Liebe Galaxina,


    Ich habe deinen gesamten Thread gelesen. Ich will dir etwas dazu schreiben. Ich habe mir auch die Brust vergrößern lassen, erst vor kurzem! Ich verstehe dich so sehr. An deiner Stelle wäre ich auch sehr sehr enttäuscht. Ich studiere auch Medizin und habe einige Wochen auf der Plast. Chirurgie famuliert. Du hattest nahezu nichts und bekamst anatomisch 270cc - das klingt nicht nur, das ist ziemlich sicher viel zu wenig, wie du auch bemerkt hast. Ich hatte ein A, also schon etwas an Eigengewebe und bekam 280cc unter den Muskel, ebenfalls anatomisch und bin bei einem kleinen/mittleren C gelandet, womit ich sehr zufrieden bin. Es tut mir sehr leid für dich. Versuche alles, damit du ein Ergebnis bekommst mit welchem du zufrieden bist. Das ist so wichtig! Du wirst erst dann zur Ruhe finden, wenn du es so hast, wie du dir es in etwa vorgestellt hast!


    Ich wünsche dir alles alles Gute - von Herzen! @:)

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    ich bin privat versichert und da kann man eben auch "handeln" und als Selbstständige habe ich das gelernt.

    Verstehe ich das richtig? Du hast in der Klinik den OP-Preis heruntergehandelt? Dann musst du dich aber nicht wundern, wenn im Vergleich zu den Vollzahlerinnen am Service gespart wurde.

    Warum werden eigentlich Brustimplantate unter den Muskel gesetzt? Ist das wirklich so? Dann werden die doch plattgedrückt, erst recht, wenn man den Muskel anspannt? Und ein Muskel lässt sich doch lange nicht so leicht bzw. stark dehnen wie Haut? Kann man den Brustmuskel (immerhin ist das ein sehr kräftiger Muskel) dann überhaupt noch richtig anspannen, wenn man darunter einen Silikonbeutel sitzen hat? Echtes Brustdrüsen- und -fettgewebe sitzt ja auch außen auf dem Muskel? Und darum verstehe ich auch nicht, wie man z. B. eine hängende Brust auf diese Weise operieren könnte - das ausgeleierte Gewebe würde ja nach wie vor außen auf dem Muskel sitzen?

    Liebe Ingefaera,


    Es gibt Frauen, die einen zu geringen Weichteilmantel über dem Muskel haben --> setzt man dann über den Muskel ein Implantat, würde man dies tasten und sehen können. Das ist nicht erwünscht. Bei schlanken Frauen und Frauen mit wenig Eigengewebe setzt man die Implis daher bevorzugt unter den Muskel, da die Implis dann komplett mit Muskel bedeckt sind und sie weder tastbar noch sichtbar sind. Aber da kommt es natürlich auf die Technik an, setzt man sie nur unter 1 oder 4 Muskeln zB. Der Brustmuskel lässt sich gut dehnen, das ist alles kein Problem. Natürlich kann man ihn noch richtig anspannen, wenn darunter ein Implantat sitzt. Nur bei Frauen, die im hochprofessionellen Bereich Kraftsport betreiben muss man dies überlegen, da sind sicherlich Einbußen vorhanden.


    Echtes Drüsen- u. Fettgewebe sitzt natürlich über dem Muskel. Eine hängende Brust korrigiert man sehr oft mit einem Implantat über dem Muskel, aus deinem genannten Grund. Andernfalls läuft man Gefahr, dass das Eigengewebe "unter" dem Implantat sitzt. Außerdem kann man mit Implis die gedehnte Haut seht gut wieder auffüllen.

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    Verstehe ich das richtig? Du hast in der Klinik den OP-Preis heruntergehandelt? Dann musst du dich aber nicht wundern, wenn im Vergleich zu den Vollzahlerinnen am Service gespart wurde.

    Bitte spekuliere nicht immer und sei dann gemein :|N


    Ich habe mit der KK verhandelt, nicht mit der Klinik. Die KK hätte mich eher in eine Standardklinik geschickt, die normal nach GOÄ abrechnet. Ich wollte aber zu einem erfahrenen Chirurgen (*haha*) und keinen, der das zwischendurch macht. Meist sind das ja Private auf dem Gebiet. Darum habe ich mich lange gestritten und letztlich haben wir uns so geeinigt, dass ich die Differenz aus eigener Tasche bezahle. Eine Brust-OP kostet im Standard um die 3500,- zuzügl. Implantate. Meine war ein gutes Stück teurer.


    Es ist halt umso ärgerlicher, dass ich 1 Jahr dafür plädierte eben diese Klinik nehmen zu dürfen und jetzt wurde ich so enttäuscht. Ich kann es kaum erklären - hier wurde mein Vertrauen auf höchster Ebene missbraucht. Ich boxe die Kostenübernahme in guten Glauben etwas gutes für mich zu tun durch, habe das Gefühl eine der besten Klinik zu bekommen - dann klappt das alles mit der Planung und letztlich im Fazit sehe ich Bilder von einem tschechischen Arzt, der offensichtlich sein Handwerk besser versteht und ein Drittel des Preises verlangt. :°(

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    dich aber gleichzeitig derart wenig bis gar nicht hinter die Planung der eigentlichen OP geklemmt hast

    das verstehe ich nicht. WAS soll sie denn im Vorfeld planen? Muss ich eine Blinddarm-OP auch planen und dem Arzt die Schnittführung erklären? Soll ich bei meiner anstehenden Hirnaterienaneurysma-OP dem Doc sagen, ob er lieber einen Stent einsetzen soll oder ein Coiling ausreicht? Wieso MUSS die Patientin in diesem Fall auf jeden Fall eine Mitschuld haben?

    Zitat

    Eine hängende Brust korrigiert man sehr oft mit einem Implantat über dem Muskel, aus deinem genannten Grund

    nein, eine hängende Brust kann man mit einem Implantat alleine ohne Straffung nicht nachhaltig und optisch gut korrigieren. Wird oft gemacht, ja, sieht aber seltsam aus, ist zumindest nicht nachhaltig.


    Und man setzt i.d.R. nur den oberen Teil des Implantats unter den Brustmuskel, da es sonst bei Anspannung eben doch zu seltsamen Verformungen kommt. Reicht der Weichteilmantel ( z.B. nach Krebsamputation) nicht aus, ist es noch sinnvoller, bei vorhandemen Fettgewebe am Bauch eine kleine Bauchstraffung nach oben zu machen, um so Gewebe zur Ummantelung des Implantats zu gewinnen--was aber eben dann doch nichts für "Beautykliniken" ist, sondern etwas höhere Schule.

    Das merkt man, wahrscheinlich sind deine Beispiele deshalb auch so schlecht gewählt. Zur Vorplanung gehört einiges mehr. Lies nochmal ab Seite 1, was die TE selbst versäumt hat. Du kannst es ihren Beiträgen und den Antworten entnehmen. Um Schuld geht es dabei auch nicht

    Kommt natürlich darauf an wie sehr die Brust hängt. Aber du hast natürlich Recht, habe ich vergessen zu erwähnen. Ja, Dual Plane wird eh häufig gemacht - oben unter den Muskel, unten keine Muskelbedeckung.


    Lappenplastiken sind rein rekonstruktiv, das stimmt. Aber sehr wichtig, wenn zB. die Brustmuskulatur aufgrund Metastasierung oder Risiken entfernt wurde.

    Okay, ich erkläre mal, was ich im Vorfeld gemacht:


    Ich habe natürlich alles geplant. Transporte, Kosten, usw. Sämtliche Risiken waren mir im Vorfeld bewusst, auch welche Schnittführungen es gibt. Ich habe mich dann für die Unterbrust entschieden, weil die Gefahr Nerven zu verletzen am geringsten ist. Meine linke Brust ist trotzdem taub. Egal. Dann habe ich mich über die Versionen Untermuskel, Über und die Zwischenlösung informiert. Meiner ist Untermuskel, weil es bei so kleinen Ausgangskörbchen ratsam ist, um einen weicheren Übergang zu formen. Informiert habe ich mich über Silikon und Saline - die Unterschiede, aber Silikon war bereits klar. Mir war auch klar, dass ich anatomische Implantate wollte.


    Ich habe auch über die Narkose informiert und das man da bei Histamin-Intoleranz das absprechen muss - das kann lebensgefährlich sein. Auch abgesprochen habe ich die Sache mit dem Oximeter, weil das bei Gelnägeln net so gut geht. Das haben die mir zB auch nicht vorher gesagt. Ich wäre so angereist.


    Was ich jetzt nicht wusste, war eben welches Volumen nun rein soll. Das weiß man als Laie nicht. Wie auch? Ich las auf diversen Seiten, die meist was um 300cc reinkommt. Viele haben damit ein C. Nun dachte ich 270cc ergeben da ca. ein großes B. Mir wurde dabei ja nicht geholfen. Ich musste das völlig allein entscheiden. Woher soll ich mich damit auskennen? Ich bin ja kein Arzt - wenn da die 270g im BH stecken sieht es auch 2-3cm größer aus und wenn der Arzt einem nicht darauf hinweist, dass es danach weniger sind - dann glaubt man halt, dass man das bekommt. Bekommt man nicht.


    Ich hatte absolut auch keine Ahnung, dass der Spalt so groß bleibt. Man sieht ja mit dem BH auch den Spalt nicht oder was davon weggeht. Der Arzt hatte dazu nie was gesagt und ich dachte, wenn da fast 300g pro Seite sind, dann ist der Spalt kleiner. Sein minimale Weise interpretierte ich als "No-Problemo" - alles kein Ding. Ich weiß nicht, wo ich hier was versäumt hätte. Den Inhalt des Aufklärungsbogen kannte ich komplett - das ist das, was der Patient wissen muss.


    Die Ermittlung geeigneter Implantate darf und kann nicht Sache des Patienten sein!

    Zitat

    Der Arzt hatte dazu nie was gesagt und ich dachte, wenn da fast 300g pro Seite sind, dann ist der Spalt kleiner.

    Ich habe den Eindruck, es gab da große Kommunikationsschwierigkeiten. Du hast zu viel angenommen und der Arzt hat zu wenig Informationen ungefragt angeboten. Die Frage ist warum. Vielleicht ist er ein schlechter Arzt oder er hat angenommen, du wüsstest mehr über die Materie Bescheid. Kann man als Außenstehender nicht beurteilen.


    Daher auch mein Hinweis, zu dem Gespräch eine Person mitzunehmen.

    Ich habe nicht gefragt, weil ich der Meinung war, dass er alles im Griff hat - das er genau im Kopf hat, was die 270cc jetzt machen und wie sich das auf den Spalt auswirkt. Ehrlich, ich habe das zu diesem Zeitpunkt nicht hinterfragt - er hat den Eindruck hinterlassen, dass er nicht viele Worte braucht, sondern jemand ist, der sein Handwerk versteht. Oft ist es ja so, dass die, die viel quatschen, viel verkehrt machen und die, die den Mund halten perfekte Arbeit abliefern. Er hat sich wirklich gut verkauft. Menschlich habe ich mich da halt absolut getäuscht.


    Ja, eine zweite Person wäre gut, das stimmt.