Wenn jemand mit medizinischer Indikation "Probleme weil keine Brust" kommt, geht man als Arzt evt davon aus, dass jedes Implantat das Problem behebt, und da die Patientin sich eines ausgesucht hat, ist die Ziel-Vorgabe für den Arzt klar.


    Wenn jemand mit Brust kommt und die anders/größer haben will, geht ein Arzt da evt anders ran, weil es ja nicht um "Hauptsache da ist was" geht.

    Zitat

    Ich habe einen recht breiten Brustkorb (Gr. 40 bei 1,70m) und ein A-Cup sieht genauso verlassen an meinem Körper aus, wie die Brüstchen vorher. Es harmoniert einfach nicht und das hast bisher jeder gesagt - selbst meine 60-jährige Mom. Zwischen den Brüsten ist ca. 5-6cm Platz, was unschön aussieht und total verloren. Mit einem Topteil-Ausschnitt sieht alles nur flach aus. Nicht im Ansatz ein Dekollete und ich wollte sowas immer haben. Es handelt sich immerhin um eine kosmetische Operation, die dazu dient eine gewisse "Durchschnittsästhetik" herzustellen. Diesen Zweck hat sie jedoch verfehlt.


    Galaxina

    Sorry aber wenn es dir darum gegangen ist und du so konkrete Wunschvorstellungen gehabt hast, verstehe ich echt nicht, wieso du dich deinerseits nicht mehr interessiert und bemüht hast in den Beratungsgesprächen. Etwaige Fehler des Arztes mal außen vor gelassen.


    Und warum hast du dich für das kleinere Implantat entschieden? Dich stört deine aktuelle Größe ja nicht nur en bisschen, sondern massiv. Wie kann das sein, dass dein Empfinden vorher und nachher so stark auseinanderfällt? Ich kann zwar verstehen, wenn so ein Silikonkissen auf dem Tisch größer aussieht, als hinterher eingesetzt, aber du hast es ja noch anprobiert ... bzw. warum hast du nicht direkt nachgefragt und verschiedene Größen verglichen etc.? ???


    Du hättest ja auch beide Größen testen können, mal "anprobieren" und den Arzt fragen welche Größen das jeweils sind und wie groß das hinterher bei der geplanten OP-Methode aussieht. Das verstehe ich persönlich nicht, gerade wenn du ein ganz bestimmtes Ergebnis wolltest.

    Ich versteh grad nicht warum ihr alle so auf der TE rumhackt.


    Sie ist die Sache vielleicht etwas naiv/uninformiert angegangen, aber sie ist nun mal medizinischer Laie. Ich finde es liegt absolut in der Verantwortung des operierenden Arztes, dass im Beratungsgespräch ausführlich auch über das Implantat, die Größe, das erwartete Ergebnis geredet wird. Vor allem wenn er merkt, dass die Patientin außer einem Buchstaben nicht wirklich Ahnung hat. Es sollte doch absoluter Standard sein, dass er im Büro ein paar Beispiel-Implantate und Schaubilder rumliegen hat oder passende Computer-Software. 15 Minuten vor der OP zwischen zwei Implantaten auswählen lassen geht IMHO gar nicht.


    Wie das rechtlich zu bewerten ist weiß ich nicht, aber ein Gespräch mit der Klinik, dem Arzt, der Krankenkasse solltest du auf jeden Fall führen.

    Sie war vermutlich so fixiert darauf, dass es einfach geschieht, dass sie bei dem Arzt nicht mehr Information/genauere Besprechung eingefordert hat.


    Der hat vielleicht das Tempo angezogen (ob mehr als bei selbstzahlenden Patienten kann man nur beurteilen, wenn man schonmal bei dem war), aber kann ja nicht in ihren Kopf sehen, und sie hat ja eines der Implantate ausgewählt statt zu sagen "Das kann ich nicht beurteilen".

    wieviel ml hat denn das Implantat, das dir eingebaut wurde? Ist es ein anatomisch geformtes oder rundes?


    Warst du bei einem Facharzt für plastische Chirurgie? oder bei einem dieser "beauty-Docs?" Insgesamt muss man sich nicht mit allem abfinden, ggf hast du sogar durch diene Krankenkasse Unterstützung.

    Zitat

    Klar war die Beratung in meinen Augen unprofessionell. Aber du hast einen Wisch unterschrieben, und nur das zählt rechtlich in meinen Augen.


    Vielleicht kann über Kulanz noch was gemacht werden. Dass du im juristischen Sinne Erfolg hast, dafür sehe ich eher schwarz. Aber ich bin auch nur Laie.

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    Immerhin wurde von beiden Seiten etwas versäumt, und rechtlich hast du (so meine ich) gar keine Chance auf irgendwas.

    Liebe TE,


    bevor hier weiter lustig rumgeraten wird: Such Dir einen Anwalt, der auf Arztrecht spezialisiert ist. Das hilft Dir weitaus mehr, als die Laieneinschätzungen hier im Forum! Viel Glück! @:)

    Der Abstand zwischen den Brüsten kann sehr wohl beeinflusst werden. Dafür wird frau ja vorher vermessen! Es gibt zu den jeweiligen ml-Zahlen zig Ausführungen eines Implantats, nicht nur rund oder anatomisch, sondern auch wie breit, wie "tief", wie hoch und verschiedene Festigkeitsstufen gibt es auch noch und das auch noch von verschieden guten Herstellern.


    Das alles zu beurteilen kann die Kundin als Laie gar nicht leisten, weshalb der plastische Chirurg da Vorschläge und Infos liefern muss! Man kann sich aber vorher Wissen anlesen (ich verweise erneut auf die silicone-sisters, weil die dazu wirklich das kompetenteste Forum sind, das ich kenne) und dann selbstbewusst und informiert in das Gespräch gehen. Das merkt auch der pC und versucht einen dann weniger übern Tisch zu ziehen, was leider viele tun. Ein Beratungsgespräch ist für die ein Verkaufsgespräch und da haben die schon ihre Tricks drauf, um von sich zu überzeugen... Dieses Selbstbewusstsein erlangt man auch dadurch, dass man nicht nur zu einem BG geht!


    Viele Frauen gehen blauäugig und uninformiert und sich auf ihren pC verlassend in diese OP und wundern sich dann hinterher, warum es nicht so wurde wie gedacht. Klar, hat man vermutlich eine zu perfekte Vorstellung vom Ergebnis, auf das man sich ewig gefreut hat, aber man kann auch als Kundin da einiges entscheidend beeinflussen, wenn man das Ganze nicht überstürzt.


    Daher hoffe ich, dass die TE diesen Fehler nicht erneut macht und sich stattdessen breiter umsieht und die Korrektur bei einem anderen pC machen lässt.

    Liebe TE, aus eigener Erfahrung kann ih Dir nur dringend ans Herz legen, wenn Du Dich für eine Nach-OP entscheidest : schau Dir mehrere Plastische Chirurgien an, lass Dir von den Ärzten Vorher-Nachher-Fotos zeigen und nimm Dir Zeit für eine ausführliche Beratung, ,lass Dich hier nicht verrückt machen.........Ganz sicher gibt es eine Lösung, damit Du endlich ein für Dich akzeptables weibliches Aussehen bekommst.


    Ich habe mir infolge einer schweren Krebs-Op sechs verschiedene Kliniken angeschaut und mich bei jeder beraten lassen, bis mein Bauchgefühl mir vermittelte "hier will ich mich operieren lassen " und genau dort ließ ich meinen Brustaufbau vornehmen. Nun nach fast 10 Jahren bin ich noch immer zufrieden, dass ich mich für diese Klinik entschied und sämtliche Ärzte bestätigen noch heute, wie schön das ergebnis wurde..........


    Du bist leider einfach an keine gute Beratung geraten. versuchs nochmal, bis auch Dein Bauchgefühl das positive vermittelt.


    Viel Glück und alles Gute :)*

    Es ist offensichtlich, dass beide Seiten Fehler gemacht haben:


    der Arzt hat nicht vernünftig aufgeklärt und die Patientin zu wenig darauf geachtet, dass sie gut beraten wird.


    Ich finde die Situation hier nicht eindeutig. Als erstes solltest du ein klärendes Gespräch mit dem Arzt suchen - wenn dieses erfolglos verläuft, würde ich mit der Krankenkasse sprechen. Auch die unabhängige Patientenberatung Deutschland kann hier kompetente Infos geben.

    es gibt gewisse Regeln, wie Brüste nach Rekonstruktion oder Brustaufbau auszusehen haben, Abstand der Brustwarzen, Bereich zwischen den Brüsten etc. Hält sich ein Arzt nicht an diese Regeln, muss sich eine Patientin damit nicht zwangsläufig abfinden. Niemand muss mit grotesken Brüsten rumlaufen, nur weil der Doc sein Handwerk nicht versteht. Zwar gibt jeder Körper anatomische Grenzen des Möglichen vor, das kann jedoch ein erfahrener Chirurg gut beurteilen.


    Laß dir einen Beratungstermin bei einem anerkannten plastischen Chirurgen ( Homepage der Deutschen Gesellschaft für Plastische und ästhetische Chirurgie hilft da weiter) geben.

    Eigentlich möchte ich gar nichts mehr schreiben. Ich mache mir sowieso schon riesige Vorwürfe und das wird hier einfach nur verstärkt. Das war beim besten Willen nicht Ziel meines Threads hier. Dann bin ich halt ne prasslige Kuh, die zum dumm ist ... für hätte ist es zu spät.


    Ich hatte mich vor der OP informiert, aber konnte halt für mich nicht sagen welches Volumen wirklich für mich das richtige ist. Bin ja kein Mathematiker. Ich wusste nur, dass es mind. schon ein volles B (daher 15-16cm Differenz) sein sollten - so ein BH lag daheim herum und mit entsprechenden Einlagen sah das immer toll aus. Ein wenig mehr, wäre auch okay - drunter halt nicht. Das sagte ich auch so. Ich war wirklich der Annahme, dass das der Arzt mit mir macht und das in Ruhe bespricht und anpasst.


    Das letztliche Gespräch zur Implantatwahl wurde dann halt bis auf Tag der OP verschoben. Da wurde ich dann früh um 6.00 aus dem Bett geholt, weil die OP vorverlegt wurde und dann bin ich schnell halb verpennt zum Arzt runter und sollte mich fix für eine Größe entscheiden. Ich konnte ja nun nicht 15min vor der OP anfangen eine Szene zu machen - die hätten sämtliche OPs an dem Tag verschieben müssen. Ich entschied völlig willkürlich aus dem Bauch heraus, ohne da was wirklich zu hinterfragen - ich war total durch den Wind wegen der OP und aufgeregt, 10min später lag ich aufm Tisch. Man hätte es in Ruhe machen müssen - eine Nacht drüber schlafen. Bedenkzeit.

    Zitat

    15 Minuten vor der OP zwischen zwei Implantaten auswählen lassen geht IMHO gar nicht.

    Ich kenne die Rechtslage in DE nicht, aber in der Schweiz geht das nicht. Deine Bedenkzeit war viel zu kurz, die Informationen ungenügend. Die Aufklärung der Patientin ist Verantwortung des Arztes, deshalb muss man in den USA mittlerweile immer unterschreiben, dass man die Informationen erhalten hat. Wie gesagt, ich kenne die Situation nur in der Schweiz.


    Ich würde mich an deiner Stelle mit einem Anwalt beraten.

    Dass in solchen Fäden immer der TE schuld ist, meist ja noch mit der Begründung, dass man sich ja im Netz schlaulesen kann, und nicht der Profi, der das ganze studiert hat und sein "Handwerk" seit Jahren macht... {:(

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    Zu welchem Zeitpunkt muss aufgeklärt werden?


    Eine Information über mögliche Risiken einer Operation kann nicht erst auf dem Weg in den Operationssaal oder womöglich kurz vor Verabreichen des Narkosemittels stattfinden. Die Aufklärung muss rechtzeitig genug vorgenommen werden, damit der Patient noch eine ausreichende Bedenkzeit hat (vgl. § 630 e Abs. 2 Nr. 2 BGB). Eine Aufklärung am Tag einer schweren Operation erfolgt nach Ansicht der Gerichte zu spät, einen Tag vorher kann sie noch rechtzeitig sein. Auch dann darf der Patient sich aber nicht schon so sehr in der Operationsvorbereitung befinden, dass er das Gefühl hat, alles sei beschlossene Sache.

    Quelle


    Hier steht es bezogen auf die Risiken der Operation. Meine rechtliche Laienmeinung wäre, dass es auch für die Wahl der Brustimplantate 15 Minuten vor der Operation zu spät ist. Aber wie gesagt, das kann dir nur ein Anwalt sagen. Und such dir am besten einen, der auf Gesundheitsrecht spezialisiert ist.