Stark Übergewichtige sollten sehen, dass sie ihr Übergewicht zumindest reduzieren. Nicht, weil andere meinen, dass sie egoistischerweise das Gesundheitsystem belasten ??(das tun alle Essgestörten, und ich mag nicht ausrechnen, ob stark Adipöse das System nicht sogar weniger belasten als Magersüchtige, die ihrem Körper genauso Schaden zufügen zzgl. der Therapien, die jemand mit Adipositas eher nicht bekommt, da wird es lieber auf mangelnden Willen geschoben)?? sondern in erster Linie, um ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Das Gesundheitssystem wird von so vielen Leute belastet, Alkoholiker, Raucher, Drogenabhängige, Essgestörte im Allgemeinen, da finde ich es unfair, sich Übergewichtige herauszupicken. Daher sollten sie es für sich selbst tun und nicht, weil Nicht(mehr)Betroffene es so wollen.

    Zitat

    Ehrlich, sehr viele Menschen essen auch wegen Stress anderen Problemen mehr, sowie sich auch bei vielen der Magen zuschnürrt und man nichts hineinbekommt, dann viele Kilos abnimmt.

    Da ist was dran. Jeder kompensiert anders. Die einen versuchen, vor den Problemen wegzulaufen (exzessiv Sport), die anderen versuchen sie aufzuessen (unkontrolliertes Essen). Das alles tut der Mensch, um seine Mitte irgendwie wiederzufinden in schweren Zeiten. Bevor man Amok läuft oder sich selbst was antut oder psychisch völlig zusammenbricht, versucht der Mensch eben zu kompensieren, jeder auf seine Art (dafür kann die Umwelt ja eigentlich dankbar sein). Ich denke, jede Form der Kompensation ist möglicherweise noch immer "gesünder" als das, was man ohne das nicht kompensieren könnte, man vermeidet damit Schlimmeres. Vor 100 Jahren hätte derjenige, der aufhört zu essen schlechtere Karten gehabt als derjenige, der anfängt, Essen (falls vorhanden) in sich reinzustopfen. Heute ist es halt umgedreht. Warum die einen dieses und die anderen jenes Kompensationsschema haben, weiß ich nicht, aber es ist unsinnig, sie gegeneinander auszuspielen. Schaden tun sie auf jeden Fall, aber da es zu allen Zeiten Dicke und Dürre gab, muss es wohl schwer sein, Schwierigkeiten im Leben auf gesunde Art und Weise auf ein anderes Spielfeld zu verlagern.

    Zum Thema schlechter Stoffwechsel: Der kommt aber oft auch nicht von ungefähr.


    Wenn man immer wieder unmögliche Diäten macht und danach losfuttert, weil die Diät natürlich nicht funktioniert hat, kann man sehr erfolgreich seinen Stoffwechsel schädigen.


    Wichtig ist in meinen Augen, große Mengen an Essen zu sich zu nehmen, nur halt welches mit relativ wenigen Kalorien. Das Magen-Gefühl nach 400kcal Pizza ist ein ganz anderes als nach 400kcal Salat. Letzteres nimmt viel mehr Volumen.

    Jo 400 kcal Salat können echt Berge sein :-D kommt natürlich hauptsächlich auf das Dressing und Toppings an. 400 kcal Pizza sind grad mal ne halbe Tk Pizza. Da würde ich nie im Leben von satt werden

    Interessante Diskussion :)^


    Zitrone hat viele Aspekte sehr gut zusammengefasst. Stress ist ein großer Faktor, der eben auf die Psyche schlägt. Es hat auf jeden Fall auch mit dem Umfeld zu tun und den eigenen Verhaltensweisen zu tun.


    Zu den billigen und hochverarbeiteten Lebensmitteln, die man sich in Zeitnot zuführt, kommt zusätzlich die Gedankenlosigkeit. Hunger: essen, was als nächstes zu haben ist. Das kenne ich aus meiner stressigsten Zeit im Beruf. Irgendwann kommt der Gewöhnungseffekt oder der Magen signalisiert "so bitte nicht" und macht dicht. Das ist bei mir der Fall. Wenn Stress ansteht, kämpfe ich mit Übelkeit und Appetitlosigkeit.


    Bei jedem Menschen fällt die Reaktion anders aus. Zu viel, zu wenig essen, alles nicht gesund.


    Hier schrieb jemand, die Leute schreiben in dem Faden und kennen sich mit dem Thema nicht aus, weil sie selbst nicht betroffen sind. Muss man selber erkranken, um jemanden bei der Krankheit helfen zu können ???


    Nein, ich kenne es nicht dieses Gefühl mit 100 Kilo und mehr durch das Leben zu gehen. Die Menschen tuen mir eher leid, wenn man sieht wie sie sich abmühen. Bei jedem Schritt auf der Treppe sieht man es ihnen an. Sie wissen und spüren es, sie müssen selber entscheiden. Wenn möglich und es gewollt ist (wie bei Mutter) helfe ich.


    Im Übrigen kann ich die Erfahrungen bestätigen, dass man als stark Abgenommener (bei mir krankheitsbedingt) mit Argusaugen beobachtet wird und mit Sprüchen klar kommen muss. Also auf der anderen Seite des Gewichtsextrems sieht es nicht besser aus ":/


    War mir das peinlich, auf dem Markt Gemüse von den Händlern geschenkt zu bekommen. Nie nie wieder, möchte ich so etwas erleben.

    Ich finde die Aussage "You are not fat, you have fat." ganz zutreffend. Wenn das Gewicht oder die Menge (oder Art) des Essens nicht mehr als beständiger Teil der Person angesehen wird, hilft das vielleicht bei der Änderung.


    Es ist tatsächlich ironisch, dass schlanken Menschen sinngemäß applaudiert wird, wenn sie sich vollstopfen, regelmäßig und mit Junk Food. Sie dann beim Zunehmen auszulachen, hat etwas von Doppelmoral...

    Zitat

    Ich finde die Aussage "You are not fat, you have fat." ganz zutreffend.

    Ich finde das einen ganz wichtigen Punkt. Denn anders, als bei vielen anderen Störungen, Krankheiten, Eigenschaften, whatever: Übergewicht sieht der Gegenüber sofort (und wertet es mit aller Wahrscheinlichkeit). Man kann es nicht verstecken, wie eine Sucht oder schlechte Eigenschaft. Es ist eigentlich was ganz Privates - und dennoch für jeden ersichtlich. Das muss für den Übergewichtigen echt hart sein. Daher nehme ich davon Abstand, Überlegungen anzustellen, dass da ein psychisches Problem hinter steht oder ähnliches. Es kann auch alles mögliche andere sein - und es geht mich nichts an. Und für mich ist es doch auch völlig egal, mir gegenüber muss sich da keiner rechtfertigen.


    Ich finde übrigens nicht, dass da bei Frauen strenger drauf geschaut wird, als bei Männern - was allgemeine Attraktivität betrifft, bestimmt aber eben nicht bei Übergewicht im besonderen. Bei Frauen kann man immer noch von "weiblicher Figur", "Rundungen" o.ä. sprechen, immerhin gibt's in der Regel nen Satz große Brüste dazu. Bei Männern gibt es diese "Vorteile" oder Grauzone nicht, vorallem, weil sie ja von Natur aus einen eher geringen Körperfettanteil haben, sodass "Rundungen" o.ä. schon sehr an der Attraktivität kratzen und mit Eigenschaften wie gemütlich (faul), dumm, nicht leistungsfähig (in einer Leistungsgesellschaft!), disziplinlos usw. in Verbindung gebracht werden.


    Aber: attraktiv finde ich Übergewicht nicht. Im Gegenteil. Weder bei Frauen, noch bei Männern. Das spielt aber letztendlich nur bei meiner Partnerwahl eine Rolle, jenseits davon spielt es für mich daher überhaupt keine Rolle, wie dick oder schlank jemand ist.


    Da dies ein allgemeiner Faden ist (und ich in einem persönlichen (Abnehm-)Faden niemals mit einer solchen Frage daher käme:


    Oftmals liest man "ich war vorher schlank, habe dann aber in relativ kurzer Zeitraum xxkg zugenommen". Da frag' ich mich schon: wie geht das?! Nach einer Zunahme von 10kg sitzen wohl die meisten Klamotten nicht mehr schön, alles spannt, alles ist drall, alles ist spürbar und sichtlich ne Nummer zu klein. Man müsste sich an der Stelle eigentlich schon komplett neu einkleiden. Ich wiege im Normalfall so um die 60kg. In recht sportlichen und schlanken Zeiten 58. Das Maximum, was ich je gewogen habe, war 67kg. Und man sah es. Und es sah nicht mehr schön aus. Da hab ich dann meinen Lebenswandel überprüft und korrigiert. Wie kann es dann aber passieren, dass man beispielsweise in 2 Jahren 35 (oder mehr) Kilo zunimmt? Nach 10 oder 15 Kilo warnt einen doch der Körper, dass da grad irgendwas falsch läuft und man die Reissleine ziehen sollte. Wie kommen da dann noch die weiteren 20kg dazu? Ich könnte es mir gar nicht leisten, innerhalb zwei Saisons durch drei Kleidergrößen zu gehen.. ":/


    Das finde ich dann tatsächlich besorgniserregend, denn es ist für mich ein Anzeichen, dass die Person Schwierigkeiten hat, auf sich selbst acht zu geben. Was unter Umständen auch bedeuten könnte, mal mit nem Arzt zu sprechen und nach der Ursache zu schauen. Also: sich selbst ernst zu nehmen.


    Was mir allerdings sehr arg aufstößt sind dicke Kinder. Ich weiß um die harten Worte, aber das sehe ich als elterliches Totalversagen. Kinder mit einem unübsehbaren und vermeidbaren "Makel" in diese Welt zu schicken, womöglich nicht gut auf deren Bedürfnisse zu achten, sie nicht mit guten Lebensmitteln und ausreichend Bewegung zu versorgen.. Ich glaube: ist man schon von Kind an dick, muss man sich auf ein Leben voller Nachteile gefasst machen, beginnend bei Hänseleien in der Schule, ständigen (Ab-)Wertungen, sobald man das Haus verlässt, Schwierigkeiten im Sozial- und eventuell sogar im Berufsleben. Dicke Kinder tun mir wirklich leid, denn sie haben von Beginn an schlechte(re) Chancen. Und Eltern, die das in Kauf nehmen: :(v

    Hm, meinst du nicht, dass Eltern dicker Kinder (die sehr oft ebenfalls zu dick sind) auch sehr verwirrte Eltern sein können? Nicht alle blicken durch den Dschungel der vielfältigen und sich widersprechenden Ernährungsratschläge, so dass sie das Gewicht ihrer Kinder (wenn sie es nicht mal bei sich können) zu steuern vermögen.


    Ja, ich weiß: man kann sich als Elternteil erkundigen, man kann Ärzte oder Diätassistenten fragen bzw. hinzuziehen und die Süßigkeiten zuteilen und rationieren und was es dergleichen mehr gibt, und sicherlich tun das auch viele - ich täte es auch. Nur finde ich es zu pauschal, Eltern mit dicken Kindern als gleichgültig zu sehen und dafür haftbar zu machen.


    Wieso jemand sehr dick werden kann - das passiert kaum unbemerkt, aber hier kann es schon sein, dass es jemandem, der grundsätzlich mit Essen kompensiert, gleichgültig wird, ob er 90 oder 100 Kilo oder schließlich 120 wiegt. Er verschließt ab einem bestimmten Punkt nicht nur die Augen, sondern blendet das immer mehr werdende Gewicht beim Essen wohl vollständig aus.


    Wenn gegessen wird aufgrund seelischer Probleme, so denke ich mir, kann man suchtartiges Essen wie auch andere Süchte sehen: die Bedürfnisbefriedigung ist so eine Art Selbstbehandlung. Die schafft dann regelmäßig zwar ihre eigenen Probleme, aber kurzfristig führt Essen (oder jede andere Suchthandlung) zu einer Erleichterung.

    So, da ich ja auch noch an meinen 10kg zu viel arbeite, habe ich heute mal wieder Kalorien gezählt und mein Essen abgewogen. Oh man, es ist so wenig und die Kalorien sind ruck zuck voll. :-o


    Zum Frühstück hatte ich einen Smoothie aus 1 Banane, 1/2 Mango und 300ml Orangensaft = 300 Kalorien.


    Zum Mittagessen 100g Spaghetti (Trockengewicht, das ist echt wenig - das meint man gar nicht)+ 175g Tomatensoße = 500 Kalorien.


    Nachmittagssnack waren 100g getrocknete Mangos = 300 Kalorien.


    Abendessen ein bunter Salatteller (100g Blattsalat, 300g Tomaten/Gurken und 100g Thunfisch) = 200 Kalorien + 100mL Salatdressing (den ich extra schon 2:1 mit Wasser verdünnt habe, trotzdem noch...) = 250 Kalorien


    Also ich muss sagen ich bin von allen Portionen satt geworden, aber das waren jetzt absolut keine opulenten Mahlzeiten.


    Und weil mich ein Salat nicht sehr lange satt macht habe ich für gleich noch ein belegtes Brötchen mit Käse hier liegen= 250 Kalorien. Also bin ich bei gut 1800 kcal und habe trotzdem das Gefühl ich hätte kaum was gegessen, verrückt ;-D


    Keine Ahnung wie ich mit weniger Nahrung auskommen soll, von meinen geliebten Süßigkeiten ganz zu schweigen :°( :°(

    Zitat

    Sollten übergewichtige Menschen abnehmen?


    Wenn sie wollen ja, wenn nicht dann nicht.

    :)^ Argumente wie Selbstverschulden haben meiner Meinung nach in einem auf dem Solidaritätsprinzip basierenden Gesundheitssystem nichts verloren.


    Dem schließe ich mich aber an:

    Zitat

    Was mir allerdings sehr arg aufstößt sind dicke Kinder. Ich weiß um die harten Worte, aber das sehe ich als elterliches Totalversagen. Kinder mit einem unübsehbaren und vermeidbaren "Makel" in diese Welt zu schicken, womöglich nicht gut auf deren Bedürfnisse zu achten, sie nicht mit guten Lebensmitteln und ausreichend Bewegung zu versorgen.. Ich glaube: ist man schon von Kind an dick, muss man sich auf ein Leben voller Nachteile gefasst machen, beginnend bei Hänseleien in der Schule, ständigen (Ab-)Wertungen, sobald man das Haus verlässt, Schwierigkeiten im Sozial- und eventuell sogar im Berufsleben. Dicke Kinder tun mir wirklich leid, denn sie haben von Beginn an schlechte(re) Chancen. Und Eltern, die das in Kauf nehmen: :(v

    Zitrone,


    ist zwar absolut offtopic (wie im Übrigen auch schon dein Beitrag), aber da du fragst: Es kommt nicht (nur) auf die Menge an, sondern auch darauf, WAS man isst. Für Frühstück und Mittagessen und Snack hast du hochkalorische Lebensmittel gewählt, die zu einem Großteil aus Zucker bestehen. Damit bist du natürlich schnell auf einer hohen Kalorienzahl. Du hast also die Wahl: Entweder von den Schlemmersachen wenig essen, oder von bewusst gewählten (z.B. Eiweiß, Gemüse) viel.

    Zitat

    Nur finde ich es zu pauschal, Eltern mit dicken Kindern als gleichgültig zu sehen und dafür haftbar zu machen.

    Aber wen sollte man sonst dafür haftbar machen?

    Zitat

    Hm, meinst du nicht, dass Eltern dicker Kinder (die sehr oft ebenfalls zu dick sind) auch sehr verwirrte Eltern sein können? Nicht alle blicken durch den Dschungel der vielfältigen und sich widersprechenden Ernährungsratschläge, so dass sie das Gewicht ihrer Kinder (wenn sie es nicht mal bei sich können) zu steuern vermögen.

    Wobei ich da aber sagen muss: es ist kein Hexenwerk! Was man mit dem eigenen Körper macht und wieso, ist wirklich wirklich jedem seine eigene Sache - aber bei Kindern? Bei uns zu Hause wurde zwar in der Regel frisch gekocht (Donnerstag war aber ein fester Fast-Food-Tag, da hatten wir aber auch alle Schwimm-Training und kamen als ausgehungerte Monster nach Hause), Süßigkeiten, Chips usw. gab es dennoch. Aber eben nicht in einem prall gefüllten "Süßigkeiten-Bunker" oder in jedem Einkaufskorb, sondern eben bei Anlass und/oder "Bedarf". Und selbst "frisch kochen" ist da relativ. Da kamen auch Fischstäbchen auf den Tisch oder mal ein Tiefkühl-Nasi-Goreng. Es wurden aber auch jede Menge frische Lebensmittel verarbeitet, Fertigsoßen, Fix-Gerichte usw. gab es nicht (es gab ja zu der Zeit nichtmal ein solches Angebot) und TK-Pizza wäre bei unserer Personenanzahl gar nicht umsetzbar gewesen. Es wurde sich aber viel bewegt und Kinder sind zudem auch noch im Wachstum, sodass der Körper (wenn man den Bewegungsdrang nicht unterdrückt und/oder Essen als Mittel zur Ruhigstellung/Belohnung o.ä. missbraucht) da schon einiges an Kalorien verkraften kann.


    Was ich damit sagen möchte: um Kinder "dick zu kriegen" bedarf es mehr, als nur Unwissenheit oder ein Fehler hier und da. Da halte ich eine ziemliche Gleichgültigkeit und/oder den Missbrauch von Essen schon für sehr wahrscheinlich.

    Zitat

    Wenn gegessen wird aufgrund seelischer Probleme, so denke ich mir, kann man suchtartiges Essen wie auch andere Süchte sehen: die Bedürfnisbefriedigung ist so eine Art Selbstbehandlung. Die schafft dann regelmäßig zwar ihre eigenen Probleme, aber kurzfristig führt Essen (oder jede andere Suchthandlung) zu einer Erleichterung.

    Da ist bestimmt was dran. Nur eben anders als bei anderen Süchten sind die Auswirkungen relativ schnell sichtbar und spürbar. Womöglich geht da das Suchtverhalten und das Ausblenden sehr ungünstig Hand in Hand.

    @ Zitrone86

    Kann mich wave-seven da nur anschließen. Fertiger Dressing, Weißmehl(?)-Brötchen? Banane, Saft, Trockenobst?! Das sind alles Lebensmittel, die ich bei bewusstem Zunehmen wählen würde, denn sie bringen seeeehr viele Kalorien auf wenig Menge, da ist dann immer noch genügend Platz/Hunger um noch ein bisschen was drauf zu setzen, ohne sich überfressen zu fühlen...

    @ wave_seven

    Ich finde ehrlich gesagt überhaupt nicht dass das Off-Topic ist. ;-)


    Genau das ist es doch einer der Gründe für Übergewicht - eine falsche Ernährung.


    Wenn man dann wirklich mal konsequent das Essen abwiegt und Kalorien zählt kommt schnell das böse Erwachen.


    Und hochkalorisch finde ich das jetzt noch nicht mal, wenn dann wohl etwas kalorienreicher. War ja jetzt keine Sahnetorte oder Pommes Currywurst.


    Ich habe mir zbsp mal eine Zeitlang mein Müsli morgens abgewogen auf der Arbeit weil ich mit dem Frühstück nicht über 300 Kalorien kommen wollte. Die Menge war ein schlechter Witz ;-D Rein vom Sättigungsempfinden hätte ich sicher die 3 Fache Menge genommen und wäre dann locker bei 600 Kalorien gewesen, nur für ein Müsli.


    Man kann ja schlecht den ganzen Tag nur Schlangengurke essen? Irgendwas muss ja auch satt machen. ":/

    Zitat

    Also bin ich bei gut 1800 kcal und habe trotzdem das Gefühl ich hätte kaum was gegessen, verrückt ;-D

    Selbst Schuld, wenn du nur Grünzeug futterst :=o


    Kannst auch stattdessen zwei Pizzen und ein deftiges Frühstück essen.

    Zitat

    Hm, meinst du nicht, dass Eltern dicker Kinder (die sehr oft ebenfalls zu dick sind) auch sehr verwirrte Eltern sein können? Nicht alle blicken durch den Dschungel der vielfältigen und sich widersprechenden Ernährungsratschläge, so dass sie das Gewicht ihrer Kinder (wenn sie es nicht mal bei sich können) zu steuern vermögen

    Öhm? Dschungel? Kind ist dick -> weniger. Mehr muss man nicht wissen.

    Zu der ganzen Diskussion will ich gerne noch hinzufügen dass die gesellschaftliche "Norm" sich richtet auf "schnell sein". So ist zum Beispiel der öffentliche Raum (je nach Stad wo man lebt) vorallem darauf ausgereichtet dass die Autos überall hinkommen. Der Parkplatz vor dem Supermarkt ist stets vollgeparkt in den Reihen die am dichtesten an der Eingangstür sind. Fahrradstrassen und ausreichend breite Fussgängerwege sind keine Selbstverständlichkeit. Die Idee dass man sich nicht auf dem schnellstmöglichen Weg fortbewegen will, erlebt jetzt erst langsam eine Renaissance. Wie schön wäre es doch wenn Eltern ihre Kinder unbesorgt raus lassen könnten, weil gefährlicher Verkehr dem allgemeinen Leben nachrangig eingeordnet wird. Wie schön wäre es doch wenn man einfach mit dem Rad zum Supermarkt fahren könnte (und dort auch passende Infrastruktur) finden würde für Nicht-Autofahrer.


    Ich sehe Dicke auch als ein Resultat einer individualisierten Gesellschaft die wortwörtlich wenig öffentlichen Raum bietet.


    Und ja, man kann natürlich immer irgendwas machen. Wenn man bedenkt dass dick sein korreliert mit geringerem Einkommen und geringerm Bildungsniveau wird dieses Argument auch mal zynisch.

    Zitat

    Fertiger Dressing, Weißmehl(?)-Brötchen? Banane, Saft, Trockenobst?!

    Ok, ok...jetzt mal langsam ;-D


    Ein Dressing aus Essig und Öl gemischt hat nicht weniger Kalorien. 30ml Öl haben ja schon 250 Kalorien...Was soll man sich sonst über den Salat gießen?


    Vollkornbrötchen ist natürlich gesünder - hat allerdings nicht weniger Kalorien. Also würde ich hier auch keine direkten Kalorien sparen.


    Banane und Saft- gut, war halt eine Mahlzeit (Frühstück), das sollte man dann auch bedenken. Was kann man sonst zum Frühstück essen außer Brot/Brötchen, Müsli oder Obst? Hat ja eigentlich alles relativ viel Kalorien.


    Ja das Trockenobst stimme ich zu, da ist viel zu viel Zucker drin, weiß ich selbst. Haate da nur so eine kleine Obsession auf diese Mangos ;-D Werden nun aber auch nicht mehr gekauft.

    Zitrone,


    offtopic, weil es hier allgemein um Pro und Contra Übergewicht geht und nicht um individuelle Essenspläne, hierzu gibt es ja im Übergewichtsforum jede Menge Fäden.


    Ich esse zum Frühstück ein Rührei aus zwei Eiern und ein paar Cocktailtomaten. Müssten deutlich weniger als 250 Kilokalorien sein und ich bin bis zu 6 Stunden satt. Wenn du Zucker isst (auch Müsli, je nach Auswahl der Getreidesorten besteht meist hauptsächlich aus kurzkettigen KH) dann schießt dein Blutzuckerspiegel in die Höhe und fällt nach relativ kurzer Zeit wieder in den Keller. Kein Wunder, dass du dann schnell wieder Hunger bekommst.

    Zitat

    Selbst Schuld, wenn du nur Grünzeug futterst :=o


    Kannst auch stattdessen zwei Pizzen und ein deftiges Frühstück essen.

    Aber ich glaub dann fühle ich mich eklig. So habe ich meinem Körper wenigstens ein paar gute Lebensmittel und Vitamine zugeführt. Und eine TK-Pizza hat doch auch schon 800 Kalorien :-(

    Zitat

    Und hochkalorisch finde ich das jetzt noch nicht mal, wenn dann wohl etwas kalorienreicher. War ja jetzt keine Sahnetorte oder Pommes Currywurst.

    Das ist eine sehr beliebte Fehlannahme. ich denke, dass sehr oft gar nicht wegen der üblichen Verdächtigen wie Sahnetorte oder Currywurst zugenommen wird, denn die konsumiert man ja eben wegen des Bewusstseins der "Nährwerte" nur in Maßen sondern eben aufgrund solcher Dinge:

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    Ich habe mir zbsp mal eine Zeitlang mein Müsli morgens abgewogen auf der Arbeit weil ich mit dem Frühstück nicht über 300 Kalorien kommen wollte. Die Menge war ein schlechter Witz ;-D Rein vom Sättigungsempfinden hätte ich sicher die 3 Fache Menge genommen und wäre dann locker bei 600 Kalorien gewesen, nur für ein Müsli.

    Ne Zeit lang mochte ich sehr gerne ein Knusper-Müsli im Joghurt. Bis ich dann mal auf die Zusammensetzung geschaut habe :-o . Da denkt man nämlich, man ernährt sich einigermaßen gesund/ausgewogen, hätte sich aber genausogut drei Schokoriegel reinpfeifen können. Letzteres tut man aber nicht, ersteres ist dummerweise genauso schlecht.


    Gleiches gilt übrigens für das von Dir benannte Trockenobst oder Saft. Ersteres kannst Du 1 zu 1 durch nen Schokoriegel ersetzen, letzteres durch Cola. Ich halte es für sinniger, auf den Zucker (sprich: Kohlenhydrate) zu achten als Kalorien zu zählen. Versucht man, weitestgehend auf Zucker zu verzichten, landet man ziemlich automatisch bei einer gesunden, abnehmfreundlichen Ernährung.


    Beispielsweise Fleisch: ist nicht per se schlecht (im Gegenteil!) bei Wurst allerdings: Unmengen von Zucker drin. Da hilft auch keine "Light-Variante", die sind in der Regel fettreduziert und damit ziemlich geschmacklos, dafür ist da aber dann extra viel Zucker drin. Man meint, von dieser faden Wurst extra viel essen zu können (was dann auch viele tun), nimmt aber mehr (und schlechteres) zu sich, als wenn man einfach die normale Variante genommen hätte.

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    Ein Dressing aus Essig und Öl gemischt hat nicht weniger Kalorien. 30ml Öl haben ja schon 250 Kalorien...Was soll man sich sonst über den Salat gießen?


    Vollkornbrötchen ist natürlich gesünder - hat allerdings nicht weniger Kalorien. Also würde ich hier auch keine direkten Kalorien sparen.

    Wie gesagt, ich halte nicht viel vom stumpfen Kalorienzählen und was dabei raus kommt, siehst Du ja an Deinem Essensplan. Schau' mal auf Dein Fertigdressing, wieviel Zucker da drin ist. Den hast Du mit Essig/Öl nunmal nicht, selbst wenn Du Dir ein Dressing aus Joghurt oder Sahne anrühren würdest.. Ich kann Dir wirklich nur raten: geh' weg von dem ganzen (versteckten) Zucker: Fructose, Lactose, Maltose, Dextrose... Davon nimmt man sowieso schon reichlich zu sich - dann aber bitte bewusst.


    Ein (echtes!) Vollkornbrötchen hält auch einfach länger satt. Da kann man aber auch nochmal genau hinschauen, oft wird eine "dunklere Farbe", welche dann "Vollkorn" suggeriert, ebenfalls durch (noch mehr) Zucker herbei geführt.