Nordi, ich fahre größtenteils die Süßigkeiten runter und es gibt häufig Tage, wo ich mir meinen Kinderriegel als Highlight des Tages aufhebe bis ich nach der Mittagspause wieder an der Arbeit sitze. Da hab ich nämlich am meisten Appetit darauf und da ist es mir auch egal ob ich das Highlight mit ner Duftkerze krönen kann oder der Tastatur.


    Sorry fürs OT.

    Ach und zum "Fehler machen": Wenn man hier mal ins Ernährungsforum schaut, weiß es eh jeder noch besser als der andere. Fehler macht da jeder für den anderen.


    Dass es wirklich Leute gibt, die denken dass Fruchtjoghurt gesund ist, weil das Wort Frucht drin vorkommt... wird es geben, aber vermutlich nicht so häufig, wie RTL es uns glauben lassen möchte.

    Choupette_Finnian


    Ich verstehe wirklich nicht warum du dich hier so angegriffen fühlst (oder bist du Nordis Arbeitskollegin? ;-D ).


    Nordi hat hier niemandem hinterhergeschnüffelt und auch sonst nichts negatives über Übergewichtige gesagt. Er hat einfach nur ein alltägliches, sachliches Beispiel genannt. Übrigens ein ähnliches Beispiel wie ich es auch gebracht habe (hatte einge Kollegin, die immer über ihr Übergewicht gejammert hat, das "einfach so" da ist und hat aber den ganzen Tag nebenbei irgendwelche Süßigkeiten in sich hineingestopft).


    Du, es soll sich jeder sein persönliches "tägliches Highlight" zusammenstellen wie er/sie will. Wir sind ja hier schließlich alle alt genug. Nur weißt du, wenn du eine Kollegin hast, die Tag ein Tag aus am jammern ist über ihr Übergewicht und die sich dann beratungsressistent Tag ein Tag aus solche "Highlights" reinpfeifft - irgendwann hat man auf das Gejammer einfach kein Bock mehr, und das hat dann sicherlich nichts mit Diskriminierung von Übergewichtigen zu tun. Darum ging es - ums jammern. Und nicht darum, Fehler von anderen zu suchen.


    Ja, das Leben ist nicht immer fair, manchmal ganz grausam und gemein. Es gibt die Leute, die können sich jeden Tag ne Tafel Schokolade reinpfeiffen und an jedem zweiten Abend dazu noch eine Tüte Chips und haben dabei Idealgewicht. Ja, das gibt es. Wenn man genetisch bedingt halt nicht zu diesen Leuten gehört, dann muss man halt das Junk Food sein lassen und mehr Sport treiben oder das Zeug halt essen und einfach akzeptieren, dass man ohne schlanker wäre - aber bitte aufhören zu jammern!

    Irgendwer hat hier die Thesen mit den "guten" Kohlenhydraten aus ganzen Pflanzen angebracht. Das kann ich selber auch so bestätigen. Ich habe auf jeden Fall festgestellt, dass ich durch verarbeitete, kurzkettige Kohlenhydrate sehr schnell zunehme, also wenn ich 5 Tage hintereinander "meinen" Schokoriegel esse, dann wird die Speckrolle am Bauch gleich ein bisschen praller. ;-D Auch Nudeln oder Weißbrot geht bei mir gar nicht. Ich esse täglich Brot, aber nur Vollkornbrot. Obst, egal ob Bananen, Äpfel, Trauben, etc. kann ich dagegen täglich kiloweise verdrücken ohne zuzunehmen.

    Zitat

    Ja, das Leben ist nicht immer fair, manchmal ganz grausam und gemein. Es gibt die Leute, die können sich jeden Tag ne Tafel Schokolade reinpfeiffen und an jedem zweiten Abend dazu noch eine Tüte Chips und haben dabei Idealgewicht. Ja, das gibt es. Wenn man genetisch bedingt halt nicht zu diesen Leuten gehört, dann muss man halt das Junk Food sein lassen und mehr Sport treiben oder das Zeug halt essen und einfach akzeptieren, dass man ohne schlanker wäre - aber bitte aufhören zu jammern!

    a) Warum darf man über eine Ungerechtigkeit nicht (in gewissem Maße) jammern? ":/ Ich meine, wenn ich als Frau ne Glatze kriege, weil mir Alopezie vererbt wurde, dann finde ich das schon einen gewichtigen Grund zum Jammern oder für Selbstzweifel.


    b) Ich kenne wirklich einige Leute, die mit ihrem Gewicht kämpfen, aber jammerig erlebe ich v.a. normalgewichtige / schlanke Menschen. Zum Beispiel die Frauen, die sich im Sitzen ihre Bauchhaut zusammenkratzen und dann über den Rettungsring jammern. Zwei Bekannte sind nicht dürr, aber normalgewichtig und vom Gewicht / Kleidergröße voll in der Norm (und hübsch!) und da kommt seeeeeeehr oft die Jammerei, dass sie "dick" sind, weil sie vielleicht von 59 auf 61 Kilo zugenommen haben. Eine andere Frau ist (in meinen Augen) schon anorektisch oder zumindest ortorektisch und auch bei ihr ist das Gewicht immer und immer wieder Thema. Ich erlebe also nicht die Dicken, als diejenigen, die jammern, sondern die Dünnen / Normalgewichtigen. Vor allem unter Frauen gehört es ja schon fast zum guten Ton über die Figur zu meckern (und das nervt mich!).


    Ich jammere nicht, weil ich weiß, dass mein Gewicht durch mein Zutun entstanden ist.

    Zitat

    Warum darf man über eine Ungerechtigkeit nicht (in gewissem Maße) jammern? ":/ Ich meine, wenn ich als Frau ne Glatze kriege, weil mir Alopezie vererbt wurde, dann finde ich das schon einen gewichtigen Grund zum Jammern oder für Selbstzweifel.

    Gegen Übergewicht kann man aber etwas tun und man ist, auch trotz genetischer Veranlagung, letztlich selbst Schuld.


    Ich denke (korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege), dass irgendwie_anders über Leute gesprochen hat, die darüber jammern, dass sie nicht abnehmen können. Zumindest wäre das die Jammerei, die mich persönlich nerven würde.


    Wer allerdings hier und da jammert, dass er jetzt nicht noch naschen darf hat mein vollstes Mitgefühl (im Gegensatz zu denjenigen, die behaupten nie naschen zu dürfen).


    Wer genervt hat, dass er heute blöderweise noch Sport machen muss hat ebenfalls mein Mitgefühl. Manchmal ist es schwer, nervig und man beklagt sich. Jammerei, die nur dazu dient das eigene Nichtstun zu rechtfertigen nervt hingegen.

    Zitat

    Warum darf man über eine Ungerechtigkeit nicht (in gewissem Maße) jammern?

    In meinem konkreten Fall war es so, dass ich mindestens genau so dick wäre, wenn ich den Lebensstil meiner Kollegin führen würde. Kurzkettige Kohlenhydrate in verarbeiteten Lebensmitteln (wie Kuchen, Schokolade, Chips, aber auch Nudeln, Weißbrot) setzen bei mir total an. Ich weiß das. Ich gehe jede Woche 3-4 mal joggen oder auf den Ergometer, sie macht gar kein Sport. Sie hatte immer Schocki in der Schublade für zwischendurch - ich esse zwischendurch gerne mal ein paar Trauben. Wir gingen essen: Ich Cola-Light mit Salat - Sie normale Cola mit Pasta und Eis hinterher. Und am nächsten Tag in der Frühstückspause ging die Jammerei dann schon wieder los, dass sie nichts schönes zum Anziehen findet in normalen Geschäften, und die Übergrößen-Kleider würden ja alle nicht gut aussehen und überhaupt würde bei ihrer Figur nichts gut aussehen. Versuchte man ein paar Tipps zu geben, kamen dann halt nicht selten so Sachen wie: Ja, du hast ja leicht reden bei deiner Figur! Und DAS hat mich dann halt irgendwann genervt.

    Naja, es jammern hier ja auch massig Leute z.B. über ihre Ehe oder Beziehung. Das wird anscheinend gesellschaftlich eher toleriert, als wenn jemand über das Übergewicht jammert. Ich wage mal zu behaupten, dass eine Trennung / Scheidung mitunter deutlich weniger aufwändig ist, als wenn man über viele Monate Abnehmprogramme fährt. Da sagt man doch auch nicht so einfach: "Selber blöd, kannst ja was dran ändern, also halt die Fresse". :=o

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    Naja, es jammern hier ja auch massig Leute z.B. über ihre Ehe oder Beziehung. Das wird anscheinend gesellschaftlich eher toleriert, als wenn jemand über das Übergewicht jammert.

    Nö, davon sind andere irgendwann genauso genervt und letztlich führen sowohl Beziehungsprobleme genauso wie Übergewicht zur selben Feststellung: Entweder man akzeptiert es wie es ist und lebt damit - oder man ändert SELBER was! Im ersten Fall ist das eine Trennung und im zweiten Fall ist das eine Umstellung der Ess- und Bewegungsgewohnheiten.


    Jeder ist seines Glückes selber Schmied. Nur Gejammer hat noch nie zu was geführt - ganz gleich in welcher Hinsicht. :)z


    Es hat ja keiner gesagt, dass man nicht MAL jammern darf. Jeder hat mal einen schlechten Tag und man fühlt sich mal ungerecht behandelt. Aber wer jahrelang rumjammert - sei es Übergewicht oder die schlechte Beziehung - und dann immer noch nicht erkennt, dass nur ER SELBST daran was ändern kann, dem ist halt einfach nicht mehr zu helfen.

    Zitat

    ein Essgestörter (und Binge Eating erfährt erst so langsam Anerkennung als Krankheit und nicht als simple Disziplinlosigkeit) ist gezwungen, jeden Tag ein bisschen des Suchtmittels aufzunehmen. Dabei sollte er nicht nur auf die richtige Menge, sondern auch noch auf gesundheitliche Aspekte achten.

    Wahrscheinlich weil vor ein paar Jahrzehnten der kommerzielle Hype um Lebensmittel noch nicht so stark betrieben wurde, wie im gleichen Maßen der Hype um Magermodels auch mit dem Fernsehen und dann Internet erst ein paar Jahrzehnte nach Twiggy los ging. Und noch ein paar Jahrzehnte früher war man schon froh, wenn man sich die Butter auf der Stulle und einmal in der Woche Fleisch leisten konnte.

    Zitat

    ein Essgestörter (und Binge Eating erfährt erst so langsam Anerkennung als Krankheit und nicht als simple Disziplinlosigkeit) ist gezwungen, jeden Tag ein bisschen des Suchtmittels aufzunehmen. Dabei sollte er nicht nur auf die richtige Menge, sondern auch noch auf gesundheitliche Aspekte achten.

    Das kann ich voll und ganz unterschreiben.


    Ansonsten frag ich mich manchmal, wo die Verachtung gegenüber Übergewichtigen herkommt. Hier im Faden ging's ja noch recht harmlos zu, aber in der Gesellschaft könnte man manchmal meinen das übergewichtig zu sein die schlimmste aller Todsünden ist.

    Hier im Forum sind Menschen mit den verschiedensten Lebensumständen und fast allen Altersklassen unterwegs.


    In diesem Thread schreiben Schüler, Studenten, Eltern mit Fulltimejob, sehr kranke Menschen, vielleicht auch Arbeitslose, etc. Was ich damit sagen möchte, wir leben alle in unterschiedlichen Situationen und haben andere Lebenserfahrungen.


    Ihr kennt sicherlich alle das Sprichwort; erst wenn du in meinen Schuhen gelaufen bist, urteile über mich.


    Viele Menschen können Situationen, die sie nicht kennen einfach nicht nachvollziehen. Wie soll man auch, ist echt schwer. Da ist es doch besser, wenn man zugibt, daß man sich damit nicht auskennt, als einfach zu verurteilen.


    Ich kenne auch vieles nicht aber ich würde niemals sagen, wenn jemand übergewichtig ist, liegt das an mangelnder Disziplin. Ich glaube sogar, daß es bei den wenigsten so ist.


    Wir haben ja ein paar Beispiele gelesen, schwere Krankheiten, Essüchte, ...


    Stellen wir uns einmal zB, Eine Mutter mit Fulltimejob vor, sie muss die Kinder versorgen, Haushalt, evtl alleinerziehend, sie ist am Abend total kaputt, sodass sie aus Stress viel Süßes in sich hineinstopft. Oder Menschen mit Problemen auf der Arbeit, Arbeitslosigkeit, Eheprobleme usw.


    Schüler haben Stress in der Schule aber sie haben noch nicht die Verantwortung, die Eltern haben. Ist auch logisch, sind Kinder oder Jugendliche. Wenn jemand der noch nicht erwachsen ist, dabei ist seine Essgewohnheiten zu ändern, finde ich das super aber er kann noch nicht über manche Dinge so urteilen wie ein älterer Mensch, einfach weil er noch gar nicht die Lebenserfahrung hat. Das ist nur normal.


    Ich habe als Jugendliche auch vieles anderes gesehen und gedacht, daß den Übergewichtigen die Disziplin fehlt, jetzt sehe ich das aber ganz anders.


    Wenn ein erwachsener Mensch allerdings von mangelnder Disziplin spricht, ist das unsensibel oder einfach jemand, der nicht nachvollziehen kann, daß es eben leider wirklich sehr viele Menschen mit Problemen aller Arten gibt.

    Zitat

    Es hat ja keiner gesagt, dass man nicht MAL jammern darf. Jeder hat mal einen schlechten Tag und man fühlt sich mal ungerecht behandelt. Aber wer jahrelang rumjammert - sei es Übergewicht oder die schlechte Beziehung - und dann immer noch nicht erkennt, dass nur ER SELBST daran was ändern kann, dem ist halt einfach nicht mehr zu helfen.

    Da gehen wir d'accord. Aber ich habe ja auch anfangs von moderatem / gelegentlichem Jammern gesprochen und da hast du mir noch widersprochen ;-) Die Aussage war:

    Zitat

    a) Warum darf man über eine Ungerechtigkeit nicht (in gewissem Maße) jammern?

    @ :)

    Zitat

    Hier im Faden ging's ja noch recht harmlos zu, aber in der Gesellschaft könnte man manchmal meinen das übergewichtig zu sein die schlimmste aller Todsünden ist.

    Das unterstreiche ich. Und das kann ich halt auch nicht verstehen.


    Und so manche Reaktion und Unterstellung - aus persönlicher Erfahrung und in Bezug auf hier getätigte Aussagen - können gar nicht als Erwiederung auf ein Jammern (mich nerven v.a. schlanke, die von mir, der Fetten, hören wollen, dass sie ja gar nicht fett sind %-| ) entstanden sein, denn mit vielen habe ich - oder andere Übergewichtige - noch kein Wort gewechselt.


    Das fängt bei den feindseligen Blicken an der Kasse an, wenn ich mir Eis oder Schoki kaufe, geht über minutenlanges Anstarren und Tuscheln bis hin zu blöden Kommentaren. Gott sei Dank ist mein Fell so dick, dass ich das meiste überhaupt nicht so intensiv mitkriege / werte, aber für meinen Partner ist das richtig scheiße :°(

    Zitat

    Rye

    da hast du recht, ich zähle keine kalorien, ich achte eben gut darauf, dass die zuckerwerte super sind, mein doc unterstützt mich u staunt. letztes jahr konnte ich kaum noch 5 m laufen, heut kann ich große spaziergänge im schnellschritt machen u es tut gut und macht spaß. klar, ich nehm langsam ab, aber es wird weniger. die guten diabeteswerte sind extrem wichtig, um keine spätfolgen zu bekommen. also kuchen u co sind schon deshalb seit jahren tabu. dafür gabs heut frischen kohlrabi :-q ... ich esse normal, zwar etwas weniger, aber gesund. so fehlt es mir an nichts. bei dem schönen wetter bewege ich mich sehr viel draußen ... je mehr bewegung umso mehr spaß habe ich daran, weil ich es wieder kann.


    und es stimmt jeder findet seinen weg, so ist es auch mit der ernährung bei diabetes. was andere bedenkenlos essen können macht bei mir den zucker hoch, dafür andere dinge nicht. man muss es eben austüfteln wie du es schon geschrieben hast. ich habe seit letzten sommer wieder spaß am leben und das ist wichtig. ich bin zwar langsam aber guut u nehme es mit viel humor :D

    Bei uns auf der ist eine Kollegin, die im Laden aushilft. Sie kleidet sich gut und ist eine sehr nette Person. Ich mag sie. Sie wird von allen Kollegen gemocht und sie ist für mich hübsch. Das ist ihr Charakter.


    Mir kommt es bei einem Menschen nicht auf das Gewicht an, sondern auf die Persönlichkeit. Es gibt Menschen, die vielleicht auf dem ersten Augenblick schön erscheinen aber hat man einmal ein paar Worte mit ihnen gewechselt ändert sich die Meinung.


    Früher bin ich oft auf Äußerlichkeiten reingefallen aber heute bilde ich mir erst ein Urteil, wenn ich einen Menschen etwas besser kenne.

    @ Schnecke,

    das finde ich echt grausam. Weißt du, die Menschen, die dich so behandeln, wissen nicht, ob sie selber mal in deiner Situation sind.


    Kannst du etwas dafür, daß du Übergewicht hast? Nein, bestimmt nicht! Wer psychisch gesund ist und noch nie eine Essstörung hatte, weiß gar nicht, wie es in dir aussieht, wie du kämpfst. Studium, alle Achtung! :°_ Ich habe es versucht und nicht geschafft.

    @ Herzensgute,

    ich finde es toll, daß du trotz deiner Erkrankung, solchen Mut hast und dieses Durchhaltevermögen. @:)


    _


    Deshalb sagte ich ; erst wenn du in meinen Schuhen gelaufen bist, urteile über mich.