danae87

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    Ich drücke mich offenbar ungünstig aus.

    Das ist eigentlich meine Domäne. ;-D |-o Aber ok, dann darfst du halt auch mal. ;-)

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    Ich finde nicht das ein Ideal ein Problem darstellt, ich finde es wird dann ein Problem wenn suggeriert wird, dass es eben kein Ideal sondern Durchschnitt oder knapp drüber ist und genau das geschieht meiner Meinung nach.

    Dann ist das Problem aber die Suggestion bzw. dass man auf die Suggestion hereinfällt, nicht das Ideal. Ich glaube auch nicht ganz, dass das eine gewollte Suggestion ist. Ein Teil der Empfänger der Botschaft versteht sie vielleicht fälschlicherweise so, das schließe ich nicht aus. Aber die sollten dann mal ihre Antennen neu ausrichten. Es reicht doch ein Blick auf eine belebte Straße, um zu sehen, dass das von der Modebranche dargestellte Idealbild eben nicht dem Durchschnitt entspricht.

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    Ich glaube nicht das sowas geht. Da laufen meiner Meinung nach Automatismen ab.

    Diese Automatismen sind ja nichts anderes als unser Unterbewusstsein. Wir nehmen Dinge unbewusst wahr, verarbeiten die Wahrnehmung unbewusst und daraus wird ein Handeln oder Denken. Das ist ja längst wissenschaftlich erforscht und gerade die Werbung - aber nicht nur die - hat sich dieses Wissen zunutze gemacht. Sobald der Vorgang ins Bewusstsein geholt wird, ist der Automatismus aber außer Kraft gesetzt und der Werbetrick funktioniert nicht mehr. Wenn man Werbung nicht mehr nur auf sich einrieseln lässt, sondern sich mit den Methoden der Werbung auseinandersetzt, jede Werbung daraufhin untersucht, sie quasi analysiert und sie damit ganz bewusst statt unbewusst aufnimmt, ist man durchaus in der Lage, Sachinformation von Suggestion zu trennen und letzterer zu widerstehen.

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    Ach komm, stell dich nicht doof, das steht dir nicht. Jedem ist irgendwas wichtig, an irgendeinem Punkt hat jeder Mensch einen gewissen Ehrgeiz.

    Mein Ehrgeiz hält sich in Grenzen. Im Moment habe ich nur den Ehrgeiz, die richtigen Worte zu finden um dich davon zu überzeugen, dass ich mich nicht doof stelle. ;-D Vielleicht ist es eine Sache des Alters, ich weiß nicht. Mit 30 hatte ich möglicherweise auch noch mehr Ehrgeiz.

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    Das ist gesund, wenn einem alles am Arsch vorbei geht, wenn einem nichts mehr wichtig ist und man nirgendwo die Motivation hat dann hat man wirklich ein Problem.

    Zwischen Ehrgeiz und alles am Arsch vorbeigehen gibt es noch sehr viele Schattierungen. Nimm beispielhaft einen Arbeiter, der "Dienst nach Vorschrift" leistet. Der zeigt Null Ehrgeiz, aber niemand könnte mit Recht behaupten, dass ihm alles am Arsch vorbeiginge, denn immerhin erledigt er seine Arbeiten fehlerfrei und nach Vorschrift.

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    Das Auto und die Optik stehen hier als Stellvertreter.

    Das hatte ich nicht anders verstanden, sondern nur das Beispiel aufgegriffen.

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    Aber für das Selbstwertgefühl ist es wichtig zu wissen das man irgendwas gut kann, besser als andere auch wenn man nicht den Ehrgeiz haben muss weltklasse zu sein.

    Hm ... willst du sagen, ich hätte kein Selbstwertgefühl? Ich kann zwar viele Sachen, die ich mir im Laufe des Lebens angeeignet habe. Einige davon vielleicht auch ganz gut. Aber nie hatte ich dabei das Bestreben (oder den Ehrgeiz), besser als andere sein zu wollen. Mir war immer bewusst, dass es bei allen Dingen da draußen jemand gibt, der es noch besser kann. Wenn ich selbst mit meiner Leistung zufrieden war, und im Fall gewerblicher Tätigkeit meine Arbeitgeber und Auftraggeber zufrieden waren, dann reichte mir das.

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    Einordnen also im Sinne von: In dieser Sache bin ich gut, üebrdurchschnitt, da bin ich unterdurchschnitt und da ganz normal. Diese Sachen zu sehen und zu wissen ist elementar für Entscheidungen die im Leben tragen und glücklich machen.

    Nee, sorry, da gehe ich nicht mit. Ich brauche diese Art Einordnung nicht, um Entscheidungen zu fällen und schon gar nicht brauche ich sie für mein Glück. Wenn ich etwas machen will, brauche ich (für mich) nicht zu wissen, ob ich darin gut, überdurchschnittlich oder unterdurchschnittlich oder normal bin, sondern ich muss nur wissen ob ich es kann oder nicht. Absolut digital: Eins oder Null. Kann ich es, dann mache ich es - kann ich es nicht, lasse ich es bleiben oder vergebe ggf. einen Auftrag an andere. Ich mache im Haus vieles selbst. Wenn ich einen Raum tapeziere oder streiche, ist mir absolut unwichtig, ob ich darin gut, schlecht oder normal bin. Ich kann's und das Ergebnis gefällt mir, alles andere inklusive jegliche Art von Einordnung ist irrelevant und überflüssig.

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    Klappen tut das aber nur im Vergleich mit anderen.

    Sicher, wenn man meint, eine Einordnung zu brauchen, kommt man um den Vergleich nicht herum. Ich bin der Ansicht, man braucht die Einordnung nicht unbedingt und damit auch nicht den Vergleich.

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    Was nicht bedeutet das es einen zerfressen muss nicht Top zu sein. Man kann auch im Mittelfeld sehr zufrieden sein, nur ein Mensch der sich in allen Felder als unterdurchschnittlich wahrnimmt wird nicht glücklich.

    Mehr noch: Man kann glücklich und zufrieden sein, ohne überhaupt zu wissen, ob man Top, Mittelfeld oder Rote Laterne ist. Vielleicht sogar noch glücklicher und zufriedener als wenn man es wüsste. Wenn ich auf Vergleiche jeglicher Art verzichte (und mich damit dem kapitalistischen Merkmal des Wettbewerbs entziehe), dann nehme ich mich als Mensch wahr und nicht als Wettkampfteilnehmer. Hat für mich deutlich mehr Qualität.

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    Ersetze Wettkampf durch Wettbewerb. Erzähl mir nichts, ich habe dich hier doch schon bei sovielen verbalen Scharmüzeln beobachtet, verbalen Wettbewerben als das du mir erzählen könntest das du da nichts draus gewinnst. ;-)

    Du interpretierst meine Anwesenheit in diesem Forum völlig falsch, meine Liebe. ;-) Natürlich gewinne ich aus meiner Teilnahme, aber nicht in der Weise, wie du glaubst.

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    Nein, tut man nicht. Kann man an Häftlingen beobachten die lange in Isolationshaft waren. Sie haben ein stark gestörtes Körpergefühl, dabei war ihr Körper ja die ganze Zeit bei ihnen. Ohen andere Menschen klappt dieser Teil unseres Gehirns nicht richtig. So wie unser Körper alleine langsam verkümmert und krank wird. Ohne andere Menschen kann ein Mensch nicht existieren ohne ernsthafte Probeleme zu bekommen. Isolationshaft

    Interessanter Link. Ich war nie in Isolationshaft und gebe zu, mich bislang nicht damit beschäftigt zu haben. Besonders die Auswirkungen der Isolationshaft (darauf kam es dir wohl an) habe ich zur Kenntnis genommen. Natürlich liegt es mir fern, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zu bestreiten. Aber mich würde an der Stelle interessieren, inwieweit die beschriebenen Auswirkungen wirklich nur auf die Isolation zurückzuführen sind bzw. inwieweit sie durch die Haft verstärkt werden. Hätte jemand auf einer einsamen Insel, also nur isoliert, aber nicht in Haft, genau dieselben Auswirkungen? Oder wie ist es, wenn jemand selbstbestimmt die Einsamkeit wählt, ein Einsiedler?

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    Das kommt darauf an wo man das Problem verortet. Ich glaube nicht da sman sein Gehirn dauerhaft gegen eine verzerrte realität schützen kann, dafür läuft zuviel unbewusst.

    Ja, ich glaube auch, dass wir nicht alles aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein holen können. Dafür ist unser Gehirn vermutlich zu schwach ausgelegt und wir müssten schon Superman sein, oder in deinem Fall Supergirl, um das zu schaffen. Aber ich glaube schon, dass man gezielt gewisse Dinge ins Bewusstsein holen kann. Dazu gehört eben auch das Thema dieses Fadens, das von der Werbe- bzw. Modebranche geschaffene Idealbild der Frau.

    timba


    Och ich finde Vergleiche gar nicht schlimm. Es hilft einem ja auch sie ein wenig an die Gegenbenheiten um einen rum anzupassen. Für mich sind Fähigkeiten auch nicht in 1 oder 0 einzuteilen, da gibt es doch zuviele Abstufungen, von kann ich einigermaßen bis ich bin ein Genie in dem Bereich. ;-D ;-D Was genau macht denn aus ob du mit einer Leistung zufrieden bist oder nicht? Nehmen wir die Tapete: ich entscheide doch ob es mir gefällt oder nicht auch anhand der Bilder in meinem Kopf wie es aussehen sollte und diese Bilder sind eindeutig durch die Leistungen anderer geprägt oder nicht?


    Was das durchschauen der Werbung angeht fürchte ich das vielleicht nicht jeder die Reife oder auch geistige KOmpetenz hat das im gleichen Maße zu tun. Wenn ich zum Beispiel sehe in welchem Ausmaß schon die Kinder dem Marketing ausgesetzt sind, die da noch keinerlei Möglichkeiten haben sich zu schützen dann werd ich giftig. Und schon da wird ganz viel Wert auf Optik und schlank und tralala gelegt. Also schon deren Bilder sind völlig unrealistisch. Dann kenne ich schon so ein zwei Menschen mehr, denen ich nicht zutraue das alles zu durchschauen. Die kaufen ja auch die Zeitung mit den vier großen Buchstaben und das nicht wegen des Sportteils...


    Da würde mich eine Studie interessieren wieviel so Aufklärung im Schnitt ausmacht und wieviel von dem Wissen dann doch durch Faulheit geschluckt wird bei wievielen die ganze Aufklkärung gleichi ns Leere läuft.

    Zitat

    Aber mich würde an der Stelle interessieren, inwieweit die beschriebenen Auswirkungen wirklich nur auf die Isolation zurückzuführen sind bzw. inwieweit sie durch die Haft verstärkt werden. Hätte jemand auf einer einsamen Insel, also nur isoliert, aber nicht in Haft, genau dieselben Auswirkungen? Oder wie ist es, wenn jemand selbstbestimmt die Einsamkeit wählt, ein Einsiedler?

    Das Problem ist ja das nur wenige Menschen sowas selbst wählen und die Anderen zwangsweise in der Situation gelandet sind, durch Schiffbruch oder ähnliches. Ich werd mal an einem freien Abend suchen ob ich etwas dazu finde. Einsiedler allerdings fallen in historischen Beschreibungen durch einen extremen Mangel an Körperpflege auf obwohl sie die Möglichkeiten ja auch hätten.

    @ Danae87

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    Ich finde das auch schade, sehr sogar. Und nun stell dir mal vor du selbst nimmst dich nur noch als deine eigene Hülle wahr.

    Aber das kann kein Argument für diese Diskussion sein. Heißt es jetzt, weil es Menschen mit psychischen Problemen gibt, muss gesunde Menschen auch darauf verzichten?

    Zitat

    Selbstwahrnehmung funktioniert nur mit äußeren Bezugspunkten. Ich weiß nur ob ich eher groß oder klein bin wenn es Vergleiche gibt. Wenn kleine Männer Komplexe haben, dann auf nach Asien mit ihnen und schon fühlen sie sich größer, einfach weil sie im Schnitt nicht mehr unterdurchschnittlich sind. Man fühlst sich fett und wabbelig? Ich empfehle den Besuch in der Sauna oder im Schwimmbad, notfalls soll ein Flug in gewisse Teile der Staaten da sehr hilfreich sein. Groß oder klein, dick oder dünn, klug oder blöd bin ich immer nur im Vergleich mit anderen. Ohne diesen Bezug, ohne eine Skala, gibt es keine Einordnung und damit dann auch keinerlei Bewertung. Es ist dann einfach.

    Da wäre dann aber wieder unsinnig, wenn du weiter oben selber indirekt gezeigt hast, dass es Menschen gibt, die unter einer gestörten Selbstwahrnehmung leiden. Es kann dann aber kein Bezug zu irgendwelchen Punkten geben, weil man sich garnicht oder nur falsch vergleichen kann. Umsomehr zeigt es aber, dass das direkte Umfeld wichtiger ist als eine mediale Kunstwelt, weil dort doch eher der Vergleich stattfindet, nämlich z.B. mit Studienkollegen. Wäre es dann nicht zu einfach, wenn man hübschen Unterwäschemodells die Schuld daran gibt?

    Zitat

    Es geht darum möglichst weit oben mitspielen zu wollen. Frau nimmt doch nicht ab weil sie konkret Angst vor der Kollegin xy hat, jedenfalls meistens nicht.

    Nein, aber sie fühlt sich in ihrer Gegenwart unwohl. Ich habe eine sehr hübsche und schlanke Arbeitskollegin. Die Blicke die sie manchmal von Kolleginnen erntet, die sich unbeobachtet fühlen, sprechen eine weitaus andere Sprache.

    Zitat

    Umsomehr zeigt es aber, dass das direkte Umfeld wichtiger ist als eine mediale Kunstwelt, weil dort doch eher der Vergleich stattfindet, nämlich z.B. mit Studienkollegen.


    Blade19

    Ich denke auch, dass das unmittelbare Umfeld prägender ist und die Menschen sich eher damit vergleichen als mit irgendwelchen fernen Models.

    Zitat

    Ich habe eine sehr hübsche und schlanke Arbeitskollegin. Die Blicke die sie manchmal von Kolleginnen erntet, die sich unbeobachtet fühlen, sprechen eine weitaus andere Sprache.

    Da fehlt nur noch, dass die Kollegin als zu dünn und als Opfer des Schönheitswahnes bzw. Schlankheitswahnes dargestellt wird. ... Der Fuchs und die Trauben.

    danae87

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    Och ich finde Vergleiche gar nicht schlimm.

    Schlimm finde ich sie auch nicht. Da wurde ich vielleicht missverstanden. Vergleiche sind dann schlimm, wenn sie zum Dogma, zur Obsession werden. Ich hatte deine Aussagen bisher so verstanden, dass Vergleiche unverzichtbar und zwingend seien. Das sehe ich anders. Deutlich anders. Das heißt aber nicht, dass ich jeden Vergleich per se verdamme.

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    Was genau macht denn aus ob du mit einer Leistung zufrieden bist oder nicht? Nehmen wir die Tapete: ich entscheide doch ob es mir gefällt oder nicht auch anhand der Bilder in meinem Kopf wie es aussehen sollte und diese Bilder sind eindeutig durch die Leistungen anderer geprägt oder nicht?

    Es ging darum, ob wir uns mit anderen vergleichen sollen/müssen. Sicher vergleiche ich, wenn ich mir eine Tapete aussuche. Dabei vergleiche ich aber nicht meine Leistung mit der des Tapetendesigners, sondern die Leistung des einen Tapetendesigners mit der des anderen Tapetendesigners. Wie ich dann die Tapete an die Wand klebe, ob schief, ob gerade, ob mit Falten oder glatt, ob ich Muster einhalte oder nicht, das ist dann meine eigene Leistung. Die kann ich mit anderen Tapezierern vergleichen, muss ich aber nicht. Ich für meinen Teil verzichte darauf. Entweder ich kann es so, dass es meinen selbst gesteckten Erwartungen entspricht oder nicht. Eins oder Null. Im letzteren Fall beauftrage ich einen Maler. Natürlich kann ich, wenn ich will, meine Leistung mit dem Nachbarn vergleichen, oder mit allen Nachbarn vergleichen und mich somit in ein "Ranking" einordnen, aber was bringt mir das? Nix.

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    Was das durchschauen der Werbung angeht fürchte ich das vielleicht nicht jeder die Reife oder auch geistige KOmpetenz hat das im gleichen Maße zu tun. Wenn ich zum Beispiel sehe in welchem Ausmaß schon die Kinder dem Marketing ausgesetzt sind, die da noch keinerlei Möglichkeiten haben sich zu schützen dann werd ich giftig.

    Geht mir ähnlich. Aber schutzlos muss man dem nicht ausgesetzt sein, auch nicht Kinder. Zum Beispiel könnten Schulen im Unterricht Kindern aufzeigen, wie Werbung funktioniert und wie sie den Menschen zu manipulieren versucht. Kinder verstehen eine ganze Menge anderer Dinge, warum sollten sie nicht auch das verstehen. Dass die geistige Kompetenz dem eine Hürde in den Weg stellt, bestreite ich nicht, aber so wahnsinnig schlau muss man nicht sein, um die Manipulationen der Werbung zu durchschauen.

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    Das Problem ist ja das nur wenige Menschen sowas selbst wählen und die Anderen zwangsweise in der Situation gelandet sind, durch Schiffbruch oder ähnliches.

    Ja, du hast recht, für eine repräsentative Untersuchung eindeutig zu wenig. Genauso sind aber auch Zweifel erlaubt, ob die Häftlinge in Isolationshaft repräsentativ sind. Die meisten von denen haben möglicherweise schon vorher einen Knacks weg, schließlich sind sie kriminell geworden. Dann unterscheidest du zwischen selbst gewählter Einsamkeit und zwangsweiser Einsamkeit, z.B. Schiffsbruch. Das ist richtig. Jedoch ist zwischen dem Schiffbrüchigen und dem Isolationshäftling auch noch mal ein Unterschied. Ersterer ist durch ein Naturereignis oder einen Unfall in diese Lage geraten, letzterer durch die Macht anderer Menschen. Ersterer kann zwar nicht aus eigener Kraft seiner Einsamkeit entrinnen, ist aber dennoch frei, kann sein Leben im Rahmen der Möglichkeiten selbst gestalten. Letzterer kann das nicht, er ist gefangen und unfrei. Psychologisch ist das ganz sicher ein Unterschied, der auf die betreffenden Menschen einwirkt.

    Zitat

    Einsiedler allerdings fallen in historischen Beschreibungen durch einen extremen Mangel an Körperpflege auf obwohl sie die Möglichkeiten ja auch hätten.

    Glaube ich. Wobei eigentlich alle Menschen laut historischen Beschreibungen ein Defizit an Körperpflege hatten. War den Menschen damals nicht wichtig. Wir müssten also einen neuzeitlichen Eremiten begutachten, um zu sehen, wie Isolation den Menschen verändert.

    Zitat

    Die Blicke die sie manchmal von Kolleginnen erntet, die sich unbeobachtet fühlen, sprechen eine weitaus andere Sprache.

    Das kenn ich. Mit Argusaugen wird beobachtet, was und ob man überhaupt etwas zu sich nimmt. Trinkt man laktosefreie Milch wird gleich über Magersucht gemunkelt. Manchmal wirklich extrem schwierig, wenn man auf die eine oder andere Weise im Fokus steht.

    -crazyleni-


    Das nervt tatsächlich, dann kannst du ja nachvollziehen, wie es mir manchmal geht. Mitunter werde ich auch gefragt, ob ich esse. :-o Heute stehe ich da aber drüber. :)^


    Davon mal abgesehen, dass ich meine Tage ohne Essen gar nicht überleben würde, weil ich nun mal viel Energie benötige. Auffällig dabei ist, dass ich das nur von übergewichtigen gefragt werde. Noch niemals hat mich das eine schlanke Person gefragt. Also alles eine Frage des Blickwinkels. ;-D


    Und wenn du für dich weißt, dass du dich ganz normal ernährst, kann es dir doch schnurzpiepegal sein, was andere denken. Allerdings ist das nicht immer automatisch Neid. Manche machen sich auch Sorgen um ihre Mitmenschen. :)_

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    Also alles eine Frage des Blickwinkels. ;-D

    Zweifellos ist es das. So wie ich immer in die Runde frage, ob es ihnen nicht schmeckt, wenn die anderen bereits ihre Gabel abgelegt haben und ich mir gerade den dritten Teller vollpacke. ]:D

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    Manche machen sich auch Sorgen um ihre Mitmenschen. :)_


    Zwergelf2

    Bleibt trotzdem ätzend und assoziiere ich mit der "ich habe es doch nur gut gemeint"-Fraktion, die ihre Übergriffigkeit mit ihrer Sorge um den anderen zu kaschieren versucht. Dabei sind die es selbst, die mit ihrer Hilflosigkeit nicht helfen zu können/zu dürfen nicht klarkommen bzw. sich nicht abgrenzen können von dem Verhalten/möglichen Leiden des anderen.