ich nicht gerechnet habe.

    Ich würde, falls dir die Klinik nicht entgegenkommt, tatsächlich einen anderen Arzt wählen. Und nimm auf jeden Fall eine zweite Person mit.


    Zur Therapie: Mir wäre nie die Idee gekommen, mich aufgrund meiner Brust-Op in Therapie zu begeben. Ich hätte auch ohne Op gut leben können, hatte aber die Möglichkeit, diese mir leisten zu können. Man kann auch psychische Probleme konstruieren.

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    Zur Therapie: Mir wäre nie die Idee gekommen, mich aufgrund meiner Brust-Op in Therapie zu begeben. Ich hätte auch ohne Op gut leben können, hatte aber die Möglichkeit, diese mir leisten zu können. Man kann auch psychische Probleme konstruieren.

    Wovon redest Du? Ich glaube es wird gerade echt abenteuerlich :-o


    Ich bin wegen meiner Hormonstörung/Gendefekt in Behandlung. Ich habe zu viele Androgene und leide sehr darunter. Haare aufm Bauch oder tiefe Stimme sind für eine Frau sehr "uncool". Die Brust wuchs eben daher auch nicht. Darum bin ich beim Psychologen.

    Und eigentlich sollte deutlich geworden sein, dass ich dir versucht habe in den letzten Beiträgen konstruktiv zu helfen. Der vorherige Beitrag war eine Antwort auf den Beitrag, warum man das Geld in eine Brust-Op dtxkt

    mein Post wurde hier komplett missverstanden..ich habe filosofias post

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    Hast du denn mal darüber nachgedacht, das viele Geld in eine gescheite Therapie gegen dein gestörtes Selbstwertgefühl und deine Ängste zu stecken statt in Brustimplantate?

    gemeint....


    Ich weiss was es heisst, wenn man unzufrieden mit seinen Brüsten ist...und wnen man die Möglichkeit und das Geld dazu hat es zu ändern, wieso nicht?


    Ich verstehe die TE komplett, ich weis snicht wie ich reagiert hätte, wenn das Ergebnis nicht meinen Vorstellungen entsprochen hätte danach, wahrscheinlich wäre ich selber am Ende und wüsste nicht wirklich was ich tun soll...ich stelle mir das als eine sehr schreckliche Situation vor


    Deswegen kann ich sehr wohl verstehen, dass sie sauer/enttäuscht ist über das ganze

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    Kannst du mich erleuchten? Ich verstehe das wirklich nicht! Hast du/habt ihr vor der OP denn mal ne Therapie gemacht?

    bei mir ist es nun doch ein wenig anders..ich hatte große hängende Brüste seit ich 15 war...Ich meine, das war für mich sehr belastend..als Teenie so auszusehen und Rückenschmerzen hatte ich auch ein wenig...Wie hätte das ausgesehen, wenn ich irgendwann Kinder bekommen würde...dann hängen sie wahrscheinlich zum Bauchnabel....da bringt keine Therapie oder Sport was, es ist wie es ist ... es war schrecklich so auszusehen


    ich hatte die Möglichkeit es zu ändern.. auch wenn ich am anfang mega schiss hatte.. und jetzt bin ich zufrieden und bin froh es gemacht zu haben


    und nochmal zum Thema: wenn es eine seriöse Klinik ist, sollte sie zumindest zum Teil entgegenkommen

    Was ich nicht verstehe: gibt es nach einer OP nicht eine Kontrolle? Also während man noch in der Klinik liegt? Ob alles gut verheilt, wie es der Patientin geht, wie das Ergebnis ist?


    Hast du den Arzt nach der OP nicht mehr gesehen?

    Doch, aber ich war zu feige was zu sagen :°( ... so kurz nach der OP. Habe das sofort gemerkt, als der Verband ab war - ich habs nur gesehen und wusste ... das is niemals ein B. Es geht net um Maße und Buchstaben. Ich habs einfach gesehen, dass es nicht hinhaut und nicht harmoniert.

    Das wird deine Chancen auf Nachbesserung auf Kulanzbasis nicht erhöhen. Auf Mängel muss man hinweisen, so schnell es geht, egal ob es um Reisemängel geht, nicht korrekt erbrachte Handwerksleistung oder eben persönlich nicht zufriedenstellende medizinische Behandlung. Wenn jemand Wochen danach auf einmal Unzufriedenheit äußert, dann würde ich als Arzt davon ausgehen, dass der Patient eigentlich zufrieden war, aber sich durch die Meinung Außenstehender hat beirren lassen.

    Ich dachte, ich kann mich damit abfinden - immer habe ich ja Brüste. Ich wollte es sacken lassen. So schrieb ich das auch der Klinik in meinem Gesuch. Irgendwann nach 6-8 Wochen aber staute sich der Ärger und die Unzufriedenheit an. Letzte Woche bin ich mehrmals daheim unter Tränen zusammengebrochen, weil ich net mehr konnte. Es kommt so viel gerade zusammen. Mein Freund konnte mich nur schwer trösten und er war nur paar Tage hier.


    Ich werde passende Worte finden. Die finde ich immer. Und wenn Worte etwas ändern können, werden sie das tun. Wenn die Klinik aber generell nicht kompromisbereit ist, kann auch dies nichts daran ändern. Dann nehme ich mir aber auch das Recht heraus andere Menschen darüber zu informieren, dass hier ein erheblicher Servicemangel besteht und man diese Klinik nur aufsuchen sollte, wenn man Poker oder Roulette mag oder über erhebliches Fachwissen verfügt, um die OP-Planung allein durchzuführen.

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    Das wird deine Chancen auf Nachbesserung auf Kulanzbasis nicht erhöhen. Auf Mängel muss man hinweisen, so schnell es geht, egal ob es um Reisemängel geht, nicht korrekt erbrachte Handwerksleistung oder eben persönlich nicht zufriedenstellende medizinische Behandlung.

    das Endergebnis einer Brustvergrößerung sieht man erst nach ca 6 Wochen wg. Schwellungen etc. Das würde jeder Gutachter bestätigen.