Hm... das bezweifle ich ehrlich gesagt ;-) Würdest du ihm das sagen, würde es evtl. kurz Stress geben, aber dann hättest du deine Ruhe und er wüsste, woran er ist. Damit wäre die Situation für beide Seiten geklärt.


    Wobei ich damit nicht sagen wollte, dass ich mich nicht auch schonmal leise aus so einer Situation in einem konkreten Fall herausgeschlichen hätte. Einfach weil ich wußte, dass es in diesem Fall ein riesen Theater geben würde und ich darauf so gar keine Lust hatte und auch zu feige war, es durchzuziehen. Find ich von mir selbst nach wie vor nicht richtig, aber wie gesagt.. sowas ist wohl auch ein Stück weit menschlich, sich einer Konfrontation nicht immer zu stellen, sondern den bequemeren Weg zu gehen.


    Aber das Thema "Soziales Kapital" wird in meinem Augen auch durch den Wiki-Link nicht besser ]:D

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    Wenn Du Dich mit einem Geschäftspartner privat nicht verstehst, aber mit ihm gerne Geschäfte machen möchtest, brichst Du den Kontakt ja auch nicht komplett ab. Ich finde man sollte immer einen kleinen Türspalt offen lassen, falls eine Person doch noch nützlich sein könnte, ggf. auch andersrum, ich ihm, solange beide davon profitieren. :)^

    Wenn ich mich mit einem Geschäftspartner privat nicht verstehe unternehme ich privat nichts mit ihm und beschränke den kontakt auf den nötigsten geschäftlichen Kontakt. Ich finde nicht dass man das vergleichen kann.

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    Ich habe vollstes Verständnis für eure moralischen Einwände und habe ich auch so erwartet.


    Aber da es ohnehin keine wahren Freunde gibt (höchstens zwischen eineiigen Zwillingen), sehe ich das relativ gelassen.

    Warum soll es keine wahren Freunde geben? Wenn du mit allen Menschen in deinem Umfeld SO umgehst wundert es mich nur nicht dass DU keine wahren Freundschaften pflegen kannst..

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    Wenn man den Kontakt auf circa 99,9% runterfährt, ist es immer noch besser, als wenn man sagt, nee kein Bock mehr auf dich.

    Wenn du eh entschieden hast dass du es aussitzen möchtest und einen Türspalt offen lassen, um "soziales Kapital" zu besitzen, warum stellst du dann hier die Frage wie du mit der Situation umgehen solltest?


    Was erwartest du dann hier außer moralische Einwände?

    Ach Menschen denken immer, sie hätten die Moral mit Löffeln gefressen, aber wenn mal wirklich was ist, wo man sie beweisen könnte, wird darauf keinen Wert gelegt. (z.B. Geldstreitereien, Ehebruch, Lästern,...). Jeder hat seine schwarzen Seiten, weshalb es eben nur Bekanntschaften gibt und keine Freundschaften.

    So wie man Freundschaften abbauen kann, so muss man sie, wenn es nicht mehr geht, auch beenden/abschliessen können.


    Das heisst ja nun aber auch nicht, das man Trottoir wechseln möchte, wenn der/die ex-FreundIn im Anzug ist.


    Das Beenden kann n.m.M. mündlich oder schriftlich geschehen, klar sollte es sein. Nicht leicht ist das, wohlverstanden.

    Na hoffentlich sieht dein Bekannter dich auch nur als soziales Kapital und schiesst dich ab, sobald er seinen Profit ernten konnte. Was für ein Vollhonk muss man denn bitte sein, um so zu handeln?


    Sag ihm doch einfach, dass du kein Bock auf ihn hast.


    Und wenn du Hilfe brauchst, kannst du im Internet Geld bieten, gibt Dienstleister.


    Und aus diesem Grunde geht die Menschheit den Bach runter :)

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    Was für ein Vollhonk muss man denn bitte sein, um so zu handeln?

    Wenn Du mal groß bist, wirst Du das verstehen. Ich hab Menschen früher sehr viel Vertrauen geschenkt. Aber ich hab eingesehen, dass es sich nicht lohnt. Deshalb gibt es für mich nur noch Bekanntschaften, die man als soziales Kapital sehen sollte.

    Aber so richtig glücklich kommst du mit dieser Einstellung hier auch nicht unbedingt rüber.


    Ich hatte mal eine Kommilitonen, die einer gemeinsamen Bekannten über mich erzählt hat, dass sie mich eigentlich bescheuert fände, aber für die Uni profitieren könne man von mir, weil ich gute Noten hatte.


    Das entspricht dann wohl deiner Einstellung. Ich habe dieses Mädel irgendwann eiskalt abgesägt und es war am Ende sie, die ohne Freunde oder Unterstützung in der Uni dastand, weil sie mit allen so umgegangen ist.


    Wie würde es dir denn damit gehen, wenn man über dich sagen würde, du seist minderbemittelt, aber brauchen könne man dich ja vielleicht noch mal. Wäre das für dich akzeptabel? {:(

    Übrigens kann ich dieser Theorie sogar ein kleines bisschen etwas abgewinnen, aber dann such dir doch Leute, die du reinen Gewissens als "soziales Kapital" sehen kannst und die du gerne magst und an denen du überwiegend positive Eigenschaften für dich ausmachst.


    So wie du das hier gerade darstellst, wirkt das echt ein bisschen schäbig.

    Das Ding mit dem sozialen Kapital ist ja nicht unwahr, aber das sollte klar gegenseitig sein. Mein 'soziales Kapital' besteht aus Leuten mit denen ich guten Kontakt hatte und von denen ich weiß das wir auch nach längerer Funkstille gern mal voneinander hören und aus Gegenseitigkeit mal was füreinander machen.


    Das ist dann mal ein Ex-Freund der im Handwerk arbeitet und mir oder einem Freund/Bekannten helfen kann, ein alter Klassenkamerad der im Einzelhandel arbeitet und weiß ob ein bestimmtes Angebot in Bälde kommt, ein Kollege mit eigener Firma der die Connection hat etwas günstig umsetzen zu lassen ... oder oder oder.


    Dabei geht es aber um Kontakte die 'natürlich' versandet sind, wie es im Leben manchmal schleichend passiert. Nicht um Menschen die ich gezielt aus meinem Leben haben wollte, weil ich sie nicht leiden kann oder sie mir lästig sind.


    Das sind Kontakte mit denen ich jederzeit mal einen Kaffee trinken und schwatzen würde. Fänd ich die Scheiße würde ich denen keine Aufträge verschaffen oder in irgendeiner Form von ihrer Hilfe profitieren wollen. ;-)

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    Aber so richtig glücklich kommst du mit dieser Einstellung hier auch nicht unbedingt rüber.

    Ja, wenn eine von Kindheit aufgebaute Illusion über die Jahre anfängt zu zerbröckeln, ist das nicht schön. Aber hätte man von Anfang an gelernt, dass es keine Freundschaft gibt und man besser keinem Vertrauen sollte, wird man nicht enttäuscht und es wäre alles in Ordnung.

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    Fänd ich die Scheiße würde ich denen keine Aufträge verschaffen oder in irgendeiner Form von ihrer Hilfe profitieren wollen.

    Klar, wenn ich jemand hassen würde, wäre ich auch an keinem Kontakt mehr interessiert. Aber ich hasse den Typ ja nicht, sondern will es auf 99,99 % reduzieren, sodass man sich noch ganz normal grüßt, wie ein flüchtiger Bekannter für ein Smalltalk, mehr nicht.

    Ich muss Leuten nicht vertrauen um ihnen Respekt entgegen zubringen. Und für mich ist es respekt; wenn ich jemanden nicht mag und ihm sage "her, ich möchte mit dir nicht mehr (soviel) Kontakt haben".


    Das was du machst, ist genau das, was dir widerfahren ist.


    Leuten vertrauen, die einen verarschen.


    Und ehrlich gesagt kann ich das "gross werfen" weit Hi ausschließen, wenn es bedeutet so eine Einstellung zu bekommen, wie du sie hast.


    Wie gesagt, ich hoffe er sägt dich ab, wenn du ihm geholfen hast, oder er lässt dich bei Hilfe eiskalt stehen trotz Zusage oder so :)^

    Es tut mir Leid das du damals an falsche Menschen geraten bist. Ich hoffe es kommen Zeiten in denen du richtige kennenlernen darfst.


    Wenn ich jemanden Scheiße finde hasse ich ihn nicht direkt. So schwarz-weiß ist das nicht. ;-)


    Es ist in jedem Fall schwierig einen Kontakt- und Kontaktabbruch so zu steuern wie man es möchte. Wenn du keinen Kontakt mehr möchtest brich in ab und nimm die Konsequenzen mit. Rosinen rauspicken geht eben nicht.

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    Wie würde es dir denn damit gehen, wenn man über dich sagen würde, du seist minderbemittelt, aber brauchen könne man dich ja vielleicht noch mal. Wäre das für dich akzeptabel?

    Wie gesagt, es kann auch sein, dass er eines Tages von mir irgendwas braucht, aber nur rein geschäftlich.

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    Wie gesagt, ich hoffe er sägt dich ab, wenn du ihm geholfen hast, oder er lässt dich bei Hilfe eiskalt stehen trotz Zusage oder so

    Wenn sowas passiert, ist mir das mittlerweile völlig egal und nehme das sehr gelassen, da es ja keine Freundschaften gibt, sondern nur Bekannte.

    Ja, wenn es das für dich nicht gibt :)...


    Das sowas existiert steht ausser Frage.


    Für einen bekannten würde ich zum Beispiel nicht alles stehen und liegen lassen oder in finanzielle Notlagen einspringen.


    Bei Freunden bzw. Guten Freunden schon eher ;-)


    wünsche dir dann mal viel Glück, und bin ja gespannt, wie entspannt du soetwas nimmst, wenn du rumfragst, wer dir beim Umzug helfen kann und 10 Leute zusagen aber nicht auftauchen :)^

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    Bei Freunden bzw. Guten Freunden schon eher

    Ist halt ne Definitionsfrage, was man unter dem Wort Freunde versteht. Jeder Mensch hat seine Schattenseite, deshalb sollte man keinem 100% vertrauen.

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    10 Leute zusagen aber nicht auftauchen

    Wird nicht passieren, denn auf meinen Bekanntenkreis kann ich mich ganz gut verlassen.