Zitat

    Nö. Ist in meinen Augen reine Verarsche. Und oftmals schlichtweg unnötig.

    Eben!


    Fotoretusche gibt es schon solange es Fotos gibt. Ist wahrlich keine Erfindung des digitalen Zeitalters. Allerdings ist es heute wesentlich leichter.


    Oder geh noch weiter zurück: Vor der Erfindung der Fotografie wurden auch schon Portraits gefertigt. Mit Farbe und Pinsel eben. Glaubst du im Ernst, die Herrschaften wurden fotorealistisch dargestellt? Nee, die wurden so gemalt, dass sie besonders günstig wegkamen. Gelang das nicht, wurde der Maler kurzerhand geköpft. In deinen Augen Verarsche. Ja sicher. Nichts anderes. Aber völlig normal. Unnötig? Für dich. Für andere eben nicht. Sonst würde es ja nicht gemacht. Jedenfalls wird der Aufwand nicht betrieben, um jetzt speziell dich zu verarschen.

    Deine Meinung, Timba. @:)


    Für mich bleibt es, was es ist. Vortäuschung falscher Tatsachen. Oftmals sowas von unnötig, weil viele Models/Frauen/Schauspielerinnen usw. auch ohne Photoshop schön sind. Und was sie ohne allemale sind ist natürlich.


    Aber das will niemand sehen, wir mir scheint.


    In Pornos sieht man doch auch längst nicht mehr nur noch "perfekte" Frauen, sondern auch Schwangerschaftsstreifen, kleine Bäuche, Hängebusen etc. Und nicht nur als Fetisch.

    Zitat

    Vortäuschung falscher Tatsachen

    Was für Tatsachen? Ein Model ist ein Abbild einer Idee. Da ein Model aber einer realen Person entspricht, muss dieser Abbild nicht perfekt deckungsgleich mit der Idee sein, deswegen eben Photoshop um dieser Idee näherzukommen oder sie überhaupt zu realisieren. Da von Tatsachen zu reden ist irgendwie absurd, so als ob man sich darüber beschwert, dass ein Hollywood-Film falsche Tatsachen vortäuscht. Interessant ist es allenfalls bei der Frage um kommerzielle Vermarkung von Produkten, wenn man zumindest behauptet Produkt XY erfüllt so ein Aussehen.


    Was ist überhaupt eine perfekte Frau? Die Diskussion ist irrwitzig, weil man sich eigentlich darüber beschwert das Menschen schöner gemacht werden. Das kann man aber nur machen, weil die Idee von Schönheit schon in unseren Köpfen existiert, woher soll man sonst auch wissen was besser aussieht?! Lichtet man jetzt weniger schöne Frauen ab, dann ändert das überhaupt nichts an dieser Idee, was man alleine aus der Tatsache ableiten kann, dass es auch mal eine Zeit vor Photoshop gab. Wenn da alles so toll gewesen ist, warum hat man dann angefangen überhaupt Photoshop zu benutzen?

    Zitat

    Ich habe schon den Eindruck das Photoshop da den Löwenanteil zwischen normal und model ausmacht.

    Ja die meisten Frauen die ich kenne und die professionell modeln, sehen in der Realität ganz normal aus und überhaupt nicht auffallend hübsch oder besser als ich. Man muss allerdings fotogen sein und auch schlank, trotz Photoshop. Denn der Bearbeitungsaufwand lohnt sich nicht, wenn man eine Frau erst aufwändig verbessern muss.

    blade


    Die Frage ist aber doch wie klar einem ist das etwas nur eine Idee, ein Ideal ist. Wenn man ständig suggeriert bekommt das es Frauen gibt die dies Ideal erreichen dann wird aus einer Utopie etwas das irgendwie erreichbar sein muss. Das ist was anderes als eine Statue in einem Tempel und es erreicht heute auch eine ganz andere Massenwirkung als zur Zeit der Portaitmalerei.

    @ danae87

    Wäre es aber dann nicht klüger, Menschen, bzw. eigentlich reden wir nur über Frauen, so zu erziehen, dass sie sich selber nicht über ihr Äusseres definieren. Letztendlich scheint nämlich genau hier das Problem zu liegen, denn eigentlich sollte es doch völlig egal sein, wie ein Model auf irgendeinem Cover aussieht. Genauso wie es egal sein sollte ob sie gephotoshopped wurde oder eben nicht?! Warum fühlt sich eine Frau schlecht, wenn sie ein hübsches Model sieht? Und würde sich daran etwas ändern wenn es kein Photoshop gäbe? Manchmal denke ich, dass es sich bei dem ganzen Thema nur um eine Neiddebatte handelt und man eben auf den Tisch haut, weil man mit sich selber unzufrieden ist und die "Anderen" eben schummeln. Dabei hinterfragt man überhaupt nicht den Wettkampf, weil es für Frauen anscheinend immer noch wichtiger ist schön zu sein, als z.B. Karriere zu machen oder eben loszulassen und sich dadurch nicht krampfhaft irgendwelchen Idealen hinzugeben.

    Zitat

    Was ist denn mit ihrem

    nicht in Ordnung, crazyleni?

    Für mich ist er zu flach, kaum vorhanden. Soll ja keiner von Kardashian sein, aber ein wenig mehr sollte da schon sein. Dass es jetzt wirklich nur an der Körperhaltung liegt, glaub ich nicht so ganz.

    @ danae

    Zitat

    Die Frage ist aber doch wie klar einem ist das etwas nur eine Idee, ein Ideal ist

    Ideale sind doch per se nicht schlecht. Ich orientiere mich gerne daran.

    Leni


    Stimmt, Ideale sind ganz in Ordnung, solange klar ist das es eben nicht oder nur für eine handvoll Menschen weltweit zuerreichende Ziele sind. Wenn man aber daran kaputt geht weil man irgendwie glaubt jeder der es nur will kann es erreichen dann sind die nicht mehr gesund und gut. Wie bei allem macht auch hier die Dosis das Gift, denke ich. Wenn ich also eine schlanke schöne Frau sehe und es mich anspornt Sport zu machen und gesund zu essen ist alles gut, wenn es mich aber sos ehr auffrisst das ich nicht so aussehe das ich mich selbst in der Magersucht verdaue, dann ist es Zeit das Ideal wieder da zu positionieren wo es hingehört, gleich neben der Utopie.


    In der derzeitigen Praxis, alles und jeden via Photoshop auf das Ideal zu trimmen sehe ich wegen der Masse ein Problem. Durch die schiere Masse an Bildern auf denen nur noch so getrimmte Personen zu sehen sind verschiebt sie das Ideal und wird zum Standard und das finde ich problematisch. Ganz besonders in Kombination mit der ganzen Werbung die suggeriert: Jeder kann wenn er will.


    blade


    Das hatten wir doch neulich schonmal. ;-D ;-D Erstens werden auch immer mehr Jungs essgestört, allerdings mit einem viel stärkeren Fokus uauf den Muskelaufbau und missbrauch von Steroiden und soweiter. Das ist nur logisch wenn man das andere Schönheitsbild ansieht. Es ist also kein origiäres Frauenproblem, vielmehr waren bisher Mädchen und Frauen diesem Phänomen viel stärker ausgesetzt. Seit die Männer in den letzten Jahren viel stärker in den Fokus der Werbetreibenden gerückt sind, seit auch da die Optik immer wichtiger wird, nehmen auch da die Zahlen zu.

    Zitat

    Wäre es aber dann nicht klüger, Menschen, bzw. eigentlich reden wir nur über Frauen, so zu erziehen, dass sie sich selber nicht über ihr Äusseres definieren.

    Natürlich versuche ich das, aber du erziehst so ein Kind ja nicht im luftleeren Raum. In der Kindergartengruppe meiner vierjährigen Tochter gibt es zwei Mädchen mit Schminkkoffern zu Hause und hochhackigen Schuhen. Es gibt einen unfassbaren Zugzwang schön zu sein, gut ausszusehen weil mit einem sonst einfach nicht gespielt wird. Ich bemühe mich ehrlich und ich hoffe ihr vermitteln zu können, dass am Ende nur zählt das sie sich selbst schön findet, aber selbst mein Anarchokind kam schon traurig nach Hause weil die anderen im Kindergarten sie nicht so schick fanden. Menschen brauchen Lob und Anerkennung und ich sehe gerade sehr genau das kleine Mädchen überall viel Lob und Bestätigung für gutes Aussehen erhalten, viel weniger für Stärke, Tapferkeit oder ähnliches. Da kommst du kaum gegen an.

    Zitat

    Warum fühlt sich eine Frau schlecht, wenn sie ein hübsches Model sieht?

    Warum fühlt sich ein Manns chlecht wenn er einen anderen Mannmti Musekln sieht, einen Mann der ein großes Auto fährt oder oder oder? Menschen vergleichen sich und das müssen sie auch, so aus dem innersten Heraus damit sie sich einordnen und wahrnehmen können. Ohne Bezugspunkte keine Selbstwahrnehmung. Und die meisten Menschen haben einen gewissen Ehrgeiz und wollen in der sozialen Hierachie aufsteigen. Finde ich auch nur schlüßig, immerhin ist man als geachtetes Mitglied der Gemeinschaft sicher vor Ausstoßung etc..

    Zitat

    Und würde sich daran etwas ändern wenn es kein Photoshop gäbe?

    Die Frage die daran hängt ist doch die Masse. Wenn ich so durch die Stadt gehe fühle ich mich nicht sonderlich dick oder hässlich oder so, sondern recht hübsch, so im Vergleich. Einfach weil die meisten Personen um mich rum nicht umwerfend schön sind, sondern normal.


    Dieser Raum realer Personen wird aber überall und allerorten ergänzt durch nicht-reale Personen in Katalogen und im Fernsehen. Frauen fühlen sich nach dem blättern in so einem Modekatalog nachweislich schlechter weil sie sich eben dann mit den dort abgebildeten Frauen vergleichen. Nun ist es ja so das unsere Realität durchdrungen ist von Werbung und damit mit diesen künstlichen Personen. Sie lächeln dich von hunderten Werbetafeln an und immer wieder vergleicht der Kopf automatisch.


    Ich ganz persönlich habe ein viel besseres Körpergefühl seit ich die Kataloge nicht mehr habe oder ansehe. Nur die Bilder der Frauen im Fernsehen reichen nicht aus um mich aus dem Gleichgewicht zu bringen, die Dosis ist gut um mich zu motivieren, wenn überhaupt. Der fantastische Kontext rückt die Frauen eh nochmal ein Stück von mir weg, anders als die Personen die mir vorführen wie man eigentlich in dieser Hose aussehen soll...

    Zitat

    Dabei hinterfragt man überhaupt nicht den Wettkampf, weil es für Frauen anscheinend immer noch wichtiger ist schön zu sein, als z.B. Karriere zu machen oder eben loszulassen und sich dadurch nicht krampfhaft irgendwelchen Idealen hinzugeben.

    Männer arbeiten sich häufiger tot, Frauen hungern sich häufiger tot, aber am Ende sind wir einfach immer im Wettkampf. Ich habe mir Kampffelder gesucht auf denen ich gut dastehe und weiche dem Rest aus wo ich kann, aber ich glaube es ist nicht möglich sich dem Wettkampf gänzlich zu entziehen, es ist zu tief in uns eingegraben.

    Zitat

    Menschen brauchen Lob und Anerkennung und ich sehe gerade sehr genau das kleine Mädchen überall viel Lob und Bestätigung für gutes Aussehen erhalten, viel weniger für Stärke, Tapferkeit oder ähnliches. Da kommst du kaum gegen an

    Wahnsinn oder? Meine Tochter ist inzwischen 7 und ich habe es auch im Kindergarten schon beobachtet dass die Mädchen viel Wert auf ihr Aussehen legen...und wenn man ein Kompliment für sein kleines Töchterlein bekommen hat war es auch eher "ach, was für ein süßes Mädchen, du hast aber ein tolles Kleid an" als irgendwas anderes.


    Jetzt mit 7, in der Schule, möchte sie langsam auch bewusst dieses oder jenes anziehen oder ein bestimmtes Paar Schuhe haben usw...bin mir noch nicht sicher, wie ich dem begegnen werde. Ich habe eigentlich immer das bekommen was ich wollte, kleidungstechnisch, solange ich es auch brauchen konnte. Aber schon schwierig. Bin gespannt wie das mit meinem Sohn mal wird, aber der ist erst 1,5 Jahre.

    Little


    Meine Große weiß schon sehr genau was sie anziehen will, also aus ihrem Kleiderschrank und das es dies oder jenes Kleid bitte sein soll. Ich lobe sage ihr natürlich wenn ich sie hübsch finde, aber ich lege sehr großen Wert darauf sie dezidiert für viele andere Sachen zu loben. Aber gegen diese Dauerbeschallung von außen fürchte ich, werde ich erstmal den kürzeren ziehen und es wird noch mehr geistiger Reife brauchen um da einen Angelpunkt zum einsetzen zu haben.

    @ danae87

    Zitat

    Das hatten wir doch neulich schonmal.

    Ja, ich glaube mich zu erinnern. ;-)

    Zitat

    Erstens werden auch immer mehr Jungs essgestört, allerdings mit einem viel stärkeren Fokus uauf den Muskelaufbau und missbrauch von Steroiden und soweiter. Das ist nur logisch wenn man das andere Schönheitsbild ansieht. Es ist also kein origiäres Frauenproblem, vielmehr waren bisher Mädchen und Frauen diesem Phänomen viel stärker ausgesetzt. Seit die Männer in den letzten Jahren viel stärker in den Fokus der Werbetreibenden gerückt sind, seit auch da die Optik immer wichtiger wird, nehmen auch da die Zahlen zu.

    Schönheitsideale sind viel stärker bei Frauen verankert als bei Männern. Aber interessant, dass du Muskelaufbau ansprichst, weil es indirekt sehr anschaulich für die Problematik ist. Wenn man davon ausgeht, dass man sich einem Schönheitsideal unterwirft um beim anderen Geschlecht (naja, manchmal auch beim gleichen Geschlecht) besser anzukommen, ist Muskelaufbau vergleichbar mit einer schlanken Figur bei Frauen. Es gibt aber auch solche entarteten Formen, wie zu viel Muskelaufbau (massives Bodybuilding) oder eben Magersucht. Beides gilt aber nicht mehr als attraktiv. Ich kenne keine Person die auf eine magersüchtige Frau steht, genauso wie die meisten Frauen die ich kennen zu viel Muskeln ablehnen. Solchen Person geht es dann nicht mehr um Attraktivität, sondern um einen sinnlosen Wettkampf (wer hat die dicksten Muskeln und wer die schlankste Taille).

    Zitat

    Menschen brauchen Lob und Anerkennung und ich sehe gerade sehr genau das kleine Mädchen überall viel Lob und Bestätigung für gutes Aussehen erhalten, viel weniger für Stärke, Tapferkeit oder ähnliches. Da kommst du kaum gegen an.

    Es ist für mich schwer zu beurteilen, weil ich keine Kinder habe. Sollte es tatsächlich so sein, dann ist es natürlich falsch. Frauen sollten keine Bestätigung ihres Aussehens wegen erhalten und kleine Mädchen schon garnicht. Problem ist, dass hübschere Frauen natürlich mehr begehrt werden, gilt andersherum auch für Männer. Ich finde es nur schade, wenn es sich irgendwann nur noch darum dreht; weil man eine Person dann nur noch über seine Hülle wahrnimmt.

    Zitat

    Menschen vergleichen sich und das müssen sie auch, so aus dem innersten Heraus damit sie sich einordnen und wahrnehmen können. Ohne Bezugspunkte keine Selbstwahrnehmung. Und die meisten Menschen haben einen gewissen Ehrgeiz und wollen in der sozialen Hierachie aufsteigen. Finde ich auch nur schlüßig, immerhin ist man als geachtetes Mitglied der Gemeinschaft sicher vor Ausstoßung etc..

    Naja, Selbstwahrnehmung geschieht meiner Meinung nach unabhängig von äusseren Bezugspunkten. Das Problem ist die Fremdwahrnehmung und daraus abgeleitet das Selbstbild. Und Attraktivität ist eben zu einem großen Teil auch eine Fremdwahrnehmung. Aber wie will man damit umgehen? Will man jetzt schnelle Autos verbieten, damit es keine neidischen Männer mehr gibt, genauso wie man nur noch "richtige" Frauen modeln lässt. Letztendlich ist es eine Frage wie man sich selber definiert und wenn unter dem Strich stehen bleibt, dass man möglichst körperlich attraktiv wahrgenommen werden möchte, dann ändert kein Verbot irgendetwas, weil "Vorbilder" gibt es überall.

    Zitat

    Dieser Raum realer Personen wird aber überall und allerorten ergänzt durch nicht-reale Personen in Katalogen und im Fernsehen. Frauen fühlen sich nach dem blättern in so einem Modekatalog nachweislich schlechter weil sie sich eben dann mit den dort abgebildeten Frauen vergleichen. Nun ist es ja so das unsere Realität durchdrungen ist von Werbung und damit mit diesen künstlichen Personen. Sie lächeln dich von hunderten Werbetafeln an und immer wieder vergleicht der Kopf automatisch.

    Aber Personen die nicht real sind können doch überhaupt keine Rolle spielen. Dabei geht es nicht nur um Photoshop, sondern um die Konnektivität zweier Personen. Ein Topmodel spielt im Leben der breiten Masse überhaupt keine Rolle, weil sie eben nicht Teil davon ist. Sie kann nicht daher kommen und dir deinen Freund stehlen. Ich finde so ein Vergleich deswegen schwer nachvollziehbar und gerade im Bezug zur Werbung denke ich nicht daran, dass es eine direkte Botschaft ist. Menschen kaufen nicht weil es ein bestimmtes Model als Werbeträger gibt. Beeinflussung geschieht dort eher indirekt. Aber wenn wir mal von künstlichen Schönheiten ausgehen und diese weglassen, dann gibt es immer noch dutzende Models die immer noch "schöner" sind als man selber. Denkst du, dass etwaige Makel dieser nicht photogeshoppten Models überhaupt wahrgenommen werden? Ich meine die gesamte Diskussion zeigt ja, dass es doch erheblich an Selbstreflexion mangelt, wenn es um die eigene Schönheit und dessen Wahrnehmung geht.

    Blade

    Zitat

    Ja, ich glaube mich zu erinnern. ;-)

    Das freut mich ehrlich für dich. :-p

    Zitat

    Ich kenne keine Person die auf eine magersüchtige Frau steht, genauso wie die meisten Frauen die ich kennen zu viel Muskeln ablehnen. Solchen Person geht es dann nicht mehr um Attraktivität, sondern um einen sinnlosen Wettkampf (wer hat die dicksten Muskeln und wer die schlankste Taille).

    Deutlich zu kurz gesprungen. Nein, die Menschen mit einem gesunden Körperbild stehen nicht auf Magersüchtige oder Menschen die nicht trinken damit ihre Muskeln noch mehr hervortreten.


    Allerdings sehen diese kranken Menschen im Spiegel nicht was wir sehen wenn wir sie ansehen, nicht einmal annähernd. Deswegen wird bei der Körperbildtherapie oft der Umriss der Betroffenen auf den Boden gemalt damit sie sich uanbhängig von sich selbst sehen kann: Ziemlich häufig gibt das einen veritablen Schreck. Sie bekommen ihre Umrisse nicht im geringsten mit dem Zusammen was sie fühlen und wie sie sich selbst sehen. Dazu kommt der Effekt das das Gehirn abe inem gewissen Grad der Unterversorgung mit abgebaut wird. Auch das Hunger-High iszt tükisch. Wenn man hungert und ich meine wirklich hungert sorgt das Gehirn ab einem gewissen Grad dafür das man euphorisch wird. Das lässt natürlich wieder nach, aber man kann von diesem Gefühl richtig süchtig werden. Dopanimschock bleibt Dopaminschock was auch immer ihn ausgelöst hat. Also selbst wenn keine weiteren psychischen Probleme dazu kommen, was aber wie bei vielen Suchterkrankungen häufig doch der Fall ist, geht es nicht mehr darum dünner zu sein, maximal noch vordergründig. Es geht um die Befriedigung einer Sucht und Essen oder den Sport runterschrauben bedeutet Entzug.

    Zitat

    Ich finde es nur schade, wenn es sich irgendwann nur noch darum dreht; weil man eine Person dann nur noch über seine Hülle wahrnimmt.

    Ich finde das auch schade, sehr sogar. Und nun stell dir mal vor du selbst nimmst dich nur noch als deine eigene Hülle wahr...

    Zitat

    Naja, Selbstwahrnehmung geschieht meiner Meinung nach unabhängig von äusseren Bezugspunkten.

    Kennst du die Geschichte mit dem schwarzen Punkt der im weißen nichts hängt, alleine, ohne einen anderen schwarzen Punkt?


    Selbstwahrnehmung funktioniert nur mit äußeren Bezugspunkten. Ich weiß nur ob ich eher groß oder klein bin wenn es Vergleiche gibt. Wenn kleine Männer Komplexe haben, dann auf nach Asien mit ihnen und schon fühlen sie sich größer, einfach weil sie im Schnitt nicht mehr unterdurchschnittlich sind. Man fühlst sich fett und wabbelig? Ich empfehle den Besuch in der Sauna oder im Schwimmbad, notfalls soll ein Flug in gewisse Teile der Staaten da sehr hilfreich sein. Groß oder klein, dick oder dünn, klug oder blöd bin ich immer nur im Vergleich mit anderen. Ohne diesen Bezug, ohne eine Skala, gibt es keine Einordnung und damit dann auch keinerlei Bewertung. Es ist dann einfach.

    Zitat

    Will man jetzt schnelle Autos verbieten, damit es keine neidischen Männer mehr gibt

    Schön das du die Autos aufgreifst. Nein, schnelle Autos verbietet man nicht, aber man schreibt bestimmte Sicherheitsregeln vor. Der Gurt, der Airback, die Knautschzone, Verkehrsregeln, alles Sachen die dem Drang es auf die Spitze zu treiben einen Riegel vorschieben und versuchen einen vor dem schlimmsten zu bewahren, sollte man dem inneren Trieb zum Schwanzvergleich doch nicht widerstehen können. Gleiches und nichts anderes fände ich auch im anderen Kontext gut. Einfach Grenzen der Optimierung, gerne auch angepasst an das Umfeld. Zum Beispiel fände ich es schon einen großen Schritt wenn die Werbung die sich eben an Kinder und Jugendliche richtet da entsprechend limitiert werden würde. Keine photoshop Models in der Clerasil Werbung in der Bravo. Und dann nichts was gesundheitlich nicht möglich ist. Die Barbie die nicht lebensfähig wäre zum Beispiel. Braucht keiner, weder als Puppe noch als Bild irgendwo.


    Einfach ein paar Grenzen, so wie es sie überall gibt.

    Zitat

    Aber Personen die nicht real sind können doch überhaupt keine Rolle spielen.

    Natürlich, weil sie in ihrer Masse unsere Wahrnehmung vom Durchschnitt beeinflussen.

    Zitat

    Ein Topmodel spielt im Leben der breiten Masse überhaupt keine Rolle, weil sie eben nicht Teil davon ist. Sie kann nicht daher kommen und dir deinen Freund stehlen.

    Es geht doch bei sowas nicht um reale Ängste und Gegner. Es geht darum möglichst weit oben mitspielen zu wollen. Frau nimmt doch nicht ab weil sie konkret Angst vor der Kollegin xy hat, jedenfalls meistens nicht. Sie nimmt ab weil sie ganz generell zum schönen und erfolgreichen Teil der Bevölkerung gehören will. Männer fahren ja auch kein dickes Auto um einen ganz bestimmten Mann in seine Schranken zu verweisen sondern um ganz generell und überall der Hengst zu sein und gleich weit oben im sozialen Wettbewerb einzusteigen. Deswegen funktioniert Autowerbung ja auch über Gefühle und Lifestyle und nicht über technische Fakten.

    Zitat

    Menschen kaufen nicht weil es ein bestimmtes Model als Werbeträger gibt.

    Nein, sie kauft die Hose weil sie an dem Model im Katalog super aussah und ist entsprechend frustriert wenn die Hose an ihr anders aussieht, was sie aber mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit tun wird, weil andere Person. Aber gerade in dem Moment beifndest du dich mit dieser künstlichen Person im vergleich, mit wem auch sonst.

    Zitat

    dann gibt es immer noch dutzende Models die immer noch "schöner" sind als man selber. Denkst du, dass etwaige Makel dieser nicht photogeshoppten Models überhaupt wahrgenommen werden?

    Oh ja! Frauen sehen jeden Makel, jeden Fehler bei der anderen sofort. Mindestens ebenso gandenlos wie bei sich selbst und sie zerfleddern es mit Hochgenuß. Diese kleinen Fehler rücken das Model vom Ideal weg, näher zum Durchschnitt ran und damit näher an mich selbst. Die Messlatte liegt nicht so hoch. Sieh dir mein Beispiel da oben an. Ich weiß nicht was dir auf anhieb aufgefallen ist, aber ich dachte bei dem ersten Bild reflexhaft... boah ordentlich Speck das der Anzug so einschneidet und die Arme... Sollte sich mehr anziehen und besonders um die Hüften rum.

    Zwergelf2

    Zitat

    Deine Meinung, Timba. @:)

    Natürlich. Und umso länger ich darüber nachdenke, umso deutlicher wird mir, dass deine und meine Meinung überhaupt nicht so weit voneinander entfernt sind.

    Zitat

    Für mich bleibt es, was es ist. Vortäuschung falscher Tatsachen.

    Abgesehen davon, dass es so etwas wie "falsche Tatsachen" nicht gibt (ich weiß aber trotzdem, was du meinst), sind wir da absolut einer Meinung.

    Zitat

    Oftmals sowas von unnötig, weil viele Models/Frauen/Schauspielerinnen usw. auch ohne Photoshop schön sind. Und was sie ohne allemale sind ist natürlich.


    Aber das will niemand sehen, wir mir scheint.

    Eben! Die Wirklichkeit ist langweilig und schrecklich. Filme, Bücher und eben auch Bilder lieben wir ganz oft, weil sie eben nicht die Wirklichkeit zeigen, sondern uns in eine Traumwelt entführen. Das war zu allen Zeiten so. Warum muss man das beklagen?

    Zitat

    In Pornos sieht man doch auch längst nicht mehr nur noch "perfekte" Frauen, sondern auch Schwangerschaftsstreifen, kleine Bäuche, Hängebusen etc. Und nicht nur als Fetisch.

    Das hat wohl weniger mit einem Trend zur Natürlichkeit zu tun, sondern eher mit Profitoptimierung. Solange sich niemand dran stört und der Umsatz stimmt, kann man mit weniger "perfekten" Models deutlich günstiger produzieren und mehr Gewinn erwirtschaften.

    @ Timba

    Zitat

    Eben! Die Wirklichkeit ist langweilig und schrecklich. Filme, Bücher und eben auch Bilder lieben wir ganz oft, weil sie eben nicht die Wirklichkeit zeigen, sondern uns in eine Traumwelt entführen. Das war zu allen Zeiten so. Warum muss man das beklagen?

    Das beklage ich ganz sicher nicht. Im Gegenteil, ich entführe meine Leser durch meine Geschichten ja selbst in andere Welten.


    Für mich aber wirkt das schöner machen von eh schon schönen Menschen fast krankhaft. Dieser Schönheitswahn war und ist in meinen Augen noch nie gut gewesen. Im Gegenteil, finde ihn eher besorgniserregend. Weil nahezu jeder sich nur noch über das Aussehen zu definieren scheint. Jemanden, den ich attraktiv finde, muss nicht schön im Sinne der Gesellschaft sein. Ich finde mich selbst auch attraktiv, aber das sehen viele andere sicher anders. Geschmackssache. Und ich gebe zu, wenn ich einen hormonellen Pickel am Kinn hatte und ein männliches Wesen ein Foto von mir haben wollte, habe ich den auch schon mal weg retouschiert. Heute mache ich das nicht mehr. Früher oder später ist der Pickel eh wieder da und wenn der Kerl mit mir zusammen ist, sieht er ihn sowieso. ;-D

    Zitat

    Das hat wohl weniger mit einem Trend zur Natürlichkeit zu tun, sondern eher mit Profitoptimierung. Solange sich niemand dran stört und der Umsatz stimmt, kann man mit weniger "perfekten" Models deutlich günstiger produzieren und mehr Gewinn erwirtschaften.

    Ich würde so weit gehen und behaupten, es ist eine Mischung aus beiden. Denn die Nachfrage nach dem Besonderen/vermeintliche Makel etc. ist ja offensichtlich da. Sonst würde es dafür kein Angebot geben.


    Im Übrigen finde ich kein Model, das ich je gesehen habe, perfekt. Es gibt keine perfekte Menschen und das ist auch gut so.

    blade19

    Zitat

    Lichtet man jetzt weniger schöne Frauen ab, dann ändert das überhaupt nichts an dieser Idee, was man alleine aus der Tatsache ableiten kann, dass es auch mal eine Zeit vor Photoshop gab. Wenn da alles so toll gewesen ist, warum hat man dann angefangen überhaupt Photoshop zu benutzen?

    Nochmal: Fotos werden seit der Erfindung der Fotographie optimiert. Früher nannte man es "retuschieren", heute "photoshoppen". Die Möglichkeiten sind heute vielfältiger, die Handhabung einfacher, das ändert jedoch nichts an dem Prinzip, das es schon immer gab.




    danae87

    Zitat

    Stimmt, Ideale sind ganz in Ordnung, solange klar ist das es eben nicht oder nur für eine handvoll Menschen weltweit zuerreichende Ziele sind. Wenn man aber daran kaputt geht weil man irgendwie glaubt jeder der es nur will kann es erreichen dann sind die nicht mehr gesund und gut.

    Da muss mal wieder Wikipedia ran: //"Der Philosoph Paul Lorenzen bestimmt das Adjektiv "ideal" operativ als das Anstreben einer Norm, der man nicht vollständig (sondern nur angenähert) genügen kann." Darum geht es doch: Sich dem Ideal anzunähern, meinetwegen ihm möglichst nahe zu kommen, aber nicht es vollständig zu erreichen, dem Vollkommenheitsmuster zu entsprechen. Wer diesen Anspruch an sich hat, der hat eine Persönlichkeitsstörung. Daran ist aber nicht das Ideal schuld, sondern der Patient.

    Zitat

    In der derzeitigen Praxis, alles und jeden via Photoshop auf das Ideal zu trimmen sehe ich wegen der Masse ein Problem. Durch die schiere Masse an Bildern auf denen nur noch so getrimmte Personen zu sehen sind verschiebt sie das Ideal und wird zum Standard und das finde ich problematisch. Ganz besonders in Kombination mit der ganzen Werbung die suggeriert: Jeder kann wenn er will.

    Das Problem ist aber doch das mangelnde Urteilsvermögen der Adressaten, nicht die Nutzung solcher Werkzeuge wie Photoshop. Um diesem Problem zu begegnen sollte mehr Wert darauf gelegt werden, Menschen für Suggestionen dieser Art zu immunisieren. Ich empfinde dieses Photoshop-Bashing gerade genauso schräg wie die Behauptung, Ballerspiele würden Amokläufer erschaffen. Nur weil einige Menschen ihre Psyche nicht im Griff haben, ist nicht irgendein technisches Gedöns schuld an den Folgen.

    Zitat

    Warum fühlt sich ein Manns chlecht wenn er einen anderen Mannmti Musekln sieht, einen Mann der ein großes Auto fährt oder oder oder?

    Frag die, die das betrifft. Ich habe mich noch nie schlecht gefühlt, wenn ich einen Mann mit mehr Muskeln sehe oder einen mit größerem Auto. Warum sollte ich? Ich habe dafür mehr Bauch als der armselige Typ. Und? ;-D

    Zitat

    Menschen vergleichen sich und das müssen sie auch, so aus dem innersten Heraus damit sie sich einordnen und wahrnehmen können. Ohne Bezugspunkte keine Selbstwahrnehmung.

    Nee, das müssen sie keineswegs. Sie wollen das, ok. Aber nicht müssen. Es besteht auch kein Bedarf, sich irgendwo "einzuordnen". Einordnen hat so einen verdammt faden Beigeschmack von "Ranking". Das ist genau das, womit sich unsere Gesellschaft gegenwärtig das Leben schwer macht. Jeder Scheiß wird in ein Ranking gepresst: Die 100 besten Krankenhäuser, die 100 erfolgreichsten Rechtsanwälte, die 100 schönsten Blablabla, man kann die Liste beliebig fortsetzen. Ungeachtet dessen, ob man überhaupt etwas vergleichen kann, wird auf Teufel komm raus ein Ranking erstellt, und zwar nach den willkürlich aufgestellten Kriterien des Autors. Letzteres ist genau der Punkt, warum man damit nichts anfangen kann. Hast du nämlich andere Kriterien, gewichtest du sie anders, ist dieses Ranking für dich ziemlich nutzlos. Testet Stiftung Warentest ein Gerät und gewichtet dabei Umweltverträglichkeit mit 40%, dir persönlich ist die Umwelt vielleicht aber piepegal, dann ist für dich sehr wahrscheinlich ein anderes Gerät das beste als der Sieger bei Test. Im schlimmsten Fall bieten solche Tests, solche Rankings, nicht mal Orientierung. Warum lassen wir von solchem Mist eigentlich unser Leben derart beeinflussen?

    Zitat

    Männer arbeiten sich häufiger tot, Frauen hungern sich häufiger tot,

    Stellt sich die Frage, wer von beiden ist bekloppter? Ganz im Ernst: Ich lass mir doch nicht erzählen, Wettbewerb wäre etwas Tolles und Wichtiges, wenn so was dabei rauskommt.

    Zitat

    ... aber ich glaube es ist nicht möglich sich dem Wettkampf gänzlich zu entziehen, es ist zu tief in uns eingegraben.

    Natürlich kann man sich dem Wettkampf entziehen. Ist reine Kopfsache.

    Zitat

    Selbstwahrnehmung funktioniert nur mit äußeren Bezugspunkten. Ich weiß nur ob ich eher groß oder klein bin wenn es Vergleiche gibt.

    Und wenn es keine Vergleiche gibt, wenn du also auf einer einsamen Insel lebst, dann ist es völlig egal, ob du groß oder klein bist, nicht wahr? Trotzdem nimmst du dich ja irgendwie noch selbst wahr.

    Zitat

    Wenn kleine Männer Komplexe haben, dann auf nach Asien mit ihnen und schon fühlen sie sich größer, einfach weil sie im Schnitt nicht mehr unterdurchschnittlich sind.

    Deine Strategie ist Vermeidung statt Ursachenbehandlung. Statt die Komplexe der Frauen zu behandeln, wird Photoshop verboten. Statt die Komplexe kleiner Männer zu behandeln, werden sie nach Asien verfrachtet. Blöd nur, dass immer neue Komplexe auftauchen werden und du dir immer mehr Vermeidungstaktiken einfallen lassen musst. Besser wäre es, die Komplexe zu behandeln und noch besser, Menschen so zu erziehen, dass Komplexe gar nicht erst entstehen.

    Zitat

    Gleiches und nichts anderes fände ich auch im anderen Kontext gut. Einfach Grenzen der Optimierung, gerne auch angepasst an das Umfeld.

    Das ist aber der falsche Weg. Man muss die Ursachen angehen. Ursache ist eben nicht die Optimierung, sondern das falsche Verständnis (oder eben die Komplexe) der Adressaten. Der Schwanz des Großlimousinenbesitzers wird ja nicht durch die StVO kastriert, wie du glaubst, sondern schon alleine der Besitz eines teuren, großen Autos reicht für den Schwanzvergleich. Er taugt erst dann nicht mehr dafür, wenn die Menschen selbstzufriedener werden und ihnen egal ist, wer welches Auto hat. Oder ob er überhaupt eins hat.

    Zitat

    Er taugt erst dann nicht mehr dafür, wenn die Menschen selbstzufriedener werden und ihnen egal ist, wer welches Auto hat. Oder ob er überhaupt eins hat.

    Eigentlich läuft es bei allen Wettbewerben darauf hinaus zu erkennen (und daraus seine Konsequenzen zu ziehen), dass es immer einen mit dem größeren Hammer gibt - und das kann auch das rostige fünf-Euro-Bahnhofsrad sein, dass an einer millionenschweren Autokolonne im Feierabendverkehr vorbei zieht... .


    Ideale sind gut, aber fremden Idealen zu folgen, ist ein trügerischer Weg zur Selbstverwirklichung... .

    @ Graue Socke

    Zitat

    und das kann auch das rostige fünf-Euro-Bahnhofsrad sein, dass an einer millionenschweren Autokolonne im Feierabendverkehr vorbei zieht...

    Das finde ich eine gute Sichtweise. :)^


    Ich glaube, daraus mache ich eine Geschichte. ;-D

    Zitat

    Ideale sind gut, aber fremden Idealen zu folgen, ist ein trügerischer Weg zur Selbstverwirklichung...

    ja. Und manchmal auch gefährlich.

    Timba


    Ich drücke mich offenbar ungünstig aus. Ich finde nicht das ein Ideal ein Problem darstellt, ich finde es wird dann ein Problem wenn suggeriert wird, dass es eben kein Ideal sondern Durchschnitt oder knapp drüber ist und genau das geschieht meiner Meinung nach. Wenn einem an jeder Stelle suggeriert wird, das wirklich jeder so ein großes Auto hat, nur du nicht, oder zumindest jeder zweite, dann zweifelst du an dir wieso du keines hast. Wenn du weißt das etwa fünf Leute so eine Karre fahren dann vergleicht man sich mit dem Rest. Die wenigsten Menschen wollen unbeidngt zur Spitzenklasse gehören, den meisten reicht Durchschnitt.

    Zitat

    Um diesem Problem zu begegnen sollte mehr Wert darauf gelegt werden, Menschen für Suggestionen dieser Art zu immunisieren.

    Ich glaube nicht das sowas geht. Da laufen meiner Meinung nach Automatismen ab. Mein Hirn registieriert garantiert hunderte von Bildern täglich die ich gar nicht bewusst wahrnehme und bei denen ich dann auch nicht bewusts gegensteuern kann.

    Zitat

    Frag die, die das betrifft. Ich habe mich noch nie schlecht gefühlt, wenn ich einen Mann mit mehr Muskeln sehe oder einen mit größerem Auto. Warum sollte ich? Ich habe dafür mehr Bauch als der armselige Typ. Und? ;-D

    Ach komm, stell dich nicht doof, das steht dir nicht. Jedem ist irgendwas wichtig, an irgendeinem Punkt hat jeder Mensch einen gewissen Ehrgeiz. Das ist gesund, wenn einem alles am Arsch vorbei geht, wenn einem nichts mehr wichtig ist und man nirgendwo die Motivation hat dann hat man wirklich ein Problem. Das Auto und die Optik stehen hier als Stellvertreter.

    Zitat

    Nee, das müssen sie keineswegs. Sie wollen das, ok. Aber nicht müssen. Es besteht auch kein Bedarf, sich irgendwo "einzuordnen". Einordnen hat so einen verdammt faden Beigeschmack von "Ranking".

    Ne so istd as nicht gemein und es fällt mir schwer hier die passenden Worte zu finden. Aber für das Selbstwertgefühl ist es wichtig zu wissen das man irgendwas gut kann, besser als andere auch wenn man nicht den Ehrgeiz haben muss weltklasse zu sein. Das ganze Ranking gedöns ist einfach ein zuviel davon, die Schattenseite eines gesunden Ehrgeizes, aber unser System ist ja auch im Ganzen nicht gesund. Einordnen also im Sinne von: In dieser Sache bin ich gut, üebrdurchschnitt, da bin ich unterdurchschnitt und da ganz normal. Diese Sachen zu sehen und zu wissen ist elementar für Entscheidungen die im Leben tragen und glücklich machen. Klappen tut das aber nur im Vergleich mit anderen. Was nicht bedeutet das es einen zerfressen muss nicht Top zu sein. Man kann auch im Mittelfeld sehr zufrieden sein, nur ein Mensch der sich in allen Felder als unterdurchschnittlich wahrnimmt wird nicht glücklich.

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    Natürlich kann man sich dem Wettkampf entziehen. Ist reine Kopfsache.

    Ersetze Wettkampf durch Wettbewerb. Erzähl mir nichts, ich habe dich hier doch schon bei sovielen verbalen Scharmüzeln beobachtet, verbalen Wettbewerben als das du mir erzählen könntest das du da nichts draus gewinnst. ;-)

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    Und wenn es keine Vergleiche gibt, wenn du also auf einer einsamen Insel lebst, dann ist es völlig egal, ob du groß


    oder klein bist, nicht wahr? Trotzdem nimmst du dich ja irgendwie noch selbst wahr.

    Nein, tut man nicht. Kann man an Häftlingen beobachten die lange in Isolationshaft waren. Sie haben ein stark gestörtes Körpergefühl, dabei war ihr Körper ja die ganze Zeit bei ihnen. Ohen andere Menschen klappt dieser Teil unseres Gehirns nicht richtig. So wie unser Körper alleine langsam verkümmert und krank wird. Ohne andere Menschen kann ein Mensch nicht existieren ohne ernsthafte Probeleme zu bekommen. Isolationshaft

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    Deine Strategie ist Vermeidung statt Ursachenbehandlung.

    Das kommt darauf an wo man das Problem verortet. Ich glaube nicht da sman sein Gehirn dauerhaft gegen eine verzerrte realität schützen kann, dafür läuft zuviel unbewusst. Da bleibt mir nur die Kontrolle meines Umfeldes. Wenn man ernsthafte Komplexe hat dann ist das alles obsolet, aber wenn ich im allgemeinen mit mir zufrieden bin dann muss ich ja den Standard den mein Gehirn setzt nicht hoch setzen.

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    Ich empfinde dieses Photoshop-Bashing gerade genauso schräg wie die Behauptung, Ballerspiele würden Amokläufer erschaffen.

    Gilt übrigesn auch für Ballerspiele. Nein, Egoshooter alleine machen keinen Amokläufer (waren eh keine Amokläufer sondern gezielte Tötungen, aber wurscht), aber wer regelmäßig gewisse Bahnen im Hirn benutzt stärkt sie und ihren Ausbau. Unser Hirn lernt schnell. Nein, deswegen nicht verbieten, aber auch hier finde ich Altersgrenzen und ab einem gewissen Ausmaß der Gewalt auch Zensur für sinnvoll. Zudem eine unaufgregte Aufklärung über diese Prozesse im Gehirn. Gilt ja auch für vieles andere und soltle allgemein ernter genommen werden.

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    Der Schwanz des Großlimousinenbesitzers wird ja nicht durch die StVO kastriert, wie du glaubst, sondern schon alleine der Besitz eines teuren, großen Autos reicht für den Schwanzvergleich.

    Überhole einmal mit einem Kleinwagen als Frau einen Mann in so einem Auto und du wirst sehen das der Besitz alleine es nicht rausreißt. ;-D ;-D


    Du ahnst nicht was einige Menschen machen um diese Schmach nicht stehen zu lassen und wie oft schon habe ich auf der Autobahn völlig alberne und wechselnde Überholmanöver beobachten können. Erst der Audi den Mercedes, dann der Mercedes den Audi und ja, genau da zieht der Audi wieder raus....