Tipps gegen fettige Haut und Pickel

    Hallo:)


    Ich habe sehr starke fettige bzw mischhaut, mit pickeln dazu.


    Ich lebe eigentlich sehr gesund, kann allerdings ohne abends etwas kleines genascht zu haben nicht gut schlafen. Darunter verstehe ich Schokolade oder chips. Nun ist meine Frage, ob ich das lieber lassen sollte, Damit sich mein hautbild verbessert. Habe viel darüber gelesen uns gehört und habe gemerkt, dass sich die Meinungen unterscheiden. Die einen sagen man soll es lassen, die anderen sagen dass es egal ist weil es nicht miteinander zusammenhängt.


    Hilft es auch, wenn man länger schläft? Habe das nämlich auch gelesen.


    Würde mich freuen, wenn in dieser Hinsicht schon jemand Erfahrungen gemacht hat.


    Oder wie ihr allgemein Mit eurer mischhaut umgeht, bezüglich Reinigung und schminke etc.


    Danke im vorraus:)

  • 16 Antworten

    Schönheitsschlaf ist nur bedingt richtig. Wenn du dich gerne Schminkst könnte es Problematisch werden. Manche reinigen das Gesicht am Abend mit Rasierwasser. Du darfst nicht so viel Crem verwenden. Sonnst wäre der Hautarzt oder Kosmetiker ein Ansprechpartner. Ernährung ist auch bedingt wichtig. könntest auch mal eine Weile auf Schminke verzichten. Musst eben ausprobieren. Es gibt auch Hormone die wirksam sind.

    Liebe diesdas99,


    Vielleicht kann ich dir ein bisschen behilflich sein.


    Ernährung: Hier spalten sich die Meinung sehr. Jeder Körper reagiert anders. Es gibt keine schlechten Lebensmittel, wichtig ist nur immer, wie DU sie selbst verträgst und natürlich die Menge. Einige aknegeplagte Menschen bemerken Verbesserungen, wenn sie auf Kuhmilchprodukte (also Joghurt, Milch, ...) und Weißmehlprodukte (Brot, Nudeln, Reis,...) verzichten. Du könntest einfach 1 Monat den Versuch starten. Versuche möglichst viel Wasser zu trinken (mind. 2-3 l), damit hilfst du deiner Haut auch. Denke an den Vorsatz: ernähre dich CLEAN. Was heißt das? Reine Ernährung, keine Fertignahrung, keine Geschmacksverstärker. Sondern: von der Natur reine und vorgegebene Nahrungsmittel. Also nichts, was durch chemische Hände gegangen ist.


    Schminke/Pflege: Darauf brauchst du nicht verzichten. Lass dich vom Hautarzt oder der Apotheke beraten. Es gibt super Produkte, die deine Haut mattieren und keine unreinere Haut machen. Speziell von La Roche Posay und Eucerin. Du kannst deine Haut mit guten Produkten ruhig abdecken, das ist auch nicht schlecht für das Selbstbewusstsein. ;-) Aber denk dran, deine Haut 2x täglich schön gründlich abzureinigen. Was ich dir sehr empfehlen kann: NeoStrata Fruchtsäureprodukte und Environ Vitamin A-Cremen. NeoStrata ist Fruchtsäure, die reinigt deine Haut ganz toll. Vitamin A-Cremen sind toll, wenn du dir wieder glattere Haut wünscht. Ich finde diese 2 Produkte perfekt, aber es ist doch ein etwas gehobenere Preisklasse, aber zahlt sich voll aus.


    Noch was: Ich will dir jetzt nicht Isotretinoin als Wirkstoff empfehlen, aber sei dir bewusst: wenn gar nichts hilft, du immer mehr Gedanken an deine Haut verschwendest etc. gibt es auch medikamentöse Mittel und Wege. Man muss es sich gut überlegen, Nebenwirkungen sind gut möglich, es ist keine leichte Zeit, da der Körper stark austrocknet, aber man kann Akne damit heilen. Ich bin dagegen, dass dies vor allen anderen Möglichkeiten probiert wird, aber behalte es dir im Hinterkopf: Unnötig leiden ist auch kein guter Weg, es gibt etwas!


    Pille: Sicherlich weißt du, dass es Pillen gibt, bei denen die Haut eventuell bzw. wahrscheinlich besser wird. Ich kann dir aber nur davon raten, die Finger davon zu lassen. Die Pille ist keine Lösung: die Haut wird zwar besser, aber setzt du die Pille ab, hast du die Probleme sicherlich verstärkt. Sollte es also wirklich schlimmer werden, sehe ich Isotretinoin in einem kurzen Zeitraum also wesentlich besser an, als ein hormonelles Kontrazeptivum. Aber probier erst mal alles andere aus! ??Aber ich weiß, dass es belastend sein kann, darum die weiteren Infos.??


    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und versuch es vielleicht mit diesem Weg: Je natürlicher und reiner du selbst lebst (sprich auch was du dir zuführst), umso schneller wird auch deine Haut besser werden. @:)

    *:) Also, ich hab ja mal in Hoffnung auf schoene Haut 3 Monate lang keinen Zucker und Weissmehl gegessen. Es hat sich absolut garnix geaendert weder am Lebensgefuehl noch an der Haut, das war irgendwie sehr ernuechternd. Ausser 3 kg abgnommen zu haben, was aber durchaus nicht noetig gewesen waere.


    Ich hab dann spaeter mal Isotretinoin genommen und mus ssagen, unglaublich, alle Probleme weg und so tolle Haut..aber das hat nur 1-2 Jahre angehalten, aber es war lange viel besser. Aber trotzem muss ich sagen wenn Du sehr unter Pickeln leidest dann ist das was was hilft.


    Kein Zucker essen ist natuerlich auch immer gesund, aber fuer die Haut leider ziemlich egal

    Ich hab eigentlich auch fettige Haut. Wasche mit Wasser und handgesiedeter Seife. Oder nur mit Wasser. Ich verwende keine Cremes, keine Lotionen, keine Puder und Makeup nur sporadisch auf größeren Feiern. Ab und zu ein Peeling mit Mandelkleie. Das reicht absolut aus. Wenns im Sommer mal glänzt auf der Stirn dann tupf ich das mit einem trockenen Tuch ab.


    Im Winter, wenns mal spannen sollte oder schuppt, nehme ich abends etwas Mandelöl aufs feuchte Gesicht. Mehr nicht.


    Ich kriege einmal im Monat genau einen Pickel, den schiebe ich aber auf das PMS.


    Bin der Meinung je weniger Chemiemist man sich auf die Haut schmiert, desto schöner wird sie.

    @ SchokoMadame

    "(...) sehe ich Isotretinoin in einem kurzen Zeitraum also wesentlich besser an, als ein hormonelles Kontrazeptivum. (...)"


    also das finde ich echt mutig. ausgerechnet isotretinoin ist eine substanz, die ich wirklich nur bei schwerster akne in betracht ziehen würde – da wären mir die nebenwirkungen einfach viel zu bedenklich. auch im vergleich zu hormonellen kontrazeptiva.

    @ HannahWe

    zustimmung! ich selber bin mitte 30, männlich, und ich habe mein ganzes leben lang probleme mit akneiformen hautveränderungen – und zwar am ganzen körper. die "üble phase" ist lange vorbei (von ca 15 bis ca 24) – und am besten geholfen haben: wenig fett zu mir nehmen (da spielt eine seborrhoe eine große rolle -> wenn ich fett esse (also viel fett), dann dauert es echt nur verblüffend kurze zeit, und das fett erscheint auf meiner haut – seborrhoe halt. viel fett -> viel pickelpotential.) und dazu: benzoylperoxid -> man muss probieren, ob 2,5%, 5% oder 10% -> am sinnvollsten finde ich persönlich -> 2,5% für große bis sehr große flächen und zusätzlich 10% für sehr, sehr kleine flächen, eigentlich nur für "punktuelles auftragen" auf die jeweilige entzündung.


    was zusätzlich sinn machen kann, ist das antibiotikum tyrothricin; das gibt es rezeptfrei und es ist ein AB, bei dem resistenzentwicklungen aufgrund des wirkmechanismus sehr unwahrscheinlich sind. es ist kompatibel zu benzoylperoxidhaltigen produkten und bewirkt im endeffekt einfach nur, dass entzündungen wesentlich schneller beseitigt werden.


    gute besserung!


    p.s.:


    von chemischen peeling halte ich nur wenig bis gar nichts, von mechanischen schon eher was: salz, zuckerpeelings, kaffeesatz geht auch, bimssteinpulver usw usw.


    was bei mir gar nicht geht: länger als 30 stunden nicht duschen (im winter halte ich es z.b. für "eigentlich unsinnig", jeden tag zu duschen, jeden zweiten geht auch, ansonsten halt normal waschen – aber: das geht bei mir einfach nicht -> ich _muss_ jeden tag duschen, sonst krieg ich einfach "mehr" probleme mit der haut. wichtig ist: ein möglichst mildes duschgel – und ich denke, das "günstigste von aldi" ist ein guter tipp -> je weniger drin ist, desto besser.)

    Am fettigen Grundtyp der Haut wirst du zunächst mal nichts machen können, wenn du keine PIlle mit Antiandrogen-Wirkung nehmen willst. Dieser Typ ist genetisch bedingt. Mit den Jahren wird die Haut weniger fettig, aber das ist für dich jetzt sicher kein Trost.


    Was die Reinigung angeht, würde ich auf alles verzichten, was zu stark entfettet, also Gesichtswasser mit hohem Alkoholanteil usw. Die Pflege soll dir ein Hautarzt empfehlen/verschreiben.

    Hallo Eisenbarth,

    Zitat

    "(...) sehe ich Isotretinoin in einem kurzen Zeitraum also wesentlich besser an, als ein hormonelles Kontrazeptivum. (...)"


    also das finde ich echt mutig. ausgerechnet isotretinoin ist eine substanz, die ich wirklich nur bei schwerster akne in betracht ziehen würde – da wären mir die nebenwirkungen einfach viel zu bedenklich. auch im vergleich zu hormonellen kontrazeptiva.

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Isotretinoin ist ein Medikament, welches keinesfalls leichtfertig verschrieben werden darf. Es ist ein absolut nicht harmloses Medikament mit zahlreichen (nicht nur unangenehmen) Nebenwirkungen und mit einem teratogenem Potential, welches grundsätzlich auch zu beachten ist.


    Aber durch die Tatsache, dass die Pille nur einen Symptomverhinderung bzw. -verbesserung der Akne darstellt, dieses Problem also nicht ursächlich behandelt (Ursache der Akne – > Störung der Talgdrüsen) bringt das nur wenig. Denn sobald Frau das hormonelle Kontrazeptivum absetzt, fängt die Akne von vorne an. Da war dann das eventuelle Durchquälen durch die Nebenwirkungen der Pille und das Hinnehmen verschiedener Zustände wie vielleicht eine geringere Libido oder schlimmeres komplett unnötig. ;-) Es kann ja auch keine Lösung darstellen, ewig die Pille zu nehmen um ja keine Probleme mehr mit der Haut zu haben. Da denke ich sehr wohl, dass bei einer Akne (medizinisch diagnostiziert, keine Selbstdiagnose eines (jungen) Mädchens) die kurzzeitige Gabe von Isotretinoin eine bessere Variante darstellt, als der Patientin für einen langen Zeitraum die Pille zu verabreichen. Isotretinoin nimmt man ja nicht lange um gute Erfolge zu erzielen, je nach Dosierung und Erkrankung, können das auch "nur" 6 Monate sein. Und ein guter Dermatologe überprüft monatlich das b-HCG, die Leberwerte etc. und gibt erst nach positiver Wertung dieser Parameter sein OK zu einer Weiterverschreibung. Unter diesen Umständen, finde ich es wirklich besser, Isotretinoin zu verschreiben. @:)

    Zitat

    und wenn nicht gerade eine akne inversa vorliegt oder andere schwerste ausprägungen, warum dann nicht lieber die topische lösung?

    Gegen Ausprobieren einer topischen Therapie spricht ja gar nichts. Im Gegensatz: ich bin grundsätzlich für ein Testen aller eventuell effizienten, möglichst nebenwirkungsarmen Varianten. Aber es gibt definitiv Grenzen. Wenn man probiert und probiert und probiert, nichts wirklich hilft und man darunter leidet, finde ich es weniger verwerflich einer Frau Isotretinoin nach sorgfältigem Abklären jeglicher Kontraindikationen und explizitem Aufklären möglicher und sehr wahrscheinlicher Nebenwirkungen, zu verabreichen als ihr langfristig ein hormonelles Kontrazeptivum aufzuschreiben, welches ebenso Schaden anrichten kann, wenn auch vielleicht nicht in diesem Ausmaß. Aber Isotretinoin nimmt man ja normalweise nicht so lange, bis Besserung eintritt.


    Isotretinoin kann natürlich auch keinen Garant für ewig reine und makellose Haut darstellen. Aber ich kenne einige Menschen, u.a. auch Patienten (ich studiere Medizin), bei denen eine einmalige Isotretinoin-Gabe ausgereicht hat. Laut meiner Dermatologin ist es spätestens beim 2. Mal so, dass mit Isotretinoin eine langfristige Besserung erzielt werden kann.


    Kurz gesagt: ich spreche mich total für alternative Behandlungen/Therapien und lokal anwendbare, nebenwirkungsarme Verfahren aus. Aber in meinen Augen gibt es Grenzen, die es zu beachten gilt, wenn sich keine Besserung einstellt. Und dafür gibt es (gott sei dank) medikamentöse Therapien, über dessen Existenz wir wirklich froh sein sollten. Ich habe nie die Erfahrung machen müssen, so schrecklich unter meiner unreinen Haut zu leiden, dass ich das Haus am liebsten nicht mehr verlassen würde und viele Stunden meines Lebens an meiner unglücklichen Haut verschenke. Solchen Patienten muss aber definitiv geholfen werden! @:)

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
    Zitat

    kennst du benzyolperoxid und dessen wirkmechanismus bzw. patienten, die es benutzt haben?

    Ja, BPO kenne ich. Ich habe es sogar selbst mal benutzt, geholfen hat es mir aber ganz und gar nicht, leider. Allerdings einer Freundin von mir, die schwört darauf, ihr hat es super geholfen. Menschen sind verschieden. ;-) Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert würde ich sagen!