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    1800kcal + Bewegung reichen also locker aus.

    Nein. Denn der Ruheumsatz eines normalen Menschen (1,70 m und keine Ahnung, 65 Kilo) liegt schon bei 2000 Kalorien am Tag.


    Das ist nur das, was der akörper braucht, um überhaupt zu funktionieren und alle Organe zu versorgen!


    Ruheumsatz. Das heißt 30 Minuten gehen pro Tag, ansonsten sitzen oder liegen...


    Meine Güte ey... Das kann man doch nun wirklich überall nachlesen. %-|

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    Wer zu viel wiegt isst zu viel (oder hat eine körperliche Erkrankung). Wer zu viel isst braucht nur Disziplin.

    Vorgestern hab ich im TV eine 130 Kilo schwere Veganer in gesehen.


    Veganerin. Und das war die nicht erst seit gestern.


    Ihre schlanke, Omnivore Mitbewohnerin hat noch bestätigt, dass die Übergewichtige weitaus gesünder isst und viel weniger Essen isst als sie. Trotzdem war die zu dick.


    Habt ihr mal daran gedacht, dass jeder Körper anders ist?


    Kennt ihr schlank im Schlaf? Da gibt es die Einteilung in Sesshaft und Nomaden. Finde die Einteilung gut.

    Wer zu wenig isst, fährt seinen Stoffwechsel runter. Vor allem als Veganer muss man tierisch aufpassen, genug zu essen, wenn man kein Junkfood in sich reinschaufelt.


    Unser Stammhirn checkt es nicht, wenn wir Diät machen. Weniger Kalorien als benötigt heißt Hungersnot und dann wird alles gespart, was nur irgendwie geht.

    Was sich die strengen "Kontrolleure" lebenslang versagen, um ihre Linie zu erhalten, gestatten sich die "Zügel-Losen" um so mehr. Beides bietet wenig echtes Vergnügen.


    Vielleicht gehts einfach nur darum, den wirklichen Genuss am Essen - naturgemäß mit nicht zu viel und nicht zu wenig - wiederzufinden? Wir haben die Nahrungaufnahme in gewisser Weise pervertiert, und dies nicht zuletzt durch das Überangebot an billigen und künstlichen Nahrungsmitteln.

    Zitat

    Nein. Denn der Ruheumsatz eines normalen Menschen (1,70 m und keine Ahnung, 65 Kilo) liegt schon bei 2000 Kalorien am Tag.


    Das ist nur das, was der akörper braucht, um überhaupt zu funktionieren und alle Organe zu versorgen!


    Ruheumsatz. Das heißt 30 Minuten gehen pro Tag, ansonsten sitzen oder liegen...

    Der Grundumsatz (also Ruheumsatz) ist erstmal ohne Gehen, Sitzen oder liegen, sondern wieviel Energie ein normalgesunder Mensch verbrauchen würde, würde er den ganzen Tag nur im Bett liegen. (für richtige Bettlägrige funktioniert das wieder nicht, weil viel weniger Muskeln = viel weniger Energie).


    Und da ist die Grundrechnung: 24 x Gewicht in kg, bei 65kg wären es also ca. 1560 kcal am Tag.


    Die Rechnung funktioniert nur bis zu einem BMI von 30, darüber muss man mit dem Idealgewicht statt dem tatsächlichen rechnen.


    Daher stimmt der Hinweis auf die 1800 schon, man sollte nämlich nie unter dem Grundumsatz zu sich nehmen, weil - wie du schon richtig sagst, der Körper die Energie für Organe, Gehirn und Temperaturerhalt allermindestens braucht, auch wenn man zuviel wiegt.

    Dieses Klammern an Kalorien wird uns vermutlich noch die nächsten 20 Jahre begleiten; es ist ja schon längst so, dass wir es alle für eine unumstößliche Wahrheit halten. In Wirklichkeit sind Kalorienberechnungen aber nicht mehr als ein ungefährer Anhaltspunkt. Deshalb würde ich mir damit keinen Stress machen. ;-)


    Längst hat sich gezeigt, dass die Wirkung unseres Essens aufs Gewicht in mindestens ebensolchem Umfang von ganz anderen Faktoren abhängt, wie Hormonen, z. B. Insulin-An- oder Abwesenheit, und das Vorhandensein von Eiweiß, Aminosäuren und, und ...


    Ich glaube, dass die nächste Generation über die fraglose Weiterakzeptanz der Kalorientheorie ein bisschen lächeln wird. o:)

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    Ihre schlanke, Omnivore Mitbewohnerin hat noch bestätigt, dass die Übergewichtige weitaus gesünder isst und viel weniger Essen isst als sie. Trotzdem war die zu dick.

    Von Pfefferminzbonbon wurde eine psychische Komponente in den ersten Seiten eingebracht. Die fand ich sehr interessant.

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    Vorgestern hab ich im TV eine 130 Kilo schwere Veganer in gesehen.


    Veganerin. Und das war die nicht erst seit gestern.

    Man kann auch als Veganer fett werden, was ist der Punkt?

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    Ihre schlanke, Omnivore Mitbewohnerin hat noch bestätigt, dass die Übergewichtige weitaus gesünder isst und viel weniger Essen isst als sie. Trotzdem war die zu dick.

    zwei Möglichkeiten:


    1. Die Mitbewohnerin hat keine Ahnung, was "gesund" ist bzw. was "viel weniger Essen" bedeutet. Man kann seine Coca Cola light durch Orangensaft ersetzen und statt Popcorn Nüsse vor dem TV naschen. Würden die meisten als "gesund" bezeichnen, führt aber in großen Mengen ruckzuck zu Übergewicht.


    2. Die Veganerin lügt oder ist sich selber gar nicht bewusst, wie viel sie sich den Tag über reinschaufelt.

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    Habt ihr mal daran gedacht, dass jeder Körper anders ist?

    Also genetische Ursachen? Wieso war Übergewicht dann bis vor wenigen Jahrzehnten nahezu nicht existent?

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    Kennt ihr schlank im Schlaf? Da gibt es die Einteilung in Sesshaft und Nomaden. Finde die Einteilung gut.

    Du findest sie gut, weil sie dir das Gefühl gibt, nicht an deinem Übergewicht schuld zu sein.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen ?? u.a. deshalb, weil wieder mal die gleichen Platitüden gebracht werden, wie in jeder ähnlichen Diskussion ??


    Mein Einwurf: Ich leide ja schon lange unter Essstörungen (vom gesunden BMI durch blöde Kommentare / Mobbing von außen in die Magersucht gerutscht, dann ein paar Jahre wacklige Stabilität, dann in die Fresssucht (Binge Eating), dann in die Bulimie).


    Essen kann wie eine Sucht sein. Das Beschissene am Essen ist aber, dass ich nicht wie bei anderen stofflichen Süchten damit aufhören kann. Ein Heroin-User oder Alkoholiker muss "nur" Abstinenz hinkriegen (und das ist schon schwer genug), ein Essgestörter (und Binge Eating erfährt erst so langsam Anerkennung als Krankheit und nicht als simple Disziplinlosigkeit) ist gezwungen, jeden Tag ein bisschen des Suchtmittels aufzunehmen. Dabei sollte er nicht nur auf die richtige Menge, sondern auch noch auf gesundheitliche Aspekte achten.


    Ich kann sagen: Das ist verdammt, verdammt Scheiße!!!! :(v :(v :(v


    Und zum Thema Disziplinlosigkeit: Wie gesagt, ich habe ja alle Essstörungen durch, und keiner würde einer Magersüchtigen Disziplinlosigkeit vorwerfen, aber beim gegenteiligen Problem mit ähnlichen Ursachen / Auslösern gilt das?

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    Die Mitbewohnerin hat keine Ahnung, was "gesund" ist bzw. was "viel weniger Essen" bedeutet. Man kann seine Coca Cola light durch Orangensaft ersetzen und statt Popcorn Nüsse vor dem TV naschen. Würden die meisten als "gesund" bezeichnen, führt aber in großen Mengen ruckzuck zu Übergewicht.

    Ich denke genau sowas wird das Problem bei vielen Menschen sein (ggf. in Kombination mit zuvielen stark verarbeiteten Lebensmitteln).


    Ich meine es fängt ja schon damit an das man Kindern lieber Saft oder Saftschorlen als Limo / Cola gibt. Grundsätzlich zwar löblich, unterm Strich aber auch nicht kalorienärmer und gesünder. An Vitamin C Mangel leidet in Deutschland eh niemand. Oder das man sich becherweise Fruchtjoghurt reinzieht. Sicher wäre Joghurt als solches auch gesund, als fertig Lebensmittel mit kiloweise Zucker dagegen absolut nicht.


    Ich denke da fehlt eine gewisse "Aufklärung" damit den Leuten mal klar wird was wirklich gesund ist und was ein purer Mythos ist.

    Gerade mal spaßeshalber in den Kühlschrank hier in der Firma geguckt. Die Kollegin (die ständig abnehmen will) hat da noch nen "Fruchtjoghurt mit Knuspermüsli" drin mit schlappen 16g Zucker pro 100g. Und wie schnell sind die 100g verputzt ?

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    Sehr starkes Übergewicht ist ein psychisches Problem. Ein psychisch gesunder Mensch liebt sich selbst viel zu sehr als dass er sich so gehenlassen würde.

    Es ist viel zu kurz gedacht, hier vom "Gehenlassen" zu sprechen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es eine Form der Kompensation ist. Die einen treiben exzessiv Sport und machen sich die Gelenke kaputt, hören ebenso wenig auf die Signale des Körpers, andere saufen, rauchen, ritzen sich oder hungern, was den Körper genauso schädigt. Zu viel zu essen ist eine von vielen Varianten, psychische Probleme zu Lasten des Körpes regulieren zu wollen.


    Und was den Punkt der ungesunden Ernährung angeht (industriell verarbeitete Lebensmittel, Fastfood, zuviel Fett, zuviel KH, etc pp), wenn dies der Grund für starkes Übergewicht wäre, dann hätten fast alles Menschen der westlichen Welt dieses Problem. Aber wenn wir genau hinschauen, kann sich ein Teil der Menschheit durch die gesamte Palette ungesunder Lebensmittel fressen ohne dass man es ihnen ansieht, und die anderen eben nicht. Selbst bei diesen ekelhaften Fresswettbewerben (in Ami-Land z.B.) sitzen erstaunlich viele schlanke Leute, die sich dann die größten Mengen reinstopfen. Jemand mit einem Wanst hätte vor lauter Fett wahrscheinlich gar keinen Platz dafür, dass sich der Magen derartig ausdehnen kann. Ich selbst kann auch keine großen Mengen essen, bei mir mangelt es eher an Bewegung, und ich denke, so geht es vielen. Wenn ich noch weniger esse, geht mein Stoffwechsel nur in den Keller und spart. Ich glaube jedenfalls, dass es bei den meisten an mangelnder Bewegung liegt: Auto statt Fahrrad oder zu Fuß gehen, Rolltreppe und Fahrstuhl statt normale Treppe, viel vorm PC/TV sitzen statt Sport.

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    Gerade mal spaßeshalber in den Kühlschrank hier in der Firma geguckt. Die Kollegin (die ständig abnehmen will) hat da noch nen "Fruchtjoghurt mit Knuspermüsli" drin mit schlappen 16g Zucker pro 100g. Und wie schnell sind die 100g verputzt ?


    Nordi84

    Irre schnelln natürlich. Als Diabetikerin kenn ich mich mit KH bestens aus - und wenn man eine Diät machen will, in der man eine gewisse Menge an kcal erreichen muss und nur eine bestimmte Menge an KH essen darf, dann wird es ganz schnell ganz schwer. Zumal das hochgelobte Obst in einer Diät auch viel KH hat, und man ja am besten wenig Fleisch (keine KH) essen sollte etc pp. Kann man vergessen. Und nein, von Blattsalat wird man nicht satt, zudem kommt man da nie auf 1.500kcal am Tag.

    Schade, wie sich die Diskussion entwickelt hat, aber es reicht wenn ein bestimmter User auftaucht, und der kam leider schon ziemlich früh rein. %-|


    -


    Unabhängig davon:

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    Gerade mal spaßeshalber in den Kühlschrank hier in der Firma geguckt. Die Kollegin (die ständig abnehmen will) hat da noch nen "Fruchtjoghurt mit Knuspermüsli" drin mit schlappen 16g Zucker pro 100g. Und wie schnell sind die 100g verputzt ?

    %:| {:(


    Super, du checkst das Essen deiner Arbeitskollegen und analysierst es dann auch noch auf Abnehmtauglichkeit... Dass ihr Fruchtjoghurt mit Knuspermüsli nicht so super ist, weiß sie vielleicht selber, und das ist ihr kleines Tageshighlight? Das wäre nicht zufällig möglich?

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    Gerade mal spaßeshalber in den Kühlschrank hier in der Firma geguckt. Die Kollegin (die ständig abnehmen will) hat da noch nen "Fruchtjoghurt mit Knuspermüsli" drin mit schlappen 16g Zucker pro 100g. Und wie schnell sind die 100g verputzt ?

    Mensch, was ein Spaß! An deiner Stelle würde mir weniger Gedanken um den Joghurt der Kollegin machen und mehr darum, warum es mir solchen Spaß macht, auf möglichst ekelhafte Weise vermeintliche Essenssünden anderer im Internet hervorzuheben.

    Unwahrscheinlich, so ein "Highlight" pfeift man sich ja nicht täglich nebenher rein während man auf der Tastatur rum hackt. Ging mir auch nur um ein Beispiel dafür das jemand gerne abnehmen möchte und wahrscheinlich glaubt sich gesund zu ernähren, am Ende aber eben doch Fehler macht.


    Ich hab hier übrigens auch das absolute Gegenbeispiel sitzen, eine Kollegin die jeden Tag ne Tafel Schokolade futtert und trotzdem nur ein Strich in der Landschaft ist. Am Ende gibt es eben tausend Faktoren die das Körpergewicht in beide Richtungen beeinflussen, sich nur auf "zuviel Essen + zuwenig Bewegung" bzw. "zuwenig Essen + zuviel Bewegung" festzulegen ist zu einfach. Das sind bloß die ersten Punkte die kritisch betrachtet werden sollten wenn man über- oder untergewichtig ist und daran etwas ändern möchte.

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    An deiner Stelle würde mir weniger Gedanken um den Joghurt der Kollegin machen und mehr darum, warum es mir solchen Spaß macht, auf möglichst ekelhafte Weise vermeintliche Essenssünden anderer im Internet hervorzuheben.

    Jetzt halt aber mal die Bälle flach, wo ist das denn ekelhaft ? Ich hab niemanden bloß gestellt oder sonst was sondern schlicht und ergreifend ein Beispiel für ein Verhalten gegeben das hier mehrfach angesprochen wurde.

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    Und zum Thema Disziplinlosigkeit: Wie gesagt, ich habe ja alle Essstörungen durch, und keiner würde einer Magersüchtigen Disziplinlosigkeit vorwerfen, aber beim gegenteiligen Problem mit ähnlichen Ursachen / Auslösern gilt das?

    Du meinst also, dass alle (oder die meisten?) Übergewichtigen an einer psychischen Störung leiden, die mit der Magersucht vergleichbar ist?

    Herzensgute, mir hat dein Beitrag noch einmal gezeigt, dass Gewichts-Rätsel nicht durch Kalorienbeachtung zu lösen sind. Du hast Handicaps aufgezeigt, ich hatte die auch, habe aber gelernt, es trotzdem locker zu nehmen. Nach Jahren des Forschens komme ich jetzt wunderbar zurecht.


    Das bedeutet: Ich kann heute auch 3 oder 4 Stück Kuchen auf einmal essen, allerdings dann als Tagesmahlzeit, und ich weiß, dass ich jeweils das, was ich ggf. zunehme, innerhalb einer halben Woche wieder los bin - aber auch deshalb, weil ich darauf achte, was ich praktisch als Ausgleich dazu nehme. Dabei zähle ich niemals Kalorien, sondern esse nur eiweißreich und reichlich Fett. Aber: Keinen Zucker, keine Mehlprodukte mehr.


    Was ich damit sagen will: Wir reagieren nicht nur verschieden, wir gehen auch alle unterschiedlich mit dem, was wir essen, um. Manchmal müssen wir lange tüfteln, um mit der Neigung, Gewicht anzusetzen, unseren Frieden zu machen. Ich glaube, es geht um eine Synthese zwischen Verzicht und geschickter Art, zu essen. Dabei will ich nicht abstreiten, dass es sowohl Krankheiten als auch Medikamente gibt, die das Ganze schwerer machen können. Dennoch: Ich halte es für einen lebenslangen Lernprozess. Aber einen, den wir bei allem Interesse am Thema nicht tierisch ernst nehmen sollten, sonst wird er eine Fußangel bleiben.

    Neben den genetischen Faktoren, eventuellen Krankheiten, der Art, was und wie der Körper verstoffwechselt kommt in meinen Augen aber auch noch das Verhältnis zum Essen dazu:


    Ich esse wenn ich Hunger habe, Essen kann gemeinsam viel Spaß machen, Genuss sein - ist aber in der Regel ein normaler Teil des Alltags, den Körper mit dem Notwendigen zu versorgen und es sollte schmecken. Essen ist bei mir aber niemals eine Pflichtübung, ein Krampf, ein Ersatz, ein Tröster, eine Beschäftigung..


    Ich bin zwar aufmerksam, was hochkalorische Lebensmittel betrifft, würde aber nie Kalorien zählen. Ich würde nie essen ohne Hunger zu haben, weil es nunmal "Zeit" ist (so im Großen und Ganzen und ganz allgemein betrachtet). Und wenn mal ne Mahlzeit ausfällt, weil ich nicht dazu komme: ich werde nicht direkt umfallen oder verhungern.


    Was das Usprungsthema betrifft: ich finde, man sollte Dicke einfach in Ruhe lassen. Ausgenommen, man nimmt bei einem Nahestehenden besorgniserregende Veränderungen wahr, die über die reine Zunahme hinausgehen. Aber ansonsten ist das wirklich jedem selbst überlassen - da in irgendeiner Form zu kommentieren oder sich gar abfällig zu äußern, woöglich sogar bei Fremden, wie übergriffig ist das denn?