Zitat

    So muss halt jeder seine persönlichen Grenzen ziehen, aber eine 0-Toleranz-Schiene in jeglicher Hinsicht macht bisweilen einsam.

    Ich habe heute mehr Bekannte (ihr würdet es Freunde nennen) als früher, als ich noch großen Wert auf Freundschaften gelegt habe. Also wenn jemand einen Vertrauensbruch begeht bin ich ihm gar nicht mehr sauer, weil ich es nur so erwartet habe. Deshalb kann ich damit auch viel lockerer umgehen und bin nicht mehr beleidigt, wenn was unmoralisches vorfällt.

    Gleiches Prinzip gilt auch bei Beziehungen, wobei es da manchmal schon noch ein bißchen in mir zuckt, aber das wird mit Sicherheit auch immer mehr zurückgehen.


    Ich fühl mich viel unabhängiger als früher, wo ich Menschen noch vertraut habe.

    Für mich klingt das ehrlich gesagt alles danach dass du ziemlich von jemandem enttäuscht wurdest und das noch überhaupt nicht verarbeitet hast. Du schreibst nämlich meiner Ansicht nach doch etwas traurig und wenn du alles so "locker" nehmen würdest wie du sagst würde das glaube ich nicht so durchscheinen.

    Klar, ist es traurig, dass aufgebaute Illusionen in der Kindheit nach und nach zerplatzen, ist wie wenn man herausfindet, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. ;-D


    Aber man gewöhnt sich daran, und hätte man mir von Anfang an klar gemacht, dass es ihn nicht gibt, wäre ich auch nicht traurig gewesen.